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Discussion Starter · #1 ·
Gerade eben im Pressebereich auf Hamburg.de erschienen: Pläne für neuen Stadtteil auf dem Grasbrook enthüllt.

"Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, und der scheidende Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter haben heute (12. September 2017) in der HafenCity Universität die Pläne für einen neuen Stadtteil vorgestellt. Dieser soll gegenüber der östlichen HafenCity entstehen, die Brücke nach Süden auf die Elbinseln schlagen und gleichzeitig den Stadtteil Veddel stärker einbetten. Geplant sind Wohnungen für etwa 6.000 Bewohner – junge Familien und Menschen jeglichen Alters und unterschiedlicher Herkunft – sowie 16.000 Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, eine Grundschule und Kitas."

Quelle und vollständiger Artikel:
http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/9491236/2017-09-12-pr-lpk-hafen-city/

Visualisierungen:





Alle Visualisierungen: Hosoya Schaefer Architects
 

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Sehr cool. Das wärs wirklich!

Aber ich weiß nicht ob es zusehr eine "Gated Community" wird, wenn es nur eine Verbindung zu einer Seite hat (zu der es gar nix verbindet). Eine Verbindung über die Elbe zum Baakenhöft (wie bei den Olympiaplanungen geplant) scheint mir relativ wichtig. Dadurch müsste man allerdings den "Schiffsparkplatz" in der Elbe aufgeben. Ich weiß nicht ob man das möchte/ob es machbar ist.

Das Konzept Living Bridge könnte man hier aufleben lassen, doch glaube ich das die Bebauung an keiner Seite der Brücke die Living Bridge gut integrieren kann. Es schaut vermutlich dort wie ein Klotz auf dem Wasser aus (auch wenn das Konzept ansich gut ist)

Vielleicht würde eine attraktive Fährverbindung die beiden Landzungen besser verbinden (Kleiner Graasbrook <-> Baakenhöft <-> Landungsbrücken)?
 

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Toll!

Jetzt wäre es noch schön,wenn man an anderen Stellen der Stadt auch ein bisschen mutiger wäre und mehr Türme(60 bis 100 Meter) zulassen würde und einzelne auch zeitnah realisieren könnte.Wenn man schon so große Investitionen zulässt(wie Hafencity und Grasbrook,warum dann nicht auch ein paar woanders?
 

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Discussion Starter · #5 ·
Danke fürs Raussuchen der alten Entwürfe, Florian!

Ich stimme dir zu, dass eine Brücke zum Baakenhafen für das Viertel wichtig wäre, damit es Durchgangsverkehr gibt und eine bessere Anbindung Richtung Innenstadt und Hafencity. In der aktuellen Planung ist die Landzunge eine Sackgasse, was sicher nicht zur Belebung beitragen wird.

Ansonsten finde ich die Planung gelungen und freue mich jetzt schon auf den langgestreckten Park am Ende der Landzunge. :) Auch dass man durchaus verdichtet baut und sogar ein kleines Hochhauscluster dabei ist finde ich gut. Das gibt eine schöne Torsituation an den Elbbrücken mit den beiden geplanten Clustern. Da entwickelt sich eine komplett neue Skyline an dieser Stelle. :banana:
 

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Ich würde mich über 5-6 Stockwerke mehr pro Gebäude sehr freuen!
Außerdem würde ich die Idee eines Sportstadions für diesen Ort übernehmen - einfach als Veranstaltungsstätte, Tourismusmagnet und architektonisches Highlight. In dem Entwurf von 2009, finde ich den dritten Kanal in der Mitte besonders gut. Allgemein wünsche ich mir zudem noch etwas mehr architektonischen Mut. Eine zentrale, große Plaza wäre denke ich auch sehr reizvoll...
Alles in allem finde ich den Mut nach der gescheiterten Olympia-Bewerbung einen Plan vorzustellen gut! Allerdings sollte man die Highlights aller bisherigen Entwürfe zusammentun, von internationalen Architektur-Büros überarbeiten lassen und mehr Mut zeigen!
 

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Die positive Enwticklung von Stadtplanung innerhalb von nicht mal 8 Jahren, sieht man echt gut am vollgequetschten Uni-Entwurf mit seinen dutzenden Einzelklötzen aus U- und L-Riegeln sowie Einheitshöhen für Hochbauten. Aus heutiger Sicht eigentlich ziehmlich begrüßenwesrt, dass das damals nicht weiter verfolgt wurde.
Der neue Entwurf wirkt mit weniger Baumasse schon deutlich urbaner.
Übrigens sieht man im Nutzungsplan 2 Optionen für Brückenanbindungen an die HafenCity. Bestimmt bekommt man da aber noch mehr Wohneinheiten raus, wenn man weiter optimiert.
 

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10x mehr wäre ja dann 60.000 Einwohner auf dem Areal. Da würde wohl kaum ein funktionierendes Verkehrskonzept für erstellt werden können ;)

Im Prinzip könnte man aber die Wohnhochbauten zu richtigen Hochhäusern machen und dort mehr rausholen. Auf dem Nutzugsplan sind auch alle Gebäude südlich der Hauptstraße nach Süden hin aufgebrochen. Ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Eventuell um Balkon-wohnungen zum "innenhof" teurer vertickern zu können? Diese Lücken kann man nach Bedarf aber sicher auch noch schliessen und damit mehr WE rausholen.
Aber mein Gott - der Plan ist sicher noch nicht in Blei gegossen und eher das Master-Raster, an dem jetzt weiter gearbeitet wird. Was mir schon sehr gut gefällt ist, dass er nördlich und südlich der Hauptsraße versucht, jeweils 2 Blöcke unterzubringen und damit optisch Urbanität auf dem doch sehr begrenzten Areal erfaken kann.
 

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Grasbrook: Bürgerbeteiligung

Die Rot-Grüne-Landesregierung möchte das Projekt mit einem frühzeitigen und qualifizierten Beteiligungs- und Informationsprozess begleiten lassen.
Dabei sollen sowohl von Bürgern als auch von Experten Anregungen, Ideen, und Wünsche aufgenommen werden.
Dazu findet mit einer Auftaktveranstaltung im Sommer 2018, der jahrelange Workshops folgen werden.
Im Vorwege findet eine Bestandsaufnahme des künftigen Areals des neuen Statdteils statt; u.a. Untersuchungen von Altlasten und potenziellen Lärmemissionen (aus Bahn-, Hafen- und Straßenbereichen).
Der Stadtteil soll Altes mit Neuem verbinden sowie durch die Nähe von Arbeiten, sozialer Infrastruktur, Nahversorgung und Wohnen eine lebendige Stadt entstehen lassen.

Eckdaten Grasbrook:
- Areal: ca. 46 Hektar
- Entwicklungszeitraum: 20 Jahre
- Arbeitsplätze: bis zu 16.000
- Bewohner: bis zu 6.000 (wichtiger Aspekt sind Freizeit und Sport)
- Wohnungen: bis zu 3.000 (große Rolle für sozialen Wohnungsbau)

Quellen:
https://www.abendblatt.de/hamburg/a...n-neuen-Stadtteil-Grasbrook-mitgestalten.html
https://www.ndr.de/nachrichten/hamb...-Grasbrook-gestalten,kleinergrasbrook158.html
 

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Grasbrook: Ausblick - Bürgerbeteilung - Planungen

Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing stellte 1. Ideen zum neuen Stadtteil Grasbrook auf einer Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit vor.
Diese Ideen sind nicht final und sollen im Zuge von 3-5 sogenannten Stadtwerkstätten zusammen mit den Bürgern verfeinert werden.
Der neue Stadtteil entsteht u.a. auch vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums Hamburgs bis zum Jahre 2030 um 100.000 auf 1,9 Millionen Bewohner und wird als "Trittstein für den Sprung über die Elbe" bezeichnet.
Der Grasbrook soll auch nicht als Fortsetzung der HafenCity sondern als eigener moderner Stadtteil angelegt werden.
Erste kritische Stimmen wollen, dass der Grasbrook nicht aus Richtung der HafenCity sondern aus Richtung der Veddel gedacht und geplant wird.

Das Areal soll dreigeteilt werden:
- Gemischtareal: Gewerbe und Wohnen nebeneinander
- Gewerbeareal: ausschließlich gewerblich genutzte alte und neue Hafengebäude als Schutzriegel zum eigentlichen Hafen
- Wohnareal (bisheriger Lagerhallenkomplex "Überseezentrum"): "Moldauhafen-Quartier" von 2 Seiten vom Wasser umschlossen

Eckdaten Grasbrook:
- Areal: 1/3 der Fläche der HafenCity
- Start städtebauliche Wettbewerbe: 2019
- Bewohner: ca. 6.000
- Gewerbe: bis zu 16.000 Arbeitsplätze; u.a. Büros und Einzelhandel
- Sozialeinrichtungen: Grundschule und Kindertagesstätte
- Wohnen: 1/3 öffentlich gefördert

Quelle:
https://www.abendblatt.de/hamburg/a...tor-fordert-U-Bahn-zum-Kleinen-Grasbrook.html
 

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^^


Das sind gute Nachrichten! Wer sich noch dunkel an meine Beiträge zum Thema Future City (hier ab Post #10) erinnert, weiß, wie sehr mir die Thematik Innovation und Kombination Wirtschaft/Wissenschaft auf dem Kleinen Grasbrook am Herzen liegt. Schön, dass dieser Bedarf nun auch von einer großen und - hoffentlich nach wie vor - einflussreichen Hamburger Institution erkannt wurde.

Was mich auch freut: endlich wird Hamburgs Stellung realistisch benannt. Oft sieht die Hamburger Politik die Stadt in punkto Wissenschaft, Innovation und teilweise Wirtschaft sehr gut aufgestellt oder sogar auf dem Weg führend in Europa zu sein ("europäische Innovationshauptstadt"). Fakt ist - und das wird hier nach langer Zeit mal zugegeben - dass Hamburg alleine in Deutschland auf Sicht von Jahrzenten uneinholbar hinter München und Berlin, in manchen Punkten auch hinter Frankfurt und Stuttgart zurückgefallen ist. Selbst wenn man aus dem Grasbrook-Projekt (der Name GrasrootPort verschwindet hoffentlich noch...) das Optimum rausgeholt wird - die Konkurrenz schläft nicht: in Berlin-Tegel soll, sodenn der Flughafen irgendwann schließt, ein riesiger Innovationsstadtteil gebaut werden mit der identischen Zielsetzung des Grasbrooks. Am Münchner Flughafen wird mit dem LabCampus auf 500.000m² ebenfalls ein riesiger Innovations- und Technologiepark geplant und teilweise bereits gebaut.

Was mir aufgefallen ist: im Abendblattartikel steht: ""Bislang schaut die Stadt zu sehr von Norden nach Süden. Es wird Zeit für einen Perspektivwechsel". Zugleich versprach er [der Oberbaudirektor], dass auf der Elbinsel „kein Hochhausgewitter“ wachse. „Die Silhouette ist Tafelsilber der Stadt.“". Die bisher bekannten Visualisierungen (siehe erster Post dieses Threads) finde ich in Höhe und Dichte ansprechend. Auf der Website zur Bürgerbeteiligung für die Grasbrook Pläne der Handelskammer sieht man nun aber folgendes Bild und auf der Website von Hosoya Schaefer Architects ist das Projekt auch nicht mehr zu finden:





Weiß da jemand mehr, ob die Planungen überarbeitet und sämtliche Hochpunkte gecanceled wurden?
 

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Habe es aus UNIT-ers Post übernommen. Im Abendblattartikel ist es offener formuliert, habe deshalb meinen Beitrag editiert.
 

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Grasbrook: Handelskammer - Innovationsstadtteil

Die betreffende Passage aus dem Abendblatt-Artikel nun im Wortlaut.

„Der Grasbrook ist Teil der Strategie, die Stadt nach Süden und Osten weiterzuentwickeln“, sagte Höing. „Bislang schaut die Stadt zu sehr von Norden nach Süden. Es wird Zeit für einen Per*spektivwechsel.“ Zugleich versprach er, dass auf der Elbinsel „kein Hochhausgewitter“ wachse. „Die Silhouette ist Tafelsilber der Stadt.“
Quelle:
https://www.abendblatt.de/hamburg/a...-will-Grasbrook-als-Innovationsstadtteil.html
 

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Am besten den Grasbrook mit G+J "Kontorhäusern" zustellen. Transportiert Maximalen Innovativ-Charakter. :nuts:
Ach komm Kinners, der neue OB ist einfach scheisse. Ein behindertes Schuhkarton-Projekt nach dem anderem seit einem Jahr auch bei Schlüsselbaufeldern. Was können wir tun, dass diese mutlose Flasche zügig wieder verschwindet? Was bringt die Bürgerbeteiligung, wenn Höridingens am Ende eh seinen Kopf durchsetzt, was er in seinem Statement schon klar gemach hat?
 

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Sechs Büros haben es in die finale Phase für den Masterplan geschafft.
Jeweils 3 für Freiraumgestaltung und 3 für Stadtplanung. Aus den Finalisten wurden jetzt "Teams" kreiert

Man kann die Entwürfe zwischen 4-10 Dezember kommentieren.
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/

Kandidat 1
VOGT (Freiraum)
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/node/334

Herzog & De Meuron (Städtebau) Hat meiner Laien-Meinung nach ne absolute Katastrophe abgeliefert
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/node/339


Kandidat 2
Karres en Brands (Freirum)
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/node/337

Mandaworks (Städtebau) Einzelklötze en Masse. Mittelschwere Katastrophe
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/node/335


Kandidat 3

Vulkan (Freiraum)
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/node/345

Adept (Städtebau) - hat den besten Entwurf abgeliefert und das mit Abstand. Ich will euch nicht beeinflussen, aber bitte entsprechend kommentieren ;D
https://geoportal-hamburg.de/beteiligung_grasbrook_phase2/node/349
 
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