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Die Kuppel des Eckhauses am Neuen Wall wird rekonstruiert.

Der Käufer wird nach dem für 2013 geplanten Auszug der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt umfangreiche Baumaßnahmen am denkmalgeschützten Objekt durchführen. In diesem Rahmen soll auch der Eckturm endlich rekonstruiert werden.
http://www.denkmalstiftung.de/index.php?pg=stiftung-stiftung-eckturm-stadthaus&me1=131&hl=de&PHPSESSID=84ffd957af9760ed5dfcca7240f553d7

Bestand:


www.denkmalstiftung.de

Früher:


wiki
 

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Wird nur die Kuppel rekonstruiert oder die gesamte historische Dachkonstruktion? Ich finde solche halben Sachen ja nie besonders toll.
 

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Discussion Starter #3 (Edited by Moderator)
Stadthöfe (Nähe Neuer Wall)
Büros raus, Teure Luxus-Wohnungen rein.
Quantum AG nach ihrem Anflug von Humanität beim Suttnerpark wieder mit ihrer altbewärten Schiene: Bloß keine soziale Mischung, Innanstadt nur für Vermögende.



Bild und Artikel dazu:
http://www.taz.de/!39120/

Erklärtes Ziel des Investors sei es zudem, "keine Edelmeile" zu bauen. Die "Stadthöfe", wie Quantum sie zu nennen gedenkt, sollen kleine Hamburger Unternehmen und Gewerbetreibende beherbergen und unter anderem mit einem Wochenmarkt ein Ort für alle werden.
Jaja...
 

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Stadthöfe

Dein Zitat ist aus der taz vom 14.8.2009, dasa ist ja doch schon die eine und andere Woche her. Die STEB ist umgezogen.

Gibt es den aktuelle Erkenntnisse wer aktuell Investor und/oder Entwickler ist.
 

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Discussion Starter #6 (Edited by Moderator)
Tatsächlich auch mit mehr Renderings:

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Ach, schau an, die Umfunktionierung der Kaisergalerie (u.a. ein Steg über den Kanal) ist da auch aufgelistet.
Über die war ich über Ecken an die Stadthöfe geraten.
 

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Die Stadthöfe werden erstmal das großte innerstädtische Bauprojekt in Hamburg.

Verantwortlich ist die Quantum AG und investiert eine Summe von 250 Millionen Euro.
Beteiligte Architekturbüros sind:
- David Chipperfield
- Kuehn Malvezzi Architects
- Stephen Williams Associates
- agn Leusmann

Nutzung: Läden, Gastronomie, Wohnen, Hotel und Büros

Insgesammt sind 100 WE geplant.

D.h., das müsste eigentlich unter die Regel 1/3 gefördert fallen.
Davon ist aber nichts zu lesen.
Da die Quantum AG ein paar Monate zuvor "freiwillig" bei einem Großprojekt am Suttnerpark 2/3 der WEs für soziales Wohnen vorsieht, darf da jetzt jeder selber seine Rückschlüsse ziehen, was da hinter den Kulissen wohl passiert sein mag...

Bilder und Artikel:

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article122385441/Neues-Luxus-Quartier-in-der-Hamburger-City.html





Sehr toll finde ich diese Reko.
Aber auch nur die Kuppel, für dessen ansprechende Reko ein Verein jahrelang gefightet hat.
Das Dach hingegen ist leider ein waschechter Chipperfield. :bash:









 

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Discussion Starter #9
Zum Vergleich der Bestand. Das dürfte es klar machen. Bildabfolge wie erster Kommentar

das wird saniert und stark umgebaut.


ebenfalls sanierung


Reko Turm. Neubau oberes Geschoss


Sanierung + Umbau EG... Leider gehört die 70er Jahre Kiste links nicht mehr zum Objekt und bleibt wohl erstmal so


Neubauten sind die Innereien, wie im Bild 5 (erster Kommentar - weisse gebäude, grünes EG)
 

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Nunja, die Turmreko ist doch schonmal eine tolle Nachricht, finde den Chipperfield-Entwurf jetzt nicht so schlimm, da gibts schon deutlich schlimmere Entwürfe von Chipperfield.

Ansonsten interessant wie fast bei allen Bauten ordentlich aufgestock wird. Solche abstufenden Dächer finde ich aber deutlich besser, als solch Flachdächer, wo das Gebäude dann scheinbar abrupt endet.
 

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Discussion Starter #12 (Edited)
Natürlich sind abstufungen besser als Plattdächer, doch war für das Hauptgebäude in den ursprünglichen Entwürfen ein richtiges Dach vorgesehen, statt Staffelgeschosse. Für mich hat das alles ein wenig verloren mit der "modernisierung".
Man muss in den Zusammenhang natürlich berücksichtigen, dass Hamburgs tourustisches Zentrum unheimlich auf einen kleinen Bereich fokussiert ist und sich von Rathaus über die Mö die Menschen auf die Füße trampeln (Spitaler-Mö Dreieck ist der am meisten frequentierte Platz in deutschland), während man eine Straße weiter plötzlich das gefühl hat, man hätte die Stadt verlassen.
Wenn man das gebilde etwas entzerren will, wird man um den einen oder anderen hochfrequentierten Eyecatcher mit hoher Aufenthaltsqualität außerhalb dieses Bereiches kaum herum kommen. Die Lage der Stadthöfe ist dazu geradezu ideal, zudem ein Teil des projektes schon abgesegnet und finanziert war (der Turm). Nur werden sie in der jetzigen planung, nutzung und architektur nur "bling-bling" touris vom neuen Wall wegziehen. Daher wäre eine richtige Reko des ganzen Komplexes als Fotografisches Motiv + Aufenthaltsqualität + Frequentierung wünschenswert gewesen um sich zur echten (kleinen) altenative zu entwicklen. Wir müssen uns nichts vormachen. In hundert Jahren werden die Leute immer noch vor dem Rathaus stehen und erfürchtig die Architektur trotz ihres Kitsches bewundern und vor einem Chipperfieldbau wird wohl nur eine kleine Menge hartgesottener ausharren. Und man schaue sich das eckgebäude es Hotel de Ville mal ohne dem vom historischen Verein im Vorfeld durchgedrückten Turm an und male sich aus, was passiert wäre, wenn ein Stararchitekt hier freie Hand gehabt hätte. Bestenfalls kommt da ne Glaspyramiede drauf, die nach 5 Jahren versifft aussieht und die in 20 Jahren niemand mehr sehen will.
 

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Fast komplette Zustimmung JiJa. Nur, was ist am Hamburger Rathaus aus deiner Sicht kitschig? Meines Erachtens ist es nicht nur eines der anmutigsten Rathäuser der Welt, sondern auch der beste Neorenaissancebau überhaupt. :eek:kay:

Insgesamt freue ich mich über dieses Projekt schon aufgrund der Kuppelrekonstruktion. Die Staffelgeschosse und Kastengauben sind allerdings zu viel des Guten. Ich hoffe, da wird nochmal auf eine architektonisch stimmigere Lösung hin nachgebessert, auch wenn ich das dem Egomanen Chipperfield nicht zutraue...
 

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^Das Kitschige mag auf den Stil des Historismus allgemein bezogen sein. Mit einem echten Renaissancebau hat das Hamburger Rathaus halt recht wenig gemein. Dass es dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - über alle Maßen geil ist, steht natürlich außer Frage. ;)

Ich finde das Projekt übrigens extrem gut! Auch die Gauben und vor allem die Staffelgeschosse gefallen mir sehr. Die schaffen genau die Art von Urbanität, die dieser Ort verlangt und die Hamburg im Allgemeinen gut steht. Hier z.B.:


Hamburg Deutschlandhaus am Gänsemarkt von Wolfsraum auf Flickr

Einzig der Chipperfieldsche Aufbau auf dem ockerfarbenen Hôtel de Ville ist mir zu wenig differenziert und lässt einen klaren Abschluss vermissen.

Insgesamt wird es enorm auf die Ausführung und Materialwahl ankommen. Da befremdet es schon jetzt ein wenig, dass z.B. die Aufstockung des Stadthauses auf dem dritten Bild eine schöne, kleinteilige Rautenschindeldeckung aufweist und auf dem ersten Bild großflächig mit Zinn(?)platten gedeckt ist. An solchen Stellen wird leider nur allzu oft gespart.
 

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Naja, so für sich gesehen ist Chipps Dach erträglich. Allerdings eher für einen Neubau. Für die Proportionen im Zusammenhang mit der Kuppel ist es jedoch nicht sehr förderlich. Schlimmer finde ich das "doppelte Dach" auf dem ersten Bild. Immer wieder schlimm zu sehen, wie solche schönen Bauten zugunsten der max. Geschossfläche - mal mehr, mal weniger - verunstaltet werden.

Aber dennoch schön, dass es nun endlich losgeht.
 

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LIBERTINED
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Ich bin verwirrt, Jija. Welcher Wiederaufbau? Das war deine Aussage:
In hundert Jahren werden die Leute immer noch vor dem Rathaus stehen und erfürchtig die Architektur trotz ihres Kitsches bewundern
:?
 

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Discussion Starter #18 (Edited)
Nicht Wiederaufbau des Rathauses, sondern ein wiederaufbau des Hotel de Villes Gebäudes, den ich ebenso wenig kitschig empfinde, wie das Rathaus. Aber im internationalen Bereich ist offenbar alles was vor 1933 gebaut wurde = Kitsch

Ich würde es vielleicht als kitschig empfinden, einen Neubau an unpassender Stelle wie in der HafenCity oder irgendwo in Neuwidenthal nebn nen 15 geschössigen Wohnsoziallock so zu errichten - aber ein Gebäude in der Innenstadt, welches zu 2/3 ohnehin erhalten ist in den Zustand vor einer Bombadierung zurückzuversetzen ist nie im Leben als Kitsch anzusehen, imo.
 

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LIBERTINED
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Achso, danke für die Klärung. Hättest du aber auch gleich verständlicher formulieren können. ;)

Denke auch nicht, dass im internationalen Forumsteil klassische Vorkriegsarchitektur als kitschig gilt, ganz im Gegenteil. Sieh dir mal die aktuellen Diskussionen zum historisierenden Berliner Stil an.

Eigentlich sind es nur ein paar versprengte Ideologen und Betonköpfe wie Suburbanist, die Altstädte und Gründerzeitler durch Betonbrutalismus ersetzen wollen. Ein großer Teil der SSCler liebt historische und historisierende Bauten und geht eher ideologiefrei mit dem Thema um.
 

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Im Vorübergehen ein paar schnelle Aufnahmen vom Bestand.

Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall. Hier wird der Eckturm rekonstruiert werden.



Die lange Straßenfront der Erweiterungsbauten des Stadthauses zur Stadthausbrücke. Der jetzige Gebäudeabschluss in Form eines einzigen durchgehenden Staffelgeschosses wird schon bald Geschichte sein.



Erst mit der Erhöhung der Gebäude und der Differenzierung der Dachzone wird hier wieder ein erlebbarer Straßenraum entstehen.



Für die ganze Ecke sind durch diese Baumaßnahme große Impulse zu erwarten. Ich freue mich riesig auf das Projekt!
 
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