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Es ist derzeit einfach so verflucht viel los in Hamburg, dass es schier unmöglich ist, alle Projekte mit gleichem Stellwert zu erfassen.
Besonders wie häufig erwähnt die Perepherie geht dabei gerne mal komplett unter. Umso erstaunter war ich heute, dass ein
Wohnungsbauprogramm mit 750 WE in Hamburg-Groß Borstel nahe des Flughafens hier lange Zeit übersehen oder ignoriert wurde. Die
Pläne bestehen zwar schon seit 2011, aber das heisst in Hamburg natürlich nichts, denn die üblichen NIMBY-Mühlen mahlen auch hier.
Befürchtungen sind zur abwechslung mal nicht Gentrifizierung oder Verschattungen oder Baulärm, sondern wohl durchaus berechtigte
befürchtungen eines Verkehrskollaps, denn für die zusätzlichen 2000 Einwohner hat man offenbar seitens der Planer keine enstprechenden
Verkehrskonzepte erarbeitet (es fehlt eine zusätzliche Brücke für das Flüsschen für die Anbindung des neuen Viertels im Plan).

Der Investor selber hatte ursprünglich nur 350 WE geplant, der Senat und die Stadt wollten aber scheibar mehr, plötzlich kommt auch
noch ein Baumarkt oben drauf. Die üblichen verdächtigen (Kleingärter) müssen weichen und finden das natürlich auch wiederum nicht so
dolle.

Der Bebauungsplan Groß Borstel 25 soll angeblich demnächst öffentlich ausgelegt werden, Ende Oktober diskutiert der Kommunal-Verein
Groß Borstel mit den betroffenen Anwohnern ihre Rechte und Möglichkeiten.

Das Ergebnis eines Wettbewerbes unter Architekten und Landschaftsbauern aus Oktober 2011 erbrachte jedenfalls erstmal folgende
Diskussionsgrundlage
(Sieger:
Kunst + Herbert Architekten, Hamburg
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE)

Achtung!!! Keine Architekturvisu. Gebäude sind Render-dummies.









ZweiterPreis:
Kirsch Bremer artandarchitecture, Hamburg
lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München

Auch hier bitte beachten -Gebäude mehr oder weniger nur Renderdummies/Baumasse




3.Preis
Breimann & Bruun, Hamburg
GRS Reimer Architekten GmbH, Hamburg
Arkitema K/S, Aarhus (DK)

in diesem Falle Gebäude keine Dummies
 

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Nachtrag zum gewinnerentwurf.
Die Kunst + Herbert Architekten haben ende 2012 ein beisielhafte Studie für eine mögliche Architektur der Bebauung anhand eines Baufeldes gezeigt


Visu von www.gehrcken.de

http://kunstherbert.de
 

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Ja, der ehemalige Güterbahnhof Lokstedt an der Güterumgehungsbahn.

Eine Zusätzliche Erschliessung über das Nedderfeld könnte da leicht helfen. Alsterkrug und Kollaustrasse sind ausreichend dimensioniert.
Die Güterumgehungsbahn ist dort glaube ich als Bahndamm ausgeführt, und somit auch nicht wirklich das Hinderniss, eine zusätzliche Brücke könnte da die einfachste möglichkeit bieten.
 

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Der Schrebergartenverein hat übrigens eine Homepage, die lustigerweise genau so heisst, wie das Projekt
http://www.tarpenbek-greens.de/?p=1859
Was mir gleich mal aufällt ist zwar OffTopic
Früher galten sie als spießig, heute kommen die Hipster und nennen es “urban gardening”: Schrebergärten sind bei Deutschlands Großstadtbewohnern nach wie vor beliebt.
... aber die konsequente Falschbenutzung des Wortes "Urban Gardening" in Deutschland (auch von Hipstern) geht mir wie so vieles einfach langsam auf den Sack. Urban Gardening ist kein Luxusartikel, Wohlfühloase zum Zeitvertreib oder vereinsmäßig geregelte Statussymbole und kein Pikobello gemähter Englischer Rasen mit akkurat gepflegtem Kreisblumenbeet, immer unkrautfrei, damit der Schrebergartenvorsitzende nicht Blaue Briefe verteilt.
Urban Gardening hab ich im Ausland vor allem als praktikable Lösung purer Not und Misstände kennegelernt -> zur Nahrunsmittelproduktion, zum reanimieren und nutzung verotteter innerstädtischer gewerbe und Industrieflächen, auf Dächern. Der Durschnittliche Hamburger Schrebergarten mit seinen geradezu verschwenderischen Flächen und seiner Orga ist beim besten Willen kein urban Gardening, schon allein deshalb, weil bei Urban Gardening jeder jederzeit mitmachen kann und nicht nur, wenn er seinen Vereinsbeitrag zahlt (Wobei ich die Gärten ausklammere, die tatsächlich Nahrungsmittel produzieren und sie Wohltätigkeitsorganisationen zur Verfügung stellen)

Zur Klarstellung, für alle Schrebergartenbesitzer, die denken, sie wären plötzlich hip und voll im kommen
Euer durschnittlicher Schrebergarten, der "euch gehört", über den "ihr bestimmt" und den ihr nur mit nachbrarslauben besitzer zum Käffchentrinken teilt, die fläche gnadenweise vom Bezirk zur verfügung gestellt, gnadenweise aufgenommen im Verein ...

Urban Gardening, gehört allen, alle bestimmen, überall - Flächen aquiriert bis okupiert aus dem Nutzen heraus, nicht irgendwo vom Bezirk ausgewiesen oder geballt wegsortiert


 

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Tarpenbek Greens beschlossen - im vollen Umfang

Das heisst 750 WEs für Tarpenbek.
keine Rücksicht für Anwohnerinteressen. Es soll einen "Workshop" geben, was auch immer das heissen soll.
Durchsetzen konnte sich statt städrischen Unternehmen und Genossenschaften der iriische (???) Investor McGarrell Reilly Group, die in den "Hidden-Loans-Skandal" in Irland während der Finanzkrise verwickelt war.
 

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Tarpenbeker Ufer: Ausblick Baumaßnahmen & Planungen

Das Bauunternehmen Otto Wulff und Harald Rösler (Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord) stellen am Mittwochabend die Pläne zum Neubaugebiet "Tarpenbeker Ufer" der Öffentlichkeit vor.

Dieser Termin birgt eine gewisse Brisanz.
Im letzten Jahr wurden bereits 626 Einwände gegen die Änderung des Bebauungsplans seitens der Anwohner eingebracht.
Die Bezirksabgeordneten haben den Bebauungsplan "Groß Borstel 25" bereits abgesegnet.
Somit ist am Baurecht und den geplanten Wohneinheiten nichts mehr änderbar.
Lediglich bei der Entwicklung der Infrastruktur, der Planung der Gehwege und bei Straßensperrungen während der Bauphase könnte noch verhandelt werden.
Der Bezirk strebt die Integration des Neubaugebiets im Stadtteil an.
Dazu wird auch begleitend ein Gremium ins Leben gerufen, das fortlaufend das Projekt berichtet; hier können und sollen sich die Anwohner einbringen.
Groß Borstel gilt als Sorgenkind des Bezirks Nord, da die Einwohnerzahl und die Anmeldungen an der Grundschule rückläufig sind.
Das neue Areal wird als Chance für Groß Borstel angesehen.

Die Anwohner befürchten:
- einen Verkehrskollaps
- ein Auseinanderreißen der bestehenden Kleingartengemeinschaft am Rande des Areals
- Überforderung der Infrastruktur des Stadtteils, wenn die Bevölkerung des Stadtteils um ca. 2.000 Menschen (bisher 8.000) wächst
- mangelnde Anbindung an den ÖPNV; der Metrobus M5 ist die einzige Verbindung in die Innenstadt

Eckdaten:
- Areal: ca. 120.000 m²
- vorbereitende Arbeiten: ab Herbst 2015
- Bau Erschließungsstraße: Frühjahr 2016
- Hochbauarbeiten: ab Herbst 2016
- Wohneinheiten: 750 (mind. 225 öffentlich gefördert; 1-4 Zimmer Wohnungen)
- Etagen: 4-5
- Geschossflächen: 89.600 m²
- 1 Kindertagesstätte
- 1 Parkanlage und Grünflächen
- 1 Straße sowie Geh- und Radwege
- 1 Brücke über die Tarpenbek
- 1 Lärmschutzwand (1.100 Meter lang; Schutz gegen die Bahntrasse)

Quelle:
https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-nord/article205783481/So-soll-Gross-Borstels-neue-Grosssiedlung-aussehen.html
 

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Tarpenbeker Ufer: Ausblick Baumaßnahmen & Planungen

- Absenkung der Straße Kellerbleek unter der Bahnbrücke (einzige Zufahrt zum Areal) bis zum 16.10.2015, damit Baufahrzeuge das Areal anfahren können
- die in diesem Beitrag dargestellten Gebäude befinden sich auf den Baufeldern 8-10; diese werden im 1. Bauabschnitt errichtet
- entstehen werden 10 3-4-geschossige Gebäude plus Staffelgeschoss im 1. Bauabschnitt als Miet- (frei finanziert und öffentlich gefördert) und Eigentumswohnungen
- jedes Baufeld erhält eine Tiefgarage; Schlüssel: 0,8 Stellplätze je Wohnung
- zwischen den Baufeldern 1-7 und 8-10 entsteht ein öffentlicher Park
- 2017/18 nahe des Sportplatzes des TSV Eppendorf/Groß Borstel 08 entsteht 1 Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Tarpenbek
- Errichtung 1 Kindertagesstätte für bis zu 140 Kinder
- das Restaurant "Le Marrakech" bleibt auf dem Gelände in seinem Bestandgebäude bestehen; es wird während der Baumaßnahmen über eine Erschließungsstraße weiterhin erreichbar sein
- Abschluss des gesamten Projekts in 6 Jahren

Quelle:
http://www.hamburger-wochenblatt.de/eppendorf/lokales/mega-bauprojekt-startet-d26946.html
 

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Tarpenbeker Ufer: Baufelder 9 + 10

Projekt: Tarpenbeker Ufer
Straße: Gert-Marcus-Straße
Bauherr: Otto Wulff Projekt Groß Borstel GmbH
Architekten: Henke + Partner Architekten (Baufeld 10) und LRW Architekten und Stadtplaner Loosen, Rüschoff + Winkler PartG mbB (Baufeld 9)
Eckdaten: 210 Mietwohnungen (frei finanziert; öffentlich gefördert) in 8 Gebäuden zu 3 bis 4 Etagen mit jeweils Staffelgeschoss plus Tiefgaragenstellplätze

Visualisierung:

Baufeld 9:



Baufeld 10:



Quellen:
https://www.tarpenbeker-ufer.de/miete.php
https://www.henke-partner.de/projekte/wohnen/tarpenbeker-ufer-block-10-neubau
https://www.lrw-architekten.de/projekte/150
 

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Tarpenbeker Ufer: Baufelder 9 + 10

Zu diesem Post gibt's weitere Details.

Die BGFG Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG hat die Baufelder 9 und 10 von der Otto Wulff Projekt Groß Borstel GmbH erworben.

Projekt: Tarpenbeker Ufer
Bauherr/Vermarkter: BGFG Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG
Architekten: Henke + Partner Architekten (Baufeld 10) und LRW Architekten und Stadtplaner Loosen, Rüschoff + Winkler PartG mbB (Baufeld 9)
Eckdaten: 210 Mietwohnungen (54 frei finanziert; 156 öffentlich gefördert) in 8 Gebäuden zu 3 bis 4 Etagen mit jeweils Staffelgeschoss plus Tiefgaragenstellplätze

Quellen:
https://www.bgfg.de/mieten/neubau/tarpenbeker-ufer-in-gross-borstel
https://www.henke-partner.de/projekte/wohnen/tarpenbeker-ufer-block-10-neubau
https://www.lrw-architekten.de/projekte/150
 
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