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Hier die alten, zeitlich ungeordneten, Posts zum Thema

Passend zur Halbzeit bei der Benno-Ohnesorg-Brücke ein Artikel auf haz.de:


Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/West/Benno-Ohnesorg-Bruecke-wird-zur-Einbahnstrasse

Interessant sind die Kommentare 2 und 3. Ersterer bemängelt meiner Meinung nach zurecht die unglaublich schlechte Verkehrsführung seit Beginn der Arbeiten, letzterer empfindet die Bauzeit deutlich zu lang. Auffallend ist, dass es nicht nur bei der Ihme-Brücke so ist, sondern bei eigentlich allen Infrastruktur-Projekten in Hannover, ob nun Grundsanierungen von Straßen oder der Bau von Hochbahnsteigen. Mal schauen, ob es in den nächsten Tagen passende Leserbriefe in der HAZ gibt. Oder vielleicht greift die Redaktion das Thema ja sogar mal auf.
Benno-Ohnesorg-Brücke (Foto von gestern):



Der nördliche Teil der Brücke steht als Stahlskellet.
Auf folgender Seite ist ein Artikel über den Baufortschritt beim Brückenneubau am Schwarzen Bären:

http://www.hallolinden.de/Vereine-Initiativen/LiZ/LiZ_200905_150.pdf

Quelle: Hallo Sonntag
Beim Abriss der Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bären haben sie schon einige Löcher gerissen.
Sicht vom Fuße des Capitols


Draufsicht aus dem achten Stock des Capitols
gesehen auf HAZ.de:

„Am Ufer zu leben, war immer gefährlich“

Einstimmig billigte der Umweltausschuss an diesem Montag die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen an der Ihme
– doch zuvor bekamen Politik und Verwaltung noch einmal den Unmut im Bezirk Mitte über die geplante Ausbaggerung zu spüren.

Mehrere Bürger
und Bezirksbürgermeisterin Sonja Eick (Grüne) hatten im Ausschuss gefordert, den „größtmöglichen Teil des Baumbestandes“ zwischen Ihmezentrum und Glockseestraße zu erhalten. Anwohnerin Cordula Lüdtke-Eichhorn war den Tränen nahe, als sie „die blühende Natur“ dort beschrieb. In wenigen Tagen will sie im Rathaus eine Liste mit 1200 Unterschriften gegen die Aufweitung des Ufers übergeben. Thomas Ganskow forderte die Errichtung von Deichen und Spundwänden statt der Ausbaggerung eines „Calenberger Loches“.

Aus Sicht von Umweltdezernent Hans Mönninghoff gibt es jedoch keine Alternative zur geplanten Terrassierung des Ufers.
„Wir müssen den Flaschenhals der Ihme im Bereich der Benno-Ohnesorg-Brücke beseitigen“, erklärte er – und wurde noch deutlicher: Dort dürfe es künftig nur noch wenige Bäume und Büsche geben, da diese als „Abflusshindernisse“ wirkten. Dennoch sei man optimistisch, dort wieder eine optisch ansprechende Fläche schaffen zu können, „nur eben urbaner“.

Bezirksbürgermeisterin Eick forderte, „gemeinsam mit den Bürgern Ausgleichsmaßnahmen zu erörtern“. Zu Befürchtungen von Anwohnern, die Grundstücke am Ihmeufer könnten an Wert verlieren, sagte SPD-Umweltexperte Manfred Müller: „Am Ufer zu leben, war schon immer gefährlich.“ Wer dort Eigentum erwerbe, müsse wissen, dass es Probleme geben könne. Die geplanten Maßnahmen seien nötig, um das Eigentum Tausender zu schützen.Auch Grünen-Umweltexperte Michael Dette will „die Abholzung von 200 Bäumen inkauf“ nehmen, wenn sich damit ein möglicher Milliardenschaden durch ein Hochwasser in der Stadt vermeiden lasse.

CDU und FDP stimmten dem Plan ebenfalls zu, obwohl sich die CDU von der Verwaltung „bessere Information über mögliche Alternativen“ gewünscht hätte, sagte Hermann Hahn.
gesehen auf HAZ.de:

Drei Jahre lang wird es eng auf der Ohnesorg-Brücke

Startschuss für Hannovers zurzeit größtes Hochwasserschutzprojekt: Am Montag haben die Vorarbeiten für den Abriss der Benno-Ohnesorg-Brücke in Linden begonnen, die komplett durch einen Neubau ersetzt wird.


Baudezernent Uwe Bodemann und Regionsumweltdezernent Axel Priebs packten mit an – sie sperrten die Fahrspur stadteinwärts mit einer Plastikbake. Fortan müssen sich Autofahrer auf erhebliche Behinderungen einstellen. „Es wird sehr eng“, kündigte Bodemann an. Denn im Laufe der dreijährigen Bauzeit wird auf der Brücke, über die derzeit bis zu 15 000 Autos täglich fahren, in beiden Richtungen stets nur eine Straßenseite befahrbar sein – diese müssen sich Autofahrer zudem mit der Stadtbahn teilen.

Der Brückenbau ist eines der zentralen Projekte im umfassenden Hochwasserschutzprogramm der Stadt. Für insgesamt 25 Millionen Euro werden auch die Ihme im Bereich des Schwarzen Bären verbreitert sowie die Deiche in Ricklingen aufgestockt.
Die Kosten für alle Projekte muss die Stadt alleine tragen – das Land hat eine Beteiligung bisher abgelehnt. 7,3 Millionen Euro der Summe sind für die neue Benno-Ohnesorg-Brücke veranschlagt, die von 46 auf 67 Meter verlängert wird, damit es bei einem Hochwasser möglichst nicht zum Aufstauen der Fluten kommt. Abriss und Neubau erfordern eine perfekte Logistik und Planung. Zunächst ist für sechs Wochen die Fahrspur stadteinwärts auf der südlichen Brückenseite voll gesperrt, weil die Stadtbahngleise dorthin verschwenkt werden und Behelfsfahrspuren eingerichtet werden.

Im Anschluss beginnen die Bagger, die nördliche Brückenseite abzureißen. Dann soll der komplette Verkehr in beiden Richtungen über die südliche Brückenhälfte laufen. Die Stadtbahn fährt auf Behelfsgleisen, die von Autofahrern mitgenutzt werden. Fußgänger und Radfahrer können die Ihme nur noch auf einer gemeinsamen Nebenanlage überqueren. Etwa anderthalb Jahre später soll die nördliche Brückenseite fertig sein – dann beginnt das gesamte Prozedere erneut auf der Südhälfte – und es bleibt weiterhin eng. Während der gesamten Bauphase empfiehlt die Stadt, auch die Ausweichstrecken über die Spinnereibrücke und die Legionsbrücke zu nutzen.
nur so am Rande:


Am kommenden Montag (28. April 2008) beginnen die Gleisverlegungsarbeiten für den Neubau der Benno-Ohnesorg-Brücke in Linden
. Dafür wird der Schwarze Bär / Benno-Ohnesorg-Brücke stadteinwärts hinter dem Abzweig in die Blumenauer Straße ab Montag für rund sechs Wochen voll gesperrt [...]

(gesehen auf Ihmebote.de)
gesehen auf HAZ.de:

Heftiger Streit um Hochwasserschutz


Etliche Kommunen haben am Montag bei einer Anhörung in Hannover die Hochwasserpolitik des Landes kritisiert. Das wolle zwar „schöne Pläne“ zum Schutz vor den Fluten erarbeiten, die Finanzierung der Schutzprojekte aber weitgehend den Kommunen überlassen.

Hannovers Ratspolitiker hatten Vertreter aus 34 Orten eingeladen, die an der Leine oder ihren Zuflüssen liegen. Aus gut der Hälfte waren Abgesandte gekommen – und fast alle schlossen sich der Kritik Hannovers an, wo für die Ihme ein großes innerstädtisches Grüngebiet ausgebaggert werden soll.

25 Millionen investiert Hannover in den nächsten Jahren in den Hochwasserschutz.
„Das sind für uns sehr teure Maßnahmen, die bei den Bürgern erhebliche Betroffenheit auslösen“, sagte Baudezernent Uwe Bodemann. Insbesondere die geplante Abgrabung an der Ihme bedeute einen „erheblichen Verlust an Grünqualität“, den Hannover „mit sehr viel Geld wieder rausholen“ müsse. Zudem würden die Benno-Ohnesorg-Brücke erweitert und die Deiche bei Ricklingen verbessert.


Diese wie auch etliche von anderen Kommunen vorgestellte Projekte seien „lokale Maßnahmen, die wir in Angriff nehmen – bei nach wie vor fehlenden überregionalen Maßnahmen“, stichelte Bodemann gegen das Land. Ein Vertreter des Landesamts für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWKN) hatte zuvor berichtet, dass bis 2009 der Hochwasserplan für die Leine fertig sein soll, zu dem alle Kommunen Beiträge leisten müssten. Das Land übernehme überwiegend koordinierende Funktion. Geld insbesondere für Schutzmaßnahmen in Städten sei nicht vorhanden.

Das löste harschen Widerspruch aus. „Wenn ich höre, dass Kommunen verpflichtet werden sollen, verstehe ich die Welt nicht mehr“, sagte Rainer Mertens, Samtgemeindebürgermeister aus Gronau: Erich Schaper, Bürgermeister von Bad Salzdetfurth, wo beim Septemberhochwasser Deiche gebrochen waren, sagte: „Wenn man will, dass in der Landeshauptstadt das Wasser geordnet durchfließt, muss man in den Nebenflüssen Wasser zurückhalten. Aber das ist keine kommunale Aufgabe, sondern eine staatliche.“

Auch ein Vertreter der Stadt Göttingen sagte, man setze „Erwartungen in den NLWKN, weil die Kommunen mit den Projekten überfordert“ seien. Der Bürgermeister von Lutter am Barenberge, einer Samtgemeinde bei Goslar, betonte: „Wir können kaum unseren eigenen Schutz finanzieren. Dass wir Projekte zum Schutz der Landeshauptstadt bezahlen, die uns lieb und teuer ist, ist völlig illusorisch.“
ergänzend ein Artikel aus der HAZ-Onlineausgabe:

Die Stadt macht aus der Not eine Tugend: Wenn für den Hochwasserschutz der Ihme in der Innenstadt 80 000 Kubikmeter Erde ausgebaggert werden müssen, dann soll das Ergebnis sich wenigstens sehen lassen können. Einem Entwurf des Kasseler Landschaftsplanerbüros Foundation5+ zufolge wird gegenüber dem Ihme-Zentrum eine große, neue Parkanlage entstehen – die sogenannten Ihme-Terrassen. 13 Millionen Euro lässt die Stadt sich das Projekt kosten, mögliche Summen für die Entsorgung kontaminierten Bodens im Bereich des alten Gaswerks sind noch nicht eingerechnet.

In sanften Terrassen geschwungen soll das Gelände künftig von der Calenberger Neustadt aus zur Ihme hin abfallen. Gewundene Wege werden die parkähnliche Anlage durchziehen. Die tiefer liegenden Wege sollen hochwassertauglich angelegt sein und stets auch ein höheres Pendant haben, auf denen es sich trockenen Fußes wandeln lässt. Bis zu vier Meter tief wird auf Höhe des Jugendzentrums Glocksee das Erdreich abgegraben, um dem Fluss künftig bei Hochwasser mehr Ausdehnungsmöglichkeiten zu geben. Weiter südlich, auf Höhe des e.on-Büroturms, wird noch knapp zwei Meter tief gebaggert. Weit mehr als 100 Bäume müssen dafür gefällt werden, die Stadt will aber nachpflanzen.

Seitens der Politik hatte es im Januar massive Kritik daran gegeben, dass ausgerechnet im dicht besiedeltsten Teil Niedersachsens, der Landeshauptstadt, große Grünflächen geopfert werden sollen, um die bei Hochwasser ankommenden Wassermassen aus Südniedersachsen zu bewältigen. Baudezernent Uwe Bodemann bestätigte gestern bei der Vorstellung der Pläne, dass eine landesweite Abstimmung von Hochwasserschutzprojekten erst in den vergangenen Monaten gestartet worden sei und die Stadt für ihre Millionenprojekte auch in diesem Jahr keine Landeszuschüsse erwarten dürfe. Dennoch sei der Hochwasserschutz „eine zwingende Notwendigkeit“ für Hannover.

Der Verlauf der Ihme zwischen Leinertbrücke (Spinnereistraße) und Legionsbrücke (Lavesallee) gleiche derzeit einem Nadelöhr, das Rückstaus bis weit in den Süden der Stadt verursache. Wenn die Ihme ausgebaggert, die Benno-Ohnesorg-Brücke verbreitert und der Deich in Ricklingen bis zum Südschnellweg verlängert ist, wird die Stadt rund 25 Millionen Euro ausgegeben haben. Dann soll im Fall eines Extremhochwassers, wie es statistisch alle 100 Jahre auftritt, der Wasserspiegel in Höhe Schützenplatz 40 Zentimeter und beim Ohedamm rund 14 Zentimeter niedriger ausfallen.

Bis zu 1000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde müsse die Ihme im Extremfall abführen können, erklärte der städtische Hochwasserexperte Jens Pohl gestern. Vier Varianten für die Ufergestaltung habe das Landschaftsplanerbüro vorgelegt, eine davon sogar mit kleinen Inselflächen im Fluss, was aber planungstechnisch große Probleme bereitet hätte. Der Entwurf, für den sich die Stadt nun entschieden hat, überzeuge vor allem deshalb, weil die sanft abfallenden Terrassen die größte Nutzungsmöglichkeit böten, sagte Baurat Bodemann. Der Abenteuerspielplatz Glockseefort mit der BMX-Bahn müsse zwar weichen, die künftigen Überflutungsflächen könnten aber zum Beispiel als Bolzplatz genutzt werden – wenn auch ohne feste Tore.

In den nächsten Monaten werden sich die städtischen Gremien mit den Plänen beschäftigen. Gestern Abend diskutierte nach Redaktionsschluss bereits der Bezirksrat Mitte über den Hochwasserschutz. Bis die Abgrabungen an der Ihme beginnen, wird es aber noch dauern. Frühestens 2009, möglicherweise erst 2010 wird es so weit sein.


Hier noch ein Link zum ausführenden Architekturbüro
Einen City Guide habe ich auf dem Kröpcke auch noch nicht gesehen..

Und nier noch ein Artikel zum Thema "Hochwasserschutz in Hannover" - gesehn auf www.hannover.de




Stadtbaurat Bodemann stellt Gestaltung des Ihmeufers mit Terrassenlandschaft vor

18. Februar 2008

„Ihme-Terrassen“ - viel versprechend klingt der Arbeitstitel für Hochwasserabwehr durch Modellierung des Ihme-Ufers mit gestalteten Zonen im City-Bereich, geschwungenem Wegenetz und Holzdecks direkt am Wasser. Stadtbaurat Uwe Bodemann stellte heute (18. Februar) die Planungen vor: „Wir wollen den Hochwasserschutz so stadtverträglich wie irgend möglich realisieren, weil wir uns der Bedeutung der Grünverbindungen und Naherholungsbereiche entlang der Ihme durchaus bewusst sind.“

Im Rahmen eines auf mindestens fünf Jahre angelegten 25-Millionen-Programmes plant die Stadt auch den hochwassersicheren Ausbau der Ihme. Dabei soll der Abflussquerschnitt zwischen der Leinert- und Legionsbrücke verbreitert werden, indem die Benno-Ohnesorg-Brücke verlängert wird und Abgrabungen in den Seitenräumen erfolgen.

Der Baubeginn für den ersten Schritt, den Neubau der Benno-Ohnesorg-Brücke, erfolgt noch in diesem Jahr. Die Planungen für die zweite große Teilmaßnahme, die Vorlandabgrabungen zwischen Leinert- und Legionsbrücke, liegen nun im Entwurf vor und werden in den kommenden Wochen politisch beraten.


Ihme wird tiefer gelegt
Ziel ist es, den Wasserpegel der Ihme bei einem so genannten Jahrhundert-Hochwasser abzusenken, um die Überflutungsgefahren insbesondere für die Calenberger Neustadt, Linden und Ricklingen zu senken. Dazu wird der östliche Uferbereich um etwa ein bis vier Meter "tiefer gelegt", ohne dabei das Flussbett zu verändern.

Da sich keine anderen effektiven Möglichkeiten des Hochwasserschutzes im Oberlauf der Leine und Ihme bieten, muss dieser gravierende Eingriff im dicht besiedelten Innenstadtbereich Hannovers erfolgen. Auch deshalb ist es notwendig, die Qualität dieser Flächen deutlich zu steigern – unter anderem durch eine Modellierung des Geländes mit Terrassen, den „Ihme-Terrassen“.

Terrassen mit neuem Park
Die Ihme-Terrassen reichen von der Calenberger Straße bis zum Jugendzentrum Glocksee. Sie verlaufen etwa parallel zum Fluss von der Glockseestraße bis zum Flussufer. Holzdecks am Ihmeufer ermöglichen den direkten Zugang zum Wasser.

Nördlich und südlich des neuen Calenberger Stadtteilparks wird die Flusslandschaft ebenfalls neu gestaltet. Aufgrund der räumlichen Enge ist hier eine großzügige Gestaltung des Geländes nicht möglich. Das Wegenetz sieht im gesamten Bereich eine leicht geschwungene Führung vor. Alle heutigen Wegebeziehungen sollen auch zukünftig vorhanden sein. Die Wiesen werden mit lockeren Baumgruppen ausgestattet. Der Uferbewuchs kann sich bei teilweisem Erhalt der Gehölze nach dem Umbau regenerieren und bildet die Basis für einen Neuanfang.

Bauarbeiten sollen 2010 beginnen
Auf der Grundlage der vorliegenden Planung wird nach Abschluss der politischen Beratungen ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Ziel der Stadt ist es, nach dem Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses Anfang 2010 mit den Arbeiten zu beginnen.







Der Neubau der Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bär soll bald beginnen!!!

Brücken verbinden sagt ein altes Sprichwort
und der Brückenschlag ist ein vieldeutiger
Begriff. Übertragen auf die Situation
am Schwarzen Bären lässt sich feststellen,
dass die alte, denkmalgeschützte Benno-
Ohnesorg-Brücke ihrer Aufgabe als Verbindung
zwischen Linden und der Calenberger
Neustadt durchaus gerecht wird.
Oberflächlich betrachtet. Sie trägt vier
Fahrbahnen für Autos, zwei Fuß- und Radwege
sowie zwei Gleise für die Straßenbahn.
Viel mehr wird der geplante Neubau
auch nicht tun. Der Unterschied liegt vielmehr
im unteren Bereich. Während die alte
Konstruktion in zwei kleinen Schritten mit
Mittelpfeiler mitten im Fluss die Ihme
überquert, wird die Neuplanung dies in einem
wellenartigen Schwung tun. Somit
fällt der Mittelpfeiler weg und das Flussbett
wird effektiv breiter als bisher sein. Dies
ermöglicht einen schnelleren Abfluss der
Wassermengen besonders bei Hochwasser.
Die Ricklinger Deiche im Oberlauf werden
entlastet und die Hochwassersicherheit
wird in diesen Gebieten erheblich erhöht.
Dies ist das Argument für den gut sechs
Millionen Euro teuren Entwurf des Braunschweiger
Architektenbüros „Schulitz und
Partner“. Ein Gremium aus externen Fachleuten
und Verwaltungsexperten hat den
maritim anmutenden Wellenentwurf des
Braunschweiger Teams aus fünf Vorschlägen
wegen seiner markanten, ausdrucksstarken
Form zum Sieger gekürt und nun
dem Bezirksrat Linden-Limmer präsentiert.
Bei in etwa gleicher Breite wird der Neubau
gut 20 Meter länger sein, was eine zusätzliche
Verbreiterung des Flussbettes sowie
eine durchgehende Führung des Ihme-
Randpfades an beiden Ufern ermöglicht.
Noch zu entscheiden wird sein, ob die neue
Brücke einen Hochbahnsteig für die
Straßenbahn erhält, oder, wenn es nach der
Interessengemeinschaft „Schwarzer Bär“
geht, ob die Haltestellen an ihren jetzigen
Orten am Schwarzen Bären verbleiben. Der
Verein hatte hierzu Unterschriftenlisten
dem Bezirksrat zugeleitet.
Ein zentraler Hochbahnsteig ist jedenfalls
aus Sicht der Tragwerksplanung möglich,
ein späterer Einbau wäre allerdings ca.
500.000 Euro teurer als eine zeitgleiche Errichtung
beim Bau. Hier ist also noch eine
Entscheidungsfindung angesagt. Gegner
und Befürworter des Zentralbahnsteiges haben
zum Austausch ihrer Argumente und
den notwendigen Brückenschlag zueinander
noch etwas Zeit, da der Baubeginn für
2008 geplant ist. Bis zum Bauende 2011
wird die alte Konstruktion wahrscheinlich
in zwei Bauabschnitten ersetzt, so dass jeweils
die Hälfte der jetzigen Verkehrsfläche
erhalten bleibt.
 

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Naturschützer kritisieren Ihme-Pläne
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die Stadt scharf für ihre Pläne kritisiert, für den Hochwasserschutz rund 1300 Meter des Ihme-Ufers abzugraben. Um den Baumbestand zu retten fordert der BUND daher ein neues Konzept.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die Stadt scharf für ihre Pläne kritisiert, für den Hochwasserschutz rund 1300 Meter des Ihme-Ufers zwischen Leinertbrücke und Benno-Ohnesorg-Brücke abzugraben. Die bis zu vier Meter tiefen Abgrabungen zur Verbreiterung des Flussbetts seien ein Radikaleingriff, bemängelt der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Hannover, Gerd Wach. Er verweist auf eine aktuelle Untersuchung der Umweltschützer, wonach 257 Altbäume verlorengehen würden, darunter eine alte Büschel-Rotbuche mit einem Stammumfang von mehr als vier Metern. Statt der geplanten Uferabgrabungen fordert der Wasserexperte nun ein regionsübergreifendes Konzept für den Hochwasserschutz. „Die Stadt hat es versäumt, Ihme und Leine in ihrem Gesamtverlauf zu betrachten“, sagt Wach.

Statt der Ihme-Abgrabungen fordert der BUND Hochwasserschutzmaßnahmen, die bereits wirken, bevor die Leine in das dichtbesiedelte Stadtgebiet gelangt. Dabei haben die Umweltschützer vor allem die Oberliegergemeinden Hemmingen, Laatzen und Sarstedt im Süden Hannovers im Blick. In der Vergangenheit seien dort im potentiellen Überschwemmungsgebiet der Leine rücksichtslos Siedlungen gebaut und in den südlichen Leineauen landwirtschaftliche Flächen bis nah an den Fluss erschlossen worden. Gerade hier müssten aber Stauräume geschaffen werden, damit der Fluss über die Ufer treten könne.

Der BUND fordert von der Stadt gemeinsam mit den Oberliegergemeinden Alternativen zu finden. Erst wenn die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führten, könne über Abgrabungen an der Ihme nachgedacht werden. Dabei müsse jedoch eine Variante gefunden werden, bei der möglichst viel des alten Baumbestandes erhalten bleibe, betont Wach.

Wie berichtet, haben sich mehr als 50 Anlieger und Betroffene aus der Calenberger Neustadt und Linden bei der Stadt gegen die geplanten Baumfällungen und Abgrabungen am Ihme-Ufer ausgesprochen. Die zuständigen Behörden prüfen die Einwände in den nächsten Monaten. Für kommenden Herbst ist ein Erörterungstermin vorgesehen, bei dem die Argumente noch einmal mündlich vorgetragen werden können.

Ann-Kathrin Töpper

Quelle: Haz.de
 

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Ich will die Häuserzeile, die auf der alten Ansicht rechts zu sehen ist, wieder haben!

Da ist heute nur Parkplatz...

Der City2020-Siegerentwurf für den Waterlooplatz hat dort auch ein Gebäude platziert, allerdings auch nur ein einziges. Und das ist zurückversetzt sowohl von Straße als auch von der Ihme.

Die Calenberger Neustadt könnte man sowohl mit Linden als auch mit der City so viel besser verknüpfen!
 

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Discussion Starter · #6 · (Edited)
Als Nachtrag der Stand 24.04.2010.
Zu dem Zeitpunkt war die nördliche Hälfte bereits fertiggestellt und der Verkehr wurde darüber geleitet.
Die südliche Hälfte, also noch der Altbau.


Der geschwungene Neubau auf der Nordseite. Was ich ungewöhnlich finde, ist diese Asymmetrie im Schwung. So ist die Position der alten Brückenpfeiler, wie auf diesem Bild sehr schön zu sehen ist, durch einen Abwärtsschwung angedeutet. Ob das eine Relevanz für die Tragfähigkeit hat, müsste mir ein Ingenieur erklären.


Auf den folgenden Bildern kann man den Höhenunterschied zwischen neuer und alter Brücke erkennen. Im Gegensatz zur alten Brücke, bekommt die neue einen "richtigen" Bogen.






P.S.
Imageshack bockt gerade rum. Die größeren Bilder liefere ich nach.
 

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Discussion Starter · #9 ·
Aus Haz.de
Stadt Hannover lässt 106 Bäume am Ihme-Ufer fällen
Die Stadt Hannover hat am Ihme-Ufer Ernst gemacht: Für Altlastensanierung und Hochwasserschutz mussten am Dienstag 106 Bäume fallen. 20 Demonstranten, die nachts auf Bäumen ausharrten, wurden abgeführt.

Als die Bagger am Dienstagmorgen noch vor Tagesanbruch anrücken, um im kleinen Park an der Glocksee 106 Bäume und andere Gehölze zu fällen, ist Christof Stein-Schneider längst zur Stelle. Eine gute Stunde zuvor, gegen 4 Uhr morgens, hatte sich der ehemalige Gitarrist der Rockband Fury in the Slaughterhouse gemeinsam mit knapp 20 weiteren Demonstranten auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks Glocksee postiert. Der Musiker hatte sich trotz der eisigen Temperaturen mitten auf der 1,7 Hektar großen Grünfläche zur Sitzblockade niedergelassen. Stundenlang harrt er dort aus, knapp 20 Mitstreiter verschanzen sich zum Teil in Baumkronen. „Wir sind Anwohner und wollen nicht, dass hier Bäume umgehauen werden“, erklärt Stein-Schneider seinen Protest.
Gegner des Calenberger Lochs setzen sich auf Bäume

Klicken Sie auf ein Bild, um zur Galerie zu gelangen. (6 Bilder)

Die Stadtverwaltung hatte sich intensiv darum bemüht, den Termin für den Beginn der Abholzungsaktion nicht in die Öffentlichkeit zu tragen. Erst am Tag zuvor hatte das Verwaltungsgericht die geplante Altlastensanierung für rechtmäßig erklärt, die bei Anwohnern und Naturschützern seit Monaten heftig umstritten ist. Trotz der Kürze der Zeit zwischen Gerichtsentscheid und Fällaktion hatte die Stadt den Einsatz im Morgengrauen geradezu generalstabsmäßig geplant. Bei ihren Abstimmungsgesprächen mit der Polizei sollen Mitarbeiter der zuständigen Bauverwaltung signalisiert haben, dass man mit massiven Protesten rechne. Deshalb sicherte die Bereitschaftspolizei das Areal bereits ab etwa 5 Uhr früh ab – doch da saßen die Demonstranten längst in den Bäumen.
Hochwasserschutz: Abholzung in der Calenberger Neustadt hat begonnen

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Die „Bürgerinitiative gegen das Calenberger Loch“ hatte am Montagabend Wind von der geplanten Fällung bekommen und sofort reagiert. „Wir haben kurzfristig ein Plenum einberufen und überlegt, was wir unternehmen können“, berichtet am Morgen eine junge Frau, die sich Itchy nennt und in die Äste eines bedrohten Baumes geklettert war. Andere wie Dietmar Kroll behaupten mit Augenzwinkern, sie hätten „nur wegen der Naturverbundenheit“ eine Nacht im Baum verbringen wollen: „Als ich aufgewacht bin, war plötzlich das ganze Areal mit Zäunen umstellt – jetzt komme ich gar nicht mehr raus“, sagt er mit gespielter Verzweiflung. Anwohnerin Cordula Lüttke-Eichhorn, die den Bürgerprotest vor Jahren initiiert hatte, spaziert derweil zunächst unbehelligt mit einem Frühstückskorb über das Gelände. Sehr speziell gerät der Auftritt von Linken-Ratsherr Luk List: Erst kommt er zu spät, verschafft sich dann lautstark mit der Begründung Zutritt, als Ratsherr habe er eine Art Hausrecht, steigt dann auf einen Baum und lässt sich später von Polizisten heruntertragen. Von der Stadt gab es am Dienstag keinen Kommentar zu dem Vorgang.

Auf dem Gelände versucht unterdessen eine junge Polizistin vergeblich, für ein freiwilliges Aufgeben der Protestierer zu werben. „Hier geht es nicht um einen Schicki-Micki-Bahnhof“, sagt sie in Anspielung auf den aktuellen Konflikt in Stuttgart: „Hier geht es um Hochwasserschutz.“ Ausgerechnet dieser Hinweis aber bestärkt die Baumschützer nur noch in ihrer Skepsis – offiziell geht es bei dem aktuellen Bauabschnitt schließlich gar nicht um Hochwasserschutz, sondern um Altlastensanierung. Weil beides zwar politisch zusammenhängt, genehmigungsrechtlich aber getrennt behandelt wird, wittern die Aktivisten Mauscheleien. „Die Altlastensanierung dient der Stadt doch nur als Vorwand, um mit dem Abholzen der Bäume zum Hochwasserschutz beginnen zu können, der noch gar nicht genehmigt ist“, schimpft Initiativensprecher Thomas Ganskow vom Baum herab. Der Beginn der Altlastensanierung schaffe „irreversible Tatsachen“ und sei gar nicht nötig: „Jeder in Linden weiß doch seit Jahrzehnten, dass das alte Gaswerk Giftstoffe im Untergrund hinterlassen hat – es gibt keinen Grund, hier jetzt zu sanieren.“

Später am Tage wird die Stadt ihrerseits noch einmal klarstellen, dass sie erst seit den jüngsten Bodenproben genau über die Schadstoffbelastung Bescheid weiß und sich verpflichtet fühlt, derartig verseuchte Böden zu sanieren. Es handele sich um eine „schwerwiegende Altlast“, die „eine hohe Gefährdung für Ihme und Grundwasser beinhaltet“, wird Oberbürgermeister Stephan Weil dann erklären, zugleich aber auch nicht verschweigen, dass die ganze Sache erst durch die Beschäftigung mit der Hochwasserproblematik ins Rollen kam. „Das Hochwasser von 2003 hat uns gezeigt, wie groß das Risiko von Überschwemmungen ist“, wird er sagen, und dass die gesamte Thematik seit 2006 intensiv öffentlich diskutiert wurde und alle Beschlüsse „in einem breiten demokratischen Konsens gefällt“ worden seien.

Doch noch ist es dunkel an der Glocksee, die Protestierer sitzen auf Bäumen, die Polizisten stehen unten. Beide Seiten geben sich sichtbar Mühe, den Konflikt nicht eskalieren zu lassen. Stadtbaurat Uwe Bodemann, der mit mehreren Mitarbeitern seiner Bauverwaltung von Anbeginn dabei ist, fordert jeden einzelnen Baumbesetzer höflich auf, das Gelände zu verlassen. Als die Bemühungen nicht fruchten, bittet er die Polizei wie geplant und ganz offiziell um Amtshilfe.

Beamte einer Hundertschaft sowie eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) gehen daraufhin gegen die Besetzer vor. In einigen Fällen gelingt es den Einsatzkräften noch, die Aktivisten durch Gespräche zur Aufgabe zu bewegen, sodass sie freiwillig von den Bäumen klettern. Vier Mal aber müssen vermummte SEK-Beamte in die Baumkronen zu den Protestlern steigen, seilen diese an und lassen sie auf den Boden herunter. Anschließend führen die Polizisten alle Demonstranten vom Gelände und nehmen deren Personalien auf.

Auch Itchy und Musiker Stein-Schneider werden abgeführt. „Es ist schon beeindruckend, wie viel Adrenalin in einen Körper strömen kann, wenn man nicht auf die Bühne geht, dafür aber plötzlich zehn Polizisten in voller Montur vor einem stehen“, sagt der Rockmusiker später. Die Stadtverwaltung verzichtet darauf, gegen die Gegner der Abholzung Strafanträge zu stellen – wegen der friedlichen Art, in der die Aktivisten ihre Meinung zum Ausdruck gebracht hätten, wie Oberbürgermeister Weil unterstreicht

Sofort nach dem Ende des Polizeieinsatzes gegen 8 Uhr bringen Bagger die ersten Bäume im Glocksee-Park zu Fall. Mit schwerem Gerät werden die überwiegend jahrzehntealten, kräftigen Stämme zu Boden gebracht, den gesamten Tag über kreischen Kettensägen und rumpeln Spezialbagger über die Grünfläche. Schon gegen Mittag liegen alle 75 Bäume und 31 weiteren Großgehölze vollständig am Boden. Voraussichtlich bis zum heutigen Abend werden das Zerkleinern und der Abtransport dauern – dann beginnen auf der Grünfläche zu Füßen des Ihme-Zentrums die Arbeiten an der Bodensanierung.

Protest geht weiter: Die „Bürgerinitiative gegen das Calenberger Loch“ hat angekündigt, ihren Protest gegen das Projekt auch weiterhin öffentlich zum Ausdruck bringen zu wollen. Am Freitag dieser Woche gibt es ab 16.30 Uhr vor dem Gelände eine bereits vom Ordnungsamt genehmigte Mahnwache.

Tobias Morchner / Conrad von Meding
 

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Ich verstehe immer noch nicht, warum man den Hochwasserschutz nicht außerhalb des Zentrums, weiter flußaufwärts, ausbaut.
 

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Discussion Starter · #11 ·
Ich verstehe immer noch nicht, warum man den Hochwasserschutz nicht außerhalb des Zentrums, weiter flußaufwärts, ausbaut.
Ich zitiere aus einem Kommenatr aus dem Haz-Forum:
Wer sich den Lauf der Ihme zwischen Schnellem Graben und Wasserkunst ansieht erkennt schnell, dass sich zwischen Schw'Bären un Glocksee ein Engpass befindet. Das Wasser staut sich dort also flussaufwärts an -> in Ricklingen ein höherer Wasserstand.
Die Leine flussaufwärts zu verbreitern bringt ergo nichts. Einziger möglicher Hochwasserschutz am Oberlauf wäre ein weiteres Rückhaltebecken wie das in Salzderhelden. Bring aber mal eine Gemeinde am Oberlauf dazu, dass sie Teile ihres Landes als Überflutungsgebiet freigeben! Solange das Land die Kommunen mit dem Hochwasserschutz an Flüssen alleine lässt (auch finanziell!), wird da nicht mehr geschehen!
 

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Ich zitiere aus einem Kommenatr aus dem Haz-Forum:
Danke für das Zitat!

Die Leine flussaufwärts zu verbreitern bringt ergo nichts. Einziger möglicher Hochwasserschutz am Oberlauf wäre ein weiteres Rückhaltebecken wie das in Salzderhelden.
Wenn ich mit meinem laienhaften Wissen nicht komplett falsch liege, würde eine Aufweitung flußaufwärts zusammen mit einer geringeren Zulaufmenge durch den Schnellen Graben im Ernstfall die Wassermenge in Leine und Ihme reduzieren, bzw. nicht so stark ansteigen lassen.

Bring aber mal eine Gemeinde am Oberlauf dazu, dass sie Teile ihres Landes als Überflutungsgebiet freigeben! Solange das Land die Kommunen mit dem Hochwasserschutz an Flüssen alleine lässt (auch finanziell!), wird da nicht mehr geschehen!
Die Gesetzgebung ist da wirklich sehr mangelhaft. Im Prinzip müsste jede Anreiner-Kommune ihren Teil beitragen.
 

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Discussion Starter · #13 ·
Danke für das Zitat!
Stammt von mir ;)
Wenn ich mit meinem laienhaften Wissen nicht komplett falsch liege, würde eine Aufweitung flußaufwärts zusammen mit einer geringeren Zulaufmenge durch den Schnellen Graben im Ernstfall die Wassermenge in Leine und Ihme reduzieren, bzw. nicht so stark ansteigen lassen.
Ein gelernter Wasserbauingenieur bin ich auch nicht.
Aber: wie sollte man eine geringere Zulaufmenge im Schnellen Graben realisieren? Verstehe ich Deine Pläne richtig, Rückhalteflächen im südlichen Stadtgebiet zu schaffen? Breit genug ist das dort jetzt schon, wie man bei Hochwasser sieht.
Ich denke, um das Wasser wirklich zurückhalten zu können und den Druck vom weiteren Flussverlauf nehmen zu können, muss wirklich eine Art Staubecken gefüllt werden.
Die Gesetzgebung ist da wirklich sehr mangelhaft. Im Prinzip müsste jede Anreiner-Kommune ihren Teil beitragen.
So isses.
 

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Ein gelernter Wasserbauingenieur bin ich auch nicht.
Aber: wie sollte man eine geringere Zulaufmenge im Schnellen Graben realisieren?
Stark vereinfacht gesagt: Dicht machen. Durch das Wasserkraftwerk kann die Durchflußmenge ja reguliert werden.

Verstehe ich Deine Pläne richtig, Rückhalteflächen im südlichen Stadtgebiet zu schaffen? Breit genug ist das dort jetzt schon, wie man bei Hochwasser sieht.
Ich denke, um das Wasser wirklich zurückhalten zu können und den Druck vom weiteren Flussverlauf nehmen zu können, muss wirklich eine Art Staubecken gefüllt werden.
Ja, genau so meinte ich das. Gerade im Raum Laatzen/Koldingen/Nordstemmen wäre sowas auf den ersten Blick sicherlich möglich.
 

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Discussion Starter · #15 ·
Ich habe heute mal wieder ein Bild vom Neubau der südlichen Brückenhälfte gemacht. Wie man sieht, sind die Fundamente teils schon gelegt. Es kann also dann recht schnell mit dem Einesetzen der Brücke begonnen werden.

 

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Ein Update von vergangenem Montag (14.03.2011). Es zeigt das Fundament der Brücke auf der Seite des Schwarzen Bären. Im vorangegangenen Post ganz unten.

 

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Discussion Starter · #17 ·
Nachgereicht noch mal ein Artikel vom 03. März 2011 aus der HAZ.

Bauarbeiten an der Benno-Ohnesorg-Brücke werden fortgesetzt
Die Arbeiten an der Benno-Ohnesorg-Brücke in der Calenberger Neustadt gehen nun nach langer Pause weiter. Trotz der Zeitverzögerung sollen die Arbeiten an der Brücke im August 2011 beendet sein.
Die Brücke soll pünktlich im August fertig sein, obwohl die Frostperiode für Verzögerungen gesorgt hat.

Wochenlang hat die Baustelle Benno-Ohnesorg-Brücke gewissermaßen im Winterschlaf gelegen. Seit Anfang Februar ist nun wieder Baulärm an und auf der Brücke zu vernehmen. Kurz vor Weihnachten mussten die Arbeiten wetterbedingt eingestellt werden. Grund waren Schnee, Eis und Minustemperaturen. „Und die Schneeschmelze sorgte dann im Januar für Hochwasser, das erst einmal abfließen musste“, erklärte Stadtsprecher Dennis Dix den vorübergehenden Baustopp.

Die Arbeiten an der Benno-Ohnesorg-Brücke haben sich schon mehrfach verzögert, was sowohl Anlieger als auch Verkehrsteilnehmer ärgert, die rund um die Brücke regelmäßig im Stau stecken. Anwohner bezeichnen die Dauerbaustelle in der Calenberger Neustadt sogar als das „Jahrhundertprojekt“ der Stadt. Die Baustelle geht im Frühjahr nämlich ins dritte Jahr: Schon seit April 2008 arbeitet das Tiefbauamt an der Brücke über der Ihme für den Hochwasserschutz. Das Schutzprogramm soll die Stadt vor heftigen Überschwemmungen wie in den Jahren 1981 und 2003 schützen. Dafür muss der als „Flaschenhals“ bezeichnete Engpass im Verlauf der Ihme zwischen Linden und der Calenberger Neustadt erweitert werden, damit das Wasser schneller abfließen kann. Deswegen wird auch die Benno-Ohnesorg-Brücke verbreitert – um 3,5 auf 28,5 Meter. Insgesamt knapp neun Millionen Euro investiert die Stadt in das Projekt. Nach der Fertigstellung soll es jeweils in beiden Richtungen zwei Fahrstreifen für den Autoverkehr geben. Fuß- und Radwege zwischen vier und sechs Metern sind auf beiden Seiten angelegt. Voraussichtlich bis August 2011 dauern die Arbeiten für den Neubau an. Stadteinwärts ist die Brücke derzeit für den Verkehr gesperrt. Trotz der Verzögerungen liege der Bau aber noch im Zeitplan, erklärte Dix.

Parallel dazu läuft noch das Planfeststellungsverfahren für den neuen Hochbahnsteig auf dem Brückenbauwerk. Für gut 3,2 Millionen Euro soll dort ein 70 Meter langer und vier Meter breiter Bahnsteig entstehen. „Bis 2013 soll dieser fertig sein“, sagte Stefan Harcke von der Infrastrukturgesellschaft (Infra) Hannover. Wie sich die Bauarbeiten für die neue Haltestelle auf den Verkehr auswirken werden, steht noch nicht fest.

30 Millionen Euro kostet der Hochwasserschutz der Stadt insgesamt. Neben der Erweiterung der Benno-Ohnesorg-Brücke wurden im Bereich Glocksee bereits 106 Bäume gerodet und die Fläche wurde vier Meter tiefer gelegt, damit sich der Fluss bei starkem Hochwasser ungehindert ausdehnen kann. Im südlichen Verlauf werden die Deiche erhöht, um Ricklingen künftig besser vor Fluten zu schützen.

Meena Stavesand

Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-...der-Benno-Ohnesorg-Bruecke-werden-fortgesetzt
 

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Neues von der Brücke

Heute wurde der Kran aufgebaut um die neuen Brückenträger zu legen:



 

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Discussion Starter · #19 ·
Ach, damit wurde der Kran aufgebaut. Ich habe mich heute vormittag (~10 Uhr) schon gewundert, was die ganzen Tieflader gebracht hatten, denn Brückenelemente konnte ich nicht entdecken.
Bilder dazu stelle ich später auch noch ein.
 

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Update

Hier ein paar Bilder von heute:







 
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