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Discussion Starter · #3 ·
Ja, aber ich habe Kirsch-Lutscher. :)
 

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Discussion Starter · #5 · (Edited)

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Na wenn du meinst, dann ist Carsharing ja genau das Richtige für dich, weil die Hauptprobleme z.B. das Anfahren am Berg und das Einparken im fließenden Straßenverkehr drastisch reduziert werden, da die Autos an festen Stationen geholt und wieder abgestellt werden, desweiteren ist dieses Video auch schon etwas von der Zeit überholt.
 

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Discussion Starter · #7 ·
Na wenn du meinst, dann ist Carsharing ja genau das Richtige für dich, weil die Hauptprobleme z.B. das Anfahren am Berg und das Einparken im fließenden Straßenverkehr drastisch reduziert werden, da die Autos an festen Stationen geholt und wieder abgestellt werden
Ja, Frau Schümer.

desweiteren ist dieses Video auch schon etwas von der Zeit überholt.
Manche Themen sind von ungebrochener Aktualität.
 

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Schöngeist
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Discussion Starter · #9 ·
Ich bin nicht der Nixblicker. :gossip:
 

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@Nixblicker: Ich habe das Gefuehl, du missverstehst mich absichtlich. :(

Nicht, wenn diese Fahrzeuge immer neu angeschafft werden und dann alle Nase lang durch wiederum neue ersetzt werden.
Carsharing funktioniert also nur, wenn es einen Markt für gebrauchte Fahrzeuge aus dem Carsharing gibt, ja?
Menschen, die Carsharing nutzen haben kein eigenes Auto. Mehrere Menschen teilen sich also ein Auto, also muessen weniger Autos produziert werden. Also ist das doch besser, als wenn jeder ein eigenes Auto hat?!
Noch ist das in der Gesamtheit wahrscheinlich ein Tropfen auf den heissen Stein, da die meisten Autos nicht mehr in Deutschland verkauft werden, sondern woanders.

Einen Gebrauchtwagenmarkt wird es m.E. weiterhin geben, wieso sollte es den nicht mehr geben? Der wird ja auch fuer die ganzen Leasingsautos und Firmenwagen benoetigt, die Nachfrage ich auch da.

Parkende Autos verbrauchen keine Energie.
Die Praemisse ist, dass Menschen die Carsharing nutzen sich genauer ueberlegen, wann und wofuer sie ein Auto wirklich brauchen als Menschen, die ein eigenes Auto haben. Bei letzteren wird das Auto m.E. haeufiger gebraucht, weil es schon da ist und die Fixkosten sowieso bezahlt werden. Carsharing fuehrt also m.E. dazu, dass die Menschen seltener Auto fahren. Gegen diese Praemisse solltest du argumentieren und nicht einfach ausblenden, was ich geschrieben habe. ;)

Eben nicht. Jeder, der ein neues Auto bestellt, ist ein Umweltsünder. Es ist vor allem die Produktion, die Autos umweltschädlich macht. Aber die Autoindustrie und die Werbeversprechen sind mächtig und alle glauben an das Märchen vom umweltfreundlichen neuen Auto. Und dann diese Diesel... aber das hatten wir ja schon.
Ich habe nun zum zweiten Mal erlaeutert, wie ich das meinte. Ich bin gespannt auf deine Antwort.

Ich wiederhole auch noch mal gerne, dass Carsharing fuer mich OEPNV nicht ersetzt. Im Gegenteil, haeufig sind Carsharing-Nutzer sogar ueberwiegend OEPNV-Nutzer und/oder Radfahrer. Das Auto wird nur fuer Grosseinkaeufe oder Ziele, die nicht gut per OEPNV erreichbar sind, verwendet.
 

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@Nixblicker: Ich habe das Gefuehl, du missverstehst mich absichtlich. :(
Dito.
Menschen, die Carsharing nutzen haben kein eigenes Auto.
So? Und wenn jemand nur Carsharing macht, wenn er ein größeres Auto braucht? Wenn jemand mal einen Transporter braucht, weil sein Polo, Fiesta oder Corsa mit der Kühl-Gefrier-Kombination überfordert ist? Dann macht einer Carsharing und hat dennoch ein eigenes Auto.
Mehrere Menschen teilen sich also ein Auto, also muessen weniger Autos produziert werden. Also ist das doch besser, als wenn jeder ein eigenes Auto hat?!
Wenn wir davon ausgehen, daß Carsharing nur mit neuen Autos funktioniert, dann ist Carsharing umweltschädlich, weil man mit Carsharing die Produktion neuer Autos unterstützt. Eigentlich brauchen gar keine Autos gebaut werden, wenn sich die Menschen Autos teilen und der Bedarf sinkt, oder?
Noch ist das in der Gesamtheit wahrscheinlich ein Tropfen auf den heissen Stein, da die meisten Autos nicht mehr in Deutschland verkauft werden, sondern woanders.
Ich glaube nicht, daß sich diese Betrachtung an Ländergrenzen orientieren muss, man kann es auch global betrachten. Ist wohl egal.
Einen Gebrauchtwagenmarkt wird es m.E. weiterhin geben, wieso sollte es den nicht mehr geben? Der wird ja auch fuer die ganzen Leasingsautos und Firmenwagen benoetigt, die Nachfrage ich auch da.
Ja, weil eben nicht alle Leute nur Carsharing machen. Werden wir doch mal konkret: Wie viele Fahrzeuge braucht man weniger, wenn alle auf ein eigenes Auto verzichten? Und wie viele Leute spielen dabei mit?
Die Praemisse ist, dass Menschen die Carsharing nutzen sich genauer ueberlegen, wann und wofuer sie ein Auto wirklich brauchen als Menschen, die ein eigenes Auto haben. Bei letzteren wird das Auto m.E. haeufiger gebraucht, weil es schon da ist und die Fixkosten sowieso bezahlt werden.
Deines Erachtens, genau. Ich könnte jetzt argumentieren, daß, wer die Selbstbeteiligung per Aufpreis von 1000€ auf 350€ gesenkt hat, aggressiver fährt, womit Carsharing gefährlicher wäre. Aber auf so dünnes Eis möchte ich mich nicht bewegen.
Carsharing fuehrt also m.E. dazu, dass die Menschen seltener Auto fahren.
So? Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dann sinkt die Hemmschwelle, den coolen Golf mit den blauen Spochtstreifen zu nehmen.
Gegen diese Praemisse solltest du argumentieren und nicht einfach ausblenden, was ich geschrieben habe. ;)
Ging es um Deine Prämisse? Ich behaupte, es ging um den Umweltschutz. Mach' Carsharing mit Gebrauchtwagen, keine Neufahrzeuge, die erst gebaut werden müssen. Dann wird's auch günstiger, das schafft Arbeitsplätze und zieht auch Nutzer. Erzähl' mir nicht, was ich tun soll. :eek:hno:
Ich wiederhole auch noch mal gerne, dass Carsharing fuer mich OEPNV nicht ersetzt. Im Gegenteil, haeufig sind Carsharing-Nutzer sogar ueberwiegend OEPNV-Nutzer und/oder Radfahrer. Das Auto wird nur fuer Grosseinkaeufe oder Ziele, die nicht gut per OEPNV erreichbar sind, verwendet.
Mein Auto ersetzt auch für mich nicht den ÖPNV. Ich nutze den ÖPNV, wenn das Ziel mit dem ÖPNV gut erreichbar ist und ich nichts großes zu transportieren habe. Ansonsten nutze ich auch das Fahrrad. Der Aktionsradius des Fahrrads ist sicher bei jedem verschieden, je nach Kondition. Und meinen Einkauf (800m hin, 800m zurück mache ich zu Fuß. Trotz Auto vor der Tür.
 

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Nein, für die längere Nutzung vorhandener Fahrzeuge. Was bei Schienenfahrzeugen üblich ist, sollte Vorbild für Straßenfahrzeuge sein. 30 bis 40 Jahre Nutzungsdauer wären schon eine geringere Umweltbelastung als die heute üblichen durchschnittlichen Nutzungsdauern.
Gilt für elektronische Geräte übrigens genauso. Da ist die Umweltbilanz gemessen an den produzierten Werten und der Produkthaltbarkeit meistens noch verheerender. Während früher ein Fernseher nach minimal zehn Jahren entsorgt wurde, ist heute im Schnitt nach drei Jahren Schluss. Geringerer Stromverbrauch macht das vielleicht zu 1% wieder wett. Ich hoffe also, Du gehst mit gutem Beispiel voran und bringst die alte Röhrenglotze zur Reparatur, anstatt Dir nen Flatscreen zu kaufen.

Will sagen: der Ausflug in den Schienenverkehr ist ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. Von Kundengeschmack und technischem Fortschritt mal ganz abgesehen, liegt das allein schon am Verschleiß der Antriebskomponenten. Ein auf 30 Jahre intensive Nutzung ausgelegtes Auto möchte ich sehen: Gewicht fünf Tonnen, Verbrauch 30 Liter auf 100km, Kosten 100.000 Euro... oder wie?

Nicht, wenn diese Fahrzeuge immer neu angeschafft werden und dann alle Nase lang durch wiederum neue ersetzt werden.
Eben nicht. Jeder, der ein neues Auto bestellt, ist ein Umweltsünder. Es ist vor allem die Produktion, die Autos umweltschädlich macht. Aber die Autoindustrie und die Werbeversprechen sind mächtig und alle glauben an das Märchen vom umweltfreundlichen neuen Auto. Und dann diese Diesel... aber das hatten wir ja schon.
Macht Sinn: wer ein Auto für fünf Nutzer anschafft und es nach drei Jahren und 150.000 km austauscht, ist genauso ein großer Umweltfrevler wie fünf Nutzer, die sich fünf Autos anschaffen und nach drei Jahren und je 30.000 km austauschen. :hammer:

Dass der Austausch alter Autos gegen neue, umweltfreundlichere oft tatsächlich eine Milchmädchenrechnung ist, liegt nicht zuletzt an den aus Umweltsicht gruseligen Produktionsbedingungen in der Industrie - auch in Deutschland. Und warum ist das so? Weil sich Unternehmen dank hervorragender Lobbyarbeit nach wie vor erfolgreich um ihren Anteil am Umweltschutz drücken können. Aber das ist ein ganz anderes Thema.


Davon mal ganz abgesehen: Ausgangspunkt der Diskussion war das sogenannte 'Argument' im Parallelthread, dass man in der Wasserstadt keine Parkflächen reduzieren könne, weil jede Familie zum Einkaufen ein Auto bräuchte. Das wurde mit Carsharing gekontert, worauf natürlich null eingangen wurde. Das Argument des geringeren Flächenverbrauchs für den ruhenden Verkehr (genau darum ging es ja) ist schließlich schwer mit pseudowissenschaftlichen Behauptungen und sinnfreien Vergleichen zu 'widerlegen'.


Die Praemisse ist, dass Menschen die Carsharing nutzen sich genauer ueberlegen, wann und wofuer sie ein Auto wirklich brauchen als Menschen, die ein eigenes Auto haben. Bei letzteren wird das Auto m.E. haeufiger gebraucht, weil es schon da ist und die Fixkosten sowieso bezahlt werden.
Wohlgemerkt von 'gebrauchen', nicht von 'brauchen'. Kenne ich aus eigener Erfahrung.

Ich habe nun zum zweiten Mal erlaeutert, wie ich das meinte. Ich bin gespannt auf deine Antwort.
Leider ist wiederholtes Erläutern meist sinnlos, wenn der Gegenpart nicht verstehen will.

Dieser typische Reflex ist nicht neu. Es gibt bekanntermaßen auch genug Menschen, die einem in epischer Breite ausführen können, warum Veganer sich ungesund ernähren und früher sterben (und diese Menschen gehen auch mir als leidenschaftlichem Fleischesser auf den Geist).

Car-Sharing ist ein Angebot, genau wie ÖPNV. Wenn ich darauf keinen Bock habe, nutze ich es nicht und muss es nichtmal begründen (wie 'für mich zu teuer' etc.). Warum fühlen sich dann trotzdem Menschen genötigt, solche Angebote mit missionarischem Eifer als größten Rotz darzustellen? Ist es so schlimm, wenn das andere tun? Plagt einen dann vielleicht doch das schlechte Umweltgewissen, weil man bei vorurteilsfreier Überlegung zu dem Schluss kommen würde, dass der eigene (Zweit-)Wagen unnötig ist?

Ich wiederhole auch noch mal gerne, dass Carsharing fuer mich OEPNV nicht ersetzt. Im Gegenteil, haeufig sind Carsharing-Nutzer sogar ueberwiegend OEPNV-Nutzer und/oder Radfahrer. Das Auto wird nur fuer Grosseinkaeufe oder Ziele, die nicht gut per OEPNV erreichbar sind, verwendet.
Eben. Car-Sharing ist ja gerade der Ausweg aus der sinnfreien Argumentationskette:
  • Wenn ich einmal die Woche einen Großeinkauf mache, brauche ich ein Auto.
  • Weil ich einmal die Woche ein Auto brauche, kaufe/lease ich mir eins.
  • Wenn ich eh ein Auto habe, kann ich auch häufiger damit fahren, anstatt den ÖPNV zu benutzen.

Edith sagt:

So? Und wenn jemand nur Carsharing macht, wenn er ein größeres Auto braucht? Wenn jemand mal einen Transporter braucht, weil sein Polo, Fiesta oder Corsa mit der Kühl-Gefrier-Kombination überfordert ist? Dann macht einer Carsharing und hat dennoch ein eigenes Auto.
Genau. Und Sportwagen sind gar nicht so umweltschädlich. Die werden nämlich oft von Ölscheichs gekauft und neben 100 andere in die Großgarage gestellt. Keine Fahrtkilometer, keine Umweltbelastung. :nuts:

Will sagen: könnten wir bitte beim Regelfall bleiben? Danke. Dass Du Dir in Deiner Engstirnigkeit kein Nutzungsszenario ohne eigenes Auto vorstellen kannst, haben wir jetzt begriffen.

Deines Erachtens, genau. Ich könnte jetzt argumentieren, daß, wer die Selbstbeteiligung per Aufpreis von 1000€ auf 350€ gesenkt hat, aggressiver fährt, womit Carsharing gefährlicher wäre. Aber auf so dünnes Eis möchte ich mich nicht bewegen.

So? Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dann sinkt die Hemmschwelle, den coolen Golf mit den blauen Spochtstreifen zu nehmen.
Da isser wieder, der Grandmaster of Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. :hammer:
 

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CrayZD hat ja schon einiges aufgegriffen, dem ich voll und ganz zustimmen kann. Ich finde auch, dass deine Vergleiche, Nixblicker, nicht passen.

So? Und wenn jemand nur Carsharing macht, wenn er ein größeres Auto braucht? Wenn jemand mal einen Transporter braucht, weil sein Polo, Fiesta oder Corsa mit der Kühl-Gefrier-Kombination überfordert ist? Dann macht einer Carsharing und hat dennoch ein eigenes Auto.
Carsharing ist nicht das gleiche wie eine Autovermietung. Einen Transporter, den man vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr braucht, eher seltener, wuerde man bei einer Autovermietung leihen. Abgesehen davon reden wir beim Carsharing gerade nicht von solchen Faellen, ist fuer mich also ein schiefer Vergleich.

Wenn wir davon ausgehen, daß Carsharing nur mit neuen Autos funktioniert, dann ist Carsharing umweltschädlich, weil man mit Carsharing die Produktion neuer Autos unterstützt. Eigentlich brauchen gar keine Autos gebaut werden, wenn sich die Menschen Autos teilen und der Bedarf sinkt, oder?
Erstens funktioniert Carsharing natuerlich auch mit aelteren Autos, ich glaube bei Stadtmobil sind auch einige aeltere dabei. Zweitens werden weniger Autos benoetigt als wenn jeder ein eigenes Auto hat. Carsharing ist also vielleicht umweltschaedlich, weil es Autos sind, mit denen gefahren wird, es vermeidet aber die Produktion von Autos, vermeidet Fahrten mit Autos und benoetigt weniger Parkraum und ist daher vergleichsweise umweltfreundlicher.

Ja, weil eben nicht alle Leute nur Carsharing machen. Werden wir doch mal konkret: Wie viele Fahrzeuge braucht man weniger, wenn alle auf ein eigenes Auto verzichten? Und wie viele Leute spielen dabei mit?
Wieso spielt das eine Rolle? Das ist doch sowieso unrealistisch. Es geht darum, dass Menschen kein eigenes Auto mehr kaufen muessen, um ab und zu mit dem Auto mobil zu sein (s. CrayZD). Regelmaessige Autofahrer fahren natuerlich weiterhin ein eigenes Auto. Und streitest du ab, dass Autobesitzer haeufiger mit dem Auto fahren, weil es sich fuer sie nicht lohnt, Bahnfahrkarten o.ae. zu kaufen und weil das Auto direkt vor der Tuer steht?

So? Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dann sinkt die Hemmschwelle, den coolen Golf mit den blauen Spochtstreifen zu nehmen.
Das ist so ein 'Argument', wo man nicht weiss, was man darauf erwidern soll.

Ging es um Deine Prämisse? Ich behaupte, es ging um den Umweltschutz. Mach' Carsharing mit Gebrauchtwagen, keine Neufahrzeuge, die erst gebaut werden müssen. Dann wird's auch günstiger, das schafft Arbeitsplätze und zieht auch Nutzer. Erzähl' mir nicht, was ich tun soll. :eek:hno:
Ja, es geht um Umweltschutz, wie ich oben dargelegt habe. Urspruenglich ging es mal um die Wasserstadt und Parkplaetze fuer Autos, wie CrayZD schon angemerkt hat.
 

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Discussion Starter · #15 · (Edited)
Davon mal ganz abgesehen: Ausgangspunkt der Diskussion war das sogenannte 'Argument' im Parallelthread, dass man in der Wasserstadt keine Parkflächen reduzieren könne, weil jede Familie zum Einkaufen ein Auto bräuchte. Das wurde mit Carsharing gekontert, worauf natürlich null eingangen wurde. Das Argument des geringeren Flächenverbrauchs für den ruhenden Verkehr (genau darum ging es ja) ist schließlich schwer mit pseudowissenschaftlichen Behauptungen und sinnfreien Vergleichen zu 'widerlegen'.
Das war nur ein Beispiel. Natürlich kann man sich schöner daran hochziehen, wenn man es als alleiniges Argument ansieht.
Es gibt sicher auch Leute, die könnten sich noch mehr notwendige Anwendungen für Autos vorstellen, z.B. Handwerker / bestimmte Gewerbetreibende oder Schichtarbeiter.
Aber für solche Leute ist in Linden einfach kein Platz.

Car Sharing funktioniert nur so lange, wie die Nutzer Ausweichmöglichkeiten zeitlich oder beim Fahrzeug haben, sonst ist man schnell aufgeschmissen oder man braucht sehr viele Autos, die wiederum Parkraum brauchen.

Es ist eine sinnvolle Nischenanwendung, die (typisch für die Grünen) als Allheilmittel für einen ganzen Stadtteil verkauft wird.

Dieser typische Reflex ist nicht neu. Es gibt bekanntermaßen auch genug Menschen, die einem in epischer Breite ausführen können, warum Veganer sich ungesund ernähren und früher sterben (und diese Menschen gehen auch mir als leidenschaftlichem Fleischesser auf den Geist).
Weil Vitamin A eben nicht überflüssig ist. Andererseits zeichnet sich gesundes Essen wahrscheinlich dadurch aus, dass man es durch Vitaminpillen ergänzt. :hammer:

Warum fühlen sich dann trotzdem Menschen genötigt, solche Angebote mit missionarischem Eifer als größten Rotz darzustellen?
Wenn man die Argumentation ins Absurde übersteigert, dann darf man sich nicht über die Diskussionsführung beschweren.

Ist es so schlimm, wenn das andere tun? Plagt einen dann vielleicht doch das schlechte Umweltgewissen, weil man bei vorurteilsfreier Überlegung zu dem Schluss kommen würde, dass der eigene (Zweit-)Wagen unnötig ist?
Oder stellt man rhetorische Fragen, wenn einem keine Argumente einfallen?


Genau. Und Sportwagen sind gar nicht so umweltschädlich. Die werden nämlich oft von Ölscheichs gekauft und neben 100 andere in die Großgarage gestellt. Keine Fahrtkilometer, keine Umweltbelastung. :nuts:
Eben.
Unser Problem sind nicht wenige, die viel verbrauchen, sondern viele, die wenig verbrauchen. Massenmotorisierung ist das Problem, ÖPNV löst es. Darum ist das 3-Liter-Auto keine Lösung. Und für das Problem ist es unerheblich, ob das Auto eigen oder gemietet ist.
An den Ferraris und Porsches dieser Welt geht die Umwelt nicht zugrunde. Und auch deren ruhender Verkehr braucht nicht viel Platz. Hier scheint mir eher Sozialneid der Antrieb zu sein.
 
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Als ob CrayZD keine Argumente geliefert haette. Auf die gehst du nur nicht ein.

Folgende Punkte/Behauptungen stehen im Raum:
  • Beim Carsharing nutzen mehrere Menschen ein Auto
  • Dadurch muessen weniger Autos produziert werden (Umweltschutz)
  • Es werden weniger Parkplaetze benoetigt
  • Autofahrten werden vermieden, weil z.B. die Nutzung des OEPNV preislich eine Alternative ist (im Gegensatz zu Autobesitzern, die die Fixkosten sowieso bezahlen und eventuell noch bequem sind) (Umweltschutz)
  • Carsharing wird haeufig als Ergaenzung des OEPNV genutzt
  • Carsharing durchbricht die Argumentationskette, dass ein eigenes Auto unbedingt notwendig ist, auch wenn es eigentlich nur selten wirklich gebraucht wird

Welche Punkte wuerden die Gegner des Carsharing hinzufuegen bzw. entgegnen? Dann koennen wir ueber diese Punkte diskutieren.
 

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Gilt für elektronische Geräte übrigens genauso.
Dachte ich mir.
Ich hoffe also, Du gehst mit gutem Beispiel voran und bringst die alte Röhrenglotze zur Reparatur, anstatt Dir nen Flatscreen zu kaufen.
Die Flimmerkiste habe ich vor ca. 12 Jahren gebraucht gekauft. Die ist jetzt etwa 20 Jahre alt.
Will sagen: der Ausflug in den Schienenverkehr ist ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. Von Kundengeschmack und technischem Fortschritt mal ganz abgesehen, liegt das allein schon am Verschleiß der Antriebskomponenten. Ein auf 30 Jahre intensive Nutzung ausgelegtes Auto möchte ich sehen: Gewicht fünf Tonnen, Verbrauch 30 Liter auf 100km, Kosten 100.000 Euro... oder wie?
Man kann alles übertreiben. Ich glaube nicht, daß ein 30 Jahre altes Auto mehr Wartung oder Reparaturen benötigt als ein neues. Die normalen Autos können problemlos 30 Jahre alt werden, na, die heutigen sind wohl eher nicht mehr alle dafür geeignet... Der Mensch leistet sich halt auch gerne was neues, dadurch ist die Lebenszeit begrenzt, nicht durch die Haltbarkeit. Die Reparaturen sind in der Energiebetrachtung übrigens bereits berücksichtigt.
Macht Sinn: wer ein Auto für fünf Nutzer anschafft und es nach drei Jahren und 150.000 km austauscht, ist genauso ein großer Umweltfrevler wie fünf Nutzer, die sich fünf Autos anschaffen und nach drei Jahren und je 30.000 km austauschen. :hammer:
Warum muss ein Fahrzeug nach 150.000km ausgetauscht werden? Und vor allem: warum nach 30.000km?
Dass der Austausch alter Autos gegen neue, umweltfreundlichere oft tatsächlich eine Milchmädchenrechnung ist, liegt nicht zuletzt an den aus Umweltsicht gruseligen Produktionsbedingungen in der Industrie - auch in Deutschland. Und warum ist das so? Weil sich Unternehmen dank hervorragender Lobbyarbeit nach wie vor erfolgreich um ihren Anteil am Umweltschutz drücken können. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Schön, daß wir da einer Meinung sind.
Davon mal ganz abgesehen: Ausgangspunkt der Diskussion war das sogenannte 'Argument' im Parallelthread, dass man in der Wasserstadt keine Parkflächen reduzieren könne, weil jede Familie zum Einkaufen ein Auto bräuchte. Das wurde mit Carsharing gekontert, worauf natürlich null eingangen wurde. Das Argument des geringeren Flächenverbrauchs für den ruhenden Verkehr (genau darum ging es ja) ist schließlich schwer mit pseudowissenschaftlichen Behauptungen und sinnfreien Vergleichen zu 'widerlegen'.
War das das Argument, ja? Sind die Gegenbehauptungen fundierter, ja?
Sobald es Carsharing mit Gebrauchtwagen gibt, bin ich dabei.
Leider ist wiederholtes Erläutern meist sinnlos, wenn der Gegenpart nicht verstehen will.
Ihr wollt ja auch nicht verstehen, daß die Produktion neuer Autos zum Zwecke des Umweltschutzes absurd ist, und ihr fordert die Einsicht ein, Carsharing sei umweltfreundlicher.
Es gibt bekanntermaßen auch genug Menschen, die einem in epischer Breite ausführen können, warum Veganer sich ungesund ernähren und früher sterben (und diese Menschen gehen auch mir als leidenschaftlichem Fleischesser auf den Geist).
Siehste?
Car-Sharing ist ein Angebot, genau wie ÖPNV. Wenn ich darauf keinen Bock habe, nutze ich es nicht und muss es nichtmal begründen (wie 'für mich zu teuer' etc.). Warum fühlen sich dann trotzdem Menschen genötigt, solche Angebote mit missionarischem Eifer als größten Rotz darzustellen?
Mir sagt es nicht zu, und so kann ich dagegen argumentieren, genau wie Ihr dafür argumentierten könnt.
Ist es so schlimm, wenn das andere tun? Plagt einen dann vielleicht doch das schlechte Umweltgewissen, weil man bei vorurteilsfreier Überlegung zu dem Schluss kommen würde, dass der eigene (Zweit-)Wagen unnötig ist?
Bleib' doch einfach sachlich.
Eben. Car-Sharing ist ja gerade der Ausweg aus der sinnfreien Argumentationskette:
  • Wenn ich einmal die Woche einen Großeinkauf mache, brauche ich ein Auto.
  • Weil ich einmal die Woche ein Auto brauche, kaufe/lease ich mir eins.
  • Wenn ich eh ein Auto habe, kann ich auch häufiger damit fahren, anstatt den ÖPNV zu benutzen.
Diese Argumentationskette ist in der Tat sinnfrei. Und es ist nicht meine Argumentation. Wer so argumentiert, scheint seine Mitmenschen für ziemlich dumm zu halten.

Genau. Und Sportwagen sind gar nicht so umweltschädlich. Die werden nämlich oft von Ölscheichs gekauft und neben 100 andere in die Großgarage gestellt. Keine Fahrtkilometer, keine Umweltbelastung. :nuts:
Bleib' doch einfach sachlich.
Will sagen: könnten wir bitte beim Regelfall bleiben? Danke. Dass Du Dir in Deiner Engstirnigkeit kein Nutzungsszenario ohne eigenes Auto vorstellen kannst, haben wir jetzt begriffen.
Wie ist denn der Regelfall? Wie genau Carsharing auf den Regelfall oder auf die Regelfälle anwendbar ist, sehen wir ja daran, wie gut es angenommen wird.
Da isser wieder, der Grandmaster of Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. :hammer:
Es ist echt traurig, daß manche hier beleidigend werden müssen, nur weil seine Argumente nicht ziehen. Das ist wohl typisch für Internetforen.
Im Prinzip reduzierst Du alle Menschen auf spießige Durchschnittstypen, die sich in nichts vom Regelfall unterscheiden. Ich glaube, daß das weltfremd ist.
Die Diskussion führt zu nichts.
Edit:
@Telemaxx: Warum bietet Quicar Transporter an, wenn "man" Transporter bei der Autovermietung mietet? Wo ist überhaupt der Unterschied?
Ja, es spielt eine Rolle, wie viele Menschen das Mitmachen. Wenn es nur wenige sind, dann ist auch der Effekt gering, es ist lediglich eine Marktnische. Sind es viele, dann stellt sich die Frage, wo die abgestoßenen Autos bleiben.
Stadtmobil, gutes Stichwort. Ich will mal kucken, was es da so gibt, und ob ich Fahrzeuge finde, die nicht neu angeschafft wurden, wenn man das überhaupt erfährt. Was sehen meine geschwollenen Augen: "Privat reicht mir ein Kleinwagen. Aber manchmal darf es etwas größeres sein." Da habe ich die Situation wohl gar nicht so falsch eingeschätzt, wenn der Carsharing-Marktführer in Deutschland so wirbt.
Die Argumente habe ich übrigens teilweise aufgegriffen. Die Argumente enthalten verschiedene Grundannahmen, die noch zu beweisen wären. So könnte Carsharing Menschen ansprechen, die bislang gar nicht Auto gefahren sind. Deren Auto wird somit schon mal nicht ersetzt. Sicher, das mag wieder eine Ausnahme sein, ebenso wie der Fall, wo jemand ein eigenes Auto hat und ein größeres carshart.
Das Argument mit dem häufigerem Gebrauch bei Carsharing mag ich irgendwie nicht gelten lassen.
 

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Man kann alles übertreiben. Ich glaube nicht, daß ein 30 Jahre altes Auto mehr Wartung oder Reparaturen benötigt als ein neues.
Das glaube ich aber schon. Die Erfahrung mit den Autos meiner Eltern hat gezeigt, dass bei alten Autos nach und nach immer mehr (vor allem mechanische) Teile kaputt gehen, bis es sich irgendwann nicht mehr lohnt, das Auto zu reparieren. Bei neuen Autos gibt es hingegen haeufiger Probleme mit der Elektri

Warum muss ein Fahrzeug nach 150.000km ausgetauscht werden? Und vor allem: warum nach 30.000km?
Ausgetauscht heisst ja nicht verschrottet. Manche Menschen fahren halt gerne neue Autos. Will man ihnen das verbieten?

Ihr wollt ja auch nicht verstehen, daß die Produktion neuer Autos zum Zwecke des Umweltschutzes absurd ist, und ihr fordert die Einsicht ein, Carsharing sei umweltfreundlicher.
Wir sagen, dass weniger produzierte Autos besser sind. Quicar hat ueber 7.000 angemeldete Nutzer bei 300 Autos. Wenn auch nur die Haelfte von denen ab und zu ein Auto mieten, teilen sich mehr als 10 Leute ein Auto. Haette jeder ein eigenes Auto, waeren also 9 Autos mehr unterwegs.

Edit:
@Telemaxx: Warum bietet Quicar Transporter an, wenn "man" Transporter bei der Autovermietung mietet? Wo ist überhaupt der Unterschied?
Quicar besteht m.W. aus Quicar und Quicar Plus. Quicar Plus ist im Prinzip eine Autovermietung, wo du alle Arten von Autos bekommen kannst.

Das Argument mit dem häufigerem Gebrauch bei Carsharing mag ich irgendwie nicht gelten lassen.
Es ist schwierig zu argumentieren, wenn du manche Argumente einfach nicht gelten laesst. Wieso laesst du das Argument mit dem haeufigeren Gebrauch nicht gelten? Oder dass weniger Autos benoetigt werden?

Ja, es werden Autos fuer Carsharing produziert, aber die Menschen, die es benutzen, haben in den meisten Faellen kein eigenes mehr (wohlgemerkt Carsharing!), ergo x Menschen kaufen dafuer kein Auto.

Die klimaentlastende und verkehrsreduzierende Wirkung des CarSharing setzt sich aus folgenden unterschiedlichen Teilkomponenten zusammen, die sich gegenseitig verstärken:

  • Die im CarSharing eingesetzten Fahrzeuge sind jünger und niedriger motorisiert als die Durchschnittsflotte der deutschen Privat-Pkw, der spezifische Kraftstoffverbrauch ist dementsprechend niedriger.
  • Die Tarifgestaltung der CarSharing-Anbieter verstärkt die Integration der situationsabhängigen Autonutzung in den Umweltverbund. Auf CarSharing-Fahrzeuge greift ein Großteil der Nutzerinnen und Nutzer nur für Wege und Gelegenheiten zu, für die andere Verkehrsmittel keine optimalen Bedingungen bieten.
  • CarSharing-Teilnehmer verfügen über deutlich weniger Privat-Pkw in ihren Haushalten als durchschnittliche Haushalte. Im statistischen Durchschnitt ersetzt jedes CarSharing-Fahrzeug vier bis acht Privat-Pkw, die bei Beginn der CarSharing-Teilnahme abgeschafft oder nicht angeschafft werden.
  • In einer aktuellen Schweizer Evaluationsstudie ist ermittelt worden, dass jeder aktive Schweizer CarSharing-Nutzer mobilitätsbedingt 290 kg CO2 weniger freisetzt, im Vergleich mit einer angenommenen Situation, in der kein CarSharing zur Verfügung stünde.
Quelle: http://www.carsharing.de/ueber-den-...des-carsharing-zur-klima-und-umweltentlastung

Auch hier: http://de.auto.de/magazin/showArticle/article/126272/Weniger-Autoverkaeufe-wegen-Carsharing
 

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Man kann alles übertreiben. Ich glaube nicht, daß ein 30 Jahre altes Auto mehr Wartung oder Reparaturen benötigt als ein neues.
Diesen Satz lasse ich einfach mal so stehen... hast ja recht, an solchen bestechenden Sachargumenten sollte sich jeder ein Beispiel nehmen. ;)

Warum muss ein Fahrzeug nach 150.000km ausgetauscht werden? Und vor allem: warum nach 30.000km?
Diese Frage hast Du Dir selbst schon beantwortet, wenige Sätze zuvor:

Der Mensch leistet sich halt auch gerne was neues,
Was wiederum hierzu führt:

Ihr wollt ja auch nicht verstehen, daß die Produktion neuer Autos zum Zwecke des Umweltschutzes absurd ist, und ihr fordert die Einsicht ein, Carsharing sei umweltfreundlicher.
Ziel ist in beiden Fällen die Reduzierung produzierter Neufahrzeuge. Wenn wir als Ausgangspunkt fünf Menschen haben, die sich je alle 5 Jahre ein neues Auto kaufen, kann man eine Reduzierung der gekauften Fahrzeuge um 80% u.a. auf diesen beiden Wegen erreichen:

  • Jeder der fünf kauft sich alle 25 Jahre ein neues Auto oder
  • Alle fünf kaufen sich zusammen ein Auto, nutzen es gemeinsam und wechseln es alle fünf Jahre aus
Da letzteres in der heutigen Gesellschaft meistens nicht mehr ohne weiteres funktioniert, geht auch folgendes:

  • Ein Unternehmen kauft ein Auto, vermietet es stundenweise an die fünf und tauscht es alle fünf Jahre aus.
Das Ergebnis ist das gleiche. Nun hat, wie Du und Tunnelblick durchaus richtig anführen, Car-Sharing einen gravierenden Nachteil: der Bedarf an Mobilität lässt sich nicht immer optimal verteilen, d.h. vielleicht brauchen auch mal zwei oder drei der fünf das Auto gleichzeitig. Deswegen kann Car-Sharing das eigene Auto nicht flächendeckend, d.h. in einem ganzen Viertel oder sogar in der ganzen Stadt, ablösen.

Bei Deiner Lösung geht das theoretisch. Jeder Autofahrer könnte, von Unfallschäden etc. mal abgesehen, sein Auto 25 Jahre behalten. Dass auf diese Weise mehr Parkflächen benötigt werden und allen Rechnungen zum Trotz 25jährige Autos ziemliche Dreckschleudern sind, lassen wir jetzt einfach mal außen vor.

Aber halt... da war doch noch was?
Der Mensch leistet sich halt auch gerne was neues,
Die in Deinem Modell zu ändernde Variable ist also 'der Mensch'. Wie war das mit den Grünen und ihrer Politik des erhobenen Zeigefingers? ;)

Wenn wir also den Kauf von Neuwagen nicht verbieten wollen, bleiben uns nur Angebote. Das Angebot, die Umwelt durch die 25jährige Nutzung seines Fahrzeugs zu schonen, gibt es seit es Autos gibt. Das Angebot Car-Sharing erst seit ein paar Jahren. Trotzdem wird es mit weitem Abstand häufiger genutzt. Komisch...

Wie ist denn der Regelfall?
Der Regelfall der Car-Sharing-Nutzung ist folgender:

Meine täglichen Strecken (Arbeit, kleine Einkäufe etc.) erledige ich mit dem ÖPNV, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Etwa ein- bis zweimal die Woche brauche ich aber jeweils für wenige Stunden ein Auto, um den Großeinkauf mit Getränkekisten ranzuschaffen oder meine Verwandten auf dem Dorf zu besuchen.

Alternativ auch:

In einer Familie pendelt ein Elternteil mit dem Auto. Tagsüber müssen aber evtl. auch mal Einkäufe, Kinderarztbesuche etc. erledigt werden, die ebenfalls ein Auto erfordern.

Die Möglichkeit, über Car-Sharing auch einen Transporter zu mieten, existiert zwar zumindest bei Stadtmobil (bei Quicar gibt es andere Fahrzeuge nur auf dem Weg der normalen Autovermietung). Allein wegen der dortigen Monatsgebühr ist dieses Angebot aber praktisch nur für diejenigen relevant, die ohnehin schon Kunde bei Stadtmobil aufgrund eines der o.g. Nutzungsszenarien sind.

Wie genau Carsharing auf den Regelfall oder auf die Regelfälle anwendbar ist, sehen wir ja daran, wie gut es angenommen wird.
Zumindest deutlich besser als Dein Vorschlag. Könnte natürlich auch an der wirtschaftlichen Attraktivität liegen. Steuern und Versicherung und im städtischen Umfeld u.U. auch Stellplatzgebühren muss ich für einen Neuwagen genauso zahlen wie für einen 25jährigen Gebrauchten. Gerade das ist ja für viele der Grund, sich gegen ein eigenes Auto zu entscheiden.

Bleib' doch einfach sachlich.
Von jemand, der Polemik hier zum Markenzeichen entwickelt hat, sind solche Aufforderungen bemerkenswert.

Im Prinzip reduzierst Du alle Menschen auf spießige Durchschnittstypen, die sich in nichts vom Regelfall unterscheiden.
Nein. Was ich mit dem 'Regelfall' meinte, habe ich eben erläutert. Du wolltest Car-Sharing nutzen, um Dir zusätzlich zum eigenen Auto einen Transporter zu mieten. Das Angebot war - wenig überraschend - nicht attraktiv. Du kommst zu dem Schluss, dass Car-Sharing nichts für Dich ist. So weit, so gut.

Du kommst darüberhinaus zu dem Schluss, dass Car-Sharing generell Unfug sei, weil Du Dir offensichtlich außer Deiner eigenen Nutzungsabsicht keine andere vorstellen kannst. Damit behauptest Du indirekt, dass ein Mobilitätsangebot nur dann etwas taugt, wenn es für jeden gleichermaßen anwendbar ist. Mit dieser Argumentation könnte man jeglichen ÖPNV sofort einstellen.

Fazit: Du erweckst hier den Eindruck, dass in Dein Weltbild nichts außer Deiner eigenen Bedürfnisse passt. Solche Menschen empfinde ich als spießige Durchschnittstypen.

Die Diskussion führt zu nichts.
Dann ist ja gut.

Und hier nochmal für alle, bei denen das Verstehen etwas länger dauert:

Unser Problem sind nicht wenige, die viel verbrauchen, sondern viele, die wenig verbrauchen. Massenmotorisierung ist das Problem, ÖPNV löst es. Darum ist das 3-Liter-Auto keine Lösung. Und für das Problem ist es unerheblich, ob das Auto eigen oder gemietet ist.
An den Ferraris und Porsches dieser Welt geht die Umwelt nicht zugrunde. Und auch deren ruhender Verkehr braucht nicht viel Platz. Hier scheint mir eher Sozialneid der Antrieb zu sein.
Das war weder ein Plädoyer gegen Sportwagen noch ein Ausdruck von Sozialneid. Es war eine Anspielung darauf, dass hier zur Untermauerung der eigenen Thesen geradezu absurde Nutzungsfälle kreiert werden wie: 'wenn ich Car-Sharing zusätzlich zum eigenen Auto nutze, schont es überhaupt nicht die Umwelt'. Das ist etwa genauso ein alltagstaugliches Szenario wie der Sportwagen, der beim Scheich zur Zierde in der Garage steht: soll vorkommen, ist aber mitnichten der Regelfall.
 
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