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Discussion Starter · #1 · (Edited)
In diesem Thread sollten m.E. in Zukunft alle Projekte rund um das Hohe Ufer/Leibnizufer besprochen und dokumentiert werden.

Umgestaltung des Hohen Ufers



Eine neue Stadtterrasse mit Baumdächern sowie mehr urbanes Leben: So soll sich das Hohe Ufer in wenigen Jahren präsentieren. Die Altstadtkante zur Leine soll im Anschluss an den geplanten Wohnungsbau an der Roßmühle und den Umbau der ehemaligen Gehörlosenschule zur Volkshochschule (VHS) gestalterisch aufgewertet werden. Den weiteren Artikel findet ihr hier.



Quelle: www.hannover.de
 

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Discussion Starter · #3 · (Edited)
Projekte am Hohen Ufer

Ich habe mal eine Karte präpariert, um aktuelle und zukünftige Projekte am Hohen Ufer aufzulisten. Eine zweite Ebene der Karte besteht aus den Plänen des Architekturbüros KSW für den Bereich Leineufer. Man kann gut erkennen, wie viel Platz durch den Umbau der Straßenanlagen in diesem Bereich gewonnen werden könnte!

Die Nummern stehen für folgende Projekte:
  1. VHS am Hohen Ufer: Umbau für 10 Millionen Euro, Cafeteria im EG zur Leine, ab Frühjahr 2013
  2. Neubau von zwei Wohngebäuden, dazu eine Gastronomie in der Ufermauer, ab 2013
  3. Neubau eines Wohngebäudes, Vermarktung des Areals beginnt Mitte 2013
  4. Sanierung der üstra-Zentrale, laut HAZ 23 Millionen Euro, wobei die Fassade außer im EG weitgehend erhalten bleiben soll
  5. Sanierung Beginenturm, 500.000 Euro, ab Frühjahr 2013 im Rahmen eines Museumsbesuchs begehbar
  6. Umbau und Sanierung des Plenarsaals
  7. Umbau/Neubau der D-Linie, Neugestaltung des Straßenraums
  8. Neugestaltung des Hohen Ufers, ab 2014
  9. Leinepark und Neubauten, mittelfristig geplant, u.a. auch die Leinefurt

Außerdem: Neubau/Rekonstruktion Leinemauer

 

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Ich begrüße die Umgestaltung des Hohen Ufers sehr und dies auch in ihren soweit konkreten Plänen, soweit diese so umgesetzt werden. Ich finde es richtig dem Ufer einen modernen Touch zu geben, denn der Altbestand für eine Aufwertung im historischen Sinne fällt einfach viel zu gering aus um hieran anzuknüpfen. Die wenig verbliebene Substanz (insb. Museum, Mauern) passt sich dabei ansprechend in die geplante Umgebung ein. Dies sähe ich auch bei der Flusswasserkunst so. Schade nur, dass sich von den Stellen des neugestalteten Ufers kein unmittelbarer Blick auf diese ermöglichen würde, sollte die FWK jemals gebaut werden.
 

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Discussion Starter · #6 ·
Ich begrüße die Umgestaltung auch sehr! Das Hohe Ufer hat viel zu lange ein Schattendasein geführt. Vor allem die alte Schule mit dem vielen Beton hat die Gegend nicht besonders attraktiv gemacht. Der Schandfleck wird jetzt beseitigt und das ganze Ufer im gleichen Zuge aufgewertet.
 

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Besonders fehlen hier natürlich Cafés, Einzelhandel und Flächen die auch zum Flanieren einladen. Die Laufkundschaft fehlt hierfür aber auch einfach. Ein besserer Übergang zur Calenberger Neustadt würde hier sicherlich helfen, aber wem sage ich das?

Der jetzige Zustand lockt höchstens Jugendliche an, die nachts ein freies Plätzchen zum Saufen suchen, ich spreche aus Erfahrung. :) Und das an einem für Hannover so geschichtsträchtigem Ort - es wird Zeit, dass sich etwas bewegt.

Das Gebäude auf dem ersten Bild, hat es tatsächlich ......... ein ...... Schrägdach? :shocked:
 

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100 Jahre Hille
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Das Gebäude auf dem ersten Bild, hat es tatsächlich ......... ein ...... Schrägdach? :shocked:
Es ist ja das jetzige Gebäude... bisschen Dämmpappe dran und gut ist.
 

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Discussion Starter · #9 ·
Aber selbst die beiden neuen Wohngebäude müssen laut Bebauungsplan ein Schrägdach haben :)
 

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Ich finde Schrägdächer sind an dieser Stelle ein Muss, da die Gebäude sonst sehr fremd wirken würden. Selbst ein kompletter moderner Zweckbau sieht mit Schrägdach (auch ohne Dachziegel) gleich viel ansprechender aus. Man sollte darüberhinaus auch in betracht ziehen, den Altbau neben der VHS wieder in seinen Ursprungszustand zurück zu versetzen (ein so alter Bau mit Flachdach sieht einfach scheiße aus). Auch könnte man die Sommerbrücke wieder aufbauen, das sähe besser aus als dieses 10 cm über dem Wasser schwebende Ding aus den 2020+ Planungen. Das non-plus-ultra wäre natürlich, die Straße zu verschmälern, den zweiten Leinearm freizulegen und wieder eine Insel zu draus zu machen. Diese Stelle ist zu bedeutsam, um sie als Parkplatz ihr Dasein fristen zu lassen. Ein Wohnquartier dort wäre auch die Lösung für alle Verödungserscheinungen am Hohen Ufer. Ein Straßentunnel wäre am besten. Dann hätte man freie Hand für ungezwungene Parkanlagen und Wohnbebauungen zwischen Georgstraße und Waterlooplatz. Auch könnte man dann die Calenberger Neustadt wieder an die Altstadt anbinden. Der Ort hat soviel Potential, das uns historisch schon einmal mit Bildern gezeigt wurde. Zuviel Potential um als Stein- und Asphaltlandschaft rumzugammeln.
 

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100 Jahre Hille
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Ich bin trotzdem skeptisch, ob dass denn zur Belebung beitragen wird, obschon die Maßnahmen zu begrüßen sind. Solange die 6 Fahrspuren des Leibnizufers weiterhin so einschneidend durch das Leinetal durchgehen, ist die Ecke einfach unattraktiv. Eine Verbindung zur Calenberger Neustadt fehlt weiterhin.

M.E. müsste da was Radikales her:
- Mehr Verkehr über Goethestraße, kleinteilige Bebauung auf der Nana-Seite (die Straße sollte vom anderen Ufer weniger sichtbar sein) - im Idealfall die Revitalisierung des zugeschütteten Leinearms.
- Und warum nicht eine kleine Bahnstrecke (z.T. über die Linie 10), wo wie in anderen Städten eine kleine historische Üstra-Bahn im City-Kreis fährt? Das wäre ein guter Verkehrsanschluss!
- Der Duve-Brunnen sollte einen Platz bekommen!
 
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(die Straße sollte vom anderen Ufer weniger sichtbar sein)
Man, dass sind ja alles Träumereien hier. Das mit dem Cityring sehe ich aber auch so. Wie wäre es mit einem Gebäuderiegel mit Wohnungen direkt an der Straße (Leibnizufer) mit einer ausgedehnten Grünanlage zur Leine hin? Zur Straße die Küchen und Bäder und zum Fluss die Wohnräume. Und begrenzende Querriegel an Anfang und Ende. Ließe sich bestimmt hervorragend vermarkten und könnte einen urbanen Raum am Fluss schaffen - ganz ohne eine unbezahlbare Leineinsel. Darüber hinaus finde ich den Umbau der VHS echt begrüßenswert, abfällige Bemerkungen über die Fassadenausführung hin oder her. Manchmal sind kleine Lösungen besser als große.
 

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Discussion Starter · #13 ·
Plan in größerer Auflösung

Dank Dennis Dix (Sprecher der Stadt) haben wir hier nun auch den Umbauplan in größerer Auflösung. Wem das nicht reicht, hier der Link zur Datei.



Quelle: Landschaftsarchitekturbüro nsp Christoph Schonhoff, Hannover
 

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Discussion Starter · #14 ·
Plan gemäß Hannover City 2020+



Quelle: kellner schleich wunderling Architekten und Stadtplaner

@Leine und Orakel:
Die Pläne von Hannover City 2020+ sehen ja etwas ähnliches vor. Verschmälerung des Cityrings im Bereich Leibnizufer. Punktuelle Bebauung, um die Verbindung zwischen Calenberger Neustadt und Altstadt wieder herzustellen. Dazwischen gestaltete Grünanlagen. Als zusätzliche Verbindung die Leinefurt. Meines Erachtens ein gutes Konzept, das umgesetzt werden sollte.
 

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^^ Finde das Konzept auch recht ansprechend, obwohl es kaum den Verkehrslärm am Leineufer reduzieren dürfte. Was hat es denn mit der Leinefurt auf sich??? Ist irgendwie an mir vorbei gezogen. Ist damit eine Verlängerung der Leine nach Osten gemeint? Ist das finanzierbar?
 

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Discussion Starter · #17 ·
:D Eigentlich ein krasser Widerspruch. Frau Kellner von ksw (also den Entwurfsverfassern) hat ja erst für eine Niederflurbahn und dann gegen den D-Tunnel gekämpft. Aber den oberirdischen Platz wünschen sie sich trotzdem :nuts:
 

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Discussion Starter · #18 ·
^^ Finde das Konzept auch recht ansprechend, obwohl es kaum den Verkehrslärm am Leineufer reduzieren dürfte. Was hat es denn mit der Leinefurt auf sich??? Ist irgendwie an mir vorbei gezogen. Ist damit eine Verlängerung der Leine nach Osten gemeint? Ist das finanzierbar?
Nein, mit der Leinefurt ist die breite, niedrige Brücke über die Leine auf Höhe des Beginenturms gemeint. Sie soll an den Gründungsmythos Hannovers anknüpfen, nach dem wegen dieser Leinefurt (damals eine seichte Flussstelle zum Durchwaten) Hannover an dieser Stelle gegründet wurde.
Diese Brücke ist sowohl im obigen Hannover City 2020+ Plan zu sehen, als auch im aktuelleren Plan für die Umgestaltung des Hohen Ufers. Im jetzigen Umbaukonzept ist die Brücke allerdings noch nicht enthalten, da vorerst nur die Bauabschnitte für das Hohe Ufer an sich finanziert sind.
 

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Nein, mit der Leinefurt ist die breite, niedrige Brücke über die Leine auf Höhe des Beginenturms gemeint.
Ah, danke für die Information. Sagt ja eigentlich auch der Name "Furt", und der Flussverlauf im Osten existiert ja jetzt auch schon. Sieht auf den Plänen nur irgendwie anders aus als in der Realität, im öffentlichen Raum wahrnehmbarer, so als ob die Wehranlage am Landtag etwas nach Osten ausgeweitet werden soll um eine optische Verbindung zum restlichen Fluss zu schaffen.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Hannover City 2020+ Plänen bisher kaum beschäftigt habe, da die meisten schönen Zukunftsvisionen in Hannover eben genau das bleiben: Visionen. Siehe z.B. Hans-Böckler-Allee. Man freundet sich mit einer Idee an und dann wird sie doch nicht verwirklicht. Deshalb habe ich es mir mit der Zeit abgewöhnt, mich mit solchen Träumereien übermäßig zu beschäftigen. Erst wenn tatsächlich die Bagger anrollen, wird die Sache interessant.
Könnte mir vorstellen, dass der Umbau des öffentlichen Raumes am Leineufer (Straßenbreite, Bäume etc.) zumindest teilweise ne echte Realisierungschance hat. Bei den geplanten zusätzlichen Gebäuden sehe ich die Sache schon erheblich skeptischer.
 

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Sehr interesanter Plan. Auch wenn es nur ein Konzept ist, stören mich dabei irgendwie ein paar Dinge: Der Bau gegenüber des Beginenturms ist mir zu klotzig, ich wäre da eher für kleinteiligere Wohnparzellen. Darüberhinaus finde ich, dass auf der Grünfläche neben dem Waterloobiergarten nur ein Haus stehen darf:) und das müsste man rekonstruieren. Das sehe bestimmt ansprechender aus als so ein mords Rechteck. Wenn es zu klein ist, könnte man es ja mit modernen Anbauten erweitern, gerade die lavesschen Entwürfe vertragen sich damit ja recht gut, wie man beim neuen Herrenhäuser Schloss sehen kann. Zu guter letzt finde ich ganz persönlich, das der Platz am Leinewehr für die Wasserkunst da ist. So nun zu den meiner Ansicht nach guten Dingen. Der Waterlooplatz kriegt seine eigentliche Form wieder, sehr gut. Die Teilbebauung des Marstalls ist ebenfalls zu begrüßen, da damit auch ein Loch im Leineensemble geschlossen wird. Auch die Bebauung an der Ecke Leibnizufer/Goethestr. gefällt mir sehr.
 
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