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Construction Time again
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Update 20151219 Marstall :

Historische Ausgrabungen sind vom Boden aus zu erkennen...
aber das gesamte Baufeld ? Da gibt's nur Hubschrauber oder Quadrocopter oder...
beides steht mir nicht zur Verfügung ...aber die Möglichkeit einen höheren Standpunkt zu erklimmen :)


Ein besonderen Dank an mogward :)



by H4SubD
 

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Discussion Starter #206
Was bedeuten diese Ausgrabungen jetzt für das Projekt?
Wichtige Funde werden gesichert und dokumentiert. Mauerreste und ähnliches werden später abgerissen. Die archäolgischen Arbeiten waren geplant und sind im Projektzeitplan enthalten. Wenn wirklich Neues gefunden wird, könnte das den Zeitplan für den Neubau natürlich etwas nach hinten schieben. Im Prinzip so wie bei der neuen Ufermauer an der Leine also.
 

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Stadtmauerteile am Marstall entdeckt.

von Isabell Rollenhagen | © HAZ - Hannoversche Allgemeine Zeitung | 06.01.2016

Alte Stadtmauerteile entdeckt Bauarbeiten am Marstall eingestellt

Die großen Bagger auf der Baustelle am westlichen Marstall, wo die Firma Hochtief gerade ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage baut, stehen erst einmal still. Archäologen haben hier alte Mauerreste freigelegt, die aus der frühen Neuzeit stammen könnten.


Die großen Bagger auf der Baustelle am westlichen Marstall stehen erst einmal still. Archäologen haben dort, wo die Firma Hochtief gerade ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage baut, einen interessanten Fund gemacht. Sie haben alte Mauerreste freigelegt, die womöglich aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit stammen. Überraschend kommt das nicht. Bereits beim Baubeginn auf dem rund 1400 Quadratmeter umfassenden Gelände waren Archäologen und Denkmalschützer anwesend, um Ausschau nach historischen Relikten im Erdreich zu halten.

Die Ausgrabungen auf der früher vor allem als Parkplatz genutzten Fläche haben bereits im Dezember begonnen. „Wir haben dort schöne Funde gemacht“, sagt Friedrich-Wilhelm Wulf, der die Arbeiten betreut. Viel mehr möchte der Landesdenkmalpfleger jetzt noch nicht verraten. Nur so viel: Es soll sich um Reste des historischen Marstalls, Teile der Stallungen und der mittelalterlichen Stadtmauer handeln.

Die Baufirma Hochtief sieht die Entdeckungen auf der Baustelle noch gelassen. „Wir haben schon fast damit gerechnet und Verzögerungen im Zeitplan von vornherein eingeplant“, sagt Unternehmenssprecherin Antje Meeuw. Schließlich waren in der Umgebung bei Bauarbeiten unter dem Schulhof neben dem Historischen Museum und auf der Leineinsel bereits Relikte aus Hannovers Vergangenheit gefunden worden. Der Marstall ist die dritte Ausgrabungsstätte in der Altstadt.

Ob die Funde den aktuellen Hochtief-Bauplan mehr als geplant beeinträchtigen, ist noch nicht sicher. Die Fertigstellung des Neubaus ist für 2017 geplant.

Und zurzeit müssen auch die Archäologen eine Zwangspause einlegen: Wegen des Wintereinbruchs wird es mit den Ausgrabungen wohl erst in der kommenden Woche weitergehen können. Dann sollen auch Details zu den Funden der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.
 

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Soweit ich weiß, ja.

Es ist großräumig abgesperrt. Vermutlich wird hier auch die Belastung des Erdreichs durch die ehemalige Tankstelle am stärksten sein.
 

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Kürzlich hatte eine Nachbarin ein schönes Foto, vom Haus Nr1 in Richtung Anzeiger-Hochhaus aufgenommen, gesendet. Da war die Tanke gut zu sehen. Kann es momentan nicht finden. Forsche mal nach.
 

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Archäologische Grabung - Marstall West

Erste Funde Am Marstall

Am westlichen Marstall soll ein Wohngebäude mit Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen sowie einer Tiefgarage entstehen.
Die vorbereitenden Erdarbeiten werden auf Veranlassung der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Hannover in fachlicher Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege archäologisch begleitet.
Am 13. Januar 2016 wurde im Rahmen eines Pressetermins der aktuelle Stand der archäologischen Untersuchungen, die von der Ausgrabungsfirma ArchaeoFirm aus Isernhagen ausgeführt werden, präsentiert.

Die Grabungen laufen bereits seit Dezember 2015, zum Zeitpunkt des Termins wurde eine Tiefe von etwa 1,50 Meter erreicht.
Bislang wurden vor allem die Reste neuzeitlicher Bebauung (18. und 19. Jahrhundert) freigelegt – also zum Beispiel Fundamente und Kelleranlagen von Wohnhäusern,
die an dieser Stelle standen, bevor sie im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurden.

Bisherige Funde

In den ersten Wochen der Grabung wurden zahlreiche Funde aus der Kriegsschuttverfüllung geborgen, darunter eine Nähmaschine, Reste eines Bajonetts und ein Schild mit der Aufschrift "Friseur".
Das Hauptinteresse der Archäologen gilt aber weniger solchen Fundobjekten, sondern eher den Resten von Strukturen früherer Bebauungen und Siedlungen.
Da für den späteren Bau einer Tiefgarage eine Grube von etwa 4,50 Metern Tiefe ausgehoben werden muss, gehen die Archäologen davon aus, mit der Grabung bis in 12. und 13. Jahrhundert "vorzudringen".



Grabungsleiter Brückner präsentiert eines der bislang gefundenen Objekte: Ein Teil eines Bajonetts, das vermutlich aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammt

Hintergrund: Am Marstall

Der untersuchte Bereich liegt am nordwestlichen Ende des mittelalterlichen Siedlungskerns von Hannover.
Es wird angemommen, dass der gegenwärtige Platz Am Marstall in Längsrichtung von der mittelalterlichen Stadtmauer durchzogen war, die kurz vor dem Leineufer nach Süden abknickte.
Dieser Teil der Stadtbefestigung entstand vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Erste Siedlungen an dieser Stelle gab es aber wohl schon im 11. Jahrhundert.



Bisher wurden Fundamente und Reste von Kelleranlagen neuzeitlicher Bebauung freigelegt


Weiterer Verlauf der Arbeiten

Friedrich-Wilhelm Wulf vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege geht davon aus, dass die reinen Grabungsarbeiten noch mindestens bis April 2016 andauern werden,
abhängig jedoch von Funden und der Wetterlage.

© Landeshauptstadt Hannover (LHH) | 13.01.2016
 

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Weitere Funde - Marstall-West

Weitere Funde am Marstall-West

Nähmaschine - Flasche und Töpfe - Friseurschild



Foto © Landeshauptstadt Hannover (LHH) | 13.01.2016
 

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Auf den Boden der Tatsachen - Marstall-West

Fotostrecken-Hannover/Ausgrabungen-am-Marstall-gehen-weiter

http://www.haz.de/Hannover/Fotostrec...ehen-weiter#p1

Auf den Boden der Tatsachen

Ein Bajonett, Krüge und eine Brille: Archäologen fördern bei Grabungen am Marstall allerlei Kuriositäten zutage.
Das Mittelalter liegt noch tiefer.


von Conrad von Meding | © HAZ - Hannoversche Allgemeine Zeitung | 14.01.2016

Das verrostete Bajonett sieht immer noch martialisch aus. Es gehörte zu einer Mauser 71, die Hinterladerbüchse wurde ab 1871 produziert. Irgendwann ließ es jemand achtlos fallen, irgendwo am Marstall. Jetzt haben Archäologen die Stichwaffe wieder ausgegraben.

„Hier ist eine sehr interessante Stelle am äußersten Nordwestrand des alten Hannover“, sagt Friedrich-Wilhelm Wulf, Bezirksarchäologe vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Die Bebauung der Altstadt geht auf die Anfänge des 11. Jahrhunderts zurück, die Stadtbefestigung wurde ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Hier, wo die Leine an den Marstall grenzt, erhoffen sich die Archäologen in mehreren Metern Tiefe Aufschluss über das frühe Hannover. Doch zunächst müssen sie sich durch die Neuzeit graben. „Im Moment gehen wir von 1945 abwärts“, sagt Wulf.

Zwei Häuser werden auf dem zuletzt nur als Parkplatz genutzten Areal errichtet. Am Nordwestende nahe der Schmiedestraße bereitet die Strabag den Bau vor, das Gelände ist zwar abgesperrt, die Grabungen aber haben noch nicht begonnen. Wie viele Funde dort zu erwarten sind, weiß niemand. In den Fünfzigerjahren ist dort eine Tankstelle eingerichtet worden, die einstigen unterirdischen Tanks schmälern die Hoffnung auf archäologische Sensationen. Auf dem Baufeld im Südwesten hingegen, wo seit Dezember gebuddelt und geschürft wird, hat es seit den Kriegszerstörungen nur Parkflächen gegeben. Mit Kriegstrümmern wurde die Fläche planiert – darunter befinden sich die Schichten der Geschichte. Nur der einstige Direktor des Historischen Museums, Helmut Plath, hat hier in der Nachkriegszeit ein paar Probegrabungen vornehmen lassen. Jetzt eröffnen die beiden Großbaustellen mit ihren Tiefgaragen die Chance für tiefschürfende Einblicke.

Grabungsleiter Markus Brückner von der beauftragten privaten Firma Archaeofirm aus Isernhagen hat mit seinem Team schon einiges zutage gefördert. Natürlich reichlich Tonscherben von Krügen, Tellern und teils kurios geformten Gefäßen. Einen emaillierten Metallkrug und eine Nickelbrille, die sich mit intakten Gläsern und oxidierter Metallfassung in einer Hülle weitgehend erhalten hat. Ein Hinweisschild auf einen Friseur, eine original „Schwarzkopf“-Werbung – alles lag verstreut im Boden. Und dann ist da noch eine zerbeulte, einst formschöne Kaffeekanne – auch hier das Metall mit Grünspan überdeckt, bei der sich innen eine Porzellanauskleidung erkennen lässt. Denkmalpflegerin Benita Albrecht nimmt das gute Stück nachdenklich in die Hand: Man kann sich vorstellen, wie diese Kanne einst Kaffeetafeln geschmückt hat.

Sind diese – jüngeren – Funde von Wert? „Alles ist von archäologischem Wert“, sagt Grabungsleiter Brückner bestimmt. Und doch hoffen alle, dass vielleicht nur wenige Dezimeter tiefer Überraschungen warten, die neue Erkenntnisse zur Stadtgeschichte liefern. Wo genau verlief die Stadtmauer in welcher Zeit, die auf alten Karten zu sehen ist? Ist auch hier der „Dreckswall“ zu finden, der bei der Grabung wenige Hundert Meter weiter an der Roßmühle zwischen Stadtmauer und Leineufer aufgeschüttet worden war? Und: Wird man Hinweise darauf entdecken, warum einst die heutige Schmiedestraße zum Steintor führte und damit die Verbindungsroute nach Bremen wurde, die heutige Burgstraße aber stumpf an der Stadtmauer endete, „wie eine Sackgasse“, wie Wulf sagt. Gibt es vielleicht endlich auch Erkenntnisse zum Marstall?

Dieser königliche Pferdestall hat ungefähr dort gestanden, wo jetzt der Neubau entsteht, zwischen Üstra-Hauptsitz und Heilsarmee. Eine französisch beschriftete Stadtkarte von 1757 zeigt den u-förmigen Bau. Er wurde wohl ab der Mitte des 17. Jahrhunderts gebaut und später abgerissen, aber vor ihm müssen dort andere Gebäude gestanden haben. „Wir wissen noch nicht viel über das alte Hannover an dieser Stelle“, sagt Archäologe Wulf. In drei Monaten, wenn die Grabungen aller Voraussicht nach abgeschlossen sind, will man schlauer sein.

Gegraben wird bis 4,50 Meter

Ergebnisse werden ausgestellt: Wie schon bei der archäologischen Grabung an der Roßmühle zwischen Historischem Museum und neuer Volkshochschule sollen besondere Funde wieder in einer Vitrine im Historischen Museum ausgestellt werden.
„Wir planen auch wieder eine Vortragsreihe“, kündigt Bezirksarchäologe Friedrich-Wilhelm Wulf an. Termine stünden aber noch nicht fest: „Wir müssen ja erst mal schauen, was zutage gefördert wird.“

Mit Spachtel und Kelle: Voraussichtlich drei Monate lang wird auf dem südwestlichen Baufeld archäologisch gegraben. Bei 4,50 Metern ist Schluss – so tief muss die Grube für die Tiefgarage ausgehoben werden.
Die ältesten Funde aber werden ohnehin bei maximal 3,50 Metern erwartet. „Tiefer war an der Roßmühle nur ein Brunnen“, sagt Wulf.

Wohnungen sind gefragt: Das Gebäude nahe dem Ufer wird von Hochtief für die Wohngesellschaft GBH errichtet. Fürs Erdgeschoss gebe es Interessenten aus der Gastro-Szene, sagt GBH-Mitarbeiter Robert Kulle.
Für die Mietwohnungen darüber registriere man „eine eine deutliche Nachfrage“. Bislang könne man wegen der Grabungen weder Einzugstermin noch Preise nennen, die GBH führe aber eine Interessentenliste.
Wohnungen entstehen auch an der nahen Roßmühle, dort baut Helma. Das erste von zwei Häusern ist im Rohbau fertig. Im Untergeschoss richtet Gastronom Bedran Özgör ein „Stadtmauer-Café“ mit Terrasse über der Leine ein.med
 

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Und dann ist da noch eine zerbeulte, einst formschöne Kaffeekanne – auch hier das Metall mit Grünspan überdeckt, bei der sich innen eine Porzellanauskleidung erkennen lässt. Denkmalpflegerin Benita Albrecht nimmt das gute Stück nachdenklich in die Hand: Man kann sich vorstellen, wie diese Kanne einst Kaffeetafeln geschmückt hat.
Qualitätsjournalismus, wie ich ihn liebe. :lol:
 
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STRABAG Real Estate startet Projekt MARQ am Marstall

Nachdem das Unternehmen Ende 2015 die Teilbaugenehmigung zur Erstellung der Baugrube und zur Durchführung der archäologischen Grabungen erhalten hatte, starten nun die bauvorbereitenden Maßnahmen für das Büro- und Geschäftshaus in der Innenstadt. Bereits in Kürze beginnen die Aushubarbeiten, die von Archäologen der Arcontor Projekt GmbH fachlich begleitet und mit der Denkmalbehörde der Stadt Hannover und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt werden. Vermarkten wird die SRE das Projekt unter dem Namen „MARQ“ (Marstall Quarree).



Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2017 geplant.

Quelle und Artikel: Deal Magazin
 
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