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Discussion Starter #161
Welch Diskussion. Mir gehts mehr ums Gefühl und weniger um signifikante Stilmittel einer Bauepoche. Ich empfinde Entwurf 9 halt als recht gläsern und verorte das Teil besonders wegen des Doppelstaffelgeschosses instinktiv in den 50ern. Ist keine Wissenschaft dabei. Du kannst aber gerne eine draus machen wenn du willst ...
Und dem Üstra-Bau nebenann kann ich wie Leine nur ziemlich wenig abgewinnen. Mir gehts eher um den Bezug zur anderen Flussseite.
Das Gefühl sei dir ungenommen, ich sehe aber auch eher wenig Gemeinsamkeiten zwischen den Gebäuden. Ich glaube BRA wollte begründen, warum er auch keine Gemeinsamkeiten sieht, das sollte nicht belehrend wirken, denke ich.

Im Übrigen wird wohl kaum einer bestreiten wollen, dass die Glasbauten am Aegi recht gelungen sind. Es fällt mir allerdings schwer einen Bezug zwischen diesen und Entwurf 9 herzustellen. Auch das ist reine Empfindungssache. Du kannst dich aber gerne auch zu dieser Äußerung umfangreich auslassen.
BRA hat auch geschrieben, dass es zwischen den Gebäuden am Aegi und dem fairkaufhaus keine großen Gemeinsamkeiten gibt, außer dass sie das Material Glas verwenden.
 

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Bitte mal genau hingucken
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Welch Diskussion. Mir gehts mehr ums Gefühl und weniger um signifikante Stilmittel einer Bauepoche. Ich empfinde Entwurf 9 halt als recht gläsern und verorte das Teil besonders wegen des Doppelstaffelgeschosses instinktiv in den 50ern. Ist keine Wissenschaft dabei. Du kannst aber gerne eine draus machen wenn du willst ...
Und dem Üstra-Bau nebenann kann ich wie Leine nur ziemlich wenig abgewinnen. Mir gehts eher um den Bezug zur anderen Flussseite.

Im Übrigen wird wohl kaum einer bestreiten wollen, dass die Glasbauten am Aegi recht gelungen sind. Es fällt mir allerdings schwer einen Bezug zwischen diesen und Entwurf 9 herzustellen. Auch das ist reine Empfindungssache. Du kannst dich aber gerne auch zu dieser Äußerung umfangreich auslassen.
Tut mir leid, aber wenn meine Posts jetzt als blablabla markiert werden, dann ist meine eigentliche Frage nicht rübergekommen: Von mir aus darf jeder aus dem Bauch heraus sagen, ob er etwas schön oder ganz schön hässlich findet. Aber wenn man sich in öffentlichen Foren über Architektur auslässt, dann sollte man vielleicht doch versuchen, dies anhand bestimmter Kriterien zu tun, sonst macht die ganz Diskussion überhaupt keinen Sinn, sondern ist entweder reines Dampfablassen oder unreflektiertes Jubeln. Und das gehört dann wohl schon eher in die Kategorie blablabla. Und weil mir der Vergleich zwischen fairKauf und dem Wettbewerbsbeitrag überhaupt nicht erklärlich ist, habe ich nachgefasst und versucht, die Einordnung beider Bauten in irgendeiner Weise objektivierbar zu machen. Das ist doch noch lange keine Wissenschaft. Dieses "irgendwie fühlt sich das für mich wie 50er-Jahre-Architektur an" ist doch genau das Problem, warum solche Diskussionen oft so fruchtlos verlaufen. Man sollte schon genauer hingucken und dann sagen können, was daran 50er-Jahr-mäßig ist. Wie will man sonst über Architektur diskutieren?
 

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^^ Okay, ich kann deinen Standpunkt natürlich verstehen. Sachliche Diskussionen wären oft vielleicht sinnvoller, aber das Gefühl da gänzlich rauszuhalten ist ein Ding der Unmöglichkeit, schließlich ist Architektur auch eine Form von Kunst.

Mit bla bla bla wollte ich den Text nur abkürzen. Keinesfalls war das irgendwie abwertend gemeint. Das habe ich an anderer Stelle glaube ich auch schon mal gemacht. Die Richtigkeit deiner Stilistischen Einordnungen zweifle ich nicht an.
 

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100 Jahre Hille
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Ist zwar offtopic, aber ich finde, dass man hier durchaus auch ohne Argumente mal Jubeln darf. Schließlich ist dies hier kein reines (Fach-)Architekturforum. Und eine Plattform, wo der Bürger mal seine Eindrücke kundtun kann, gibt es in dieser Stadt in dieser tollen Form ja leider nicht.:)
 

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Ja, aber genauso sollte es erlaubt sein, die Diskussion durch fachlich fundierte Beiträge zu bereichern. Gegenseitige Verbote wollte hier wohl auch keiner aussprechen.
 

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Nachdem uns Herr Bodemann bei der letzten Ratsversammlung angesprochen hat, dürfen wir als Anwohner uns darauf freuen, weiterhin in den Entwicklungsprozess der Planungen für den Marstall einbezogen zu werden.

Es wird immer noch an den Planungen zur Verkehrsführung gefeilt. Dieses besonders im Hinblick auf die Planungen der D-Linie in der Goethestraße. CDU, FDP und Polizei äußerten Bedenken, dass im Kreisverkehr durch Scholvin- und Reuterstraße ein neuer Straßenstrich entstehen könnte.
Eine gegenläufige Verkehrsführung auf dem Marstall soll den Parkplatzsuchverkehr reduzieren. Aufgrund der verminderten Anzahl von Stellplätzen eine wichtige Maßnahme.
Anwohner und Investor Hochtief plädieren daher für eine vollständige Herausnahme des MIV aus dem Hohen Ufer entlang der ÜSTRA. Bisher hat der Marstall 5 zuführende und 4 abführende Straßen. Durch die Herausnahme der Steintorzu- und abfahrt reduziert sich das Verhältnis auf 4 zu 3. Durch die Herausnahme des Hohen Ufers würde sich das Verhältnis auf 3 zu 2 reduzieren. Die Frage ist, ob dieses Verhältnis tragbar ist, wenn die Anzahl der Parkplätze wie geplant verringert wird. Einen höheren Stellenwert sollte die optimierte Zuwegung zu den Parkhäusern Schmiedestraße und Lützowstraße genießen.

Wer sich mit Vorschlägen konstruktiv an den Planspielen beteiligen möchte ist herzlich eingeladen.
 

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Wir nutzen die letzten öffentlichen Planstände des Büros SHP und versuchen hier mit ein paar Laien eigene Konzepte zu entwickeln.
Leider habe ich hier am Rechner ein Problem mit Abload. Versuche morgen nochmal den Plan hochzuladen.
 

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Construction Time again
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20150218 Marstall West :
Na so gesund waren die Bäume auch nicht ... (Anlieger Privat Parkplatz).

by H4SubD

PS: das ist nicht mein Rad ...
 

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Auf dem Marstall Ost geht es scheinbar los. Heute sind ein Bauwagen und Baumaschinen angerückt.

Am Marstall West wurde die Schranke demontiert.

Vielleicht sollte man für die zwei Neubauten neue Threads einrichten und hier nur Themen zur Gestaltung des Platzes posten.
 

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Büros/Wohnungen/Cafes - überall soll es immer und immer wieder auf diese Mischnutzung hinauslaufen. Das muß ja zwangsläufig zu Gesichtslosigkeit und Mittelmaß führen. Ich dagegen wäre für klar definierte Bereiche, die bestimmte Funktionen auf möglichst hohem Level erfüllen. Solche Besonderheiten sind wichtig für das Profil einer Stadt.

Statt den Marstall zu einem Allerweltsplatz zu machen, könnte man ihn nach und nach zu einem frivolen Vergnügungsviertel wie die Reeperbahn mutieren lassen, also mit Erotikschuppen, Imbissen, Kneipen, Casinos und Musikklubs. Die weiteren Rotlichtbezirke der Stadt sollten dann mit hierher beordert werden. Wie das Ganze am Marstall genau auszusehen hätte, lasse ich mal dahingestellt. Jedenfalls ist das entsprechende Gewerbe in den Verbindungsstraßen zum Steintor eh schon vorhanden, und zur Fußgängerzone sowie zum Kreuzkirchenviertel ließe sich der Bereich recht gut abriegeln. Mit zunehmenden Ausmaßen und damit zunehmendem Unterhaltungswert kämen abendliche Besucher aus halb Niedersachsen herbei, zumal das Gelände vom Bahnhof aus bequem fußläufig zu erreichen ist. Und mit steigendem Bekanntheitsgrad würde der Marstall dann - gleich der Reeperbahn - zur Touristenattraktion.

Die Architektur des Platzes wäre nicht groß von Belang, da sich das hauptsächliche Leben eh bei Dunkelheit abspielen würde. Ans Leineufer sollte trotzdem ein Gebäude hin. Ansonsten habe ich mir wie gesagt nicht weiter den Kopf drüber zerbrochen, da es nun ja “erstmal” in eine andere Richtung gehen soll. Aber es wird bekanntlich befürchtet, daß gerade diese Planungen unbeabsichtigt zu einer Ausweitung des bisherigen Rotlichtbereichs führen könnten ...

Ein weiterer Punkt, der für die Einrichtung eines Vergnügungsviertels am Marstall spricht, ist übrigens der Name. Charismatischer und griffiger als “Marstall” geht es nicht! Hier läßt sich wieder ein Vergleich zur “Reeperbahn” ziehen (die ursprünglich anderen Bedeutungen schaden in beiden Fällen nicht). Zur Stadtplanung gehört es meiner Meinung nach auch, vorhandene Namen und Bezeichnungen richtig in Szene zu setzen. Für einen Allerweltsplatz ist dieser tolle Name vergeudet. Des weiteren würde man in diesem Zuge den doch ziemlich mißverständlichen Begriff “Steintorviertel” fallen lassen können.
 

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Discussion Starter #174
Puh, ich glaube da halte ich nicht so viel von. Wenn man den Marstall zum Vergnügungsplatz machen wollte, müsste man ja auch die Geschäfte an der Südseite "umwandeln". Damit wäre eine Abgrenzung zur Altstadt aber sehr schwierig. Außerdem lassen das die Anwohner sicher nicht mit sich machen, die in den entsprechenden Gebäuden wohnen.
 

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Eine Stadt befindet sich nunmal im stetigen Wandel, damit müssen wir uns arrangieren. Ohne nachgeschlagen zu haben, welche rechtliche Handhabe die Stadt gegenüber Beschwerdeführern hätte, möchte ich doch mal meinen, daß die allgemeine Stadtentwicklung Vorrang gegenüber Einzelschicksalen haben müßte. Es geht immerhin um einen äußerst zentralen Bereich. Für meckernde Anwohner, die unbedingt so mittig wie möglich, aber nur 50 m statt 20 m vom Rotlichtviertel entfernt leben wollen, hätte ich wenig Verständnis. Und die Klöttjerläden (nur um einen hannoverschen Ausdruck zu bemühen) sollen ja sowieso vergrault werden, sei es nun durch Parkplatzschwund und Zufahrtsbeschränkungen sowie evtl. die unbeabsichtigte Ausweitung des Milieus, oder zusätzlich noch durch offenen Strukturwandel. Nie werden alle mit allem zufrieden sein.

Ich bin z.B. mit der aktuellen Stadtplanung unzufrieden. Während andere Städte was aus sich machen wollen, geht’s hier nur mit gediegenem Klein-Klein voran. Keine Urbanität, keine Wiederaufbauten, nichts Strukturiertes, nichts Profilgebendes bzw. -schärfendes. Und was das Schlimmste ist, es werden dabei derzeit die verbliebenen Stellen mit dem größten Potential aufgebraucht. Hab schon Horror vor den Plänen für den alten ZOB ...

Das derzeitige Geschehen läßt sich im übertragenen Sinne glaub ich ganz gut mit dem hannoverschen Zoo von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre vergleichen. Damals wurde hier und dort mal ein bißchen gewerkelt, zwei Gehege wurden zu einem zusammengefaßt, alles durchaus ganz schön, aber nicht aufsehenerregend. Doch eines Tages stellte man fest, daß diese Entwicklung zu lasch war! Von da an wehte ein anderer Wind. Grundsätzliches wie die Wegeführung wurde in Frage gestellt, Teilbereiche wurden zu klar definierten Themen zusammengefaßt, die Gestaltung orientierte sich am Spektakulärst-Machbaren. Mit dem Ergebnis, daß die Bevölkerung angetan ist und Hannover nun in Branchenkreisen in vielen Punkten als Nr. 1 gilt. Wenn die Stadtväter das auch für die Stadt insgesamt wollten, wäre da glaub ich ebenfalls wesentlich mehr drin!

(Tschuldigung, ich bin abgeschwiffen, aber es ergab sich halt so)
 

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Ich bin z.B. mit der aktuellen Stadtplanung unzufrieden. Während andere Städte was aus sich machen wollen, geht’s hier nur mit gediegenem Klein-Klein voran. Keine Urbanität, keine Wiederaufbauten, nichts Strukturiertes, nichts Profilgebendes bzw. -schärfendes. Und was das Schlimmste ist, es werden dabei derzeit die verbliebenen Stellen mit dem größten Potential aufgebraucht. Hab schon Horror vor den Plänen für den alten ZOB ...
Das ist auch mein größtes Problem mit der derzeitigen Stadtplanung.
 

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100 Jahre Hille
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Bei aller Kritik (und ich bin da eigentlich sehr kritisch): Ich kann gegenüber früheren Zeiten eine deutliche Verbesserung der Stadtplanung erkennen.

Ungefähr seit der Amtszeit des jetzigen Stadtbaudirektors hat sich die Qualität der Bauten in der City deutlich erhöht. Wunde Punkte (nicht alle, ok) in der gebeutelten City wurden angegangen. Generell mag ich auch die nüchterne, dezente und doch edle Art, wie hier geplant wird. Hochhäuser oder crazy Solitärbauten vermisse ich hier nicht - sieht sowieso billig aus.

Es gibt für die Zukunft dennoch Arbeit, die hoffentlich auch als solche erkannt wird:

  • die Aufwertung der Altstadt (Schmiedestraße, Leibnizufer). Hier - und nur hier - sollten m.E. auch Rekonstruktionen erlaubt sein!
  • Wasser: Hannover nutzt m.E. nicht das Potenzial seiner Uferflächen aus
 

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Schnellfahrer
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@Siebenschläfer: das was du dir da Vorstellst ist Stadtplanung ala Monarchie. So was geht nicht lange gut und vor allen müßte dann jedes Bauvorhaben die Stadt bezahlen und dann versuchen die Fertigen Gebäude zu veräußern.
Wenn man aber Vorgaben macht: wie Hoch, wie Breit, wie Lang, muss zur restlichen Architektur passen oder nicht. wird es mehr Interessenten geben, da sie die Gebäude nach ihren Bedürfnissen im Rahmen des erlaubten gestalten können (auch wenn so was wie der Neubau an der Christuskirche dabei raus kommt).
Was bringt eine Stadt voller Hochhäuser, wenn die Hälfte leer steht?

Historische Wiederaufbauten bündeln und auch Fördern macht nur da sinn wo auch was Historisch interessantes war. Aber wir brauchen ach nicht alle Häuser die auf Bildern zu sehen waren.
ZB. die Schleiferbude vorm Beginenturm:

http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=67437493&postcount=48
Da sind genug Historische Bauten drauf womit dann keiner was anzufangen wüste, außerdem ist es mir wie auf den Bilder zu voll, das ist ja wie auf einer Messe, danach brummt einem auch der Kopf.
 
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