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Discussion Starter · #1 ·
Aufgrund der geplanten Schließung der Kaufhof Filiale an der Marktkirche Hannover ergeben sich an prominenter Stelle der hannoverschen Innenstadt stadtplanerische Möglichkeiten. Der Bau erstreckt sich annähernd über einen ganzen Blockrand, somit ist die Zukunft des Areals für die Innenstadt Hannovers von großer Bedeutung.

Besonders reizvoll an dem Areal ist die Möglichkeit einer Altstadterweiterung in die Innenstadt hinein. Dieser Thread soll Ideen und alternative Konzepte für das Areal bündeln und einen reichhaltigen Ideenaustausch fördern. Eventuell kristalliert sich aus der Forendiskussion ein klares Gesamtkonzept heraus, das in einem potenziellen Ideenwettberb für das Areal präsentiert werden kann.

Es wär auf jeden Fall eine tolle Sache, mit so einem Projekt Denkansätze zu liefern und vielleicht auch die Phantasie der Stadtplaner ein wenig zu entfachen;) Ob man dann einen realistischen Rekonstruktionsansatz wählen muss kann ja auch zur Debatte stehen. Die aktuelle Altstadt Hannovers hat es so in dieser Form auch nie gegeben, von dem Aspekt ist eine planerische Freiheit durchaus denkbar.

Es handelt sich um folgendes Areal:



Aktueller Ist-Zustand:



Vor dem 2. Weltkrieg:



Das Kaufhaus Molling (Vorgängerbau an der Osterstraße):





Welches dann später (mit leichten baulichen Anpassungen?) zur Machtergreifung(?) zum Defaka Kaufhaus wurde:


Quelle: HANNOVER | Album

Ich freue mich über eure Ideen. Am besten lassen sich die ersten Ideen einfach 2D in Satellitendaten skizzieren, dann hat man direkt ein Bild vor Augen und kann sich besser austauschen. :)
 

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Sicher wird auch das Thema Graue Energie aufkommen. Eine Sanierung im Bestand ist also alles andere als abwegig. Darauf sollte man sich einstellen!!!
Rekonstruktionen halte ich für extrem unwahrscheinlich. Der Bereich war keine besondere Keimzelle der Altstadt und Hannover ist nicht gerade als rekonstruktionsfreudige Stadt bekannt. Das Beste was passieren könnte, wäre, wenn ein Architekt wie Stefan Forster, Tobias Nöfer oder Sebastian Treese beauftragt werden würde. Oder besser noch alle zusammen. Architekten, die mit solchen Arealen halbwegs sensibel umgehen können sind ja rar gesät. Nichts gegen moderne Architektur, aber bei einem so großen Bereich kann eine ausschließlich moderne Gestaltung schnell in die Hose gehen. Entsprechende Namen ins Gespräch zu bringen kann also nicht verkehrt sein. Eine öffentlich zugängliche Wegeführung durch das Areal von allen 3 Strassen aus wäre natürlich auch schön. Damit erschöpft sich mein Kommentar zu dem Thema derzeit aber leider auch schon.
 

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Discussion Starter · #4 ·
Sicher wird auch das Thema Graue Energie aufkommen. Eine Sanierung im Bestand ist also alles andere als abwegig. Darauf sollte man sich einstellen!!!
Rekonstruktionen halte ich für extrem unwahrscheinlich. Der Bereich war keine besondere Keimzelle der Altstadt und Hannover ist nicht gerade als rekonstruktionsfreudige Stadt bekannt. Das Beste was passieren könnte, wäre, wenn ein Architekt wie Stefan Forster, Tobias Növer oder Sebastian Treese beauftragt werden würde. Oder besser noch alle zusammen. Architekten, die mit solchen Arealen halbwegs sensibel umgehen können sind ja rar gesät. Nichts gegen moderne Architektur, aber bei einem so großen Bereich kann eine ausschließlich moderne Gestaltung schnell in die Hose gehen. Entsprechende Namen ins Gespräch zu bringen kann also nicht verkehrt sein.
Damit hast du wahrscheinlich Recht. In Hannover wird es bestimmt auf eine Sanierung des Altbestandes hinauslaufen, angesichts der schieren Größe des Kolosses wär das meiner Meinung nach echt eine Katastrophe. Der Bereich braucht unbedingt Kleinteiligkeit, die eine Altstadt natürlicherweise besitzt. Ich stimme Dir zu, Rekonstruktionen machen dort wahrscheinlich wenig Sinn. Eine an alte Fachwerkhäuser angelegte Architektur wär meiner Meinung nach auch schon ein großer Gewinn für die Ecke. Die von Dir genannten Architekten zeigen ja durchaus gelungene Beispiele, wie so etwas aussehen kann.

Eine öffentlich zugängliche Wegeführung durch das Areal von allen 3 Strassen aus wäre natürlich auch schön. Damit erschöpft sich mein Kommentar zu dem Thema derzeit aber leider auch schon.
Ich glaube auch, dass ein Durchbruch des Areals mit kleinen Gassen eine gute Idee ist. Was man sich auch vorstellen könnte wäre die Generierung eines kleinen "mittelalterlichen" Platzes, ähnlich des Hühnermarktes in Frankfurt.
 

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Discussion Starter · #5 ·
Hier mal eine schnelle Idee, wie man eventuell verwinkelte Gassen realisieren könnte. Vielleicht etwas zu viel des Guten, aber eine Durchbrechung des Areals könnte ich mir schon vorstellen. Die Gassen könnte man auch so entsprechend ausrichten, das Zur Mittagszeit auch Sonnenstrahlen die Passanten erreichen. So könnte man dunkle Gassen vermeiden.

 

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Also das ist sicher wirklich etwas zuviel des guten. Und davon einen historisierenden Platz wie den Hühnermarkt zu bauen, den es an dieser Stelle ja nie gegeben hat, halte ich gar nichts. Das wäre übelste Geschichts-Klitterung. Möglich, dass man in Zeiten des Klimawandels eine Frischluftschneise einplant, wie es ja auch schon beim ersten Bauabschnitt auf dem Klagesmarkt geschehen ist. Ansonsten wäre ein Architekt wie Forster schon ziemliches Glück. Das ist wohl das Maximum was man erwarten darf.
Mit deinem Diskussionswunsch kommst du hier vielleicht ein paar Jahre zu spät. Die User die hier früher gerne solche Gedanken mit Skizzen dargelegt haben, haben das Forum mittlerweile wohl alle verlassen.
 

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Ich! Ich! Ich!
OT: Aus welchem Animationsstreifen ist das Zitat?
Ob ich eine komplette Historisierung des Areals im Sinne einer mittelalterlichen Stadt gut finden würde, weiß ich nicht. Auch wenn ich das Ergebnis sicher als optischen Gewinn bezeichnen würde.
Aber es gibt ja auch davon ab durchaus Möglichkeiten, dass so kleinteilig, wie von Nudel gezeichnet, zu realisieren. Die Vorteile eines kleinräumigen, auf den ersten Blick etwas planlos erscheinenden, Stadtraums haben ja auch zu diesen Zeiten viele Architekten und Stadtplaner dargelegt. Um einmal rund neunzig Jahre zurückzuspringen: Die Böttcherstraße in Bremen ist auch verwinkelt und durch viele zusammenpassende und doch eigenständige Gebäude geprägt. Das war auch schon in den 1930er Jahren nicht modern. Trotzdem wurde damals ein Format gefunden, dass die Vorteile dieser Bebauung mit einer (damals) modernen Sprache verbunden hat.
 

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Egal auf was es dann am Ende wirklich hinauslaufen sollte: Hannover muss diese Gelegenheit unbedingt nutzen und die extreme Barrierewirkung vollständig aufbrechen. Das kann in meinen Augen aber lediglich durch einen Abriss erfolgen - und dafür würde es wahrscheinlich viele Gegner geben, was vor allem beim Postcheckamt deutlich wurde. Meinetwegen können die Gebäude links vom Gebäude ebenfalls das Zeitliche segnen. Dann noch die Schmiedestraße umbauen, einige schäbige Randbauten entfernen und voila, man könnte diesen völlig vernachlässigten Streifen Innenstadt als vorzeigbar bezeichnen.
 

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Discussion Starter · #9 ·
Ich denke auch das eine komplett historisierende Fassadengestaltung vielleicht etwas zu viel des Guten wäre. Was matheking beschreibt finde ich eigentlich ganz sinnvoll. Es gibt sicherlich Wege die Qualitäten einer kleinteiligen, abwechslungsreichen Altstadt-Architektur modern zu interpretieren und so eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen. Interessanterweise gab es auch in Frankfurt damals heftige Diskussionen, inwiefern Rekonstruktionen oder moderne Neuinterpretationen alter Architektur die neue Altstadt prägen sollten. Dort war ja allerdings auch die Ausgangslage nicht vergleichbar, da an genau dem selben Ort ja ein historischer Vorläufer existierte. Das wäre ja hier in Hannover nicht der Fall.

Die Böttcherstraße finde ich ein interessantes Beispiel, obwohl mir da die Gassen schon fast zu schlauchartig sind und somit keine Aufenthaltsqualität bieten.

In Hannover haben wir ja auch z.B. mit der neuen Volkshochschule am Hohen Ufer ein doch recht gelungenes Beispiel der Kombination von neu und alt. Vielleicht liegt genau in diesem Spannungsfeld eine Chance für diese Fläche.
 

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Es gibt meines Erachtens drei Bereiche, die sich gut für solch ein Projekt wie bei der Frankfurter Altstadt oder ähnlich eignen würden: 1. Köbelinger Markt, 2. Kreuzkirchenviertel, 3. Mitte der Calenberger Neustadt. Die Kaufhaus-Fläche wäre mir dagegen nicht in den Sinn gekommen. Somit müßte für mich dann begründet werden, warum etwas Derartiges ausgerechnet auf der Kaufhaus-Fläche entstehen sollte, nicht aber in den von mir genannten Bereichen. Um mehr altstadtmäßige Kleinteiligkeit zu schaffen, wäre es doch eine drängendere Maßnahme als der Kaufhaus-Abriß, erstmal den jetzigen Komplex des Kreuzkirchenviertels aufzulösen. Und wenn es darum geht, eine ungenutzte Fläche für den Zweck in Beschlag zu nehmen, ist zu bedenken, daß der Köbelinger Markt ja sowieso frei wird.
 

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Discussion Starter · #11 ·
Es gibt meines Erachtens drei Bereiche, die sich gut für solch ein Projekt wie bei der Frankfurter Altstadt oder ähnlich eignen würden: 1. Köbelinger Markt, 2. Kreuzkirchenviertel, 3. Mitte der Calenberger Neustadt. Die Kaufhaus-Fläche wäre mir dagegen nicht in den Sinn gekommen. Somit müßte für mich dann begründet werden, warum etwas Derartiges ausgerechnet auf der Kaufhaus-Fläche entstehen sollte, nicht aber in den von mir genannten Bereichen. Um mehr altstadtmäßige Kleinteiligkeit zu schaffen, wäre es doch eine drängendere Maßnahme als der Kaufhaus-Abriß, erstmal den jetzigen Komplex des Kreuzkirchenviertels aufzulösen. Und wenn es darum geht, eine ungenutzte Fläche für den Zweck in Beschlag zu nehmen, ist zu bedenken, daß der Köbelinger Markt ja sowieso frei wird.
Ich persönlich sehe in einer Aufwertung des Kaufhofareals das größte Potenzial einer Verbesserung der Innenstadt. Das Gebäude ist in seinen aktuellen Dimensionen viel zu ausladend. Aufgrund der Schließung der Filiale eröffnet sich hier die Chance, ohne großen bürokratischen Aufwand eine große Fläche der Innenstadt umzugestalten (ohne mehrere separate Eigentümer), ob nun mit historischen Bezügen oder ohne. Das Kreuzkirchenviertel finde ich seiner aktuellen Form gar nicht so schlecht.
 

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Discussion Starter · #12 ·
Hier nochmal eine schnelle Skizzierung einer Variante mit einer Ausbildung eines Platzes. Da das Thema Platz (Steintorplatz) in Hannover durchaus schwierig ist, kann man darüber streiten wie sinnvoll ein weiterer Platz in der Innenstadt wirklich ist. Spannend fand ich die Möglichkeit einer Sichtachse zur Marktkirche hin. Auch die Kreuzung aus Osterstraße, Seilwinderstraße und Große Packofstraße könnte man etwas mehr öffnen. Aktuell entsteht dort durch den Glaskubus des Kaufhofs eine unschöne Engstelle.

 

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Was da am ende entsteht wird doch wohl von der möglichen Rendite abhängen. Kleinteilige Bebauung kann ja fast nur Wohnbebauung der oberen Stockwerke bedeuten. Wenn man in die Mitte einen Platz setzt würden sich ja wirklich Lokale und Gastronomie anbieten... (lautes Denken: Wie viele denn noch?)
Oder kleinere Geschäfte, die sich wohl kaum die Mieten in der Lage leisten können?
 

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Wenn ich am Rechner durch die ansonsten grauenhaft häßliche Schmiedestraße rutsche, kann ich die Unzufriedenheit mit dem Kaufhaus-Gebäude nicht nachvollziehen. Mir gefällt das Teil. Bei aufmerksamerem Hinsehen nimmt man sogar – anders als bei den ganzen umliegenden Schrottbauten – verblüffende altstädtische Anleihen wahr. Sowohl vom Muster als auch von den Farben her ist meiner Ansicht nach eine deutliche Ähnlichkeit mit Fachwerk-Ensemblen zu erkennen, und dies sogar mit dem regionaltypischen Stil. Zumal die Horten-Waben ja eine deutschlandweite Einheitsarchitektur darstell(t)en, mag das weitgehend oder reiner Zufall sein, was aber für das Ergebnis ja unerheblich ist. Von daher sollte auch an der Fassade nichts vorschnell verändert werden. Allein in der Schmiedestraße gibt es wahrlich genug anderweitigen akuten Handlungsbedarf.
 

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Discussion Starter · #17 ·
Was da am ende entsteht wird doch wohl von der möglichen Rendite abhängen. Kleinteilige Bebauung kann ja fast nur Wohnbebauung der oberen Stockwerke bedeuten. Wenn man in die Mitte einen Platz setzt würden sich ja wirklich Lokale und Gastronomie anbieten... (lautes Denken: Wie viele denn noch?)
Oder kleinere Geschäfte, die sich wohl kaum die Mieten in der Lage leisten können?
Ich kann die Bedenken eines verödeten Platzes nachvollziehen. Allerdings kann man meiner Meinung nach die aktuelle Nachfrage nach Gastronomie in der Umgebung nicht auf ein aufgewertetes Stadtquartier übertragen. Erhöht sich die Attraktivität des Quartiers, erhöht sich auch die Laufkundschaft für Geschäfte und Gastronomie, sofern es gut konzipiert ist. Allerdings kann ich die leichte Skepsis da auch verstehen. Am Raschplatz hat man sich ja auch eine deutliche Aufwertung des städtischen Lebens erhofft, trotzdem ist das Projekt gnadenlos gescheitert.

Wenn ich am Rechner durch die ansonsten grauenhaft häßliche Schmiedestraße rutsche, kann ich die Unzufriedenheit mit dem Kaufhaus-Gebäude nicht nachvollziehen. Mir gefällt das Teil. Bei aufmerksamerem Hinsehen nimmt man sogar – anders als bei den ganzen umliegenden Schrottbauten – verblüffende altstädtische Anleihen wahr. Sowohl vom Muster als auch von den Farben her ist meiner Ansicht nach eine deutliche Ähnlichkeit mit Fachwerk-Ensemblen zu erkennen, und dies sogar mit dem regionaltypischen Stil. Zumal die Horten-Waben ja eine deutschlandweite Einheitsarchitektur darstell(t)en, mag das weitgehend oder reiner Zufall sein, was aber für das Ergebnis ja unerheblich ist. Von daher sollte auch an der Fassade nichts vorschnell verändert werden. Allein in der Schmiedestraße gibt es wahrlich genug anderweitigen akuten Handlungsbedarf.
Mit der grauenhaften Schmiedestraße hast du Recht, die ist ein richtiger Schandfleck. Am liebsten würde ich beim Kaufhof auch nicht haltmachen :) . Nur wird es da halt gerade recht realistisch, dass man an dieser Stelle mal was verbessern kann. Klar, mit den ungewöhnlichen Dachgestaltung ist der Kaufhof schon interessant, diese weissen Fassadenteile gehen aber gar nicht. Ein alternativer Ansatz wäre aber, dass man die Fassade des Gebäudes aufbricht und durch unterschiedliche Gestaltungen wieder eine Kleinteiligkeit erzeugt. So könnte man auch den von Orakel angesprochenen Aspekt der "grauen Energie" abdecken. Eine einheitliche Fassadenneugestaltung wie beispielsweise bei den Büros der deutschen Bahn an der Joachimstraße fände ich eine vergebene Chance.
 

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Es gibt meines Erachtens drei Bereiche, die sich gut für solch ein Projekt wie bei der Frankfurter Altstadt oder ähnlich eignen würden: 1. Köbelinger Markt, 2. Kreuzkirchenviertel, 3. Mitte der Calenberger Neustadt.
Das Kreuzkirchenviertel wird - zum Glück - kein Mensch anrühren.

Ansonsten wird sich die Planung erst mal an den Kosten und der möglichen Rendite orientieren. Es wird voraussichtlich so viel Fläche bebaut werden wie möglich. Wege durch das Areal werden sich auf ein sinnvolles Maß beschränken. Die schönen Visus für den 2ten Bauabschnitt der Wasserstadt schüren Hoffnungen, dass eine intelligentere Planung auch auf dem Kaufhof-Areal möglich ist. Eine Planung ähnlich wie auf dem Klagesmarkt (auch hier 2ter BA.) wäre aber schon ein echter Gewinn. Am vielversprechendsten wäre meiner Meinung nach ein Kompromiss zwischen den beiden Ansätzen. In 5 Jahren wissen wir vermutlich mehr. Der Supergau: Kaufhof bleibt stehen. Unten KiK und Rossmann, oben Lagerräume.

Was da am ende entsteht wird doch wohl von der möglichen Rendite abhängen. Kleinteilige Bebauung kann ja fast nur Wohnbebauung der oberen Stockwerke bedeuten. Wenn man in die Mitte einen Platz setzt würden sich ja wirklich Lokale und Gastronomie anbieten... (lautes Denken: Wie viele denn noch?) Oder kleinere Geschäfte, die sich wohl kaum die Mieten in der Lage leisten können?
So isse!
 

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Erst einmal müsste ein überzeugender Entwurf z.B im Rahmen eines Wettbewerbs für eine sinnvolle Nachnutzung im Sinne des Innenstadtdialogs entstehen. Das kann an sich nur eine multifunktionale Nachnutzung bedeuten, also Gewerbe, Gastronomie o.ä. im EG, Wohnen in den Obergeschossen. Das Ganze mit einer Tiefgarage darunter. Sonst wird die Vermarktung sehr schwer, da das auch bei vernünftiger Qualität nicht ganz billig wird. Die Idee, quasi die Altstadt in das Geschäftszentrum zu verlängern, ist sehr reizvoll. Einen öffentlichen Platz auf dem Areal halte ich für schwer realisierbar. Der war historisch auch nie vorhanden. Aber wenn man schon den Vergleich mit dem Hühnermarkt in Frankfurt zieht: denkbar wäre doch, zwei, drei qualitätvolle und historisch nachweisbare Hausfassaden an historischer Stelle oder etwas daneben im Rahmen eines B-Plans vorzugeben. Dann kann ein Investor, der eine solche Auflage für ein Grundstück hat, bei einem anderen Grundstück relativ frei agieren. Die Grundstücke müssten also ebenfalls kleinteilig zugeschnitten werden. Mit der Bebauung des Klagesmarkts hat die Stadt in dieser Vorgehensweise ja schon einige Erfahrung. Der Denkmalschutz für die bestehende Fassade müsste natürlich auch aufgehoben werden, aber dafür muss wie gesagt zunächst ein überzeugendes Nachnutzungskonzept her. Wird schwer...
 
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