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Discussion Starter · #1 · (Edited)
Neues Bürogebäude am Aegidientorplatz – BKSP gewinnt Wettbewerb

Nach dem Entwurf des hannoverschen Büros Architekten BKSP will die Hamburger Quantum Projektentwicklung GmbH neben dem "Theater am Aegi" ein neues Bürogebäude errichten. Das ist das Ergebnis eines hochbaulichen Wettbewerbs. In den neungeschossigen Bau mit 12.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche soll die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH einziehen. "Der Entwurf setzt einerseits einen angemessenen baulichen Akzent am Aegidientorplatz und reagiert zugleich intensiv auf die umgebende Bebauung der Hildesheimer Straße und des Aegidiendamms", sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der heutigen Präsentation. Auf dem Grundstück befindet sich gegenwärtig ein Bürogebäude der VGH.

An dem Wettbewerb hatten insgesamt acht Architekturbüros aus Österreich, den Niederlanden und Deutschland teilgenommen. Das Votum der zehnköpfigen Jury unter Vorsitz von Prof. Bernhard Winking (Hamburg) fiel einstimmig aus. Ein zweiter Preis wurde an das Büro Schenk + Waiblinger Architekten aus Hamburg und ein dritter Preis an das Büro ASP Architekten Schneider Meyer Partner (Hannover) vergeben. Der erste Preis wurde mit 25.000 Euro honoriert, der zweite und dritte mit 15.000 und 10.000 Euro.

Noch bis zum 9. September sind alle Entwürfe des Wettbewerbs im ersten Obergeschoss der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, ausgestellt. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

Quelle: presse-hannover.de
 

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BKSP? Die Herren der Schlichtheit? Ich ahne böses. Mit Grauen denkt man z.B. ans Pädiatrische Forschungszentrum der MHH.

Aber ich will den Teufel nicht an die Wand malen. Dass sie gerade für privatwirtschaftliche Bauherren auch repräsentativ können, hat man ja bei der VHV gesehen.

Also Schluss mit Spekulationen... Entwürfe her. ;)
 

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Das ging ja schnell. Vielen Dank dafür, Telemaxx!!!!!
Nichts dolles, aber ich habe schon schlimmere Sachen gesehen. Halt gepflegte phantasielose Architektur von der Stange, mit der man gegenwärtig nicht viel falsch macht, und die man in 30 Jahren auch wieder bedenkenlos abreißen kann.

Eine etwas augeprägtere regionale Note, die mehr mit dem Theater am Aegi harmonisiert hätte, hätte mir schon gefallen.
Müssen eigentlich Altbauten in der Seitenstraße dran glauben?
 

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Discussion Starter · #5 ·
Es wird nur der VGH-Bau (und Anbauten) abgerissen, die angrenzenden Grundstücke und Gebäude werden nicht berührt.
 

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Discussion Starter · #7 ·
Technische Details

Es handelt sich bei dem Bauwerk um eine Stahlbeton-Skelettkonstruktion mit unterzugsfreien Decken.
Die Decken sollen nicht abgehängt werden.

Die beiden Aspekte ermöglichen dann 9 Geschosse auf 33 Metern Gebäudehöhe.

Die Fassade besteht aus sandgestrahlten, im Eingangsbereich geschliffenen Fertigteilen aus Betonwerkstein (Weißbeton mit Zuschlag aus Natursstein).
 

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Not the Builder
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Der große Wurf ist's natürlich nicht, aber sieht doch ganz ordentlich aus. In der Wunderbar bekäme der Entwurf wahrscheinlich das Prädikat "Mittelmaß". ;)
Schön, dass am Aegidiendamm die Hinterhofoptik mit Parkplatz und Anliefereinfahrt verschwindet und die Blockrandbebauung bis zur Hildesheimer Straße fortgesetzt wird.

@telemaxx: Weißt du, was für ein Material für die Fassade vorgesehen ist? (Edit: hat sich erledigt)
Hast du noch andere Wettbewerbsteilnehmer abgelichtet?
 

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UrbanHero
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Hm, tja, irgendwie fehlt es dem Ding an Eleganz. Die Eingangszone ist seltsam, die Fügung der Baukörper gewöhnungsbedürftig. Vielleicht hätte den fensterlosen Fassadenflächen am Hauptkörper ein Zurückspringen gut getan. Damit würde das Haus auch schlanker wirken. Außerdem hätte der "städtbauliche Akzent ruhig ein wenig höher ausfallen können (drei Geschosse mehr als Turm über dem Hauptteil in Richtung Aegi...).

Nun, zum einen ist das der Wettbewerbsentwurf, vielleicht möchte Deloitte ja noch Änderungen, zum anderen wird nicht immer der erste Platz umgesetzt, siehe die Mühlenbergschule.

Ansonsten habe ich den Eindruck, Hannover wird langsam zur Stadt der abgeschnittenen Häuser... (Kröpcke-Center mindestens zwei Geschosse zu niedrig, dem Podbi-Neubau fehlt auch ein richtiger Eckakzent).


btw: gibt es auch Bilder der anderen Entwürfe?
 

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Discussion Starter · #10 ·
Ne, nur den ersten Platz.

Es gab keinen Entwurf der mich (im positiven Sinn) so richtig vom Hocker gehauen hat.
 

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Discussion Starter · #11 ·
Wo man schon ein ziemlich großes Raumprogramm auf dem Grundstück unterzubringen hatte (12.000 m²), hätte man den Turm etwas schlanker, aber dafür höher machen sollen, wie Orbiter schon sagte.

Dem Anbau hätte vielleicht eine Kante bzw. Knick mehr auch gut getan.
 

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Der höhere Teil des Bauwerks sieht aus, wie ein abgebrochener Zahn. Ich finde auch, dass da drei bis vier Geschosse mehr darauf könnten, aber nicht in der vollen Gebäudelänge, sondern nur etwa auf der halben Länge.

Schade, dass Deloitte nicht die ursprünglichen Pläne für ein Hochhaus an der Berliner Allee weiterverfolgt hat. Die Ecke hat einen neuen Akzent nötiger als der Aegi.
 

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Discussion Starter · #14 ·
@HAZ-Artikel: Das derzeitige Gebäude von Deloitte ist ein Vorkriegsbau und bleibt gefälligst stehen!!!
 

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@HAZ-Artikel: Das derzeitige Gebäude von Deloitte ist ein Vorkriegsbau und bleibt gefälligst stehen!!!
Über diesen Unfug war ich auch erschrocken. Dass man 'nicht mit einem Abriss rechnet', heißt ja im Umkehrschluss, dass er zumindest in Erwägung gezogen wird. Beim zweiten Verlust historischer Bausubstanz in kurzer Folge sollte man Bodemann langsam aus der Stadt jagen. Das entwickelt sich ja wie in den 60ern!

Ansonsten: hm... der befürchtete, BKSP-typische gerasterte Betonquader. Auch kann ich da beim besten Willen keinen 'Turm' erkennen, das wirkt eher wie ein neungeschossiger Riegel. Außerdem dachte ich, Kolonnadengänge wären out?

Aber immerhin solide. Das wichtigste ist, dass eine öde Freifläche zugunsten einer vernünftig konturierten Hildesheimer Straße verschwindet. Und eine gewisse Ähnlichkeit mit der Nord/LB (alt) ist wirklich zu erkennen, auch wenn deren architektonische Qualität bei weitem nicht erreicht wird. Hoffen wir nur, dass wir vom 'edlen Betonwerkstein' länger als zwei Jahre etwas haben, bevor er vom üblichen graubraungrünen Schmuddel befallen wird.

Wenn ich die Äußerungen von Michael Dette bzgl. der anderen Entwürfe richtig interpretiere (niedriger, nicht so markant, 'effizienter' - also billiger - zu bauen...), dann waren BKSP hier wohl mal wieder die Einäugigen unter den Blinden.
 

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weißer Sichtbeton... Und ich hatte gehofft, dass dieser Mist überstanden wäre...



"Ratsherr Michael Dette von den Grünen bezeichnete den geplante Gebäudeentwurf als „nicht ganz überzeugend“. Der Eingangsbereich ähnele dem des Bundeskanzleramts und sei „sehr dominant“."

Was ist daran schlimm? Vermutlich zuviel für die typische hannoversche Zurückhaltung!


"Zudem sei das Gebäude mit mehr als 33 Metern höher als andere Wettbewerbsbeiträge und daher „sehr markant“."

Auch hier meine Frage, was daran negativ sein soll?

"Konkurrierende Entwürfe böten trotz ihrer geringeren Höhe mehr Büroraum und seien daher wirtschaftlicher umzusetzen und zu betreiben sowie energieeffizienter. "

Oh Gott... Herr Dette hat sich für mich (wieder einmal) disqualifiziert!
 

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Discussion Starter · #17 · (Edited)
Außerdem dachte ich, Kolonnadengänge wären out?
Da musst du dich verguckt haben. Richtige Kolonnaden gibt es nicht. Nur der Eingangsbereich springt zurück.

CrayZD said:
Hoffen wir nur, dass wir vom 'edlen Betonwerkstein' länger als zwei Jahre etwas haben, bevor er vom üblichen graubraungrünen Schmuddel befallen wird.
devilsadvocate said:
weißer Sichtbeton... Und ich hatte gehofft, dass dieser Mist überstanden wäre...
Ersteres ist richtig, es handelt sich nicht um Sichtbeton im herkömmlichen Sinne, wie die HAZ das geschrieben hat.
Betonwerkstein ist schon ein anderes Material, das hier ja außer der hellen Farbe außerdem gesandstrahlt bzw. geschliffen wird.
Es gilt z.T. sogar als "selbstreinigend" bzw. schmutzabweisend, wenn man Titandioxid als Zuschlagstoff verwendet.
baunetzwissen.de said:
Durch die photokatalytische Wirkung des Titandioxid wird ein Abdunkeln der Oberflächen verhindert. Hinzu kommt eine gewisse selbstreinigende Wirkung, so dass die Fassaden kaum verschmutzen.
 

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Da musst du dich verguckt haben. Richtige Kolonnaden gibt es nicht. Nur der Eingangsbereich springt zurück.
Habe ich dann wohl wirklich. Auf der Visu sieht es m.E. so aus, als wäre das EG im niedrigen Teil an der Hildesheimer Straße nicht bündig verglast, sondern zurückgesetzt.
 

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Discussion Starter · #19 ·
Die Leibungstiefe der Fenster im EG an der Hildesheimer Straße ist größer als die der Fenster in den Geschossen darüber.
Deswegen erweckt das vielleicht den Eindruck.

Auf den Grundrissen der einzelnen Stockwerke in der Bauverwaltung war aber klar zu erkennen, dass es da keine Kolonnaden gibt.
 

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100 Jahre Hille
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Ich finde den Entwurf OK. Er könnte zwar genauso gut in Frankfurt-Niederrad stehen, aber so ist das halt... Hatte schon Plastik-Beschalung befürchtet und so. Zudem ist hier schwierig, dass Ziegelsteine nicht wirken würden. Allenfalls Glas wie die NORD/LB.

Gegenüber beim Block-House müsste man jetzt noch den kompletten Riegel abreißen. Dann wirds ne schöne Ecke.

P.S. Das jetzige Deloitte-Haus in der Georgsstraße ist m.E. aus der Nachkriegszeit (~1948). Trotzdem schön.
 
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