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Discussion Starter · #1 · (Edited)
Da der Neubau der Deutschen Hypo an der Ecke von Röseler- und Osterstraße wohl ein größeres Projekt wird, starte ich der Übersichtlichkeit halber schon mal einen neuen Thread.
Zum Start einige Impressionen des Ist-Zustand:







Die Umgebung ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei:







 

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Discussion Starter · #2 ·
Hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die bisherigen Beiträge zum Thema:

In der NP stand heute, dass es ein neues Projekt im Gebiet Osterstraße/Röslerstraße/Karmarschstraße geben soll. Das Projekt erstreckt sich wohl über den Gebäuderiegel an der Röslerstraße, dass alte Stadtwerke-Verwaltungsgebäude und einen größeren Bau an der Karmarschstraße. Volumen: > 50 Mio €. Neuer Nutzer der Immobilie soll eine Bank sein.

Der 50er-Jahre-Bau an der Karmarschstraße soll erhalten bleiben, da er unter Denkmalschutz steht. Zum Glück, denn der macht sich meines Erachtens ganz gut.

Der Stadtwerke-Verwaltungsbau an der Osterstraße (einer der drei letzten Vorkriegsbauten der Osterstraße) soll hingegen abgerissen werden, genauso wie der Bau an der Röslerstraße.

Was soll man dazu sagen? Hannover wird wohl keine Ruhe geben, bis auch der letzte Vorkriegsbau aus dem Stadtbild verschwunden ist. Hier handelt es sich sogar um einen Bau mit teilweiser Sandsteinverkleidung. Stadtbaurat Bodemann hat sich für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt, aber leider wohl vergeblich. Vielen Dank dafür, Herr Bodemann.

Einfach unglaublich, wie Hannover mit den letzten 10% Altbaubestand in der Innenstadt umgeht. Eine Totalsanierung des Gebäudes täte dem Stadtbild sicherlich sehr gut und würde die Kleinteiligkeit der Parzellen sichern. Stattdessen bekommen wir wieder einen großflächigen Verwaltungsbau.

Vielleicht sollte man wirklich nach München oder so auswandern. Da entkernt man solche Gebäude, wenn es gar nicht anders geht, erhält aber die Fassade, wie z.B beim alten Postgebäude gegenüber der Residenz. Und in Sachen Lebensqualität und Gehalt fährt man da auch nicht schlecht. Manchmal kommt einem echt das K....., wenn man sich vor Augen hält, was städtebaulich in Hannover vor sich geht. Herr Bodemann ist da eine große Ausnahme, aber leider kann er sich nicht gegen die wahrscheinlich zahlreichen Widerstände nicht durchsetzen.
Den Artikel gibt's hier.

Das darf doch nicht wahr sein. :eek:hno:
Die Ecke ist voll von "Müll", der Investitionen dringend nötig hat, und jetzt wird einer der wenigen Lichtblicke einfach abgerissen. Besonders durch das sehr qualitätvolle Erdgeschoss mit Kuhn und dem Edelfriseur wertet das Gebäude den Teil der Osterstraße ungemein auf (Street View).

Nebenbei hat die Deutsche Hypo doch erst kürzlich ihren Sitz am Georgsplatz sanieren lassen, oder?
Ich bin fassungslos...:eek:hno:
kann mir jemand bitte beschreiben, um welche gebäude es sich in der karmarschstraße handelt. am besten anhand der läden...
danke!
Dieser 50er Jahre Dreck wird bleiben und der Vorkriegsbau wird abgerissen? Samma, wo sind wir denn hier? Was ist hier denn bitte schön los?

Soll hier auf Teufel komm raus weiter die Stadt zerstört werden?
Ich finde zwar, dass die 50er-Bauten kein Dreck und insbesondere im Zusammenhang mit dem geschlossenen (Wiederaufbau-)Gebiet um die Karmarsch- und Grupenstraße herum sowohl als Zeuge der Zeit als auch als Beispiel einer typischen 50er-Architektur erhaltenswert sind, aber der Abriss des Altbaus in der Osterstraße ist wirklich ein Frevel. Ich vermute mal, dass die Dachlandschaft des Gebäudes vor den Kriegszerstörungen auch besser als heute ausgesehen hat. Ich konnte leider kein Bild von dem Ur-Zustand finden.

Vielleicht findet ja noch ein Umdenken bei der Stadt oder dem Bauherrn statt. Immerhin gehört die Bank, die den Komplex nutzen möchte, der Nord/LB und da hat das Land Niedersachsen ja vielleicht ein wenig Mitspracherecht. Na ja, es bleibt wahrscheinlich ein Wunschdenken.

Was den Bau in der Röselerstraße angeht, bin ich leidenschaftslos. Da wird jeder Neubau eine städtebauliche Verbesserung darstellen und wenn annähernd die Qualität des Nord/LB - Gebäudes erreicht wird, dann mache ich mir darüber keine Sorgen.

Also, insgesamt ein Projekt, was zu bejahen ist, wäre da nicht dieser eine Abrisswunsch. Die Argumentation, dass ohnehin kaum noch Altbausubstanz da wäre, die einen Abriss verhindern könnte, vermag ich kaum gelten zu lassen. Die Fassade sieht auf Luftbildaufnahmen von 1945 recht gut erhalten aus und ich glaube kaum, dass nach dem Krieg die Fassade originalgetreu rekonstruiert worden ist.
^^ Ach Du Schei**!!!:eek:hno:

Wie kommt denn die Hypo bloß darauf. Und warum zieht die denn von ihrem schönen Palast (kürzlich doch renoviert) in so einen Schandfleck???

Ich verstehs nicht...
jetzt fällts mir wieder ein. Die Hypo braucht mehr Platz. Geprüft wurde u.a. das Kröpcke-Center (der Turm ist aber faktisch nicht vermietbar gewesen) sowie das leerstehende VGH-Gebäude am Aegi (was wird jetzt damit bloß?).
Irgendwie raff ich den Artikel nicht. Was hat Karmaschstr 37/38 damit zu tun? Mal die HAZ abwarten - bei der NP bin ich mir manchmal nicht sicher.

Das die deutsche Hypo aber qualitätsvoll bauen will ist aber schon mal gut. Das wird sie auch glaub ich, wenn ich mir die sanierte Fassade anschaue.
Schau auf den Stadtplan. die Grenzen Hinterhof an Hinterhof.
Oder schau bei Google Earth, dann siehst du, dass da sogar ein Verbindungstrakt existiert.
Habe das mit dem Altbau erst heute morgen gelesen. Ich k... gleich!
Das ist Hannover wie man es kennt.
Denke das Problem sind die Raumhöhen des Altbaus?!
Und dann noch dieses maßlos arrogante Statement des Projektentwicklers. Da hat man verkopften Denkmalschützersprech wohl 1:1 übernommen. Merke: nicht das Erscheinungsbild eines Gebäudes zählt für seinen Wert, sondern ausschließlich ob die Mauern noch originalgetreu sind. Mit dieser Begründung kann man praktisch die gesamte Altstadt Hannovers abreißen, und die halbe Nürnberger ebenfalls.

Stand/steht die alte Siemens-HV an der Willy-Brandt-Allee eigentlich unter Denkmalschutz, oder wurde die von der Nord/LB freiwillig stehengelassen? Eine ähnlich ansprechende Integration des Altbaus in ein neues Gebäude würde ich mir auch hier wünschen.

Über den Bau an der Röselerstraße müssen wir nicht reden, der ist übelste Grütze... und ein Neubau an dieser Stelle wird definitiv eine Verbesserung, selbst wenn ein 08/15-Büroschuhkarton dort hinkommt. Interessieren würde mich jedoch, ob die Hinterhofbaracken neben dem städtischen Gebäude mit erworben wurden. Leider tippe ich auf nein, denn das scheinen eher die Hinterhäuser des Nebengebäudes an der Karmarschstraße zu sein. Als in dem Gebäude noch der WMF-Händler drin war, wurden sie jedenfalls von diesem mitgenutzt.

Generell verstehe ich die Standortentscheidung der Deutschen Hypo nicht. Platzbedarf ist eine Sache, aber wie kann man einen derart exponierten Standort gegen so eine Hinterhoflage eintauschen?
Die HAZ hat heute nicht darüber berichtet (wieso nicht, ist doch ein ziemlich großes Projekt)!?

:cripes:

Unsere Innenstadt hat doch schon keine funktionierende Altstadt mehr. Warum will man denn jetzt bloß den letzten Rest der schönen Fassaden uns wegnehmen? Wenn ich mir Sinn&Leffers bzw. Karstadt anschaue: Warum hat sowas eigentlich eine Existenzberichtigung?

Man muss sich nicht wundern: Im Einzelfall bringt es vielleicht Geld oder Rendite - aber auf Dauer schadet so ein Gesichtsverlust doch insgesamt der Stadt. Aber langfristig denkt ja niemand hier.
Das mit der Original-Bausubstanz ist so ein Unfug. Bei im Krieg so stark zerstörten Städten wie Hannover sollte beim Denkmalschutz auch die Erhaltung der Reste des alten städtischen Erscheinungsbildes eine Rolle spielen. Und wenn es nur um Fassaden geht. Große Auswahl haben wir ja nun wirklich nicht mehr.
Wer beim Denkmalschutz solche Aspekte nicht berücksichtigt, dem fehlt es eindeutig an Kompetenz. Ich kann die Verantwortlichen wirklich nur zutiefst verachten.
^^ Die Verantwortlichen sind ja nicht bei der Stadt sondern beim Eigentümer, der Bank. Die Stadt, in Persona Bodemanns, hat ja dafür plädiert, den Bau zu erhalten. Ohne Denkmalschutz kann der Eigentümer aber machen was er will. Und Denkmalschutz greift halt leider nicht bei jeder erhaltenen Fassade, da liegt die Krux.

Etwaige Programme oder Initiativen der Stadt, sämtliche übriggebliebene Altbausubstanz der Innenstadt zu erhalten, müßten sowieso mit den Eigentümern ausgehandelt werden. Weil deren Verwertungschancen dadurch ja beeinträchtigt würden. Ansonsten bliebe alles bei unverbindlichen appellen, wie jetzt auch.

Denkmalschutzämter sind aber keine willfährigen Instrumente des Stadtbaurats, um alles was als "schön" erachtet wird, unter Schutz zu stellen. Auch wenn unsers hier in Hannover scheinbar schon öfters auf Zuruf Plaketten verteilt hat. Ganz so einfach ist es aber leider nicht. Die haben ihre "Ethikkommissionen" und ihre Richtlinien und da zählt dann eben sowas wie original erhaltene Substanz etc.
hmm, und wenn ich mir dann das (geschützte) Parkhaus Schmiedestraße anschaue, versteh ichs trotzdem nicht. Was ist daran denn Original? Ein Partyschuppen und ein moderner Supermarkt?

Es wird m.E. mit zweierlei Maß gemessen.
Es geht auch um die Bedeutung für die damalige Zeit. Da war das Parkhaus in der Schmiedestraße (leider) schon prägend für die Architektur solcher Gebäude. Das Haus in der Osterstraße ist dagegen ein Allerweltsbau.
Klingt absurd, ist aber so.

Ich bin heute übrigens noch mal daran vorbeigefahren. Warum der neue Eigentümer nicht wenigstens die Fassade erhalten will, ist mir schleierhaft. Wie schon zuvor gesagt, sieht die doch topp aus!
Eine Integration in den Neubau wie bei der Nord/LB wäre optimal. Aber auf den Denkmalschutz kann man da wohl nicht setzen. Wobei ich das nicht verstehe. Zwar ist der Bau nicht außergewöhnlich für seine Zeit (ist das eigentlich eine Art Neo-Klassizismus???), aber in der Innenstadt gibt es davon praktisch keinen oder keinen mehr. Somit wäre zumindest die in Original bestehende Fassade erhaltenswert. Bleibt wohl nur zu hoffen, dass der Projektentwickler oder die Hypo noch umdenkt. Oder habt ihr noch andere Ideen (Hann. Stadtbaukultur e.V. usw.)?

In Berlin hat man am Potsdamer Platz ja auch so einen solitär stehenden Altbau in die Arkaden integriert...sieht sehr interessant aus. Das hätte man wie oben schon erwähnt auch mal mit den Bauten an der Kurt-Schumacher-Straße tun sollen. Dann wäre die Fassade der EAG ein wenig aufgelockert und auch aus wirtschaftlicher Sicht hätte sicherlich eine sinnvolle Nutzung gefunden werden können. Für so eine Integration braucht man bestimmt ein wenig mehr Kreativität, insbesondere auch, was das Nutzungskonzept oder Umbaumaßnahmen angeht. Aber langfrisitg gesehen kann sich so etwas auch renditemäßig auszahlen, ganz zu schweigen von den Vorteilen für das Stadtbild.
Noch ist die Stadt Hannover der Eigentümer und über den Vollzug des Verkaufs entscheidet der Rat der Stadt. Aber ob man daran Auflagen, wie z.B. den Erhalt des Altbaus, knüpfen kann, weiß ich nicht.
Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Und genau das müssten Denkmalschützer in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Wer dazu nicht in der Lage ist, ist inkompetent.
Sogar die Fassade der scheußlichen Sparkasse neben dem Anzeiger-Hochhaus ist ein Baudenkmal. Weil das Teil typisch für seine Zeit sein soll.
Die meisten Leute betrachten Bauwerke aus der Straßen-Perspektive. Das "Volk" interessiert sich in erster Linie für die Schönheit eines Gebäudes und nicht für die Originalität der Steine. Der Denkmalschutz muss dem Denken der Mehrheit in irgenderiner Form Rechnung tragen. Wenn die Sache zu verkopft wird, ist das Ziel verfehlt.
Das schlimme ist, dass die Stadt mit dem Grundstück Geld verdienen will, und das macht es nicht gerade einfacher, das Gebäude noch unter Schutz zu stellen.
Und auf einen Wettbewerb für einen Neubau könnte gut verzichtet werden. Ohne einen solchen würde der Investor einen Architekten beauftragen, der nach den Wünschen der Hypo arbeiten würde. Dabei könnte ein bodenständiges Gebäude wie das der Hypo an Aegi bei raus kommen. Ein Wettbewerb bringt bestimmt wieder lauter Entwürfe für scheußliche Kisten hervor.
Einspruch. Ich glaube, wir sollten froh sein, dass sich der Stadtbaurat für Wettbewerbe einsetzt. Wenn der Investor einen Architekten seiner Wahl beauftragen und dabei die Wünsche der Hypo einpflegen würde, dann käme eben auch nur Banken-Investoren-Einerlei dabei raus. Die Konkurrenz verschiedener Entwürfe und ausführliche Diskussion in einem Preisgericht hingegen scheint mir die einzige Möglichkeit, Qualität und vielleicht auch einmal etwas Überdurchschnittliches hinzubekommen.

Der Abriss des Gebäudes in der Osterstraße ist allerdings wirklich unverständlich. Mir geht es aber mit dem Bau in der Röselerstraße so ähnlich. Der ist zwar etwas unpassend an der Stelle, aber im Grunde doch lupenreine Curtainwall-Architektur der Sixties mit mehr Qualität als mancher andere Nachkriegsbau (z.B. die genannte Sparkasse am Steintor, die allerdings schon ihre erste Verhunzung hinter sich hat - bitte mal Orginalbilder angucken, mit anderen Fenstern sah die deutlich besser aus).
Aha. Das lässt die Lage natürlich anders erscheinen. Hätte ich nicht gedacht.
So hätte die Stadt natürlich alles in der Hand, wo sie ja selbst Eigentümer ist. In diesem Falle wäre das Denkmalschutzamt eigentlich optional.

Die Stadt könnte ja eine eigene Denkmalbehörde einrichten, die dann erhaltenswerte Bausubstanz unter Prämisse des Stadtbildes schützt. Also unabhängig von den zum Teil vergeistigten Werten des offiziellen Denkmalschutzes. Es fragt sich nur, ob es eine rechtliche Grundlage für das Handeln solch einer Behörde gäbe, oder ob die wiederum nur zwanglose Empfehlungen aussprechen dürfte, was ich vermuten würde.
Da habe ich die Hoffnung in Hannover leider aufgegeben. Siehe Plenarsaal. Siehe EAG. Gerade die in solche Preisgerichte einberufenen lokalen Eliten möchten offenbar die Gesichtslosigkeit Hannovers partout vorantreiben. Motto: möglichst nichtssagend, Hauptsache kein Eyecatcher. Da kommt bei einer Umsetzung in Eigenregie oft mehr rum, abhängig vom Investitionswillen des Bauherrn.



Aber gerade die gibt es doch in Hannover wie Sand am Meer. Jede zweite Schule und beinahe jedes Verwaltungsgebäude aus der Zeit sieht so aus. Insofern dürfte man gar kein Gebäude mehr abreißen, denn jedes Gebäude spiegelt ja in gewissem Maße den Zeitgeist wider. Wichtig ist es aber m.E. vor allem, entweder Einzelstücke (etwa das Stadionbad, das m.W. immer noch nicht geschützt ist) oder seltene exemplarische Beispiele ihrer Zeit zu erhalten. Unter diesen Gesichtspunkten kann ich strenggenommen auch nicht verstehen, warum das Ensemble an der Karmarschstraße unter Schutz steht (dazu konnte ich übrigens auch im Internet nichts finden). Das Gebäude mit Gustino / Spaghettipalast im EG ist doch schon völlig im 80er-Stil verunstaltet, von dem Apothekengebäude mal ganz zu schweigen.



Das Ding steht doch eh nur Denkmalschutz, weil Zinsser dafür verantwortlich ist. Sowie angeblich aufgrund seiner Entstehungszeit am Anfang der Wiederaufbauphase.
Dito!

Bei den durchgeführten Architektenwettbewerben in Hannover sehe ich auch schwarz. Bestimmt kommt da so eine funky-hässliche-ach-so-moderne Kiste bei raus. EAG, Plenarsaal sind da die unrümlichen Beispiele.

Bei der Hypo glaube ich sogar, dass sie einen klassischen Bau favorisieren würde.
Aber längst nicht alle haben die gleiche Qualität wie der Versorgungskassenbau.




Ich glaube auch nicht, dass Spaghetti-Palast und Apotheke unter Schutz stehen, sondern nur der Bau dazwischen, um den es jetzt auch bei dem Vorhaben der Hypo geht und der im Übrigen gerade sehr anständig und zurückhaltend saniert worden ist. Links und rechts daneben, das ist wirklich Schund.
Insgesamt sehen die Investition an der Ecke als Gewinn an. Allerdings wäre es mir auch lieber, wenn die historische Fassade an der Osterstraßem erhalten würde.

Während ich viele Gebäude der 50er Jahre an der Karmarschstr. durchaus gelungen und sehenswert finde, finde ich den städtischen Bau an der Roeselerstr. einfach schrecklich. An die Ecke gehört geschlossene Blockrandbebauung.

Der Bau der Apotheke in der Karmarschstr. ist kein 50er Jahre Bau. Dort war in den 50ern ein nur eingeschossiges Bauwerk, was duchaus schön anzusehen war, aber eben viel zu niedrig war. Der jetzige hässliche Bau kam erst später.
Was mit dem Spaghettipalast vorher war, weiss ich nicht.
Vielleicht sollten wir erst einmal abwarten, was jetzt daraus wird. Bis jetzt gab es nur eine läppische Meldung in der NP. Warum nicht in der HAZ? Das wäre doch eigentlich das Bauthema gewesen. Wir haben doch sonst nichts. Vielleicht kommt alles ganz anders.

Unser Stadtbaudirektor scheint wenigstens der erste vernünftige seit Jahren zu sein, wenn er sich für die Erhaltung einsetzen wollte. Wenn ich da an seine Vorgänger denke... Unter seiner Leitung gab es wenigstens bis jetzt einige Lichtblicke und kaum nennenswerte Rückschläge.
 

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Was für eine hässliche Schneise die Röselerstraße doch ist. Hoffentlich zieht der Bau Folgeinvestitionen in der Nachbarschaft nach sich oder der Neubau wird wenigstens auf die Flachbauten ausgedehnt. Das Parkhaus sollte besser auch abgerissen und durch Wohnbebauung ersetzt werden. Stattdessen könnte man im Rahmen von Hannover 2020 eine Tiefgarage unter dem Köbelinger Markt bauen.
 

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^^ Niemals! Das Überleben des gesamten Einzelhandels in der nördlichen City hängt am seidenen Faden jedes einzelnen Stellplatzes in Parkhäusern. Außerdem wurde die Fassade des Parkhauses gerade erst erneuert, auch wenn man das schon weitgehend verrdrängt hatte.

Diese Häuser hier...

...sind eigentlich völlig okay. Wäre die ganze Straße mit diesen zwar völlig unspektakulär bis tristen, aber kleinteiligen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut, ergäbe es ein völlig akzeptables Ganzes.
 

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Discussion Starter · #5 ·
^^ Niemals! Das Überleben des gesamten Einzelhandels in der nördlichen City hängt am seidenen Faden jedes einzelnen Stellplatzes in Parkhäusern.
...
Ich denke mal, dass das ironisch gemeint ist. So falsch finde ich das aber auch eigener Anschauung gar nicht. Das Parkhaus in der Röselerstraße ist schon früh am Vormittag zu bestimmt 80% gefüllt. Die unterirdisch zu schaffenden Kapazitäten müssen also schon von großem Umfang sein.
 

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Hoffentlich kommen bei beiden Wettbewerben qualitätvoll Neubauten heraus.

Wäre sonst an beiden Stellen eine vertane Chance.
 

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'Nicht protzig' im Zusammenhang mit moderner Architektur ist für mich mittlerweile leider auch ein Alarmsignal. Als protzig gelten für viele Architekten ja schon konturierte Fassaden oder Naturstein.

Aber wenn man den Umbau des jetzigen Hauptquartiers der Deutschen Hypo als Maßstab nimmt, dann könnte man eigentlich recht zuversichtlich sein.

Am Aegi hoffe ich ja nach wie vor auf einen kleinen Hingucker, der mit Nord/LB und Torhaus konkurrieren kann. Schön wäre etwa ein runder gläserner Zehngeschösser an der Ecke Hildesheimer / Aegidiendamm, mit fünfgeschössigen Seitenflügeln in Sandstein- oder Klinkeroptik.
 

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Ich finde selbst den sanierten Bau der Hypo am Georgsplatz noch deutlich schlechter als den Altbau der Stadtwerke. Von daher erwarte ich nicht viel. Schon gar nicht für 50 Millionen, bei einer derart großen zu bebauenden Fläche.

Am Ende bleiben sicher sogar noch die Barracken an der Röselerstraße stehen.

Am Aegi erwarte ich da mehr. Kann schon sein, dass die Bauherren bei den benachbarten Neubauten nicht hinten anstehen möchten.
 

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Discussion Starter · #15 ·
Auf den ersten Blick gefällt mir der Neubau sehr gut:
- er greift die geschwungenen Formen der nahen Karmarschtraße auf. Grenzt das nicht sogar direkt an Sport Scheck? Ich kann den Übergang der Gebäude nicht so gut erkennen. Ich hoffe mal, dass die Traufhöhe identisch ist.
- sehr gut finde ich den Eingang. ich hoffe, dass wiird so gebaut!
 

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Sehr akzeptabel, würde ich sagen!
Ist das gewollt, dass die beiden Obergeschosse unterschiedlich mit dem jeweils darunter liegenden Geschossen fassadentechnisch abschließen (z.B. dass das vierte OG auf der linken Seite zurückgesetzt ist und das fünfte OG auf der rechten Seite)? Ich denke mal, schon. Interessante Spielerei.

Den 2. Platz hätte ich auch vor den 3. Platz gesetzt.
 

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Von den drei bestplatzierten Entwürfen ist der von Kleihues deutlich der beste.
Die geschwungene Form und die Fassade gefallen mir sehr gut. Der Eingang ist wirklich toll gemacht.
 

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^^ Sehe ich auch so. Nicht der wirklich große Wurf, aber ganz ordentlich. Irgendwie erinnert der Entwurf ein Bisschen an die Architektur der 50er Jahre. Was gut ins Umfeld passt. Hoffe, dass sich die Fassade im fertigen Zustand dadurch irgendwie prägnanter vom KC unterscheidet.
Schlimm finde ich, dass die Elendshütten in der Röselerstraße stehen bleiben werden. Gut zu sehen bei Platz 2. Platz 2 erinnert mich etwas ans Lindencorso - mittelprächtig. Platz 3 ist eine Standartkiste. Hoffentlich wird die nicht noch am Ende realisiert.
 

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100 Jahre Hille
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Der Entwurf ist Top - die anderen beiden sehen aus wie von der Stange. Bleibt zu hoffen, dass dies tatsächlich Folgeinvestitionen in der Röselerstr. nach sich ziehen wird, wie es der Stadtbaurat sagt.

Einzig der Abriss des Altbaus finde ich äußerst schade - Hannover hat ja nicht viele Bauten mit Gesicht in der City.:eek:hno:
 

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Der Siegerentwurf ist wirklich super. Die beiden anderen hätten der üblichen Wettbewerbspraxis vor Ort viel ähnlicher gesehen.

Wie es aussieht dockt der Neubau auf identischer Traufhöhe an Sportscheck an, setzt aber alsbald noch ein Staffelgeschoss drauf. Da hier ja der spätere Nutzer für sich selbst baut, hoffe ich mal, dass nicht im üblichen Maße noch nachträglich Details und Bürofläche gestrichen werden.
 
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