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UrbanHero
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Discussion Starter · #1 · (Edited)
Folgender Link zeigt aktuelle Veranstaltungen zu den Themen Architektur und Stadtentwicklung in Hannover:

TERMINKALENDER

Tipp: Nach dem Öffnen des Kalenders oben rechts auf Terminübersicht klicken.

Basis ist Google Kalender. Damit ihr weitere Termine eintragen könnt, müßt ihr mir eure eMail Adresse für google per PN geben. Danach erfolgt eine Einladung.

Versuchsphase.
 

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100 Jahre Hille
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Danke Orbiter. So ein Mist, um 18 Uhr habe heute einen Termin. Ich könnt mich totärgern.
 

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100 Jahre Hille
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Das finde ich auch schade, dass die Ankündigungen immer auf den letzten Drücker kommen. Wobei die Veranstaltung glaub ich für Studenten ist.

http://www.aknds.de/fileadmin/pdf/servicedb/303-dab_nds_05.08.pdf

^^ hier ist übrigens ein Gespräch aus diesem Monat mit STadtbaurat Bodemann mit dem schönen Titel "Wir müssen Hannover Identität zurückgeben." ... Ich denke die Flusswasserkunst und die Leineinsel wäre doch ein Anfang!
 

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UrbanHero
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Discussion Starter · #5 ·
Die Veranstaltung gehörte zur Reihe di6 - Dienstags um 6, die in der Vorlesungszeit jeden Dienstag um 18 Uhr (meist ct) einen Vortrag anbietet. Da die Reihe im Vorlesungssaal der Architekturfakultät statt findet, sind dort auch einige Studenten anzutreffen, die Veranstaltungsreihe ist aber öffentlich und für jeden am jeweiligen Thema interessierten Menschen zugänglich.

Die heutige Veranstaltung wurde zudem in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Berufsverbänden organisiert (BDA - Bund Deutscher Architekten, BDLA - Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, BDB - Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingeneure, DWB -Werkbund Nord, IfR - Informationskreis für Raumplanung und SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung). Die wenigsten Teilnehmer waren Studenten, Trotzdem war der Saal voll, etlich Leute mußten stehen.

Die Veranstaltung bestand aus zwei Teilen, einem kurzen Vortrag von Uwe Bodemann, in dem er die aktuellen Entwicklungen in Hannover anhand einiger Beispiele skizziert, sowie einen Rückblick auf seine Arbeit in Bremen gezeigt hat und einer Podiumsdiskussion, in die gegen Ende das Publikum einbezogen wurde.

Was aktuelle Projekte an geht, gab es nichts Neues zu erfahren gegenüber dem, was hier im Forum schon bekannt ist. Allgemeine Aussagen waren, daß sie Stadtbevölkerung in den nächsten 10-15 Jahren wohl stabil bleiben wird, mit einem möglichen Plus über den Einfamilien-Hausbau. Der Geschosswohnungsbau ist nahezu zum erliegen gekommen.
Was den Stadtumbau betrifft, ist das Gebiet zwischen Sahlkamp und Kugelfangtrifft in den Fokus geraten, mit dem man sich in den nächsten Jahren beschäftigen wird.
Der Neubau der HDI/Talanx Zentrale wird im ersten Bauabschnitt ein Volumen von ca. 170 Mio. Euro haben und betrifft ein Komplex mit bis zu 3000 Arbeitsplätzen, was, so die Aussage Bodemanns, außergewöhnlich sei in der heutigen Zeit für eine Stadt von der Größe wie Hannover.
Für die angestrebte Wohnbebauung im Zooviertel an der Mars-La-Tour Straße wird Anfang Juni ein Wettbewerb beginnen.

Darüber hinaus gibt es eine "ZwanzigZwanzig" (2020) genannte Strategie, die Schwerpunkte zu Konversion und zum Weiterbau der Stadt finden soll. Dazu sollen in einem Workshop im Jahr 2010 Interventionsorte gefunden werden, die später als Auslöser weitergehender Transformationsprozesse dienen (die Stadt plant/baut etwas und zieht damit private Folgeinvestitionen in der Umgebung an). Beispiel für Möglichkeiten wären hier die Verkehrsanlagen, der Bereich Tramplatz, heutige VHS, der Platz des zerstörten Seitenflügels des Neuen Rathauses (als Baufeld, keine Rekonstruktion), der Bereich zwischen Stadtschloss und Waterlooplatz, die Brühlstraße.

In der anschließenden Diskussion wurde gesagt, dass Hannover eine Stadt vieler Orte sei und die Qualität der Stadt ehr in den Quartieren liegt. Die meisten Quatieren funktionieren gut, die Innenstadt dagegen wird als Problem angesehen und als "unräumlich" wahr genommen. Die Frage sei, wie die Kernstadt aufgewertet werden kann. Hier müsse die Stadt dichter und kompakter werden. Hierbei wurde auch erwähnt, das eine Stadt zu "Grün" sein kann, dann nämlich wenn diese Grünstreifen das entstehen urbaner Strukturen verhindern, wie zB. zwischen Altstadt und Carlenberger Neustadt.

Lebhafter wurde die Debatte beim Thema Schlossaufbau. Positiv fand Bodemann, dass die Stiftung sich für Hannover entschieden hat, sei sie doch europaweit tätig.Was die Rekonstruktion an geht bemerkte der Stadtbaurat, das Rekonstruktionen die Bevölkerung offenbar begeistern würden. Prof. Braum bemerkte dazu , man müsse sich fragen, warum das so ist, was der (modernen) Architektur verloren gegangen wäre. Die Architektur müsse sich ein Stück weit von dem Zitat Verbot der Moderne lösen.
Zum Schlossbau selbst ist in der Stadtadministration entgegen der Presseberichterstattung noch keine Entscheidung gefallen, zumal das Geld der Stiftung wohl bei weitem nicht ausreichen würde, für die Lavesfassade inklusive Tagungszentrum.

In der anschließenden Fragerunde des Publikums gab es noch einige hitzige Debatten, unter anderem darüber, wie es denn sein könne, das zum einen ein Kernstadtverdichtung als Erforderniss erkannt wurde, dann aber der Schwerpunkt der Stadtentwicklung auf Einfamilenhausbau gesetzt würde. Unter anderem bezeichneten Stimmen aus dem Publikum das Gildecarre als städtebauliches Desaster.

Leider wurde die Diskussion viel zu schnell beendet, wohl auch aus Rücksicht auf Uwe Bodemanns Geburtstag an diesem Tag. Eine Fortsetzung des Diskurses zur Stadtentwicklung im regelmäßigen Abstand wurde aber immerhin angeregt.
 

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100 Jahre Hille
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Vielen Dank Orbiter für Deinen ausführlichen Bericht!:applause:

In weiten Teilen werden ja die Probleme richtig erkannt. Insbesondere das mit den Grünstreifen finde ich gut.

Mein Gott und das Schloss, das wird dann ja noch richtig ungemütlich werden. Wahrscheinlich wachen wir doch am Ende mit dem Holland-Pavillon auf. Dabei hatte mir doch die Stadt geschrieben, dass sie voll und ganz hinter der Original-Fassade steht... In der NP-Ausgabe ist heute auf der Titelseite übrigens eine Computer-Animation des geplanten Schlosses - sieht geil aus.

Interessant auch, dass das Gilde-Carre viele nicht doll finden (las ich auch schon an mehreren Stellen im Internet). Ich selbst hab mir da noch keine Meinung gebildet; denn die Brauerei war ja auch nicht der Hammer zuvor.

Und schön zu lesen, dass es auch weitere Treffen geben wird.
 

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UrbanHero
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Discussion Starter · #7 ·
Sehr schön übrigens war der Moment als die Podiumsdiskussion begann un der Moderator Bodemann fragte, er sei ja nun erst seit kurzem in der Stadt, wie denn sein Eindruck sein. Als Antwort kam , er sei "überrascht, das in dieser Stadt doch einiges los sei", worauf der Moderator entgegnete, "ja, das gehe den meisten so, wenn sie nach Hannover kämen..." und das ganze Publikum lachte.
 

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100 Jahre Hille
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Was die Rekonstruktion an geht bemerkte der Stadtbaurat, das Rekonstruktionen die Bevölkerung offenbar begeistern würden. Prof. Braum bemerkte dazu , man müsse sich fragen, warum das so ist, was der (modernen) Architektur verloren gegangen wäre. Die Architektur müsse sich ein Stück weit von dem Zitat Verbot der Moderne lösen.
Puh, das ist ja nicht selbstverständlich, dass ein Stadtbaurat so etwas sagt. Find ich gut. Da haben wir bestimmt eine gute Wahl getroffen.

Und Prof. Baum stellt da auch die richtige Frage, zu der man sicherlich lebhaft diskutieren kann. Was heißt eigentlich "von dem Zitat Verbot der Moderne lösen"? Von einem Verbot der Moderne habe ich noch nie was gehört. Oder ist damit gemeint, dass man in der Architektur nichts Vergangenes aufgreifen darf?
 

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Hannover!
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Puh, das ist ja nicht selbstverständlich, dass ein Stadtbaurat so etwas sagt. Find ich gut. Da haben wir bestimmt eine gute Wahl getroffen.

Und Prof. Baum stellt da auch die richtige Frage, zu der man sicherlich lebhaft diskutieren kann. Was heißt eigentlich "von dem Zitat Verbot der Moderne lösen"? Von einem Verbot der Moderne habe ich noch nie was gehört. Oder ist damit gemeint, dass man in der Architektur nichts Vergangenes aufgreifen darf?
generell zeichnet es doch viele Kunstformen der Moderne aus, dass sie sich von gewesenem absetzen möchte (Vergleiche dazu mal die Renaissance und die Romantik, die im prinzip gegenteiliges tun). Das ist nicht nur in der Architektur der Fall, sondern auch in der Musik (Zwölftonmusik), Kunst (Abstrakte Kunst) und andere Genres (Gedichte, die sich nicht reimen...?). Ich finde das Wort Zitatverbot da ehrlich gesagt recht passend.
Dieser Elitekultur steht im Prinzip die Popkultur entgegen (Musik), in der Architektur aber hat diese ja kaum Einfluss.
 

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100 Jahre Hille
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Ah, es heißt "Zitatverbot". Ich hatte den Satz nicht verstanden.

Wenn ein solches Nebeneinander von Stilrichtungen auch in der Architektur gebilligt wird, dann wär das ja ne runde Sache. In der Kunst und Musik gibt es ja kein Zitatverbot...

Es ja schon immer Ausdruck eines Zeitgeistes, dem sich Architekten eigentlich nicht verschließen können. In 30 Jahren werden wir zum Beispiel dem "Brutalismus" nachtrauern, das Ihme-Zentrum huldigen und das Kröpcke Center rekonstruieren.:lol:
 

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pökel
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Hier mal ein Hinweis auf das erstmals stattfindende Festival
"Bootboohook" auf dem Faust-Gelände in Linden am 22. & 23. August.
Geht so in die Indie- / Alternativerichtung und abgesehen von persönlichen (musikalischen) Vorlieben, eine positive Entwicklung, wie ich finde, denn festivalmäßig könnte in Hannover doch noch einiges mehr gehen.

Hier mal ein Link und noch einer.

Am 21. August gibt's im Sausalitos-Skybeach einen kostenlosen Vorgeschmack (inkl. 8 Bands) auf's Festival - im Rahmen der Fête de la Musique.

 

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Hochh(in)aus und ganz unten

Das von Fritz Höger entworfene Anzeiger-Hochhaus wird 80 Jahre alt. Zurm Tag der Architektur am 29. Juni zeigt sich das erste Hochhaus Hannovers von seiner prachtvollsten Seite - und öffnet Besuchern die historischen Kaffeeterrassen unter der Kuppel.


Die Architektur gehört der Welt der Gebrauchsgegenstände an“, sagt der Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, Wolfgang Schneider. Nicht zuletzt deshalb ist es so schwer, ein gutes Haus zu bauen. Denn das Endergebnis muss eben nicht nur ein (Bau-)Kunstwerk sein. Es muss auch noch funktionieren. Um das zu vermitteln, gibt es alljährlich den „Tag der Architektur“. Diesmal ist es am 29. Juni so weit. Und drumherum findet in der gut eine Woche währenden „Architekturzeit“ ein Rahmenprogramm mit allerlei Seminaren und Ausstellungen und besonderen Attraktionen statt. Vor allem in Hannover.

Besonders gelungene neuere Bauwerke sind am Tag der Architektur in Niedersachsen für die Öffentlichkeit zugänglich, meist werden spezielle Führungen angeboten. Vom Atrium Café in Achim bis zum Technikum in Zeven sind es 129 Objekte, Gärten und Inneneinrichtungen. Eines der außerordentlich gelungenen Exemplare ist beispielsweise das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen in Lohheide, entworfen von Michael Zimmermann vom Braunschweiger Büro KSP Engel und Zimmermann. Eher eine Skulptur als ein Bau, erstreckt sich die 200 Meter lange Betonkonstruktion am Rande des ehemaligen Konzentrationslagers. Oder der Umbau des ffn-Funkhauses in der Stiftstraße in Hannover von Droste Droste & Urban aus Oldenburg – in dessen Halle kann man jetzt einen senkrechten Garten bewundern, eine neun Meter hohe Philodendron-Wand.

Zu den Attraktionen der „Architekturzeit“ gehört zweifelsohne das, was die hannoversche AG Stadtleben im Anzeiger-Hochhaus an der Goseriede auf die Beine stellt. Das von Fritz Höger entworfene Gebäude wird dieses Jahr 80 Jahre alt; es war das erste Hochhaus Hannovers. Im Geschoss unter der Kuppel gab es ursprünglich zwei Kaffeeterrassen für die Öffentlichkeit. Die werden jetzt für die „Architekturzeit“ wieder geöffnet, erlauben einen wunderbaren Blick über Hannover und werden von der AG Stadtleben, den Hochhaus-Lichtspielen und dem Kino am Raschplatz bespielt. Am 29. Juni ab 11 Uhr hält dort der Historiker Peter Struck einen Vortrag über die Entstehung des Gebäudes, auch ist der historische Film über die Bauzeit zu sehen. Am 1. Juli um 19 Uhr spricht der Vareler Philosoph Joachim Engstler über Wittgenstein als Architekt. Am 2. Juli wird ein Film über den Architekten Adolf Loos gezeigt (20Uhr), und am 6. Juli geht es um China: „Bird’s Nest“, der Film über die Entstehung des Pekinger Olympia-Stadions von Herzog & de Meuron, läuft um 11 Uhr. Um 12.45 Uhr spricht der Architekturkritiker Falk Jaeger über europäische Architektur in totalitären Staaten.

Aber es geht nicht nur hoch hinaus, es geht auch nach ganz unten: Vom 2. bis 4. Juli tummeln sich verschiedene Künstler jeweils zwischen 18 und 22 Uhr in der vor 30 Jahren gebauten, nie fertiggestellten „Stillen Station“ der Üstra unter dem Raschplatz. Es gibt Lichtinstallationen, Filme und Performances.
 

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100 Jahre Hille
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Aus aktuellem Anlass: es wurde zwar schon mal angekündigt, aber nur noch mal zur Erinnerung für Heute.

Ich Idiot kann heute gar nicht, dabei habe ich doch sogar eine Frage an den OB geschickt (siehe Offtopic glaub ich).:bash:

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Stadtentwicklung im Stadtbezirk Mitte

Oberbürgermeister lädt zur Einwohnerversammlung ein

Der Stadtbezirk Mitte umfasst mehr als nur den Bereich der Innenstadt. Auch wenn an aktuellen Chancen und Entwicklungspotentialen im Stadtbezirk vor allem die Bauaktivitäten, Planungen und Vorhaben im Zentrum (Ernst-August-Galerie, Rosenquartier, Umbau des Kröpcke-Centers und bauliche Entwicklungen am Hohen Ufer) in den Blick geraten, auch in den anderen Stadtteilen des Stadtbezirks hat sich etwas getan und tut sich etwas.

Mit der Calenberger Neustadt, der Oststadt und dem Zooviertel gibt es im Stadtbezirk wichtige Wohnstandorte. Mit den stattgefundenen Veränderungen und planerischen Entwicklungen in allen Bereichen des Stadtbezirks und mit den dort vor Ort für die Zukunft vorhandenen Chancen und Potentialen befasst sich die nächste Einwohnerversammlung, für den Stadtbezirk Mitte, zu der Oberbürgermeister Stephan Weil die Einwohnerinnen und Einwohner von Calenberger Neustadt, Mitte, Oststadt und Zoo eingeladen hat.

Sie findet statt am Montag, dem 23. Juni 2008, 19.00 Uhr, im Saal des Historischen Museums am Hohen Ufer, Pferdestraße 6.

Zu dieser Veranstaltung können schriftliche Fragen und Anregungen bis zum 13. Juni 2008 an das Büro des Oberbürgermeisters im Rathaus gerichtet werden. Oberbürgermeister Weil wird in der Veranstaltung die eingereichten Fragen beantworten lassen. Falls EinsenderInnen eine Namensnennung nicht wünschen, sollten sie dies mitteilen.

In der Einwohnerversammlung nimmt der Oberbürgermeister nicht nur zur Entwicklung in Mitte und zu Fragen im Stadtbezirk Stellung, sondern geht auch auf die aktuelle Situation in der Stadt ein und diskutiert darüber mit den Einwohnerinnen und Einwohnern.
 
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