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Endlich bewegt sich auch hier etwas. Kann jemand einschätzen, wieviele Etagen bei einer Gesamtfläche von 30.000qm bei der Bodenfläche rauskommen könnten?


Investor will Büros am ZOB bauen

Hannover hat für ein bedeutendes Vorhaben der Innenstadt einen Investor gefunden. Der Essener Projektentwickler Kölbl Kruse will auf dem Grundstück des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) einen 30 000 Quadratmeter umfassenden Büro- und Geschäftsneubau erstellen.



Das Gelände des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB).
© Orlowski

Geschäftsführer Thomas Fink sagte am Donnerstag, das Unternehmen führe bereits Gespräche mit Mietern aus dem „Dienstleistungs- und Beratungssektor“. Der Schwerpunkt soll jedoch auf Bürofläche liegen. Die Essener wollen nun einen Architektenwettbewerb ausloben und etwa in einem Jahr den notwendigen Bauantrag stellen. Laufen die Vermarktungsgespräche erfolgreich, soll nach dem Willen des westdeutschen Investors Ende 2011 das Gebäude dort stehen, wo derzeit an einem heruntergekommenen Omnibusbahnhof Fahrgäste warten. Der neue ZOB wird näher an den Hauptbahnhof rücken.

Die Stadt hatte auf breiter Front nach Investoren gesucht, sich nun für Kölbl Kruse entschieden und dabei unter mehreren „qualitätsvollen Angeboten“ auswählen können, wie Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff (Grüne) am Donnerstag sagte. Mit der Bebauung des sogenannten Lister Dreiecks werde „ein wesentlicher weiterer Baustein zur Modernisierung und Attraktivitätssteigerung zwischen Bahnhof und Oststadt realisiert“. Allerdings ist das Projekt noch nicht so weit gediehen, dass die Stadt das Grundstück bereits an das Immobilienunternehmen verkauft hätte. Darüber muss letztlich die Ratsversammlung entscheiden. Die Essener Projektentwickler sind überwiegend in Nordrhein-Westfalen tätig, wo sie unter anderem im Duisburger Hafen die Europazentrale für Hitachi fertiggestellt haben. Derzeit revitalisiert Kölbl Kruse das traditionelle Glückauf-Haus im Essener Kulturviertel, in Dresden, beim bislang einzigen auswärtigen Projekt, vermarktete man ein Geschäftshaus.

[Gunnar Menkens]
 

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Endlich bewegt sich auch hier etwas. Kann jemand einschätzen, wieviele Etagen bei einer Gesamtfläche von 30.000qm bei der Bodenfläche rauskommen könnten?
Das Bredero-Hochhaus hat etwa 22.000 m² Nutzfläche. Könnten wir da bei 30.000 m² auf eine neues, die Stadtsilhouette prägendes Hochhaus am ZOB hoffen?

Was ich auf der Website der Firma gesehen habe, lässt hoffen, dass es etwas qualitativ hochwertiges wird.
 

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Neues Haus, wo bist Du?
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Devil, wenn ich Dir das jetzt sage, kannst Du nicht schlafen.. Aber ich tu´s doch ;) :
Das Empire State Building steht auf 7240 qm... (Bauplatz).

Die Nutzfläche ist allerdings so 208.000 qm.. was für Dimensionen.. I AM IMPRESSED !

Damit wäre die Frage der Geschossanzahl wohl beantwortet.. Und das höchste Gebäude der Welt hat ab dem Jahr 2013:
HANNOVER !! :lol:

Wenn Du aber die Nutzfläche meinst... Naja.. dann vielleicht doch so 60 Meter ?!? 70 Meter?!
 

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In einem alten Artikel stand mal 6.500m² als Flächenangabe für den ZOB. Lässt zunächst mal auf einen Standard-5- oder 6-Geschösser schließen, aber:

Ein Areal von dieser Größenordnung kann ja unmöglich flächig bebaut werden! Es sei denn, es ist weiterer großflächiger Einzelhandel à la Kaufland geplant (was ich nicht glaube). Und bei Blockrandbebauung sieht die Welt schon wieder anders aus. ;)

Die Frage wäre ja auch, ob Nutz- oder Bruttogeschossfläche gemeint ist.

Hauptsache keine langweiligen 10-Geschösser. 5 Geschosse umlaufend und einmal 20+, das würde mir schon gefallen.
 

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Das Bredero-Grundstück dürfte etwa 8.100 m² haben, die Bruttofläche beträgt 46.000 m², die Nettofläche 22.200 m². Das ZOB-Grundstück müsste etwa 6.300 m² haben, wenn die genannten 30.000 m² die Nettofläche sein sollen, würde ich eine Höhe von mehr als 120 m und gut 30 Stockwerke in den Ring werfen.
 

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Das kommt schon hin. Schau Dir mal bei Google Maps an, was neben dem eigentlichen Hochhaus alles noch dazugehört.

Wobei mir 8100m² auch eher nach der Gesamtfläche des Dreiecks Friesenstraße / Lister Meile / Hamburger Allee klingen.
 

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Das kommt schon hin. Schau Dir mal bei Google Maps an, was neben dem eigentlichen Hochhaus alles noch dazugehört.

Wobei mir 8100m² auch eher nach der Gesamtfläche des Dreiecks Friesenstraße / Lister Meile / Hamburger Allee klingen.
Das Empire State Building hat eine Grundfläche von 7.240 m².

Die 8.100 m² sind nur die Fläche des Bredero, der Block Friesenstraße/Lister Meile/ hamburger Allee hat gut 11.200 m².
 

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UrbanHero
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Der Neubau der VGH hat 27.000 m² - es wird sich also in diesem Rahmen bewegen.
 

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Die Website von Köbl Kruse ist unglaublich cool aufgemacht: http://www.koelblkruse.de/live/index_ger.html

Bei den Projekten ist viel banale Stangenware dabei, einzelne Projekte sehen aber trotz Standardrepartoire ganz gelungen aus. Andere aber auch nicht.

Man kann die Bilder nicht posten, weil wieder mal alles über so flash Player animationen läuft. Meine alte Krücke von Rechner bedankt sich.

Ich bin jedenfalls überaus gespannt!
 

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Die Seite ist echt genial. Schöne Spielerei. :)

Ich finde die Objekte größtenteils gut. Solider Durchschnitt bis Spitzenklasse. Leider sind in Essen auch zwei Dinger dabei, die ich am ZOB definitiv nicht sehen möchte.

In den Zeitungen neigt man offensichtlich zur Angabe der BGF. Vermutlich weil's nach mehr klingt? :dunno:

Die Zahl, die bei der VGH im Raum steht (27.000m²), ist jedenfalls brutto. Ebenso wie die offizielle Geschossflächenangabe des VHV-Neubaus (35.000m²). Vor allem letzteres ist nun schon ein ganz schöner Klopper auf einem deutlich größeren Gelände. Insofern bin ich mittelschwer verwirrt. Bei einer Nutzfläche von 30.000m² könnte man ja ziemlich sicher von einem Hochhaus ausgehen. Als BGF dürfte diese Zahl bei Blockrandbebauung so etwa 8-9 Geschosse ergeben. Das ist doch nichts halbes und nichts ganzes. :eek:hno:
 

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Na, darauf hab ich schon lange gewartet. Der heutige ZOB geht ja gar nicht mehr! Wenn dort jetzt was vernünftiges hinkommt sieht es doch fast wie in einer Großstadt aus. Das Parkhaus am Hauptbahnhof müsste dann noch versteckt werden.
Aber das das Ende 2011 schon stehen soll, daran glaube ich in 1000 Jahren nicht.

@ devil: den Telemoritz mit einbeziehen in ein Hochhaus...
Gute idee, in betrachtet man dei Bauart des Nachbargebäudes könnte etwas fabelhaftes herauskommen wie dies:

kleiner witz:lol::hammer:
 

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Hey, toller Vorschlag! :eek:kay: :D

Im Ernst. Mir schwebt da eher etwas vor, das ich auch schon im Raschplatz-Thread mal geäußert habe: ein Hochhaus mit ziemlich exakt derselben Höhe wie die Telemoritz-Betriebsplattform, mit letzterer durch eine Glas-Gangway verbunden. So könnte man dem Turm endlich wieder Leben einhauchen, z.B. mit einem Café oder eine Aussichtsplattform. Die gesamte Infrastruktur (Aufzüge etc.) könnte sich ja dann im Nebengebäude befinden, der Turmschaft würde dann nur noch ein Nottreppenhaus beherbergen.
 

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hmm, ansich ja eine nette idee, aber wie will man das ansehnlich umsetzen? das gebäude müsste schon sehr nah dran stehen und dann so eine brücke rüber (oh, ich sehe gerade Bredero und TeleMoritz sind bei google earth jetzt als 3d modell) könnte etwas stokelig aussehen...
lasse mich aber sehr gern vom gegenteil überzeugen, wäre ja auch ne attraktion in hannover!
 

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Na wenn der Bauantrag in etwa einem Jahr gestellt (Juli 2010) werden soll und das Gebäude spätestens 16 Monate später fertiggestellt sein muss (man bedenke auch den Abriss, der ganze Beton muss weg -> Dauer: ca. 1 Monat), dann kann ich mir nicht so recht ein Gebäude mit allzugroßer, prägnanter Dimension vorstellen. Ich hab aber leider keine Vergleiche. Wie seht ihr das?
 

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Und schon gibt's Zoff. Auch wenn man die BILD-'Zeitung' sicher nicht zu ernst nehmen sollte:

Gute Nachricht aus dem Rathaus: Investor da!
Schandfleck ZOB verschwindet

Von JULIA-M. MEISENBURG

Der Busbahnhof am Raschplatz, einer der schlimmsten Schandflecken Hannovers.

300 Busse fahren hier täglich an – und die Stadt empfängt ihre Gäste zwischen Urinlachen, Dreck und Taubenkot! Doch jetzt gibt es Hoffnung: Nach jahrelangem Stillstand hat die Verwaltung einen Investor für das vergammelte Gelände gefunden! Das Essener Unternehmen Kölbl Kruse setzte sich unter vier Bewerbern durch, will auf dem 6500 Quadratmeter großen „Lister Dreieck“ ein Büro- und Geschäftshaus (30000 qm) errichten!

Bis Juni 2010 will der Bau-Konzern (realisierte u.a. Projekte in Nordrhein-Westfalen) einen Architektenwettbewerb durchführen, den Bauantrag stellen. Der neue Komplex soll Ende 2011 stehen.

Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff (Grüne, 58): „Mit der Bebauung des ‚Lister Dreiecks‘ wird ein wesentlicher Baustein zur Modernisierung und Attraktivitätssteigerung zwischen Bahnhof und Oststadt realisiert.“

Aber was wird dann aus dem ZOB?

Fest steht: Der Omnibusbahnhof muss weichen. 2007 hatte der Rat beschlossen, dass Busse beim Verkauf des ‚Lister Dreiecks‘ auf das benachbarte Grundstück Ecke Lister Meile/Rundestraße ziehen sollen. Doch jetzt gibt es Streit um die Finanzierung des neuen Omnibusbahnhofes.

Detlef Gerberding, SPD-Chef im Bezirksrat Mitte: „Im Haushalt 2009 sind dafür 1,5 Millionen Euro reserviert, für 2010 sind weitere 2,5 Millionen Euro berücksichtigt. Die Stadt hat versprochen, den Bau, sobald ein Investor gefunden wurde, zu realisieren.“ Dagegen FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke (58): „Die Stadt ist finanziell am Ende, muss sparen. Jetzt ist Eigeninitiative gefragt. Den ZOB-Neubau sollen die Busunternehmer selbst bezahlen. Entweder kaufen sie das Grundstück, bauen auf eigene Faust. Oder die Stadt baut, nimmt kräftig Gebühren. Auch TUI, als Nutznießer des Areals, sollte sich an den Kosten beteiligen.“

Jürgen Beckmann (70), Sprecher der Bus-Unternehmer, sieht das nicht ein: „Der Neubau ist Sache der Stadt. Taxen müssen ja ihre Stellplätze auch nicht selber bezahlen...“
:eek:hno:
 

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LIBERTINED
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Warum schüttelst du da den Kopf? Das ist doch das einzig vernünftige in der Situation des Pleitegeiers Hannover, so traurig das klingen mag.

Ich halte es jedenfalls für keine gute Idee, dass die Stadt auf ihre Kosten alles auf ihre eh schon dünnen Schultern nimmt.
Da ist es nur richtig, eine Beteiligung von Nutznießern und Betreibern zu fordern.
 

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Eben. Es geht ja lediglich um die Verwendung des (höchstwahrscheinlich nicht unerheblichen) Verkaufserlöses für das ZOB-Areal. Da kann man von der Stadt doch wohl durchaus die Einhaltung ihres Versprechens verlangen, einen adäquaten Ersatz bereitzustellen.

Im Rahmen einer (hoffentlichen) Qualitätssteigerung wären ja durchaus auch höhere Gebühren legitim. Nur, dass die Busunternehmen das jetzt alleine schultern sollen, wäre wohl einmalig in Deutschland.

Zunächst wurden die maroden Bussteigdächer ohne Vorwarnung eingerissen... die Bussteige der regionseigenen Üstra / RegioBus natürlich ausgenommen. Das Wehklagen der Unternehmer wurde mit der Aussicht auf Besserung bei einem ZOB-Verkauf besänftigt. Und jetzt will man den Verkaufserlös selbst einstreichen?

Es handelt sich zu einem großen Teil um lokale Wirtschaftsunternehmen (Beckmann, Mommeyer etc.). Mit denen geht man doch nicht so um. Mal abgesehen von den städtebaulichen Konsequenzen. Denn sollten sich die Unternehmer darauf einlassen, dürfte wohl nicht viel mehr als ein paar Wellblechdächer und ein Containerdorf dabei rauskommen.
 
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