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Köln | Stadtquartier Rudolfplatz | In Planung

Nachdem die Stadt angekündigt hatte, den Rudolfplatz am westlichen Rand der Innenstadt umgestalten zu wollen (siehe auch hier), hat sich mit dem Düsseldorfer Unternehmen Development Partner nun ein Investor gefunden.

Nach Plänen des Unternehmens soll das komplette Karree neu bebaut werden. In Fläche und Qualität wird die geplante Neubebauung mit den Kranhäusern im Rheinauhafen verglichen. Weiterhin sei eine Tiefgarage unter dem kompletten Gebäude geplant.
Als Mieter möchte man ein Premieren-Kino und Computerspiel-Entwickler gewinnen. In den Ladenzeilen sollen Geschäfte unterkommen, die sich an technisch interessiertes Publikum wenden, etwa ein Apple-Store.

Der Rudolfplatz, der als ein zentrales Projekt im städtebaulichen Masterplan für Köln von Albert Speer Junior bezeichnet wird, sollte bereits einige Male neu bebaut werden. Bisher scheiterte das immer an den unterschiedlichen Interessen der einzelnen Grundstückseigentümer. Development Partner hat bereits die Gebäude Habsburgerring 24-26 gekauft und in Gesprächen mit den restlichen Privateigentümern Zustimmung für die Pläne signalisiert bekommen. Die Sparkasse, der der größte Teil der momentanen Bebauung gehört, ist durch die Vorgabe der EU-Kommission, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, zum verkauf gezwungen.

Momentane Besitzverhältnisse:


Aktueller Zustand:






Gedankenspiel zur Neubebauung von Albert Speer und Partner:


Es soll noch einen Architektenwettbewerb für den Neubau geben. Development Partner geht davon aus, dass die Stadt den Neubau auf sechs Obergeschosse beschränken wird. Grundsätzlich halte man es aber für denkbar hier auch ein Hochhaus (ähnlich zum Friesenplatz) zu errichten.

Das Investitionsvolumen wird mit 80 Millionen Euro beziffert.
Als Baubeginn wird 2016 angestrebt, Fertigstellung könnte dann 2018 sein.

http://www.ksta.de/innenstadt/-stad...les-neu-am-rudolfplatz,15187556,28277328.html
 

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Falscher Ort für einen großmaßstäblichen Klotz. Lernt Köln noch mal aus seinen Nachkriegsfehlern und dem daraus resultierenden Image als "graue Metropole Deutschlands"? :no:

Dort gehören kleinteilige Strukturen hin und eine für den Rand der Altstadt verträgliche Architektur, die auch dem altehrwürdigen Hahnentor Respekt zollt.
 
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Discussion Starter · #5 ·
Das Barceló-Hotel am Rudolfplatz wird von der Steigenberger-Gruppe übernommen, die dort dann in der zweiten Jahreshälfte 2016 ihr erstes Hotel in Köln eröffnen will.
Dazu soll das Gebäude in den nächsten 18 Monaten für rund 15 Millionen Euro renoviert werden. Nach dem Umbau soll das Hotel der Fünf-Sterne-Kategorie angehören. Die Neugestaltungespläne werden momentan ausgearbeitet. Die Fassade steht unter Denkmalschutz :)dunno:).





Quelle:
http://www.ksta.de/innenstadt/hotel...dolfplatz-in-koeln-auf,15187556,29341078.html
http://www.ksta.de/innenstadt/betre...bernimmt-barcel--hotel,15187556,29365606.html
 
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Discussion Starter · #6 ·
Hier soll es bereits nächstes Jahr los gehen: http://www.ksta.de/innenstadt/rudol...t-nachkriegs-tristesse,15187556,30057054.html

Übersicht:

Grafik: Böhne, KStA

Die Fakten aus dem verlinken KStA-Artikel:
  • Alle Mietverträge laufen zum 31.12. aus.
  • Die beiden Investoren Momeni und Development Partner wollen einen Architektenwettbewerb veranstalten.
  • Aufgrund der Lautstärke des Umfelds soll keine Wohnbebauung verwirklicht werden.
  • Stattdessen: Mischung aus Büroflächen, Einzelhandel und Gastronomie; evtl. Premierenkino.
  • Maximale Höhe nach städtischen Höhenkonzept: 6 Etagen.
  • Zwei Privateigentümer an der Ecke Habsburgerring-Rudolfplatz wollten nicht verkaufen. Steht zu hoffen, dass die Neubebauung dadurch kleinteiliger wirkt. Das wären die beiden Gebäude an der Ecke: Street View
  • Die Fassade des Theaters am Rudolfplatz steht unter Denkmalschutz. Könnte gründlich saniert was hermachen: http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/altstadt_s%C3%BCd_theater_am_rudolfplatz_50393.
  • Die Brücke zum Hahnentor wird abgerissen.
  • Momeni möchte gerne die Straßenbahntrassen zum Rudolfplatz verlegen, die momentan noch beiderseitig um das Areal laufen. Der Autoverkehr soll dann nur noch über die Richard-Wagner-Straße und die Pilgrimstraße laufen. Das entspricht den Vorgaben des städtebaulichen Masterplans von Albert Speer.
 

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Super!
Der Klotz auf der Insel des Rudolfplatzes wird endlich entfernt. Ich hoffe sehr, dass durch eine schöne kleinteilige Bebaaung die optische Größe des Rudolfplatzes vergrößert wird und dass die Hahnentorburg stärker ins Zentrum rückt. Die Umlegung der Straße wäre ein super Mittel dafür. Zudem wird dadurch die Aufenthaltsqualität auf dem Platz deutlich verstärkt.
Gastronomie und Kino als Nutzung hört sich gut an. Aber wird nicht einige Meter weiter im ehemaligen UFA Filmpalast ein neues Kino errichtet?
Das wäre ja dann schon fast ein Überangebot an Kinos auf den Ringen zwischen Rudolfplatz und Mediapark :p
 
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Discussion Starter · #8 ·
Die Brücke zum Hahnentor soll noch in diesem Jahr abgerissen werden.
Der Investor möchte im Dezember mit der Neugestaltung des gesamten Areals beginnen; bis dahin sind die bestehenden Mietverträge ausgelaufen.

Die "Ehrengarde der Stadt Köln", die die Torburg in Erbpacht nutzt, wünscht sich als Ersatz zur Brücke einen Anbau an des Tor, der dann als Veranstaltungssaal genutzt werden soll.

mehr: http://www.ksta.de/koeln/bruecke-am...hahnentorburg-bekommen,15187530,30966680.html
 

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In der Kölnischen Rundschau, wird die Planung der Umgestaltung des Rudolfplatzes als Monopoly-Dilemma bezeichnet. Durch die unterschiedlichen Besitzverhältnisse fällt die Planung schwer.
Deshalb werden im städtebaulichen Wettbewerb komplett unterschiedliche Pläne erstellt, in der Hoffnung dass sich die Parteien auf ein Konzept einigen können.
Es sollen sowohl Pläne für eine seperate Bebauung des Rudolfplatzes, als auch für eine Gesamtbebauung erstellt werden.


Quelle:http://www.rundschau-online.de/koeln/staedtebaulicher-wettbewerb-das-monopoly-dilemma-am-rudolfplatz,15185496,31277826.html
 

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Die Umgestaltung des Rudolfplatzes nimmt Gestalt an.

So hat das Londoner Architekten-Büro "Caruso St. John" den Wettbewerb einstimmig gewonnen.
Das Projekt soll noch heute öffentlich präsentiert werden.

Was aber bislang durchgesickert ist:
- gestaffelte, bis zu 8-geschossige Bebauung
- das denkmalgeschützte Theater am Rudolfplatz wird nun doch abgerissen, weil es sich nicht in die Planung integrieren lässt
- die Brücke zum Hahnentor wird abgerissen

Quelle: http://www.ksta.de/innenstadt/londo...atz-neu-gestalten-sote,15187556,32433122.html
 

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Dies soll die neue Bebauung des Rudolfplatzes werden.
8-geschossig, mit Mischnutzung von Büro und Geschäften und modern soll es sich präsentieren.
Der Kölner Baudezernent Höing lobt den Entwurf: "Der Siegerentwurf zeichnet sich durch die hervorragende Kombination der an diesem herausragenden Ort gebotenen Rücksichtnahme auf die benachbarte Hahnentorburg mit der notwendigen Prägnanz aus, um der Hahnenstraße am Rudolfplatz einen markanten Bezugspunkt zu geben."

Das Büro Caruso St.John hat sich gegenüber den Büros Gerkan, Marg und Partner, msm Meyer Schmitz-Morkramer, Schilling Architekten und Hadi Teherani durchgesetzt und konnte damit namhafte Konkurrenz hinter sich bringen.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist die Farbgestaltung des Neubaus auf das Hahnentor abgestimmt. Durch die 8-geschossige Fassade wird für die Hahnenstraße nun ein prägnanter Endpunkt errichtet.
Außerdem soll der Straßenverlauf neu organisiert werden. Die Stadtbahnhaltestelle soll zusammengelegt werden und sich ausschließlich auf der Nordseite befinden (auf der Animation: rechts). Der Kfz-Verkehr wird südlich verlaufen.

Quelle: http://www.immobilien-zeitung.de/1000028702/koeln-wird-neue-rudolfplatz
 

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Eine öffentliche Ausstellung aller Arbeiten des Gutachterverfahrens ist für Ende 2015 geplant.

Die in Hamburg ansässige und bundesweit tätige MOMENI Gruppe hatte das städtebaulich bedeutende Areal im Herzen der Kölner Innenstadt gemeinsam mit einem Beteiligungsunternehmen der Privatbank Ellwanger & Geiger Ende 2014 erworben. Das Investmentvolumen bei Fertigstellung wird ca. 120 Millionen Euro betragen.


http://www.deal-magazin.com/news/3/...n-holen-Spitzenarchitektur-an-den-Rudolfplatz
 
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Discussion Starter · #13 ·
Der Kölner Baudezernent Höing lobt den Entwurf: "Der Siegerentwurf zeichnet sich durch die hervorragende Kombination der an diesem herausragenden Ort gebotenen Rücksichtnahme auf die benachbarte Hahnentorburg mit der notwendigen Prägnanz aus, um der Hahnenstraße am Rudolfplatz einen markanten Bezugspunkt zu geben."
Ahja.
Ich finde, die Hahnentorburg geht da total unter mit diesem Trumm direkt gegenüber.

Wenn ich's mir im Detail angucke stört mich vor allen Dingen folgendes: Die Ostseite ist mir mit ihrer 8-geschossigen Rasterfassade zu monoton und wirkt wie abgeschnitten. Selbiges gilt für den Dachabschluss. Zudem wirkt das Erdgeschoss irgendwie sehr gedrungen. Eine höhere Geschosshöhe und eine andere Farbwahl bei den Arkaden hätten hier vielleicht schon geholfen. Rundbögen für die Arkaden hätten die Monotonie vielleicht etwas aufgebrochen.

Ich persönlich hätte mir hier eine kleinteiligere Lösung wie an der Nordseite des Rudolfplatzes gewünscht.

Lt. Immobilienzeitung sind die Flächen, die Development Partner gekauft hatte übrigens nicht Bestandteil der Planung.
Das sind die blauen Flächen hier (selbiges gilt wahrscheinlich auch für den Privatbesitz in Grün):

Bild: KStA

Mal sehen, wie's dann am Ring aussieht.

Wenigstens kommt die Brücke zur Hahnentorburg weg und die Verkehrsführung wird besser geordnet. Wenn das Fassadenmaterial hochwertig wird, kann ich mich vielleicht noch irgendwie mit dem Teil anfreunden. Schlechter als der Bestand geht eh nicht.
 

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Hier noch zwei weitere Bilder zum Projekt:

Quelle: http://www.carusostjohn.com/media/images/thumbnails/388_Final_Lowres-29.jpg

Blick vom Ring. Wie man sehen kann, sind die Gebäude welche nicht der Momeni Gruppe gehören, nicht in die Planung integriert. Um ganz ehrlich zu sein, finde ich dies noch nicht mal so schlecht. Gerade das Commerzbank-Gebäude hat doch einen gewissen 50-Jahre-Charme. Wenn es wieder ein bisschen aufpoliert werden würde, könnte es sich wirklich gut mit dem Neubau ergänzen.
Lediglich die 3-stöckige-Brandwand zwischen Commerzbank und Neubau stört massiv.
Durch den Erhalt der 50er-Jahre-Architektur wirkt das ganze Projekt auch wesentlich natürlicher und gewachsener, es ist nicht bloß ein neuer, riesiger Klotz.

Hier der Grundriss des Gebäudes:

Quelle: http://www.carusostjohn.com/media/images/thumbnails/388_Final_Lowres-1.jpg

Abschließend noch die Sicht vom Ring. Wie man sehen kann werden lediglich die beiden südlichen Häuser durch den Neubau ersetzt. Ansonsten bleiben drei Gebäude aus den 50er-Jahren bestehen. Somit wird sich der Ring städtebaulich kaum bemerkbar verändern, die große Veränderung findet an der Hahnenstraße und am Rudolfplatz statt.

Quelle: https://www.facebook.com/michael.frenzel.927?fref=ts Michael Frenzel - KölnSPD Stadtentwicklungspolitischer Sprecher

Außerdem noch ein Bild zum 2.Platz des Architektenwettbewerbes von Carsten Roth, Hamburg:


Quelle: https://www.facebook.com/michael.frenzel.927?fref=ts Michael Frenzel - KölnSPD Stadtentwicklungspolitischer Sprecher

Und hier auch noch der 3. Platz von Johannes Schilling aus Köln:

Quelle: https://www.facebook.com/michael.frenzel.927?fref=ts Michael Frenzel - KölnSPD Stadtentwicklungspolitischer Sprecher
 

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Hier hat definitiv der beste Entwurf gewonnen!

Der 3. Platz ist ja eine absolute Katastrophe. Beim Siegerentwurf sehe ich in der Fassadengestaltung mit dunkel unten, hell in der Mitte und dem Bräunlichen im obersten Geschoss sogar einen Bezug zum Tor. :eek:kay:
 

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Die Frage ist nur, wohin du dann schauen willst :p
Nach Süden sieht man wenig, da steht das Westgate im Weg. W
Nach Westen sieht man wenig, da steht das Barcelo Hotel im Weg.
Nach Norden sieht man wenig, da ist die Rudolfplatz-Bebauung.
Man könnte höchstens die Hahnenstraße in Richtung Neumarkt runterblicken, das wäre sogar wirklich ganz schön.
Aber ich denke mal, dass die Aussicht den Büro-Angestellten vorbehalten sein wird. :lol:
 

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LIBERTINED
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Die Ansicht mit dem Tor nochmal größer:


http://www.immobilien-zeitung.de/1000028702/koeln-wird-neue-rudolfplatz


Projekte von Caruso St. John sehen gebaut meist sehr wertig aus. Um die Qualität mache ich mir hier wenig Gedanken. Allerdings könnte der Entwurf noch dahingehend verbessert werden, dass zB die Fenster gegliedert werden (als T-Fenster oder wenigstens durch dunkle Mittelstege) und dass der Sockelbereich in der Geschosshöhe erhöht wird oder über die erste Etage reicht, um die Proportionen zu verbessern.

Genial wäre, wenn sich die nach oben heraustretenden Pilaster über den Dachbereich hinausziehen würden und so quasi Zinnen auf dem Dach ausbildeten, wie beim historischen Stadttor daneben. Ansonsten gefällt mir die von Ludi angemerkte Bezugnahme auf die Hahnentorburg schon gut, und ebenso die generell recht klassische Gliederung des Baukörpers. Passt gut zu Köln, erinnert ein wenig an Bauten im Gerling-Quartier.
 
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Discussion Starter · #19 ·
http://www.carusostjohn.com/media/images/thumbnails/388_Final_Lowres-29.jpg

Das sieht aus, als hätte jemand das Commerzbankgebäude bildhauerisch aus dem Block rausgeklöppelt. ;)

Aus der Perspektive gefällt es mir aber tatsächlich besser. Es wirkt deutlich weniger klotzig und ich möchte auch meine Kritik am Dachabschluss zurück nehmen.
Es wirkt fast so als bestünde die Fassade des obersten Geschosses aus einem anderen Material, etwa Metall.
Der Bezug auf die Hahnentorburg ist erkennbar.

Ich gehe mal davon aus, dass die Bestandsbauten zum Ring auch noch ersetzt werden. Entweder wird Development Partner in den Momeni-Entwurf einbezogen, oder entwickelt noch einen eigenen Entwurf.

Passt gut zu Köln, erinnert ein wenig an Bauten im Gerling-Quartier.
Da lässt sich nicht von der Hand weisen. New Cologne Style? ;)
 
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