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Discussion Starter #1
Ahoi :)

Hier soll es um Projekte (insbesondere bauliche Rekonstruktionen) & Neuigkeiten aus der russischen
Exklave Kaliningrad gehen.


fickr & flickr


Sicher ist euch bekannt, dass das früher deutsche Königsberg in Ostpreußen heute als Oblast Kaliningrad
zum russischen Imperium gehört.
Das erzeugt natürlich eine gewisse Verbundenheit mit der Ostseestadt. Dies soll allerdings kein Platz sein,
um sich über ihren 'Verlust' auszuheulen - hiesiger Thread dient vornehmlich der Information über aktuelle Projekte
der aufstrebenden Stadt des gar nicht so fernen Baltikums.


Anfangen möchte ich mit den frisch vorgestellten Plänen zur
Teilrekonstruktion der Königsberger Altstadt. Im nächsten Beitrag geht's auch schon los ;)
 

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Meine Oma auch!
Die Problematik ist ja eigentlich auch, das Michail Kalinin eine geschichtlich fragwürdig und belastete Figur ist.

Er unterzeichnete die Erlaubnis für das Massaker von Katyn und andere Hinrichtungen, wurde jedoch auch um Begnadigungen gebeten, was ihm selbst bei seiner eigenen Familie nicht gelang: Kalinins Frau wurde im Oktober 1938 verhaftet und bis 1944 interniert.
Kalinin war einer der entscheidenden Figuren, die die polnische Intelligenzia vernichten wollte. Der Mann ist eine ganz düstere Figur aus der russischen Geschichte. Das die Stadt um ihn zu ehren, immer noch seinen Namen trägt, macht den Umgang sicherlich nicht leichter.
Das sowjetische Kriegsverbrechen derartig schlecht aufgearbeitet werden, ist sicherlich kein gutes Zeichen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Iwanowitsch_Kalinin
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn#Das_Massaker
 

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Der Flug dorthin, von Moskau aus, war ein echtes Abenteuer. Die Maschine war klein und sah mit abblätternder Farbe nicht sehr vertrauenserweckend aus. Aber es half alles nichts. Ich musste einsteigen. Meinen Platz in Reihe 3 durfte ich nicht einnehmen, die Sitze waren kaputt. Dafür waren die Sitze in Reihe 5 etwas feucht. Mit eingezogenen Beinen quetschte ich mich auf meinen Platz und sah fatalistisch meinem Schicksal entgegen. Die Gurte funktionierten nicht, und mein Hintermann verströmte einen betäubenden Duft nach Knoblauch, Parfüm und 3 Wochen altem Schweiß. Aber ich wurde nicht ohnmächtig. Tapfer versuchte ich die nächsten 2 Stunden nur minimal zu atmen. Der Start verlief überraschend pünktlich und ich bemerkte im Steigflug warum mein Sitz nass war. Es regnete rein. Naja man hat mir versichert es sei Schwitzwasser, meiner Hose war das egal. Sie wurde nass als wäre es Regen. Dann hatte der Himmel ein einsehen und ich schlief ein.
Wir landeten etwas holperig, aber heil und gesund. Die 45 minütige Fahrt in die Stadt Kaliningrad führte uns durch heruntergekommene Dörfer. Vor jedem verfallenen Häuschen (ihr würdet es wohl Schuppen nennen) stand ein Brunnen. Kein fließendes Wasser, vielmals kein Strom. Ein Bild des Jammers. Die Stadt selbst ist wie die meisten russischen Städte grau und schmutzig. Alte Weiblein kehren die Straßen mit selbstgebundenen Reisigbesen. Es regnet und ist recht warm. Aber man kann hier tatsächlich über die Straße gehen ohne totgefahren zu werden, auch wenn man nicht springt wie ein Hase. Die Autos HALTEN an Zebrastreifen!!!! In Moskau tut das kein Mensch. Die Menschen die in Moskau alt sind, sind auch flink. Sonst überleben sie den Verkehr nicht.
Kaliningrad ist eine Exclave der russischen Föderation. Es grenzt im Süden und Südosten an Polen, im Norden und Nordosten an Littauen, der Westen liegt an der Ostsee. Ehemals Ostpreußen, das ja bekanntlich die Kornkammer der Deutschen war, ist von der einstigen Pracht nichts mehr übrig. Die Stadt Kaliningrad (Königsberg) bietet bis auf wenige Stellen (z.B. den mit deutschen Mitteln wieder aufgebauten Dom und der nagelneuen evangelischen Kirche) ein Bild des Jammers. Im Krieg wurde der Stadtkern von englischen Bomben restlos zerstört. Was dann noch an schönen Bauten übrig blieb, haben die Soviets gnadenlos gesprengt. Nach der Übernahme durch die Soviets wurde Kaliningrad zu einem Sperrgebiet. Niemand durfte rein oder raus. Das blieb so bis zum Zerfall der Sovietunion. Wenn man durch die Stadt fährt sieht man nur marode, schmutzige Häuser. Schimmelige Außenwände und verrottete Fenster lassen erahnen, wie es innen aussieht. Eine ehemals deutsche Siedlung ist noch erhalten. Aber auch diese Häuser sehen nicht besser aus, auch wenn sie uns von den Stadtführern mit stolz präsentiert wurden. Die Strassen sind in einem schlimmen Zustand. Tiefe Löcher, die stets drohen den Autos den Garaus zu machen. Die Strassenbahnweichen werden von den Schaffnern per Hand bei Bedarf umgestellt. Und wieder unendlich viel Dreck. Überall sieht man alte Weiblein, die mit selbstgebundenen Reisigbesen für ein paar Kopeken die Strassen fegen. Bettelnde hungrige Kinder verfolgen uns überall. Die meisten sind Sozialwaisen, gehen nicht zur Schule weil niemand sie dorthin schickt. Sie laufen aus den Kinderheimen davon, weil es ihnen dort noch schlechter geht. Moskau bezahlt 5$ pro Monat und Kind. Dafür soll es wohnen, essen, lernen und gekleidet werden. Es gibt eine Hilfsinitiative, "Äpfelchen" der deutschen Diakonie. Das sind vier Container im Zentrum, wo die Kinder gelegentlich gewaschen und entlaust werden, und manchmal auch eine Suppe bekommen.
Es gibt kaum nennenswerte Industrie. Durch die Verschmutzung des Wassers ist auch der Fischfang nicht mehr sehr einträglich.
Offiziell leben 40% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, und das ist nicht das was die deutschen als Armut bezeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen ist etwa ähnlich hoch. Flüchtlinge aus Kasachstan und anderen Regionen der russischen Föderation, die hoffen, von dort einen Absprung in den Westen zu finden, verschlimmern das Elend. Es scheint ein Fass ohne Boden zu sein, und ohne die ständig fließende Hilfe aus Deutschland (für die auch noch Steuern gezahlt werden muss,) gäbe es gar keine Hoffnung auf Besserung.
Nun, alles in allem ist Kaliningrad eine trostlose Stadt auch wenn sie vermutlich im Sommer auch schönere Seiten zu bieten hat. Wir haben auch noch Baltisk (ehemals Pillau) gesehen. Das ist noch heute militärisches Sperrgebiet. Eine in sich geschlossene Stadt, die normalerweise nicht besucht werden kann. Auch hier Schmutz, trostlose verfallene Bauten. Nur die bettelnden Kinder und die alten Weiblein fehlen.
Ich habe Königsberg nun gesehen. Könnte noch endlos weiter erzählen, von dem Vorzeige Kinderheim, von den vielen Hilfsprojekten, dem fehlenden Geld, der Durchseuchung mit Aids, der Prostitution.
Aber ich wollte nur einen kurzen Überblick geben, von einer trostlosen Stadt an der Ostsee. Dort wo einst die Kornkammer der Deutschen war.
http://www.holidaycheck.de/view-Reiseforum_kaliningrad+koenigsberg-ch_fo-tid_50508.html
 

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Discussion Starter #5 (Edited)
^ Interessanter Einblick. Diese wenig erfreuliche Darstellung vom heutigen Kaliningrad muss ich leider teilen, auch wenn mein Besuch noch weiter zurückliegt. Es ist ein trauriger Anblick, ein Häufchen Elend. Umso optimistischer stimmen mich die zahrleichen Rekonstruktionspläne preußischen Kulturgutes :)

meine ur-oma kam aus der gegend :)
Meine Oma auch!
Da schau her. Wir müssen irgendwie verwandt sein, mein Urgroßmütterchen stammt auch aus dem Saupreissnland im Osten ;)



Übrigens: HIER (Zeno.org) und HIER (memory.loc.gov - Library of Congress) findet ihr noch jede Menge historische Ansichten von Königsberg. Und natürlich in den Wikimedia Commons.
 

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Den Eindruck den ich aus div. Fernsehreportagen habe ist, das Königsberg heute sehr trostlos ist.
Allerdings habe ich auch mal einen mit div. Rekonstruktionsmaßnahmen/-projekten gesehen, einiges davon ziemlich geschmacklos (protzig oder gesichtslos), anderes historisch mehr oder weniger akkrat und somit wesentlich besser.
 

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^ Interessanter Einblick. Diese wenig erfreuliche Darstellung vom heutigen Kaliningrad muss ich leider teilen, auch wenn mein Besuch noch weiter zurückliegt. Es ist ein trauriger Anblick, ein Häufchen Elend. Umso optimistischer stimmen mich die zahrleichen Rekonstruktionspläne preußischen Kulturgutes :)
Wann hast Du Kaliningrad besucht ? Kannst Du davon erzählen ?
Übrigens, in den 90er gab's die Möglichkeit Königsberg und Ostpreußen zurückzubekommen. Helmut Kohl war dagegen.
 

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Discussion Starter #8
Wiederaufbau Altstadt von Königsberg / Kaliningrad

Nun kommen wir mal zum bald wohl gewaltigsten Wiederaufbauprojekt Europas: Die Wiederherstellung eines Großteils der Königsberger Altstadt!


Vorgesehen sind bislang folgende Rekonstruktionen bzw. historisierende Neubebauungen:



So, das erst einmal zum Überblick über das Rekonstruktionsgebiet.
Demnächst gehe ich dann noch näher auf die Einzelprojekte ein - zukünftige wie auch bereits abgeschlossene.


Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit! :)
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Wann hast Du Kaliningrad besucht ? Kannst Du davon erzählen ?
Übrigens, in den 90er gab's die Möglichkeit Königsberg und Ostpreußen zurückzubekommen. Helmut Kohl war dagegen.
Das hätte damals einen falschen eindruck gemacht. Vermutlich hätten die Polen dann gefürchtet, dass wir auch die anderen gebiete zurück haben wollen. Meiner meinung nach wäre ein unabhängiges Königsberger Land innerhalb der EU die beste Lösung - zumindestens besser als ein russicher Vorposten.
 

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Das hätte damals einen falschen eindruck gemacht.
Stimmt...Andererseits war das Interesse an Königsberg sowieso ganz gering.
P.S. Es freut mich sehr, dass es so viele Rekonstruktionsprojekte da gibt. :)
 

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Übrigens, in den 90er gab's die Möglichkeit Königsberg und Ostpreußen zurückzubekommen. Helmut Kohl war dagegen.
Davon hab ich ja noch gar nichts gehört. Finde auch auf google nichts darüber. Hast du vielleicht genauere Infos? Bisher wusste ich nur, dass nach dem Fall des Vorhangs den Finnen der Rückkauf Kareliens angeboten wurde. Das hat schon zu enormer Entrüstung in der russischen Bevölkerung geführt. Eine Rückgabe (oder Verkauf??) Kaliningrads an Deutschland hätte sicher noch heftigere Reaktionen ausgelöst, wobei es damals für die fast bankrotten Russen sicher Sinn gemacht hätte. Im Gegensatz zu den Deutschen. Die haben sich zu der Zeit ja schon genügend strukturschwacher regionen angenommen :) Und die fast eine Milliion Russen dort, hätten die die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen? Verjagen kommt heutzutage ja nicht mehr in Frage :)
 

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Davon hab ich ja noch gar nichts gehört. Finde auch auf google nichts darüber. Hast du vielleicht genauere Infos?
http://www.wiener-beobachter.at/Texte/Ostdeutschland.pdf
...Eine letzte - und am meisten logische - Variante wird heute allenfalls hinter vorgehaltener
Ostdeutschland
Hand diskutiert: Die Rückgabe Königsbergs an seinen „rechtmäßigen Eigentümer“, nämlich
Deutschland. Ganz so abwegig wäre diese Variante nicht, denn seinerzeit - so will es jedenfalls
ein nicht auszurottendes Gerücht - hätten Sowjetpräsident Gorbatschow und später Rußlands
Präsident Jelzin der Bundesrepublik Königsberg zum „Rückkauf“ angeboten. Altkanzler
Kohl und Außenminister Genscher sollen das abgelehnt haben, nicht zuletzt aus
Kostengründen. Aber wer weiß, vielleicht kommt so ein Angebot wieder - und trifft auf
mutigere und handlungsfähigere deutsche Politiker? Aber das wäre dann ein neues,
unbeschriebenes Kapitel.
Quelle aus dem Internet
Interview mit Wilhelm von Gottberg, Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen Frage:
„Was ist an dem Gerücht, daß Putin Ostpreußen der Bundesrepublik schon einmal „schenken“
oder „verkaufen“ wollte?“
Antwort: „An dem Gerücht ist nichts dran. Putin betreibt eine viel zu nationalistische Politik,
als daß er es sich leisten könnte, auf Königsberg zu verzichten. Die Putin tragenden
gesellschaftlichen Gruppen trauern der verlorenen Weltmachtrolle Russlands immer noch
nach. Sie wird wieder angestrebt. Tatsächlich aber hat Gorbatschow der Kohl-Regierung
Königsberg zum Rückkauf angeboten. Damals stand die konkrete Kaufpreisforderung von
48 Milliarden DM im Raum. Kohl und Genscher haben die Offerte ausgeschlagen, wobei
Genschers Ausspruch überliefert ist, daß er „Königsberg noch nicht einmal geschenkt“ haben
wollte.
Einst wird die Geschichte ein unbarmherziges Urteil über den seelenlosen Pragmatismus
der Kohl-Genscher-Regierung in Bezug auf ihre Politik bei der Wende 1989/90 sprechen.“
Auszüge aus der Rede des Sprechers der Landsmannschaft Ostpreussen Wilhelm v. Gottberg
am 10. und 11. Juni 2000 in Leipzig:
..... „Gorbatschows Angebot an Kohl/Genscher - wie ernst es auch immer gemeint war -, das
Königsberger Gebiet an die Bundesrepublik zu verkaufen,wurde von jenen weder geprüft
noch in der Öffentlichkeit bekanntgemacht. In maßloser Mißachtung der Geschichte, der
deutschen Geschichte Ostpreußens, hat man das Angebot zurückgewiesen. Man wolle
Königsberg nicht einmal geschenkt haben. So entschieden der seelenlose Pragmatiker
Genscher und der deutsche Bundeskanzler Kohl. Bei ihren zahllosen Auslandsreisen haben
Kohl und Genscher, später auch Kinkel, immer einen großen Bogen um Königsberg gemacht.
Heute wissen wir warum!“.....
„Die russischen Archive sind noch nicht geöffnet. Wir kennen auch nicht die geheimen
Zusatzabkommen zum Zwei-plus-vier-Vertrag. Aber wir wissen eins, der derzeitige Status
des Königsberger Gebietes wird sich auf Dauer nicht halten lassen. Ob noch einmal in
absehbarer Zeit - wie beim Gorbatschow-Angebot - der Mantel Gottes vorbeirauscht, wissen
wir nicht. Wir erhoffen es, aber es muß dann auch jemand da sein, der sich bemüht, einen
Zipfel des Mantels zu erhaschen.“.....
P.S. Das habe ich auf Google gefunden. :)
P.P.S. Oops, das ist eine Seite von Rechtsextremisten. :laugh:
 

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Das Gerücht habe ich auch mal vor Jahren gehört!
 

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Wäre auch komisch, wenn der Russe seinen Vorposten einfach so hergeben würde. Jetzt schon zweimal, wo er wirtschaftlich nicht mehr am Boden liegt wie zur Wende.

Trotzdem, schön, dass die Königsberger den Wert ihrer Geschichte erkannt haben und versuchen, ihre Stadt zumindest teilweise wieder so aufzubauen wie sie mal war. Hoffen wir nur, dass die Russen Geschmack beweisen.
 

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russen und geschmack sind glaub ich Gegensätze ;)
 

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Hmmm. Also, dass Gorbatschow Königsberg verkaufen wollte kann ich mir durchaus vorstellen, Andere Behauptungen die in dem Text gemacht werden halte ich aber für äusserst absurd. Zum Beispiel, dass die Polen vor der Wiedervereinigung bereit gewesen wären auch Schlesien, Pommern und ihren Teil Ostpreußens zurückzugeben und das von Gorbatschow ganz konkret geplant wurde. Wenn es nach dem Text geht, hat Genscher die Polen bekniet doch bitte die Oder-Neisse Linie anzuerkennen und die Polen haben das wiederwillig akzeptiert :nuts::nuts::nuts:

Ich finde solche rechtsextremen Seiten immer extrem lustig (und traurig zugleich), diese hier nennen das Internet Weltnetz :)
 

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Ah, es freut mich dass die Deutschen nun selbst auch ein Topic über dieses Thema haben :D.

Ein sehr interessantes Website über dieses Projekt ist http://www.altstadt.ru/ (auf Deutsch). Arthur Sarnitz hat der Königsberger altstadt auf 3D rekonstruiert.

Für ein übersicht des Rekonstruktions sollen Sie auf der Russische Wikipedia gehen. Ich weiss dass manche Deutscher kein Russisch verstehen, aber es gibt ein sehr gute übersetzing auf Google Translate:

http://translate.google.com/translate?u=http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A0%D0%B5%D0%BA%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%82%D1%80%D1%83%D0%BA%D1%86%D0%B8%D1%8F_%D1%86%D0%B5%D0%BD%D1%82%D1%80%D0%B0_%D0%9A%D0%B0%D0%BB%D0%B8%D0%BD%D0%B8%D0%BD%D0%B3%D1%80%D0%B0%D0%B4%D0%B0&hl=de&ie=UTF8&sl=ru&tl=de (Russisch - Deutsch)

http://translate.google.com/translate?u=http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A0%D0%B5%D0%BA%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%82%D1%80%D1%83%D0%BA%D1%86%D0%B8%D1%8F_%D1%86%D0%B5%D0%BD%D1%82%D1%80%D0%B0_%D0%9A%D0%B0%D0%BB%D0%B8%D0%BD%D0%B8%D0%BD%D0%B3%D1%80%D0%B0%D0%B4%D0%B0&hl=en&ie=UTF8&sl=ru&tl=en (Russisch - Englisch)

Ein gute Informationswebsite für Kaliningrader Neuigkeiten ist: http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kaliningrad/stadtnews/ (herstellt von Deutschen in Kaliningrad)

(es gibt auch http://www.kneiphof.ru/ und http://www.loebeicht.ru/, aber diesen Seiten sind auf Konstruktion)

N.B. Entschuldigung für mein Deutsch, ich schreibe es wie ein Holländer es wörterlich übersetzt. Die Grammatik und ins besonderes die Fälle und die Geschlechte des Wortes sollen viele Fehler haben :).
 

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Ein 3D Miniaturmodell von dem ehemaligen Königsberger Horst Dühring wird aus Kaliningrad ausgestellt. Arthur Sarnitz, der hersteller von die 3D Komputermodellen des Königsberger Altstadts, hat das Modell nach Kaliningrad gebracht.

Kaliningrad: Königsberg-Miniatur zeigt Altstadt in 3D
Freitag, 08.08.2008

Kaliningrad. Das alte Königsberg kehrt ins Herz des modernen Kaliningrad zurück: Seit Donnerstag ist im Shoppingtempel „Europa-Center“ ein besonderes Miniaturmodell des historischen Königsberger Stadtzentrums ausgestellt.

Das detailgetreue Modell im Maßstab 1:200 präsentiert den Besuchern in 48 Einzelteilen ein Stadtbild, dass heute weitgehend zerstört ist: das Pregelufer mit seinen historischen Fachwerkhäusern, die Dominsel mit der alten Universität, Parks, Grünanlagen und natürlich das Schloss.

„Das Modell soll ein Symbol der Freundschaft zwischen Kaliningrad und Deutschland sein. Wir wollen den heutigen Bürgern Kaliningrads zeigen, wie die Stadt früher einmal ausgesehen hat. Vielleicht kann das Modell eine Entscheidungshilfe sein, wie das zukünftige Kaliningrad aussehen soll“, sagte Wilhelm Boddien, Geschäftsführer des Födervereins Berliner Schloss, in dessen Besitz sich das Modell befindet, bei der Eröffnung.

Modellbau als Therapie

Die Geschichte des Modells ist ein individuelles Beispiel von Heimatverlust. Erbaut wurde es von dem ehemaligen Königsberger Horst Dühring, der damit seine Vertreibung aus der Stadt therapeutisch verarbeitete. In mühevoller Kleinarbeit baute er das Modell des verlorenen Königsbergs neben seinem Beruf als Lehrer in seiner Freizeit. 26 Jahre war er damit beschäftigt, das aufwändige Projekt zu vollenden.

Der Wunsch des 2006 verstorbenen Dühring war es, dass das Modell eine würdige Ausstellung erfährt. Das schien sich zuerst nicht zu erfüllen. Die letzten Jahre verkümmerte das Modell fern der Öffentlichkeit in einem Depot irgendwo in Nordrhein-Westfalen.

Blick in die Zukunft im Angesicht der Vergangenheit

„Die Ausstellungsorte in Deutschland waren nicht interessant. Wir wollten einen Ort, der mehr in die Zukunft schaut und dabei auch die Vergangenheit braucht“, sagt Wilhelm Boddien. Denn Boddien hat ein Vermächtnis zu übergeben. Dühring zu Dank verpflichtet, weil dieser das Modell zum Wiederaufbau der Berliner Schlosses unentgeltlich baute, wollte Boddien das Modell des alten Königsberg in einem dynamischen und pragmatischen Umfeld sehen.

Und was passt da besser, als die Stadt, die das Modell darstellt? Genau das dachte sich auch der Kaliningrader Architekt Arthur Sarnitz. Er stöberte das Modell in Deutschland auf, holte es nach Kaliningrad und übernahm die Kosten für Restauration und Ausstellung.

Identität Kaliningrads: historisch oder geschichtslos?

Sarnitz ist prominenter Verfechter des originalgetreuen Aufbaus der Altstadt in Kaliningrad. Dieser Standpunkt wird längst nicht von allen vertreten. Denn nicht alle wollen die deutsche Vergangenheit in das Stadtbild integrieren – viele ziehen es vor, mit modernen Glashochhäusern der Stadt einen geschichtslosen Neuanfang zu geben.

Aber Sarnitz sucht die Identität Kaliningrads in der Geschichte. Er sammelt mit Hilfe seines Architekturbüros schon seit Jahren alle auffindbaren Dokumente und Materialien des alten Königsbergs. Mit dem Modell von Horst Dühring hat er ein einmaliges Zeitdokument gefunden. „Die Seele der Stadt lebt in diesem Modell weiter“, sagt Sarnitz.

Die Ausstellung steht unter dem Patronat des deutschen Generalkonsulats in Kaliningrad und ist noch mindestens zwei Wochen im „Europa-Center“ zu sehen. Was danach mit dem Modell passiert, ist noch unklar. Arthur Sarnitz aber träumt schon von einem Dühring-Museum in Kaliningrad.
Quelle: http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kaliningrad/stadtnews/kaliningrad_koenigsberg-miniatur_zeigt_altstadt_in_3d_306.html
 

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Diese Russenkirche sieht ekelhaft aus. Geschmack hat man in der Region nicht wirklich.
 
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