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Der Kieler ZOB ist ein Relikt der Olympischen Spiele '72.
Eigentlich als Provisorium gedacht, steht der Bau bis heute, ist inzwischen aber wirklich heruntergekommen und massiv baufällig.
An seiner Stelle soll in den nächsten Jahren ein Parkhaus und ein Hotel/Kongresszentrum entstehen.
Im Erdgeschoss wird es jedoch weiterhin einen Busbahnhof geben.

Gegenwärtig (April 2015) wird abgerissen.
Für das zweite Baufeld (Hotel/Kongresszentrum) sind noch keine Pläne bekannt.

Ein Ideenwettbewerb für den ZOB wurde entschieden:

http://www.kn-online.de/top_themen/169026-Blick-in-die-Zukunft-des-Kieler-ZOB.html

Der Siegerentwurf:




gmp, Gewinner Architektenwettbewerk Kiel ZOB

Zwei etwas unkonventionellere Unterlegene:



 

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Discussion Starter #3
Ich kopiere aus gegebenem Anlass grad noch mal die Debatte zur ZOB-Überplanung auf kn-online.de hier rein:
Kieler, 31.08.2010 17:12 Uhr

Konkurrenz belebt das Geschäft und den überhöhten Preisen in einigen Hotels wird nun einmal der Kampf angesagt. Warum muß Kiel auch Preise auf Weltstadtniveau vorweisen, wohlgemerkt nicht nur zur Kieler Woche, wo sie sich fürs ganze Jahr gesund stoßen wollen. omsk hat in allen Punkten Recht.

Andre aus Kiel, 31.08.2010 15:58 Uhr

Ein Konferenzzentrum gleich neben dem neuen Atlantic-Hotel? Nett!! Und die anderen Hotels, welche in der Stadt von eben diesen Konferenzen zum großen Teil leben kommen wieder einen Schritt der Schließung näher. Nicht nur dass das Atlantic mit Dumpingpreisen den Kieler Hotelmarkt kaputt macht, nein, jetzt wird der Sahnetorte auch noch die Kirsche aufgesetzt.

HH-HH, 31.08.2010 14:28 Uhr

Sollte man in dieses Gebiet nicht lieber ein paar MODERNE Hochhäuser erbauen? Die Hamburger HafenCity ist jedenfalls schöner als dieser Schandfleck..

omsk, 31.08.2010 13:04 Uhr

Ja, es ist wenig hilfreich, immer wieder die Cap-Keule zu schwingen. Was hätte es damals für ein Zeter und Mordio gegeben, wäre es nicht entstanden - die Sozen als Arbeitsplatzvernichter etc. Aber man sollte sich natürlich freuen, wenn die Gestaltung sensibler Stadtbereiche nun überzeugender angegangen wird. Wohnen und Restaurants sind an dieser Stelle nicht darstellbar, da es zu Nutzungskonflikten mit der obligatorischen ZOB-Funktion käme. Ein Konferenzzentrum ist für Kiel ja schon häufig als zentraler Standortfaktor für weitere Entwicklung auch im touristischen Bereich erklärt worden und wäre hier natürlich von der Gesamtinfrastruktur auch angemessen untergebracht. Bedauerlich ist natürlich das wenig zeichenhafte am Siegerentwurf, das sich dem Bestehenden eher unterordnet, statt eigene Akzente zu setzen. Der Entwurf ist in dieser Hinsicht zweifellos weniger aufregend als andere. Andererseits ist er grundsätzlich dem Charakter des Ortes angemessen und beruhigt die Raumkante. Eine skulpturalere Bauform dürfte an den im Artikel erwähnten technischen Problemen mit dem Baugrund scheitern. Hier eine Tiefgarage auf einem mit Bunkerresten durchzogenen und mit verschiedenen, z.T. fragilen (Schlamm)Schichten durchsetzen Grund zu errichten, wäre zweifellos zu aufwendig und ergo teuer. Die Herzog Friedrich-Straße zu öffnen, ist schlüssig und betont den maritimen Durchblick. Von daher gilt wie auch für das Atlantic-Hotel - bei einer Realisierung überwiegen die Vorteile. Auch dieses hat endlich eine befriedigende Raumsituation vis-à-vis des Bahnhofes geschaffen. Hotels sind, anders als z.B. Museen oder Einrichtungen wie ein Science Center, nun einmal selten architektonische Highlights, die in ihrem Charakter auf die Umgebung ausstrahlen, das liegt schlicht in ihrer Funktionalität begründet. Immerhin bringen sie Leben in die Umgebung. Restaurants und auch ein gewisser Wohnanteil werden sich in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft am Germania-Hafen und der übrigen Kai-City finden, hier ist von der Sonnenlage her Gastronomie z.B. auch erheblich begünstigter als in der verschatteten Auguste-Victoria-Straße. Von daher finden sich hoffentlich nun auch die Investoren für dieses nächste wichtige Vorhaben am Bahnhof.

Mittelkieler, 31.08.2010 11:55 Uhr

Ich bin ganz der Meinung von G. Breuer und Hallenser. Außerdem ist geplante Durchbruch der Herzog-Friedrich-Straße zum Wasser eine gute Idee.

Hallenser, 31.08.2010 11:16 Uhr

Kommentare schön und gut, aber oft ist dies auch jammern auf hohem Niveau. Wir sollten dankbar sein, dass in dieser Stadt investiert wird, dass sich etwas bewegt. Sicher gefällt nicht jedem jeder Vorschlag doch allein die Tatsache, dass Kiel für Geldgeber (z.B. Stena) interessant erscheint und dass auch die Stadt dazu beiträgt sollte uns froh machen. Ich bin zum studieren nach Halle (Saale) gezogen, wo ich nun mitansehen darf, dass dort ganze Stadtteile abgerissen werden, da dort extrem viele Menschen weggezogen sind. Und nebenbei stürzt ungefähr einmal die Woche ein Haus ein, da dies seit Jahrzehnten leer steht und eben nicht attraktiv genug für Geldgeber ist. Lernen wir doch lieber die positiven Seiten zu sehen. Ist es nicht schön, dass dieses hässliche etwas namens ZOB endlich verschwindet?

Stefan, 31.08.2010 10:21 Uhr

ja, das atlantic-hotel ist ja auch so ein schönes gebäude....

G.Breuer, 31.08.2010 10:05 Uhr

Gerade eben nicht. Die Teilung in Kongresszentrum und Parkhaus, die Gebäude entsprechend ihrer Nutzung unterschiedlich, aber doch zusammenpassend, finde ich ausgesprochen gelungen. Gruselig der Schnittger-Entwurf, futuristisch, na schön, aber völlig überzeichnet an dieser Stelle. Der OX2-Entwurf würde allerdings prima in seinem Ruinen-Look zum Atlantic-Hotel passen. Sieht aus, als ob der Wind ein paar Kacheln aus der Fassade geweht hat.( Hier passt der Begriff Klotz übrigens viel eher). Ruinen-Look deshalb, weil die Balkone des Hotels den optischen Eindruck eines Brandschadens erzeugen. Vielleicht würde etwas weiße Farbe helfen. Nur so als Vorschlag.

Jochen Braun, 31.08.2010 09:55 Uhr

Wieso wird in Kiel alles daran gesetzt die "Schokoladenseite", nämlich die Grundstücke mit Blick auf Hafen und Schifffahrt mit hässlichen Investorenobjekten wie dem CAP oder Parkhäusern zu bepflastern? Gibt es keine Möglichkeit einer Mischnutzung mit bezahlbaren Wohnungen, Restaurants etc.?

SvenZ, 31.08.2010 08:33 Uhr

Dann hat sich ja mal wieder Klotz-Architekur durchgesetzt
 

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Zu den ZOB-Plänen und dem Siegerentwurf:

Liebe Jury:
Funktionalität des ZOBs, natürlich, aber wenn das Alles sein soll?! Okay, Details (Materialien) sind mit der Visualisierung und dem Modell eh noch unklar.
Ganz spontan dachte ich beim Siegerentwurf: Och joo...!
Aber je länger ich es ansah, desto langweiliger fand ich es. Die Fassade hat -bei der Baumasse verheerend!- kaum Variationen, es gibt keine echten Betonungen an den Enden/Eckpunkten, der Abschluss zum Stresemannplatz -rund kann fast immer gefallen, soweit okay- ist einfach geistlos. Von umliegenden Gebäuden wird nichts aufgenommen.
Wie z.B. die Hochhausbetonung des Posthochhauses (ich spreche nicht von der Architektur im Detail) als Abschluss eines langen Gebäuderiegels, schöne vertikale Fassadengliederung des Atlantic-Hotels, fast ein wenig "aufwärtsstrebend".
Sorry, GMP. Gewonnen hat Euer Entwurf vermutlich wie damals der Hörnentwurf mit seinen Bauklötzen ganz einfach deshalb, weil er am meisten offen lässt. Aber leider auch (fast) nichts aussagt.

Wobei: Nichts gegen die Strassenstruktur des Hörnentwurfs.
Die Gliederung der Baublöcke -ausser beim Schmid-Tower, das hätten 2 werden sollen- und die Strassenführung z.B. mit der Hinführung der Strasse "Zur Helling" einerseits zum "Halle 400-Vorplatz"/Blickachse zum Webcampus bzw. zukünftigen Hochhaus daneben
und Wasserplatz auf der anderen Seite ist immer noch eine Top-Lösung, finde ich. Ich freue mich schon darauf, wenn diese Viertel einmal komplett bebaut ist.

So wie auch das Atlantic-Hotel ausser dem Elektrikgeschoss wirklich gelungen ist: Natürlich ohne ein Ausguss von Kreativität zu sein, aber doch klar etwas Eigenes, und dennoch harmoniert es ganz wunderbar mit dem architektonisch/historisch wertvollen Raiffeisenhaus daneben. Genauso grosszügige Dimensionen, der gleiche strenge Raster in ganz neuer Anordung:

Herr von Gerkan! Gucken Sie doch (da) mal (hin)!

So, ich habe mich genug aufgeregt für heute.
Am Ende bestimmt ja auch der Investor die Musik. Hoffentlich ist es einer mit Kopf und Sinn für´s (Bau-)Ästhetische -fördert auch den Erfolg der Sache. Wenn auch vielleicht nicht gleich "morgen".
 

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Die Lösung für den ersten Entwurf gefällt mir aber immernoch am besten. Dadurch dass die Herzog-Friedrich-Straße durchgängig wird und das ganze etwas kleinteiliger. Schlimm wäre ein weiterer riesiger Block wie der jetzige ZOB gewesen. Mehr konnte man hier wohl auch nicht verlangen, da hat der erste Entwurf wohl das Maximum herausgeholt. Architektonisch gehts zwar immer noch besser, aber wer weiß wann das Ding gebaut wird und wie oft es bis dahin überarbeitet wird...
 

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Bezüglich des Durchbruchs gebe ich Dir recht, aber von dem wurde schon vor dem Ende des Preiswettbewerbs gesprochen -das ist keine "Erfindung" von GMP.

Der Schnittgerentwurf -mir erst zu abgefahren, aber dann fand ich ihn doch nicht schlecht- lässt ja auch einen Durchblick. Einen noch grösseren.

Ansonsten: Es darf ja jeder seine Meinung haben... ;-)

Wenn Du ausser der "Blockteilung" aber noch irgend etwas toll an dem Entwurf findest, würde mich das schon interessieren.
 

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Samstag in den KN wurde noch ein weiterer Entwurf besprochen, für den sich die CDU ausgesprochen hat. Leider nicht online.

Finde ich sehr interessant!
-ich meine aber nicht, dass es von der CDU kommt... ;-)

Inhalt u.a.: Verlagerung des ZOBs in die Auguste-Vikotoriastrasse (da gibt´s ja soo tolle Strassencafes oder anderes nicht, die darunter leiden würden) und somit ein "helles" ZOB und eine Architektur des Gebäudes frei von "Zwängen" -mit meinen Worten ausgedrückt.
 

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Außer der Blockteilung gibt es wenig, das stimmt schon. Aber so ein Riegel oder ein komplett offenes Glasdingens würden da glaub ich nicht hinpassen. Dann lieber solide Blöcke. Das Potenzial dieses Areals wird wahrscheinlich bei keinem der Entwürfe vollends ausgenutzt.
 

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Discussion Starter #9
Nochmal ZOB: Hier das Rendering des drittplatzierten Steinwender-Entwurfs von der Seite der Auguste Victoria-Straße:

Ab morgen, 8.9. sind im Rathaus denn ja alle Entwürfe ausgestellt.
 

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Discussion Starter #10











Die ZOB-Entwürfe sind nun im 3. Stock des Rathauses ausgestellt. Hier ein paar Renderings von gmp-Architekten.

Ein Bericht in der KN:
http://www.kn-online.de/top_news/171309-ZOB-Bebauung-Sympathien-auch-fuer-luftigere-Loesungen.html

http://www.gmp-architekten.de/index.php?id=6&no_cache=1&tx_macinaeasynews_pi1[showUid]=593&tx_macinaeasynews_pi1[pointer]=0&tx_macinaeasynews_pi1[sort]=sorting%3A0&tx_macinaeasynews_pi1[showYear]=2010&cHash=ca8ad86a420c1e7b5fa10389e001a44e
Das schreiben die Architekten zum Siegerentwurf.
 

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Discussion Starter #11
Die Ausstellung der ZOB-Entwürfe ist nun übrigens im 3. Stock des Rathauses zu sehen, mit ausführlichen Erläuterungen und Modellen.
Hier 2 weitere Vorschläge:


 

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Kommt ja hoffentlich demnächst! Als du hier warst, wurde wahrscheinlich gerade der südliche Teil abgerissen um für das neue Hotel Platz zu machen...der Rest blieb ja leider vorerst stehen...
 

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Sieht ja echt spacig aus, passt aber doch irgendwie nicht dorthin, da nur ein statt zwei Gebäudeteile.
Obwohl das als ZOB schon echt gut aussehen würde. Ich befürchte aber, dass es zu massiv wirken würde und die Passage in der Mitte kein guter Ersatz für einen richtigen Durchstich ist...

Im Text steht nichts weiter drin, aber darunter etwas von Baubeginn 2010. Scheint ein weiterer Entwurf zu sein, den wir damals verpasst haben?
 
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