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Discussion Starter · #1 · (Edited)
Der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) plant, sich für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 zu bewerben. Kiel bewirbt sich dabei um die Ausrichtung der Segel-Wettbewerbe. Am 21.März 2015 will sich der DOSB entscheiden, ob der Hauptstandort der Spiele in Berlin oder Hamburg sein wird. Dann wird auch entschieden, wo die Segel-Wettbewerbe statt finden. Im Wettbewerb um die Ausrichtung konkurrieren Kiel, Lübeck-Travemünde, Rostock-Warnemünde und Cuxhaven. Das letzte Wort zur Bewerbung haben die Bürger. Ob in ihrer Stadt die Olympischen Spiele statt finden werden dürfen, wird in einen Bürgerentscheid entschieden. 2017 wird dann die Entscheidung gefällt, in welchen Land die Spiele statt finden.
 

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Discussion Starter · #2 · (Edited)
Am 14.11.14 hat die Stadt Kiel ihre ersten Pläne für die Segelspiele vorgestellt. In den Plänen ist neben Schilksee auch das MFG-5 Gelände als Alternativstandort drin.

Schilksee




Holtenau



Nach der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) steht fest, dass – sollte Deutschland den Zuschlag erhalten – die Spiele 2024 nach Hamburg oder Berlin gehen sollen. Fällt die Wahl auf Hamburg, bewerben sich Kiel und Lübeck für die Austragung der Segelwettbewerbe. Auf einer Broschüre, die am 14.11. auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden soll, präsentiert Kiel seine Vorstellungen. Das Konzept erhält auch Hamburgs Innensenator, bevor er nach Lübeck weiterfährt. Olympia-Erfahrung, Bundesstützpunkt des Deutschen Seglerverbandes und mit der Kieler Woche Gastgeberin für den weltgrößten Segelwettbewerb – diese Trümpfe zählt die Stadt vor allem dann auf, wenn sie das bewährte Segelrevier Schilksee anpreist. Aber die Entwicklung des ehemaligen Marineflieger-Areals in Holtenau habe Raum für die Vision von einem zweiten Olympia-Quartier geschaffen – „nicht als gegen Schilksee gerichtet, sondern um zu zeigen, dass Alternativen denkbar sind“. Die Planung der Regattabahnen für Olympia 2024/2028 trägt die Kieler Handschrift der kurzen Wege, fairer Bedingungen, optimaler Medialisierung.
Im Zweikampf zwischen Berlin und Hamburg wird es am 16. März 2015 eine Vorauswahl geben. Dann bewertet das DOSB-Präsidium, wer das beste Konzept aufweist. Fünf Tage später entscheidet die DOSB-Vollversammlung in Frankfurt, ob Berlin oder Hamburg sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um die Austragung der Sommerspiele 2024 bewerben.
Mehr dazu:
http://www.kiel.de/leben/sport/olympische_segelwettbewerbe/index.php

EDIT mb92: Hab die Bilder sortiert und beschriftet.
So, die Stadt Kiel hat auf ihrer Internetpräsens ein Video und eine Borschüre online gestellt. Zudem gibt es Visualisierungen.
Quelle: kiel.de


Edit:
Genau die Visualisierungen die Timsen noch nachträglich eingefügt hat. Ich lass sie dann jetzt mal bei mir weg.
Kiel stellt zwei Olympiastützpunkte in Aussicht: Einmal Schilksee als bewährtes Segelrevier und ehemaliger Olympiastandort, in dem die letzten Jahre immer wieder investiert wurde und weiterhin den aktuellen Anforderungen entspricht.
Zum anderen Holtenau als Alternativstandtort. Als Olympisches Dorf direkt in der Stadt, das das Konzept der kurzen Wege unterstreichen soll.
Ansonsten wirbt Kiel mit seiner jahrzehnten langen Erfahrung bei der Organisation von Segelwettbewerben: Olympia '36 und '72 sowie den Kieler Woche Regattern, mit seinen Standtort als Bundesstützpunkt des Segelsports, damit verbunden einer guten Infrastruktur vor Ort, aber auch einer guten Anbindung und seiner weltoffenen und segelsportbegeisterten Einwohnern.
Halt: KIEL.SAILUNG CITY
 

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Im Wettbewerb um die Ausrichtung ist neben Kiel Lübeck-Travemünde, Rostock-Warnemünde und Cuxhaven.
Meinst du das so?
Im Wettbewerb um die Ausrichtung konkurrieren Kiel, Lübeck-Travemünde, Rostock-Warnemünde und Cuxhaven.
Oder
bewerben sich Kiel und Lübeck-Travemünde zusammen?

Okay ich bedanke mich nochmal für deinen Aufwand und die nette Aufmachung
 

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Discussion Starter · #5 ·
Korrektur ist nicht schlimm. Ich bin nicht perfekt, besonders nicht im Schreiben, und freu mich über Verbesserungsvorschläge. Nur so kann ich besser werden. Hab das geändert.
 

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Discussion Starter · #6 ·
Meinst du das so?
Im Wettbewerb um die Ausrichtung konkurrieren Kiel, Lübeck-Travemünde, Rostock-Warnemünde und Cuxhaven.
Oder
bewerben sich Kiel und Lübeck-Travemünde zusammen?
Nein, Kiel und Lübeck-Travemünde bewerben sich getrennt. Dachte, man kann es raus lesen, nun ist es eindeutiger.
 

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Ich bin gespannt auf die Reaktionen der Öffentlichkeit. Die Olympischen Winterspiele in Bayern wurden ja von der Öffentlichkeit abgelehnt, was aber vor allem an den großen Umweltbelastungen liegt. Die Segelwettbewerbe in Kiel würden mit anderen Voraussetzungen an den Start gehen und viel vorhandene Infrastruktur nutzen. Nun kommt es natürlich vor allem darauf an, wie gut Hamburg und Berlin ihre Bewerbungen verkaufen können.
 

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Discussion Starter · #8 ·
Ich sehe Berlin vor Hamburg. Berlin will viel vorhandene Infrastruktur nutzen, Hamburg nur ein Teil. Dafür wollen sie den Grasbrook komplett umbauen. Allerdings plant Berlin mit Rostock-Warnemünde als Segelstandort.
Von den Segelstandorten hat Kiel, aus meiner Sicht, die größten Chancen. Die meiste Erfahrung und vorhandene und gut genutzte Infrastruktur.
 

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Discussion Starter · #9 ·
Noch zwei Artikel:
Reaktionen auf die Bewerbung
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Reaktionen-auf-Kiels-Olympia-Initiative-Die-Lust-auf-Olympia
Jann Petersen ist Schiffsmakler. Als solcher kümmert er sich natürlich vor allem um die Belange der Berufsschifffahrt, deren Verhältnis zum Segelsport nicht immer ganz konfliktfrei ist. Doch wenn es um Olympia geht, erwachen beim Manager der Maklerei UCA Segel-Begeisterung und Zuversicht gleichermaßen: „Kiel ist Segeln, und Segeln ist Kiel – an uns führt in diesem Rennen kein Weg vorbei.“ Nicht nur, weil Kiel jedes Jahr aufs Neue den Beweis erbringt, eine Großveranstaltung mit 5000 Seglern routiniert über die Bühne zu bringen, sondern, weil auch die Bevölkerung der Landeshauptstadt mit Herz und Verstand hinter der Olympia-Initiative stehe. „Lübeck ist gut, aber Kiel bietet ganz klar die besseren Voraussetzungen.“ Wie auch andere Wirtschaftsvertreter erwartet Petersen, Mitbegründer die Initiative Kiel-Canal, von einer Olympiabewerbung einen Schub für die Region – auch und gerade für die Infrastruktur: „Das Ganze kann nur funktionieren, wenn Kiel und seine Segelreviere für die Menschen gut erreichbar sind.“

Auch nach Ansicht von Ingo Scheuse, Hauptgeschäftsführer des Unternehmensverbandes Kiel, spricht die Kieler-Woche-Erfahrung klar für die Landeshauptstadt. Mit Blick auf mögliche Investoren und damit neue Arbeitsplätze erhofft er sich von der Initiative vor allem eine neue „Willkommenskultur“. Die habe durch den Bürgerentscheid zur Ansiedlung von Möbel Kraft erheblich Schaden genommen.

Banker gelten zwar als eher nüchtern, doch aus Caroline Toffel, Vorstandsvorsitzende der Kieler Volksbank, sprudelt förmlich die Vorfreude: „Ich bin total begeistert.“ Die Aussicht, einmal in Kiel Olympische Spiele erleben zu dürfen, findet sie „sensationell“. Auch Martin Lochte-Holtgreven, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Consist, kommt ins Schwärmen: „Für die Sailing-City Kiel wäre es genial, erneut als Austragungsort der olympischen Segelwettkämpfe globale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.“

Als „äußerst positiv“ bewertet Haus&Grund die Bemühungen, die Landeshauptstadt 2024 erneut zu einem Austragungsort der Olympischen Spiele zu machen. „Davon haben alle etwas“, sagt Geschäftsführer Sönke Bergemann: „Das Selbstverständnis einer Olympiastadt wirkt über Jahrzehnte hinaus fort.“ Die Verbesserung der Infrastruktur insbesondere durch die Spiele 1972 trage noch heute Früchte.

Auf positive Impulse hoffen auch die beiden im Fall eines Erfolges am stärksten in die Spiele eingebundenen Stadtteile Schilksee und Holtenau. „Natürlich versprechen wir uns eine Aufwertung unseres Stadtteils, bei der dann auch unsere Schwimmhalle erhalten bliebe“, meint die stellvertretende Schilkseer Ortsbeiratsvorsitzende Antje Möller-Neustock. Allerdings sei der Ortsbeirat noch nicht in die Planungen eingebunden worden. Insofern habe sich das Stadtteilgremium noch keine fundierte Meinung bilden können. Ähnlich sieht das auch ihr Kollege in Holtenau. „Wir müssen uns zunächst die Details einer Bewerbung anschauen und diskutieren“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Herbert Kulbarsch. Grundsätzlich stehe er aber persönlich voll hinter der Initiative.

Sehr diplomatisch kommentiert Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, das Wettrennen zwischen Kiel und Lübeck: „Wir unterstützen ausdrücklich die Bewerbung Hamburgs um die Spiele, bei der Schleswig-Holstein mit seinen Stärken einbezogen wird.“

Ungebremste Begeisterung hingegen bei Wolfgang Hunger, dreimaliger Olympia-Teilnehmer im 470er: „Kiels Bewerbung begrüße ich sehr.“ Die Ideen um das MFG 5 seien eine „tolle Option“, die das Segeln mit Regatten in der Innenförde noch dichter an das segelbegeisterte Kieler Publikum hole.

Doch manchem Wirtschaftsvertreter bereitet gerade die Vision von einem Olympischen Dorf auf dem ehemaligen Marineflieger-Areal Bauchschmerzen. Nicht nur Consist-Chef Lochte-Holtgreven fordert: „Die Mischnutzung des MFG-5-Geländes darf durch Überlegungen zur Olympiateilnahme nicht behindert oder noch weiter verzögert werden.“

Von Jürgen Küppers und Ulrich Metschies

Außerdem hat Hamburgs Innensenator sich vor Ort in Kiel und dann in Lübeck die Bewerbung angeschaut:
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Olympia-Bewerbung-Kiel-Hamburg-sucht-das-beste-Segelrevier
Wir brauchen das beste Segelrevier, entscheiden sollen das Sportler, nicht Politiker. Kiel ist mehr als geeignet, sagt der Innensenator. Kämpfer ist überzeugt, das Kiel hinter der Bewerbung steht. Er hat darauf sein dreifaches Jahresgehalt gewettet. Außerdem:
Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer verströmte Zuversicht: „Wenn rein nach sportlichen Gründen entschieden wird, dann braucht uns für die Bewerbung nicht bange zu sein. Wir wollen mit unserer Segelbegeisterung anstecken.“ Die Kieler Woche als Aushängeschild des Segelsports, Deutschlands einziger Segel-Olympiastützpunkt und Segel-Bundesstützpunkt – all das zählt er zu den Riesenvorteilen Kiels. Auch die Tatsache, dass Kiel schon zweimal olympische Segelwettbewerbe – 1936 und 1972 – ausrichtete, schmälert die Chance aus seiner Sicht auf ein Triple nicht. Im Gegenteil, das könne sich vielleicht sogar als Bonus herausstellen, verwies er auf die britische Hauptstadt London, die bereits drei mal die Olympioniken zu Gast hatte. Zehn Jahre nach der letzten Olympia-Bewerbung sei Kiel sogar in der komfortablen Lage, zwei hervorragende Segelquartiere für Olympia und Paralympics anbieten zu können.
 

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Discussion Starter · #13 ·
Falls jemand Mittwoch noch nichts vor hat:
http://www.kiel.de/rathaus/_meldungen/_meldung.php?id=45181
Kiel nimmt Kurs auf Olympia 2024 und will nach 1936 und 1972 zum dritten Mal in der Stadtgeschichte die Segelwettbewerbe ausrichten. In den ersten Überlegungen zur Bewerbung will Kiel mit zwei Standorten an den Start gehen: Neben dem Olympiazentrum Schilksee kommt auch das MFG-5-Gelände in Holtenau ins Spiel.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Bürgermeister Peter Todeskino stellen in der gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Pries/Friedrichsort, Schilksee und Holtenau am Mittwoch, 14. Januar, um 19.30 Uhr in der Vaasahalle, Soling 12, Kiels Konzept für Olympische Segelwettbewerbe 2024 vor. Außerdem informieren sie über das weitere Vorgehen und beantworten Fragen. Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte sind herzlich eingeladen.
 

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Discussion Starter · #15 ·
Negativ ist immer Ansichtssache. Was für einen negativ ist, kann für jemand anders positiv sein. Bei Hamburg kann man nur hoffen, das bei den Großprojekt die Bürokratie nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ansonsten muss man sehen, was alles, wenn Hamburg und Kiel den Zuschlag bekommen, realisiert wird. Neben den geplanten Olympia-Bauten gibt es hoffentlich eine bessere Infrastruktur (Bahnstrecke Kiel-Hamburg für höhere Strecken ausbauen und Schienenanbindung für Schilksee).
 

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Discussion Starter · #17 ·
Wenig neues:
http://www.kn-online.de/Sport/Sport...tadt-praesentiert-Ortsbeirat-Bewerbungsplaene
Etwa 300 Leute hatten sich in der Vaasahalle in Schilksee zum ersten großen Informationsabend zu den Olympia-Plänen der Stadt eingefunden. Nach einem kurzen Werbefilm und Präsentation der Olympia-Broschüre, die neben dem bewährten Segelrevier Schilksee auch Holtenau als mögliches Quartier vorstellt, untermauerte Kämpfer: „Kiel ist bereit für Olympia 2024.“ Die besten Segelreviere, Olympia-Stützpunkt und Gastgeberin der zehnmal größeren Kieler-Woche-Regatten – der Verwaltungschef zeigte sich mit Blick auf die Konkurrenz aus Lübeck und Rostock überzeugt, dass nach rein sportlichen Kriterien Kiel den Zuschlag als Austragungsort der Segelwettkämpfe bekommen müsste. Doch gute Argumente allein genügten für die Bewerbung nicht, es gehe auch um Emotionen. Auf dem Podium, auf dem Vertreter aller drei Ortsbeiräte saßen, stießen die Pläne auf einhellige Begeisterung, wurde nur Kritik an der verspäteten Information seitens der Stadt laut.

Antje Müller-Neustock (SPD, Schilksee) sprach von einer „großen, tollen Grundstimmung“. Maren Schomaker (CDU, Holtenau) und Götz Daniel (Grüne, Pries-Friedrichsort) signalisierten ebenfalls grundsätzliche Zustimmung. Manfed Heller (SPD, Holtenau) lobte die „wunderbare Broschüre“, deren Visualisierungen Kämpfer aber als reine „Platzhalter“ bezeichnete: „Wir haben keine konkreten Pläne für die olympischen Dörfer. Uns war wichtig, die Fantasie anzuregen. Am Ende wird vieles wahrscheinlich ganz anders aussehen.“ Olympia, das wurde während der anderthalb Stunden deutlich, begreifen die meisten im Saal als Riesenchance für die Stadt. Kämpfer erinnerte daran, dass durch Olympia 1972 allein mehr als 500 Millionen Mark der Infrastruktur in Kiel zugute kamen. Einen ähnlich massiven Schub erhofft er sich, sollte Kiel wieder Olympiastadt werden. Das Geld, versicherte er, komme größtenteils von Bund, Land und Internationalem Olymischen Komitee (IOC).

Nur wenige äußerten Bedenken. Wann denn für Kämpfer die rote Linie überschritten sei? Darauf antwortete der Oberbürgermeister: „Das ist dann der Fall, wenn das IOC sein Reformversprechen, weniger Gigantonomie zu betreiben, nicht einhält.“ Es blieben aber noch viele Fragen, etwa nach den Ressourcen der Stadt, den Bauzeiten des olympischen Dorfs oder Einbindung anderer Stadtteile, offen.

Auch die Wahl, ob Kiel mit Schilksee oder Holtenau ins Rennen um das olympische Dorf geht, fällt erst im Herbst. Erst wenn im März/April feststeht, dass Kiel sich gemeinsam mit Hamburg um Olympia bewirbt, beginnt der Reigen der Bürgerbeteiligung durch etliche öffentliche Veranstaltungen und Diskussionen. Die Entscheidung zwischen den Quartieren liegt dann im September bei der Ratsversammlung – mit der Folge, dass der Bürgerentscheid danach mit einer bereits getroffenen Standortwahl erfolgen wird. Sagen die Kieler ja zu Olympia, wovon der Oberbürgermeister fest ausgeht, legt die Stadt Anfang 2016 dem IOC das vorgeschriebene „kleine Bewerbungsbuch“ vor. Diese erste Phase wird, wie die Stadt bereits mitteilte, zwischen 500000 und 800000 Euro kosten.

Unterdessen fordert die Hamburger Linke von der Bürgerschaft eine Ablehnung der Olympia-Pläne. „Der Senat betreibt einseitig Stimmung“, sagte Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher. Kosten und Risiken würden nicht transparent dargestellt. Der Finanzpolitiker Norbert Hackbusch verglich das Vorgehen mit den Anfängen der Elbphilharmonie: „Das ist die gleiche Rausch-Politik wie damals.“ Die Linke schätzt die Kosten für Olympia auf mindestens 7,3 Milliarden Euro.
 
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