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In der gestriegen Ratsversammlung wurde der Antrag der Kooperation beschlossen.
Zum Antrag: http://www.spd-net-sh.de/kiel/ratsfraktion/images/user_pages/150915_Antrag_Kooperation_zur_RV_15_10_2015_-_Drs__0749-2015.pdf

"Der Oberbürgermeister wird gebeten, einen Planungsauftrag für eine erste Stadtbahnlinie (Schönberg – Kieler Ostufer) Hauptbahnhof - Universität
– Wik – Holtenauer Hochbrücke – MFG5-Gelände – Friedrichsort – Schilksee an die Nah.SH zu vergeben und die Finanzierung dafür abzustimmen."

Dazu gab es von der FDP einen Alternativantrag, der sogar von der CDU abgelehnt wurde:
Zum Antrag: http://www.fdpfraktion-kiel.de//index.php/antraege-reader/alternativantrag-optimierung-des-oepnv-in-kiel-stadtbahn-und-seilbahn-ueber-die-foerde-ssb.html

Alternativantrag:
„Optimierung des ÖPNV in Kiel: Stadtbahn und Seilbahn über die Förde (SSB)“

Müsst ihr unbedingt lesen, ist zum Schieflachen... :hilarious:hilarious:hilarious
 

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Mensch, was man alles so lernt. Die Holtenauer 'ein bis ins Detail abgestimmtesSystem, dass zum jetzigen Zeitpunkt funktionierend austariert ist'. Wer hätte das gedacht?
Was macht eigendlich mit deren Wasserbus-"Konzept"? Hat man davon noch mal was gehört?
 

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Mensch, was man alles so lernt. Die Holtenauer 'ein bis ins Detail abgestimmtesSystem, dass zum jetzigen Zeitpunkt funktionierend austariert ist'. Wer hätte das gedacht?
Was macht eigendlich mit deren Wasserbus-"Konzept"? Hat man davon noch mal was gehört?
Ach ja, das "Wasserbus-Konzept"...
Etwas was es gar nicht gibt. Ich hatte mal die Gelegenheit mit der Kieler Ratsherrin Musculus-Stahnke (FDP) vor Zeugen darüber zu sprechen. Als ich sie fragte was das den sei, schwafelte sie etwas herum, dann meinte sie, sie würde sich vorstellen das man mit einem Bus bis zum Wasser fährt, dort auf eine Fähre rollt und sich über die Förde schippern lässt, um dann am anderen Ufer mit dem Bus weiter zufahren. Zumal ja die Förde das unser größtes Verkehrsproblem sei...

Nachdem dann mal ein Amphibienbus in der Presse breitgetreten wurde,

http://www.nufoto.nl/tag/waterbus/

merkte die FDP wohl ganz schnell, das das nichts war mit ihrem "Wasserbus-Konzept"
Ich habe jedenfall nichts mehr darüber gehört :eek:hno:
 

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Gute Argumente der FDP: Mettenhof und der Bedarf einer Fördequerung.

Die Fördequerung als Problem ist aber uns allen bekannt, und solange Kiel nicht auf 500k+ Einwohner wächst, wird's wohl auch keinen Tunnel geben.

Eine Seilbahn müsste aber auch recht hoch aufgehängt werden (70-80m in der Mitte der Förde aufgrund von Fähren und Kreuzfahrern, knapp 120m für Schiffe wie die White Pearl, etc), und die Türme wären dann effektiv die höchsten Gebäude der Stadt.

Ist also nicht praktikabel.

Das bisherige Fährangebot auszubauen wäre möglich, und wahrscheinlich eher sinnvoll.

Ansonsten könnte man einen Tunnel bauen, ein Tunnel mit ausreichend Größe für zwei Richtungen der Stadtbahn würde um die 70 bis 120 Millionen kosten, also wird das für die nächsten Jahre auch nicht passieren. (Annahmen: Kosten für 1.8m Durchmesser Tunnel sind 14.7 Millionen (basierend auf Fördedüker), man würde Deep Tube (London U-Bahn) Wagen ausgelegt für 3m Tunnel benutzen, und es würde keine Kostenüberläufe geben, kann hier nur Schätzungen abgeben) Außerdem ein Problem: Würde man die geplanten Stadtbahnwagen auf einer derartigen Tunnelstrecke benutzen, müsste man aufgrund deren weitaus größeren Lichtraumprofils 5m Durchmesser annehmen – also würde es weitaus teurer werden (in Richtung 170 bis 195 Millionen, und 195 ist noch konservativ geschätzt).

Also Tunnel und Seilbahn werden wohl eher nix, da ist Fähre momentan die einzige Lösung.

Aber ja, Mettenhof und Ähnliche müssen definitiv angebunden werden.
 

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Gestern hatte ich die Gelegenheit gehabt die Rostocker Straßenbahn zu nutzen. Mein Erlebnis ist sehr positiv.

Einige Daten zum Straßenbahnbetrieb:
Betreiber: RSAG
Spurweite: Normalspur
Betrieb: Einrichtungsbetrieb
Gerade die neuen Tramlink 6N2 haben mir besonders gefallen. Die Bahn ist komplett niederflurig, die Einstiegshöhe ist nahezu ebenerdig mit der Haltestellen Bordsteinkante und es gab ausreichend Sitzplätze (stolze 71 Stück) bei gleichzeitig großem Raumangebot für Rollstuhl/Kinderwagen/Fahrräder. Auch ein Fahrkartenautomat war an Bord, obwohl es an vielen größeren Haltestellen auch stationäre Automaten gibt.

Aus Begeisterung zum gestrigen Erlebnis wollte ich mir ein paar Gedanken zur Kieler Straßenbahn machen. Ein Blick auf die Kieler Stadtkarte: Ernüchterung. Kiel ist sowas von dermaßen "hässlich" und "zugemüllt", dass hier kaum Platz für überhaupt eine Führung ist.
Auf dem westlichem Teil konnte ich mir gerade noch so eine Führung in Mettenhof/Wik/Schilksee vorstellen, auf dem Ostufer allerdings reichte die Phantasie schon gar nicht mehr aus, dass ich die Führung auch nur Ansatzweise für machbar halte.

Ich versuche es dennoch. Nummerisch und planerisch sähe die erste Linie so aus: Schilksee, Olympiazentrum - Holtenauer - HBF.
Da es äußerst beknattert aussehen würde, wenn nun die Bahn plötzlich im Stadtzentrum endet, muss sie natürlich erweitert werden. Logisch finde ich weiterhin die Variante, über Ringstr., Saarbrückenstraße zu den Bahngleisen am Citti Park fortzufahren, dann die Bahngleise bis zur Brücke am Skandinaviendamm zu nutzen und die Strecke ab hier über eine Rampe weiter in Richtung Mettenhof, bis zur sich optimal geeigneten Wendeschleife am Aalborgring zu führen.

Um das Tramangebot auf der Holtenauer zu erhöhen, würde ich die Linie 2 von der Wendeschleife Wik, Zur Fähre Holtenau anzweigen sodass ab Knorrstraße 2 Tramlinien Rtg. Innenstadt fahren. (Eine Straßenbahn in der Herthastraße finde ich unnötig)
Ab Hbf ginge es -soweit möglich- bis irgendwo in Dietrichsdorf.

Damit das "Studentische Problem" gelöst wird, schlage ich Linie 3 vor, die von Botanischer Garten (Kehre) über HBF bis Wellingdorf (oder FH) führt.

Das wäre zunächst das Grundnetz. Für solche Strecken wie "bis Eckernförde / Neumünster / Preetz / Schönberg" usw. sollten die Straßenbahnen nicht missbraucht werden. Nach Schönberg soll die RB fahren und das ist auch gut so. In Rostock wird die Region übrigens mit einer Art S-Bahn angebunden und der Rest mit Regionalbussen von "rebus". In meinen Augen ist diese Lösung wesentlich sinnvoller und würde mir diese auch für Kiel wünschen.

Am Rande sei noch erwähnt, dass Rostock einen Modalsplit von 17% ÖPNV hat und trotz deutlich geringerer Einwohnerzahl die Fahrgastzahlen wesentlich höher sind als in Kiel.
Ob es an den günstigen Fahrpreisen (Einzelfahrt 2,-€ / Tageskarte 4,90€), den weitaus freundlicheren und geduldigeren Bus-/Bahnfahrern liegt oder am Service (Einstieg auch im Bus bis 20 Uhr überall erlaubt) bleibt natürlich ein Rätsel.
 

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I ♥ Stockholm
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Die Verwaltung schätzt die Kosten für eine Kanalquerung der Stadtbahn auf 22,5 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um eine grobe Schätzung. Die Kosten für die notwendigen Dämme sind noch nicht enthalten. CDU und FDP sind dagegen. Neuerdings verteidigt der DGB die Stadtbahnplanungen.

(Leider im falschen Thread gepostet, sorry).
 

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Mensch, was man alles so lernt. Die Holtenauer 'ein bis ins Detail abgestimmtesSystem, dass zum jetzigen Zeitpunkt funktionierend austariert ist'. Wer hätte das gedacht?
Was macht eigendlich mit deren Wasserbus-"Konzept"? Hat man davon noch mal was gehört?
Die haben doch einen Knall. Wer von denen schreibt denn so eine Sche...
 

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In der heutigen Ratsversammlung geht es (wie bereits an anderer Stelle schon geschrieben) um das neue Mobilitätskonzept. (TOP 13.3)

https://ratsinfo.kiel.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=18772

Punkt 5 ist der relevante Punkt zur Stadtbahn:
Zitat:
Im Rahmen der Konzepterarbeitung wird die grundsätzliche Machbarkeit und Finanzierbarkeit einer ersten Stadtbahnlinie (Ostufer-) Hauptbahnhof – Wik/Universität – Holtenauer Hochbrücke – MFG 5 Gelände – Friedrichsort – Schilksee geprüft. Die Prüfung soll unter Einbeziehung der NAH.SH erfolgen. Sie beinhaltet als ersten Schritt eine detailliertere Einschätzung möglicher Querungsoptionen des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). Unabhängig davon wird der Oberbürgermeister aufgefordert, sich weiterhin für die zügige Realisierung der Strecke Hein Schönberg einzusetzen
Zitatende

Mittlerweile gibt es dazu auch bereits einen Alternativantrag (TOP 13.3.1) Allerdings ist der noch nicht online einsehbar, sodass ich nicht sehen kann woher er stammt und welchen Inhalts er ist.

Möglicherweise hängt es aber mit einer Aussage vom Ratsherrn Wohlfahrt (CDU) zusammen. In der gestrigen Rathausrunde im Offenen Kanal Kiel waren alle Anwesenden für eine Stadtbahn in Kiel. Ja man höre und staune. Allerdings fehlte ein Vertreter der FDP in dieser Runde. Aber auch Jan Wohlfarth fand Gefallen an der Stadtbahn, meinte aber man solle erstmal das Machbare realisieren und nicht gleich an so teure Projekte , wie eine Kanalquerung gehen.

http://www.okkiel.de/flashplayer.php?thissite=25374&firstflash=2

EDIT:
Jetzt ist auch der Alternativantrag online:

https://ratsinfo.kiel.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=18820

Wie vermutet, er kommt von der CDU. Aber tatsächlich positive Meinung zur Stadtbahn. Vielleicht wird ja wirklich was daraus. Würde ja auch endlich Zeit werden…
 

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Also ich kann den Alternativantrag lesen. Der ist von der CDU. Das wichtigste einfach zusammengefasst: Stadtbahn ja, aber ohne Kanalquerung dafür mit Ostufer.
 

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Also ich kann den Alternativantrag lesen. Der ist von der CDU. Das wichtigste einfach zusammengefasst: Stadtbahn ja, aber ohne Kanalquerung dafür mit Ostufer.
Ja, bei mir auch. Habe den Ursprungsbeitrag ergänzt.
Das hat sich wohl überschnitten, als ich den Beitrag schrieb, war er definitiv noch nicht online. Da war noch kein Link hinterlegt.
 

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Schön, dass es jetzt anscheinend eine fraktionsübergreifende Einigkeit für eine Stadtbahn gibt. Mal abwarten was die Splitterpartei sagt... aber das ist ja egal.
Eine Kanalquerung ist langfristig wünschenswert, da in nörtlichen Stadtteilen rund 1/8 (~20.000) der Kieler Bevölkerung leben. Aber bevor jetzt richtig viel Geld in die Hand genommen wird, könnte man Stadtteile mit einer ähnlichen Bevölkerungshöhe wie Mettenhof oder Elmschenhagen anbinden.


Edit: @Kieler Jung:
Bin gespannt was du morgen hier zuberichten weisst.
 

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Ich denke auch, dass man jetzt erstmal schnellstmöglich eine Stadtbahn realisieren sollte und hoffentlich würden sich die Erweiterungen dann mit der Zeit ergeben.
 

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In der Dezembersitzung der Kieler Ratsversammlung hatte die FDP eine Kleine Anfrage bezgl. der Hochbrücken und Stadtbahn gestellt. (Drucksache 0989/2015)

https://ratsinfo.kiel.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=18650#searchword

Inzwischen liegt auch die Antwort der Verwaltung vor. Ich zitiere hier nur mal die wichtigsten Passagen:

„…Laut dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV) (…) lässt die Streckencharakteristik und die Betriebsform der B 503 im Bereich der Holtenauer Hochbrücken als Kraftfahrstraße es nicht zu, einen schienengebundenen Verkehr in die Straßenquerschnitte zu integrieren.
Grundsätzlich bedeutet die zusätzliche Belastung der Brücken durch eine Stadtbahn eine deutlich höhere Belastung als die heute für den Straßenverkehr angenommene Verkehrsbelastung. Die beiden Bauwerke wurden seinerzeit jeweils individuell nur für die vorgesehenen Verkehrsarten konstruiert und nach den damaligen Lastannahmen bemessen. Ohne eine aufwändige und kostenintensive Nachrechnung lässt sich keine seriöse Aussage über eine grundsätzliche technische Ertüchtigungsmöglichkeit, über deren mögliche Kosten und deren ökonomische Sinnhaftigkeit treffen…“

„… Eine Nachfrage beim LBV ergab, dass die Investitionssummen für vergleichbare Bauwerke mit einem Quadratmeterpreis von 4000,- EUR bis 5000,- EUR zu veranschlagen sind. Diese Größenordnung der Veranschlagung wurde durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau für den gerade in der Planfeststellung befindlichen Ersatzneubau der Levensauer Hochbrücke bestätigt. Bei einer angesetzten, den Holtenauer Hochbrücken vergleichbaren Brückenlänge von 400 Meter, einer Mindestbreite von 12,5 Meter und einem Quadratmeterpreis von 4500 EUR würde sich somit eine Investitionssumme in der Größenordnung von 22,5 Mio. EUR für das Bauwerk ergeben.
Hinzu kämen noch die Dammbaukosten für die Anbindungen auf beiden Seiten…“

„… Brückenbauwerke wurden bisher von den Fördergebern nach Vorlage prüffähige Unterlagen als einzelne Ingenieurbauwerke für die Anmeldung zu Förderprogrammen geprüft. Erst das Ergebnis einer solchen Prüfung beinhaltete i.d.R. auch eine belastbare Aussage zur Förderhöhe.
Von den möglichen Fördermittelgebern sind zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund fehlender Planungen somit hierzu keine näheren Angaben zu erhalten…“

Das sind schon gewaltige Summen, die da nur geschätzt sind. Insofern stimme ich da mal der CDU zu. Erst mal eine Strecke innerhalb von Kiel bauen und dann später den Kanal überqueren wenn, z.B. eine Sanierung der Brücken ansteht.
 

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So, hier nun die kurze Zusammenfassung der gut 30-minütigen Debatte um das Mobilitätskonzept, bzw. um die Beschlussvorlage des OB`s in der gestrigen Ratsversammlung.

Nachdem der OB seine Vorlage noch mal kurz erläuterte, gab er auch ein klares Bekenntnis für die Stadtbahn ab. Er sei überzeugt, das sie fahren wird, ob in 10, 15 oder erst in 25 Jahren.

Der nächste Redner war dann Herr Kruber von der CDU. Er stellte seine Partei (natürlich) so dar, als das man immer schon für einen schienengebundenen ÖPNV gewesen sei, wenn er "denn Realistisch und Bezahlbar ist". Die StadtReginalBahn sei es jedenfalls nicht gewesen, weswegen man sie auch ablehnte.
Statt aber jetzt wieder eine so große Investition zu tätigen, möchte die CDU den ÖPNV sofort stärken, in dem man den Bus und die Fördeschiffahrt besser mit einander vertaktet. Dann auch gleich der Vorwurf an die Kooperation, man hätte den Busverkehr absichtlich nicht verbessert, weil man sonst ja hätte sehen können man braucht die SRB ja gar nicht.

>Hier waren mal wieder die alten Phrasen ohne großen Inhalt, wie schon zu Zeiten der SRB-Planung.<

Der Vorschlag (und das ist endlich mal was neues von der CDU) von Herrn Kruber war die Verlängerung von "Hein Schönberg" vom Hauptbahnhof zur Universität als ersten Schritt zu realisieren.

Lutz Oschmann von den Grünen hielt (wie immer) wieder eine flammende Rede pro Stadtbahn für Kiel. Er stützte damit die Vorlage des OB.

Und dann kam die FDP:
Ratsfrau Muskulus-Stahnke erläuterte auch nochmal aufgrund der enormen Kosten, die eine Querung des Kanals mit sich bringt, in Bezug zu den weggefallenen erhöhten Beförderungsaufgabe (gemeint war die Olympiade in Schilksee), würde eine Planung nicht mehr zu rechtfertigen. (dabei hatte man zu Zeiten der SRB-Planung immer bemängelt, das die Stadtteile nördlich des Kanals ja garnichts an die SRB angeschlossen seien). Allenfalls dem Änderungsantrag der CDU könne man mittragen, wo es um einen Schienen-ÖPNV analog der alten Straßenbahnlinie vom Ost- zum Westufer ginge.
Aber dann kam der Knaller (und hier zitiere ich mal wörtlich):

"...schienengebundene Verbindungen die einerseits die Schönberger Straße wieder aufreissen und andererseits die Holtenauer Straße aufreissen, auch darüber haben wir anläßlich eines etwas anderen Verkehrprojektes ja mehrfach diskutiert, dem würden wir dann im Detail nicht zustimmen. Ich kann aber mit dem CDU-Antrag, nach Rücksprache und Erläuterung hier, in soweit leben, dass jetzt erstmal geguckt wird, die Anbindung der Uni, ist in meinen Augen vollkommen in Ordnung, Hein Schönberg sowieso, bestehende Verbindungen Reaktivieren ist in Ordnung. Was ich nicht möchte sind eben solche Zustände wie ich sie beschrieben habe und wie wir sie hier auch mehrfach dargestellt haben..."

>Anbindung Uni ist OK und Hein Schönberg auch, aber wie will sie denn beides verbinden ohne die Straßen aufzureissen?? Das bleibt wohl das ewige Geheimnis der FDP.<

Achim Heinrichs (SPD) sprach dann davon, dass man einen neuen Stadtteil auf dem MFG5-Gelände entwickeln will, wo eben auch gleich ein vernünftiger ÖPNV mit vorhanden sein soll. Und auch die bestehenden Brücken halten nicht ewig, siehe die Rader Hochbrücke, die ja auch jetzt schon neu geplant werden muss.

Am Ende wurde dann Alternativ abgestimmt, wobei die Verwaltungs-Vorlage mit den Stimmen von SPD, Grünen, SSW und den Linken, sowie Frau Danker (Fraktionslos) angenommen wurde. Dem Alternativ Antrag stimmten nur die CDU und die FDP zu, Herr Nonnsen (Fraktionslos) enthielt sich.

Interessantes Detail am Rande: Herr Oschman teilte mit, das die KVG zur Zeit eine Ausschreibung über 10 Hybridomnibusse laufen hat.
Außerdem gibt es ein gemeinsames Projekt mit den Verkehrsbetrieben Lübeck, Flensburg und Kiel zu einer Schnellaufladestation an den Start- und Endhaltestellen. Innerhalb von 6 Minuten werden die Batterien aufgeladen, sodass eine Fahrt von 7-10km rein elektrisch erfolgen kann.
In Zusammenarbeit mit der FH-Kiel wird untersucht, welche Batteriekapazität ein Bus haben muss, um eine Fahrt der Linie 11 rein elektrisch durchführen zu können.
Bei der Erneuerung der Fördeschiffe wird auch der Antrieb eines Schiffes mit LNG untersucht, sowie die Schwentinelinie rein elektrisch zu betreiben.

Soweit meine Zusammenfassung, ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüberbringen...:nuts:
 

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I &#9829; Stockholm
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Der Wandel bei FDP und CDU kommt wirklich überraschend. Wobei ich bezweifle, dass bei der FDP ein nachhaltiger Sinneswandel eingesetzt hat. Absurd ist, dass die KN umfassender über diese seltsame Stadtwappen-Debatte berichtet haben.

Bei Pro Stadtbahn habe ich eine Zusammenfassung gefunden.

http://stadtbahn-kiel.de/umfassende-mehrheit-fuer-stadtbahnplanungen-cdu-gibt-blockade-auf/
So absurd ist das gar nicht von den KN. Diese Debatte dauerte tatsächlich über eine Stunde und wurde leidenschaftlich diskutiert, zumal es Alternativanträge sowie Rückstellungsanträge gab.
Dagegen war der Tagesordnungspunkt mit der Stadtbahn in gut einer halben Stunde durch, zumal hier alle eigentlich dafür waren. Es ging nicht um das ob, sondern nur (noch) über das wie. Aber auch das ist ja schon ein guter Schritt weiter... :)
 

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Zur FDP: Es würde gehen, eine Verbindung zwischen Schönberg und Uni einzurichten und dabei keine Straßen aufzureißen. Auf der Bahnstrecke mit der Reaktivierung der Strecke zum Güterbahnhof West.
Oder sie haben schon Pläne für eine schwebende Stadtbahn, dann wäre auch die Förde, das "große Problem" in Kiel, kein Problem mehr. :)
 

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Zur FDP: Es würde gehen, eine Verbindung zwischen Schönberg und Uni einzurichten und dabei keine Straßen aufzureißen. Auf der Bahnstrecke mit der Reaktivierung der Strecke zum Güterbahnhof West.
Oder sie haben schon Pläne für eine schwebende Stadtbahn, dann wäre auch die Förde, das "große Problem" in Kiel, kein Problem mehr. :)
Es gibt aber keine Strecke mehr zum Güterbahnhof West. Die ist Entwidmet und abgebaut...

"schwebende Stadtbahn" an Seilen... wäre dann die Seilbahn oder noch besser Wasserbus(konzept) ... ??!!?? :nuts: :eek:hno: :cheers:
 
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