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Was lange währt, wird endlich angepackt: Der städtebauliche Wettbewerb zur Entwicklung der Holstenstraße und ihrer Plätze soll in der ersten Jahreshälfte 2020 beginnen. Das Gebiet, das überplant wird, erstreckt sich in der Innenstadt von Kiel vom Ziegelteich bis zum Alten Markt.
Das Stadtplanungsamt und das Tiefbauamt haben die Eckpunkte des Wettbewerbs jetzt im Ortsbeirat Mitte erstmals öffentlich vorgestellt. Vertreter des örtlichen Handels signalisierten ihre Zustimmung.
Danach umfasst das Wettbewerbsgebiet die Holstenstraße vom Ziegelteich bis zum Alten Markt sowie den nördlichen Stresemannplatz, den Holstenplatz, die Andreas-Gayk-Straße, den Heinrich-Ehmsen-Platz, den Asmus-Bremer-Platz und die westliche Hafenstraße.
Offen ist noch, ob auch der Europaplatz hinter der Sparkassen-Arena einbezogen oder ob es dazu einen eigenständigen Wettbewerb geben wird. Klar ist, dass der Berliner Platz vor dem Bootshafen nicht mit ausgeschrieben wird, weil er zusammen mit dem Holsten-Fleet gerade erst neu gestaltet worden ist.
Die Auslobung soll sich ausdrücklich an Landschaftsarchitekten richten, lediglich begleitend sollen Verkehrs- und Stadtplaner sowie Architekten hinzugezogen werden. Doris Grondke i betont die Aufenthaltsqualität mit viel Grün, mit Bäumen, Wasser, Spielplätzen, Sitzgelegenheiten und Parkflächen. Die Zahl der Teilnehmer am Wettbewerb ist auf 15 beschränkt.
Die Quartiere Altstadt (Alter Markt bis Holsten-Fleet) und Vorstadt (Ziegelteich bis Asmus-Bremer-Platz) sollen klar erkennbar bleiben. Das Stadtplanungsamt hat zudem fünf weitere Ziele definiert.
- Für jeden Platz soll ein eigenständiger Charakter entwickelt werden. Zum Beispiel soll auf dem Asmus-Bremer-Platz das frühere Wasserspiel reaktiviert werden. Der Übergang zu den künftigen Kiel-Höfen auf dem Gelände der Kieler Nachrichten soll erweitert und deutlich freundlicher gestaltet werden.
- Die Stadträume sollen barrierefrei vernetzt werden. Freie Sichtbeziehungen sollen hergestellt werden.
- Unterschiedliche Nutzungsansprüche von Kulturveranstaltungen über Naherholung und Spielplätze bis Markttreiben sollen vereint werden.
- Der Verkehrsraum auf der Andreas-Gayk-Straße soll als integrierter Stadtraum gestaltet werden. Das lässt Raum zum Beispiel für „shared spaces“ (Gemeinschaftsraum aller Verkehrsteilnehmer), für Kunst im öffentlichen Raum oder für autofreie Begegnungsplätze.
- Eine klimagerechte und nachhaltige Entwicklung soll zum Beispiel mit Entsiegelung, Begrünung, Wasserelementen und ressourcenschonendem Material sichergestellt werden.
Mit der Neugestaltung geht eine bewusste Abkehr von der autogerechten Innenstadt einher. Die Umsteuerung sei gesellschaftlich und politisch gewollt, betonte Peter Bender vom Tiefbauamt.
So soll die Andreas-Gayk-Straße in Höhe Holstenplatz zwischen Stresemannplatz und Heinrich-Ehmsen-Platz an zeitgemäße und zukünftige Mobilitätsansprüche angepasst werden: mit vier Bus- und Bahnsteigen und je zwei Spuren für Busse und Bahnen.
Die künftige Stadtbahn soll – egal ob auf Schienen oder nicht – vom Hauptbahnhof über die Andreas-Gayk-Straße zum Berliner Platz geführt werden und umgekehrt.
Zusätzlich soll der Straßenquerschnitt einen vier Meter breiten Premium-Radweg und eine Fußgängerpromenade entlang dem Neuen Rathaus Platz aufnehmen.
Das verkehrliche Rahmenkonzept sieht zudem vor, dass die Andreas-Gayk-Straße zwischen Hafenstraße und Bootshafen nur für den öffentlichen Personennahverkehr, Radfahrer und Fußgänger geöffnet wird, nicht aber für Autos. Daran haben Autofahrer in Kiel sich eh längst gewöhnt. Wegen einer Hotelbaustelle ist die Straße da schon seit Langem dicht.
Öffentliche Parkplätze und das Fördeparkhaus sollen von der Kaistraße aus auf einem Einbahnstraßen-Rundkurs Hafenstraße/Fabrikstraße/Andreas-Gayk-Straße für Autos erreichbar bleiben.
 

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Liest sich gut. Wenn die Hälfte davon umgesetzt wird, wäre ich schon zufrieden und es wäre ein deutlicher Gewinn für die Innenstadt. Allerdings muß der Busverkehr dann auch ordentlich ausgebaut werden (oder eben irgendwann die Stadtbahn).
 

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Der Concept Store Kosmos in der mittleren Holstenstraße könnte ein Impulsgeber für Start ups aus der Umgebung werden. Er ist zudem Café, Event-Location und Ausstellung. Konzerte sowie eine interaktive Ausstellung zum Waterkant-Festival 2019 gehören zum Konzept dazu. Gründerfirmen sollen hier eine Plattform finden und Netzwerke gebildet werden. Mittlerweile gibt es mehr als 50 Aussteller. Der Mietvertrag wurde gerade bis zum 30.4. verlängert. Ziel ist aber, dass sich Kosmos dauerhaft etabliert.
 

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Nach SSC Einteilung gehört das Gebäude zu "Vorstadt", amtlich zum Stadtteil Exerzierplatz.
Ich hatte zweimal darauf hingewiesen, aber Timsen hat es ignoriert.
Und jetzt beschwert er sich, wenn jemand die Forumsregeln beachtet. ;-)
 

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^^ Uff, dann habe ich ja versehentlich alles richtig gemacht :eek:))

Wenn ein Gebäude im Grenzbereich zwischen zwei Stadtteilen liegt, finde ich es nicht so tragisch, wenn die Zuordnung schwierig ist. Bei einzelnen Häusern ist das zu verschmerzen. Die großen Projekte, die auch für Personen außerhalb von Kiel interessant sind, haben ohnehin einen eigenen Thread.
 

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