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Wohnen am Schaffhauserrheinweg:
städtebauliche Entwicklung altes Kinderspital-Areal

Anonymer Ideenwettbewerb im selektiven Verfahren
Ab 2011 wird das Areal des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) am Kleinbasler Rheinufer für eine Neunutzung frei. Nach dem Wegzug des Kinderspitals in den Neubau an der Spitalstrasse beabsichtigt der Kanton, das Areal gemäss dem Politikschwerpunkt Stadtwohnen für hochwertigen Wohnungsbau umzunutzen.

Die Entwicklung des Areals vom Wettbewerbsprojekt bis zur Baueingabe wird durch den Kanton (Immobilien Basel-Stadt und Hochbau- und Planungsamt) begleitet werden.

Wettbewerbsaufgabe und Ziele
Auf dem Areal soll ein qualitativ hochstehendes,quartierverträgliches und investorentaugliches Wohnbauprojekt entwickelt werden. Ziel des Wettbewerbs ist das Aufzeigen eines städtebaulich und architektonisch überzeugenden Projektentwurfs für differenzierten, hochwertigen Wohnraum mit ca. 80 Wohnungen. Die Bebauung soll sich auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit auszeichnen.

Weiteres Vorgehen (Absichtserklärung)
Der Auftraggeber beabsichtigt, das Wettbewerbsprojekt für die weitere Projektentwicklung, insbesondere als Grundlage für die Investorensuche zu verwenden und den Gewinner des Wettbewerbs gemäss den Empfehlungen des Preisgerichts für die weitere Projektentwicklung zu beauftragen. Die Projektunterlagen finden auch Verwendung für die Zonenplanänderung mit Bebauungsplan, welcher durch die Behörde ausgearbeitet wird.

Auftraggeber und Organisator
Das Wettbewerbsverfahren ist ein partnerschaftliches Projekt des Finanzdepartements (Immobilien Basel-Stadt) und des Baudepartements (Hochbau- und Planungsamt). Auftraggeber ist das Finanzdepartement (Immobilien Basel-Stadt). Die Federführung für das Wettbewerbsverfahren liegt beim Bau- und Verkehrsdepartement (Hochbau- und Planungsamt).

Quelle: www.bvd.bs.ch
 

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Discussion Starter · #2 ·
Vier Häuser als offener Wohnblock

Jury kürt das Siegerprojekt für das Areal des Kinderspitals


Die Lage des alten Kinderspitals am Rhein eignet sich bestens für hochwertigen Wohnungsbau.

Nadja Widmer
Der Kanton möchte das frei werdende Areal ab 2011 für hochwertigen Wohnungsbau nutzen. Den Ideenwettbewerb dazu hat das Basler Büro Architektur Jessen und Vollenweider gewonnen.
Das Gebiet zwischen Schaffhauserrheinweg, Römergasse, Alemannengasse und Burgweg im Wettsteinquartier bewegt Politiker, Beamte und Wohnbaugenossenschaften bereits seit Längerem. Die einen wollen auf dem heutigen Kinderspital-Areal Genossenschaftswohnungen bauen, andere sehen eine Möglichkeit, Wohnraum für gute Steuerzahler zu schaffen. SP-Grossrat Beat Jans wollte mit einer Motion verhindern, dass ausschliesslich Luxuswohnungen auf dem bevorzugt gelegenen Areal entstehen. Ende 2008 hat die Regierung beschlossen, dass «differenzierter, hochwertiger Wohnraum» geschaffen werden soll. Ein Ideenwettbewerb folgte (die BaZ berichtete).

blick durchs areal.
Immobilien Basel-Stadt und das Hochbau- und Planungsamt haben sich entschieden: Der Jury unter Vorsitz des Kantonsbaumeisters Fritz Schumacher gefällt die Idee des Basler Büros Architektur Jessen und Vollenweider am besten. «Unser Vorschlag ist eine Neuinterpretation des städtischen Wohnblocks», sagt Architekt Ingemar Vollenweider.
Das Projekt sehe vor, das Areal mit vier einzelnen Gebäuden zu überbauen. «Diese übers Eck angeordneten Einheiten lassen einen transparenten Blick durch das Areal zu und machen keine eindeutige Unterteilung in erste und zweite Reihe.» Die Gebäude sind unterschiedlich hoch.
Die Überbauung müsse «hochwertig, quartierverträglich und investorentauglich » sein, heisst es vonseiten des Hochbau- und Planungsamts. «Mit hochwertig sind Wohnungen im mittleren und höheren Preissegmentgemeint», sagt Nicole Wirz von der Abteilung Städtebau und Nutzungsplanung. Die Quartierverträglichkeit werde dadurch garantiert, dass Quartiervertreter der Wettbewerbsjury beratend zur Seite standen. Um die Investorentauglichkeit sicherzustellen, wurden die 29 eingereichten Projekte von einem externen Büro auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft. Die Architekten erhalten vom Preisgericht nun Empfehlungen zur Weiterverarbeitung der Idee bis hin zum Bauprojekt. Gleichzeitig geht Immobilien Basel-Stadt auf Investorensuche.

Änderungen Wahrscheinlich.
Der Kanton werde das Projekt bis zur Baueingabe begleiten, sagt Wirz. In dieser Phase seien Änderungen noch sehr wahrscheinlich. «Uns ist es wichtig, dass das Projekt in seiner städtebaulichen und architektonischen Konzeption umgesetzt wird», sagt Architekt Ingemar Vollenweider.
Der Vorschlag von Vollenweiders Team wird erst am 4. August enthüllt und dann bis zum 16. August an der Maiengasse 7 präsentiert. Genauere Details und Modelle könnten erst dann gezeigt werden, so Wirz. Grossrat Beat Jans möchte sich erst dann zum geplanten Projekt äussern, wenn er den Vorschlag gesehen hat.
Das Siegerprojekt trägt den Titel «Riva» und soll «für eine heitere Stimmung am Fluss stehen», so Vollenweider. Den Hauptteil der Wohnungen in der neuen Überbauung werden 4,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen ausmachen. Auch 5,5- und 2,5-Zimmer-Wohnungen sind geplant. Miet- und Eigentumswohnungen sollen voneinander getrennt in verschiedenen Gebäuden untergebracht werden.

Quelle: BAZ 2.7.09
 

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Discussion Starter · #3 ·
So könnte das Kinderspitalareal in Basel aussehen

Die Vorschläge aus dem Ideenwettbewerb zur Überbauung des früheren Kinderspitalareals am Schaffhauserrheinweg in Basel sind seit Dienstag in einer Ausstellung zu sehen.


Das Siegerprojekt im Modell.


Sitautionsplan des siegreichen Projektes von Jessen und Vollenweider.


So sähe die Überbauung aus Blickrichtung vom Schaffhauserrheinweg her aus.


Virtueller Blick auf das Siegerprojekt an der Alemannengasse.
Foto: Bau- und Verkehrsdepartement


Das Siegerprojekt des Büros Jessen und Vollenweider sieht vier Gebäude mit 85 Wohnungen vor. Das Projekt der Basler Architekten breche mit der klassischen Blockrandbebauung und spanne stattdessen mit den vier Gebäuden einen parkartigen Freiraum auf, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement zur Ausstellungseröffnung mit. Die unterschiedlich hohen Gebäude weisen fünf bis acht Geschosse auf.

In den Gebäuden sind Zweieinhalb- bis Sechseinhalb-Zimmer- Wohnungen vorgesehen. Alle haben einen Bezug zum Rhein. Die vorgeschlagene Konstruktion - ein Elementbau mit Holz und massiven Decken - sowie die Haustechnik machten die Gebäude voraussichtlich für Minergie-P geeignet, heisst es in der Mitteilung.

Das von der Jury einstimmig erkorene Siegerprojekt «riva» dient als Grundlage für die Zonenänderung und den Bebauungsplan, die für die Neunutzung des Areals nötig sind, sowie für die Suche nach Investoren. Das eigentliche Bauprojekt soll dann durch die Investoren entwickelt werden.

Bis Mitte August

Frei ist das Areal ab 2011, wenn das Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) in seinen Neubau auf dem Schällemätteli umgezogen ist. Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs, die nun bis 16. August an der Maiengasse 7 ausgestellt sind, waren Anfang Juli bekannt gegeben worden; insgesamt hatte die Jury neun Rangierungen vergeben.

Der Ideenwettbewerb war im Dezember 2008 mit einer Präqualifikation lanciert worden. Auf eine öffentliche Ausschreibung bewarben sich 105 Architekturbüros aus dem in- und Ausland. Daraus wählte das Preisgericht unter Vorsitz von Kantonsbaumeister Fritz Schumacher 27 Teams und drei Nachwuchsteams für die Teilnahme am Wettbewerb aus.


Ideenwettwerb: Die Platzierungen

1. riva: Architektur Jessen + Vollenweider GmbH, Basel
2. Äpfel der Hesperiden: Fischler & Lo Verdi Architekten AG, Basel
3. Romeo und Julia: Christ & Gantenbein Architekten, Basel
4. Citizen: Arbeitsgemeinschaft sabarchitekten (federführend) mit Bachelard Wagner; Sabarchitekten, Basel
5. Abbey Road: Darlington Meier Architekten AG, Zürich
6. Rheinweiss: KCAP Architects & Planners, Zürich
7. Louise: Michael Meier + Marius Hug Architekten AG, Zürich
8. Bellagio: Burckhardt + Partner AG, Basel
9. Lichtspiel: Arbeitsgemeinschaft Steinmann & Schmid Architekten AG (federführend) mit Arcoplan Rapp; Steinmann & Schmid Architekten AG, Basel

Quelle: bazonline 04.08.09
 

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Platz 1-4 Basler Architekten
Platz 5-8 Zürcher Architekten

Zufall oder ist das Basel-Zürich Syndrom auch in der Architektur vorhanden?

:dunno:
 

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Naja.... mir gefällt das Siegerprojekt nicht sonderlich gut. Vor allem frage ich mich, ob damit das avisierte Ziel (hochwertiger Wohnraum für Leute mit dem nötigen Kleingeld) erreicht werden kann. Irgendwie fehlt dafür die Eleganz und Grosszügigkeit, z.B. grosse Fensterflächen mit Blick zum Rhein etc. Die Visualisierung erinnert mich eher an Genossenschafts- oder Sozialwohnungsbau...
 

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Discussion Starter · #8 ·
Die positive Unzufriedenheit

Basel. Quartierbevölkerung wirkte am Bauprojekt auf dem Kinderspital-Areal mit

David Weber
Das geplante Projekt Riva auf dem alten Kinderspital-Areal ist ein Kompromiss, der auch unter Einbezug der Quartierbewohner zustande kam. Bei der Investorensuche bleiben die Quartiervertreter aber aussen vor.

Die neue Bebauung auf dem Areal des Kleinbasler Kinderspitals sorgte für viel Gesprächsstoff. Die einen wollten im Geviert Schaffhauserrheinweg, Burgweg, Alemannengasse und Römergasse Finanzschwachen Wohnen an bester Lage ermöglichen, andere forderten Wohnungen im Hochpreissegment wie die LDP. Im ausgewählten Projekt Riva ist von allem etwas enthalten, von familienfreundlichen bis zu luxuriösen Wohnungen, inklusive möglicher Gewerbenutzung (BaZ berichtete). Das stellt zwar keine der Parteien restlos zufrieden, aber bei einem Projekt mit so vielen Ansprüchen empfehle es sich erfahrungsgemäss, eine «mittlere Unzufriedenheit» herzustellen, erklärt Marc Keller, Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD).

58 Anliegen. Auch die Quartierbevölkerung hatte Ansprüche– und das nicht zu knapp. 58 Anliegen präsentierten Quartiervertreter den Behörden im November 2008. Letzten Mittwoch nun erklärte das BVD rund 25 Personen, welche der Forderungen man mit «Riva» berücksichtigen konnte und welche nicht. Dies markierte den Abschluss eines Mitwirkungsverfahrens der betroffenen Bevölkerung, das vom Stadtteilsekretariat Kleinbasel (STS) als «beispielhaft» gelobt wird. Deshalb fällt das Fazit der STS-Leiterin Theres Wernli zu «Riva» wie auch zum Mitwirkungsverfahren positiv aus. «Viele Vorgaben der Quartierbevölkerung wurden im Wohnprojekt integriert», sagt sie. Dazu gehört auch ein unterirdisches Quartierparking mit rund 120 Plätzen. Der Angst vor einem «Luxusgetto» wurde mit Wohnungen im mittleren und gehobenen Preissegment begegnet, wie Marc Keller erklärt. Ebenso sei die Forderung einer «guten Durchmischung der Bewohnerschaft» aufgenommen worden, indem Miet und Eigentumswohnungen in verschiedenen Grössen vorgesehen sind. Der Verkauf des Areals an Private lehnte der Kanton aber ab.

Skepsis. Immobilien Basel-Stadt (IBS) wird das Areal im Baurecht an Investoren abgegeben, die das Projekt Riva verwirklichen. Die Investorensuche soll bis Frühling 2011 abgeschlossen sein. Auch dabei wollten die Quartiervertreter mitreden. Denn bei vielen Anliegen der Anwohner – etwa quartierdienliche Angebote wie Läden oder Kinderkrippen in den Sockelgeschossen bei der Alemannengasse – urteilt der Kanton: «Ist im Bebauungsplan berücksichtigt» oder «Projekt ermöglicht dies». Wie Wernli berichtet, stellte sich bei einigen Quartierbewohnern deshalb die Frage: «Setzt das der Investor auch tatsächlich um?» Deshalb hätte die Begleitgruppe aus dem Quartier gerne auch bei der Investorensuche mitgeredet. Das wurde von der Verwaltung abgelehnt. Die Absage nimmt Wernli allerdings gelassen hin. Sie vertraut auf das Versprechen des Kantons, dass nicht der meistbietende Investor berücksichtigt werde, sondern jener, der die Vorgaben des Projekts am besten umsetze. Ziel der Behörden ist es, nach dem Abriss des jetzigen alten Kinderspitals im Herbst 2011 mit dem Bau von «Riva» zu starten. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Noch vor den Sommerferien erfolgt die Planauflage des Projekts. Läuft alles wie vorgesehen und genehmigt der Grosse Rat bis Ende Jahr den Bebauungsplan und die Zonenänderung, könnten im Sommer 2013 die rund 85 Wohnungen bezogen werden.
> www.spital.bazonline.ch


Neuer Wettbewerb ausgeschrieben

Rheinpromenade. Nicht nur das an den Schaffhauserrheinweg grenzende alte Kinderspital-Areal soll aufgewertet werden, sondern auch der Schaffhauserrheinweg selbst. Deshalb hat das Bau- und Verkehrsdepartement im Kantonsblatt von gestern einen Wettbewerb mit zwei Teilen ausgeschrieben: Erstens einen Ideenwettbewerb für ein «räumlich-funktionales Konzept» für die gesamte Kleinbasler Rheinpromenade vom Stachelrain bis zur Dreirosenbrücke, und zweitens einen Projektwettbewerb für die Neugestaltung des Schaffhauserrheinwegs. Der Grosse Rat hatte letztes Jahr dafür einen Planungs- und Projektierungskredit über 400 000 Franken bewilligt.

Quelle: BAZ 6.5.2010
 

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Discussion Starter · #9 ·
Bebauungsplan für das Kinderspital-Areal verabschiedet

Der Regierungsrat hat heute zu Handen des Grossen Rats den Bebauungsplan für das alte Kinderspital-Areal am Kleinbasler Rheinufer verabschiedet. Damit wird ein Wohnbauprojekt mit 70 bis 80 Wohnungen ermöglicht. Der Bebauungsplan wurde auf Basis eines Wettbewerbsprojekts erarbeitet. Im Rahmen des Planungsverfahrens konnte die betroffene Quartierbevölkerung mitwirken und ihre Anliegen vorbringen. Bei der Planauflage gab es dann auch keine Einsprachen.


Nach der Dislokation des Kinderspitals im Frühjahr 2011 wird das Kinderspital-Areal für den Wohnungsbau verfügbar. Gemäss der politischen Zielsetzung "Stadtwohnen fördern" soll im Kanton neuer Wohnraum von hoher Qualität für unterschiedliche Ansprüche geschaffen werden. Um der besonderen Lage am Rhein Rechnung zu tragen, soll auf diesem Areal differenzierter, hochwertiger Wohnraum mit 70 bis 80 Wohnungen im gehobenen Wohnsegment realisiert werden. Um ein städtebaulich überzeugendes Projekt zu erhalten, wurde im Jahr 2009 ein Ideenwettbewerb durchgeführt und auf Basis des ausgewählten Siegerprojekts vorliegender Bebauungsplan erarbeitet. Vorgesehen sind 70 bis 80 Wohnungen mit 2,5 bis 6,5 Zimmern. Ein Mindestanteil von je 30% der Bruttogeschossflächen ist für Miete und Eigentum vorgesehen. Die Wohnungen sollen durch hohe Standards und entsprechende Wohnungsgrössen gut situierte Haushalte und Familien ansprechen.

Der nun vom Regierungsrat an den Grossen Rat verabschiedete Bebauungsplan regelt die Bebauung, Nutzung, Parkierung und den Umgang mit den Aussenräumen. Die Bebauung besteht aus vier Baukörpern mit umlaufenden Balkonen und einer zusammenhängenden Tiefgarage mit 30 Quartierparkplätzen. Ausser der Wohnnutzung sind im Erdgeschoss Nutzungen für die Quartierbevölkerung mit Bezug zum grosszügigen Aussenraum und Spielplatz an der Alemannengasse vorgesehen. Das Projekt soll nachhhaltig sein, was eine enerigeeffziente und ökologische Bauweise voraussetzt (Minergie-P oder Minergie-P ECO). Die Aussenraumgestaltung soll qualitativ hochwertig sein und grosszügige Grünflächenanteile gewährleisten. Die bestehende Baumreihe entlang dem Schaffhauserrheinweg wird erhalten und in der Alemannengasse kann ein dereinst grosskroniger Baum geplanzt werden.

Das Stadtteilsekretariat Kleinbasel veranlasste vor dem Wettbewerb einen Workshop zur Ermittlung der Anliegen der Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner. Von der mitwirkenden Bevölkerung mandatiert, nahm eine Quartiervertretung sowohl bei der Erarbeitung des Wettbewerbsprogramms als auch anlässlich der Jurierung Einsitz. Das Siegerprojekt RIVA wurde aus Quartiersicht sehr gut bewertet. Nebst der offenen Bebauungsstruktur wurden der Weg über das Areal und Begrünung des Areals sowie die Aufwertung des Strassenraums der Alemannengasse positiv beurteilt. Auch die Lage der quartierdienlichen und gewerblichen Nutzungen wurde als ideal angesehen. Die Anliegen der interessierten Quartierbevölkerung konnten mit dem ausgewählten Projektvorschlag berücksichtigt werden.

Die informelle Mitwirkung der Quartierbevölkerung gemäss Kantonsverfassung, §55 wurde im April 2010 mit einer Schlussveranstaltung abgeschlossen und aus Sicht der Beteiligten positiv beurteilt. Die im Raumplanungsgesetz verankerte formelle Mitwirkung wurde durch die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans gewährleistet. Diese fand im Juni 2010 statt. Über die Planauflage wurden die interessierten Kreise breit informiert. Erfreulicherweise ist keine Einsprache eingegangen.

Das Finanzdepartement (Immobilien Basel-Stadt) begleitet die laufende Projektentwicklung bis zur Baueingabe, welche nach dem Beschluss des Grossen Rats auf Anfang 2011 vorgesehen ist. Der Umzug des Kinderspital (UKBB) ist bereits im Frühjahr 2011 geplant. Nach dem Bauentscheid soll das Projekt im Rahmen einer Ausschreibung an einen geeigneten Investor abgegeben werden, der dieses auf Basis des verbindlichen Bebauungsplans ausführt.

Gleichzeitig mit der Verabschiedung des Bauplans beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat, den Anzug Beat Jans (SP) betreffend "Nutzung des Kinderspitals vor dem Hintergrund der neuen Bevölkerungsbefragung" als erledigt abzuschreiben. Das vollständige Dokument ist vsl. ab Freitagmorgen, 15. Oktober 2010, auf www.grosserrat.bs.ch/grv abrufbar.

Quelle: www.bs.ch
 

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Bin ja nicht so bewandert in der ganzen Bebauungsthematik, jedoch habe ich mich letzthin gefragt, ob Basel-Stadt auch Grundstücke neu resp. zurück kauft. oder sie nur verscherbelt.

Markthalle- Kinderspital... mehr weiss ich nicht aber wirds sicher geben.

Weiss man schon wann denn das Kinderspital abgerissen werden soll? Mir wär ja Juni recht dann bin ich nämlich nicht zu Hause. Wenn Herbst 2011 Baubeginn sein soll und vom 17.Feb bis 17.April (www.ukbb.ch) noch eine Ausstellung sein soll?
Kommen danach noch weiter Veranstalltungen?
Wielange dauert denn so ein Abriss von nem riesen Gebäude?
 

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Discussion Starter · #11 ·
@besorgter Basel-Stadt kann auch Grundstücke neu oder zurück Kaufen wenn er dort z.B. einen Park errichten will, wie bei der Erlenmatt geschehen oder sonstwelche öffentliche Einrichtungen plant, wie Schulen, Spitäler, etc. Seine Hauptaufgaben bestehet jedoch nicht im Wohnungsbau, trotzdem kann er durch einen Wettbewerb welcher als Basis für den Bebauungsplan gilt bestimmen was gebaut werden soll. Wie nun beim Kinderspital-Aral geschehen. Nachher werden jedoch private Investoren das Projekt finanzieren.

Dies war übrigens der gleiche Vorgang wie beim Markthalle Projekt, Basel-Stadt schrieb vor was dort in Zukunft stehen darf und auf dieser Grundlage wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Erst danach wurde das Projekt an einen privaten Investor verkauft, mit Auflagen, wie z.B. der erhalt der Kuppel. Ob mann nun mag was dort hinkommt ist natürlich wieder eine andere Frage.

Nun erfolgt bald die Baueingabe und danach wird ein Investor für das Projekt gesucht. Ich glaube nicht, dass noch dieses Jahr die Bagger auffahren werden wahrscheinlich erst im 2012. Das Projekt soll nach aktuellem Planungsstand bis 2014 realisiert werden. Der Abbruch geht jedoch ziemlich schnell, in ca. 3 Monate dürfte so ein Bau abgerissen sein. Hier noch mehr Information auf der Homepage von Basel-Stadt: www.planungsamt.bs
 

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Hallo Don Calo,
es scheint mir, du hast etwas den Durchblick, so also die Frage an dich (alle anderen dürfen natürlich auch antworten): Wie sieht es eigentlich aus mit dem Investor? Gibt es da schon wen? Solange kein Geld da ist, werden die Bagger ja auch nicht auffahren...oder??
 

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Discussion Starter · #13 ·
@ besorgte2
Ich habe auch keine Informationen über den Investor, sobald einer gefunden wurde wird dies sicherlich kommuniziert. Es dürfte jedoch nicht schwer sein, für diesen Top Standort einen Investor zu finden. Auch der Abbruch muss finanziert werden, was heisst, dass das alte Kinderspital erst abgebrochen wird wenn ein Investor da ist.
 

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Discussion Starter · #14 ·
Besetzung des alten Kinderspitals in Basel

Während der Besetzung des alten Kinderspitals hat sich am Samstag 30.4.2011 ein schwerer Unfall ereignet. Immobilien Basel-Stadt ist betroffen und bedauert den tragischen Vorfall sehr. Ebenfalls entstand ein hoher Sachschaden an den für Schwellenländer vorgesehenen Medizinalgeräten. Immobilien Basel-Stadt hat einen Strafantrag gestellt.


Am Wochenende hat sich während der Besetzung des alten Kinderspitals ein Unfall ereignet. Ein junger Mann ist 12 Meter in die Tiefe gestürzt und musste schwer verletzt ins Kantonsspital gebracht werden. Immobilien Basel-Stadt ist betroffen über den Unfall. Wir wünschen dem Verletzten eine rasche und gute Genesung.

Auf dem Areal des alten Kinderspitals wird neuer Wohnraum entstehen. Das Areal wurde trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen des Kantons am Samstag, den 30.4.2011 besetzt. Die Besetzer forderten, das Gebäude als Freiraum für Kultur in Zwischennutzung bis zum Beginn des Neubaus nutzen zu können. Die Besetzung wurde aufgrund des Unfalls vorzeitig abgebrochen, es ist ein hoher Sachschaden entstanden. Immobilien Basel-Stadt hat einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung gestellt. Der Kanton verurteilt die Besetzung des Areals und die Zerstörung der Anlagen aufs Schärfste.

Wann immer möglich vergibt der Kanton leerstehende Gebäude oder Areale an Zwischennutzungen. Auch für das Areal des alten Kinderspitals wurden Phasen für Zwischennutzungen sorgfältig geprüft und teilweise ermöglicht: Zum Abschluss des Standorts an der Römergasse/Alemannengasse fand eine Ausstellung zur Geschichte des Kinderspitals in den alten Räumlichkeiten statt. Der Kanton hat sich jedoch entschieden, das Areal so rasch als möglich nach Auszug des UKBB für eine Neubebauung zur Verfügung zu stellen und somit musste sofort nach Auszug des UKBB mit den Vorbereitungen für den Rückbau begonnen werden. Der Rückbau eines Spitalgebäudes ist ein komplexes Unternehmen, er wurde im Februar begonnen und dauert bis Ende 2011.

Das Areal wird Ende 2011 baureif an einen Investor abgegeben. Dies bedeutet, dass das Gebäude rückgebaut ist und die Baubewilligung vorliegt. Der Entscheid des Kantons, das Gebäude vor der Vergabe selbst rückzubauen wurde getroffen, um die noch funktionstüchtige Inneneinrichtung ausbauen und an Schwellenländer weitergeben zu können. Ebenfalls kennt der Kanton das Gebäude und kann den komplizierten Rückbau eines Spitalbaus effizienter vornehmen als ein Investor. Das UKBB ist Ende Januar 2011 in das neue Kinderspital umgezogen. Zurück blieben die Inneneinrichtung und viele funktionstüchtige Medizinalgeräte des Spitalbetriebs. Um diese gesamte Einrichtung nicht vernichten zu müssen, wurde sie ausgebaut und sollte an Schwellenländer vergeben werden, wo sie weiterhin gebraucht werden kann. Der Entscheid zur Weiterverwendung der Inneneinrichtung bedeutete auch gleichzeitig, dass das Gebäude danach vollständig abgebrochen werden muss. Denn nach einem Ausbau der Inneneinrichtung ist ein Gebäude nicht mehr zu nutzen. Es bleibt als Baustelle zurück und ist ein hohes Sicherheitsrisiko. Ebenfalls eingeflossen in den Entscheid des Kantons, das Gebäude selbst rückzubauen, ist eine möglichst reibungslose Übergabe an den künftigen Investor. Ein Areal mit einem alten Spitalgebäude stellt für Investoren ein hohes Risiko dar. Der Kanton hingegen kennt das Gebäude sehr gut und kann den Rückbau effizient vornehmen.

Nach der Besetzung am Wochenende vom 30.4./1.5.2011 ist nun aber das Ziel der Weitergabe der Inneneinrichtung in Frage gestellt. Vieles wurde zerstört und unbrauchbar gemacht.

Der Zeitplan für den Rückbau des alten Kinderspitals ist knapp bemessen und verläuft bis anhin plangemäss:


•Ende Januar 2011: Auszug des UKBB
•Ab Februar bis Mitte Mai 2011: Sorgfältiger Ausbau des Mobiliars (inkl. eingebautes Mobiliar), der Inneneinrichtung und Geräte sowie deren Versand durch das UKBB
•Bis Ende 2011: Dekontamination und anschliessend Rückbau der Gebäude
•Anfang 2012: Übergabe des Areals an den künftigen Investor
•Mitte 2012: Baubeginn


Im Juni 2011 wird der Grosse Rat voraussichtlich über den Bebauungsplan entscheiden. Nach diesem Entscheid wird Immobilien Basel-Stadt das Baugesuch einreichen und das Areal zur Vergabe an einen Investor ausschreiben. Anhand dieser Zeitpläne ist ersichtlich, dass der Rückbau des alten Kinderspitals planmässig vorgenommen wird. Weder gab es einen Leerstand nach dem Auszug des UKBB noch handelt es sich um einen Rückbau auf Vorrat.

Auf dem Areal des alten Kinderspitals soll in Zukunft neuer Wohnraum entstehen. Das in einem Architektur-Wettbewerb ausgewählte Projekt sieht Wohnen im mittleren bis oberen Preissegment vor und passt sich gut ins Wettsteinquartier ein. Der Kanton stand während der gesamten Projektentwicklung im intensiven Dialog mit der Quartierbevölkerung, die vielen Anliegen in das Projekt einbringen konnte.

Quelle: www.bs.ch
 

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Ich bin ja grundsätzlich für Hausbesetzungen, aber was da passiert ist geht eindeutig zu weit! Was mit dem Material gemacht wurde, eine Frechheit. Die Initianten waren etwas Leihtsinnig in dieser Aktion. Ich hoffe das die Folge nicht ein völlige Ablehnung von Hausbesetzungen in der Bevölkerung sein wird. Aber dieser Schuss ging gewaltig nach hinten los!
 

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Ich bin ja grundsätzlich für Hausbesetzungen, aber was da passiert ist geht eindeutig zu weit! Was mit dem Material gemacht wurde, eine Frechheit. Die Initianten waren etwas Leihtsinnig in dieser Aktion. Ich hoffe das die Folge nicht ein völlige Ablehnung von Hausbesetzungen in der Bevölkerung sein wird. Aber dieser Schuss ging gewaltig nach hinten los!
Schade um das Inventar, aber das war wohl unvermeidlich bei einer illegalen Party mit 4-stelliger Besucherzahl, aber dafür wow :nuts:! ich hoffe es gibt weiterhin solche partys in Basel.

Schade ums Inventar ja, aber ich kann die Polemik der Medien trotzdem nicht ganz verstehen, das Gebäude wird ja sowieso abgerissen. Ich bin für mehr Gelassenheit, meine Aludosen dürften jedenfalls gerne andere verbeulen bevor ich sie zum Recycling bringe. Frust loswerden ist ausserdem gesund, nur ein Nebeneffekt aber durchaus zu berücksichtigen. Dass in Basel solche Häuser besetzt werden sollte bekannt sein, daher ist das Inventar in Zukunft ganz einfach vollständig aus dem Gebäude zu nehmen ;).

Das Anliegen der Besetzer kann ich persönlich nachvollziehen, künstlerische Freiräume und passender günstiger Wohnraum sind Grundlage einer urbanen Kultur und gerade für Basel sehr charakteristisch. Bei der Stadtentwicklung scheint derzeit die Sensibilitaet dafür zu fehlen und Kessler meinte heute sogar lapidar in der baz Freiräume brauche es nicht zwingend in Basel sondern könnten auch im Unterbaselbiet entstehen. Eigenartig, tönt für mich wie Schlittschuhfahren im Sommer... In Zukunft gibt es idyllisches Wohnen im dirty-north und sub-culture in F* Muttenz, toll. Da scheinen um den ganzen Pharmahype einige den Verstand zu verlieren.
 

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Ich wohne seit einigen Wochen in Hamburg, und hier gibt es ebenfalls einige besetzte Gebäude, die Rote Flora die man von den 1. Mai Krawallen kennt ;) und dann gibt es noch das Gängeviertel in der Altstadt. Diese bestehen aus teils denkmalgeschützen Gebäuden die ein Investor erst überbauen wollte die Pläne aber fallen liess wegen den hohen Auflagen. Dort finden in über 6 Gebäuden Konzerte, Austellungen, usw statt...

Vielleicht wäre sowas in Basel auch möglich!
 

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Ich wohne seit einigen Wochen in Hamburg, und hier gibt es ebenfalls einige besetzte Gebäude, die Rote Flora die man von den 1. Mai Krawallen kennt ;) und dann gibt es noch das Gängeviertel in der Altstadt. Diese bestehen aus teils denkmalgeschützen Gebäuden die ein Investor erst überbauen wollte die Pläne aber fallen liess wegen den hohen Auflagen. Dort finden in über 6 Gebäuden Konzerte, Austellungen, usw statt...

Vielleicht wäre sowas in Basel auch möglich!
Nach den letzten Meldungen über das besetzte Kinderspital muss ich sagen, dass ich diese Besetzungen absolut nicht unterstützen kann. Ich mein, wenn sich diese Assis noch anständig verhalten würden, da proklarieren sie immer für Rot und Toleranz und danach zerstören sie noch Equipment, dass man in der 3. Welt ganz gerne gebrauchen hätte können. Und derjenige der da aus dem 2. Oberstock fiel, kein Mitleid, der hatte dort nichts zu suchen. Hoffe ihm blüht neben ein paar Brüchen auch noch eine Haftstrafe.
 

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Discussion Starter · #19 ·
Kinderspital-Areal soll bebaut werden können

Auf dem Areal des ehemaligen Kinderspitals im Kleinbasel können nach Ansicht der Bau- und Raumplanungskommission (BRK) Wohnungen gebaut werden.

Die grossrätliche Kommission stimmt der geplanten Zonenänderung und dem Bebauungsplan zu. Auf dem Areal sollen vier Gebäude mit rund 80 Wohnungen gemäss den Plänen des Architekturbüros Jessen Vollenweider gebaut werden. Die BRK begrüsst in ihrem am Freitag publizierten Bericht, dass das Areal zu hochwertigem, familienfreundlichem Wohnraum umgenutzt werden soll.

Diskutiert wurde, weshalb der Kanton das Projekt nicht selber realisiere. Die Kommission liess sich jedoch von Vertretern des Finanzdepartements überzeugen, dass es richtig sei, das Projekt von privaten Investoren zu verwirklichen, heisst es. Kritisch stünden einige BRK-Mitglieder jedoch der Abgabe des Areals im Baurecht gegenüber. Sie würden einen Verkauf des Landes vorziehen.

Zeitgemässer Energiestandard

Abgelehnt wurde in der Kommission ein Antrag, auf die Vorgabe des Standards Minergie-P zu verzichten. Die Kommissionsmehrheit ist wie das Baudepartement der Meinung, der Minergie-P-Standard sei zeitgemäss.

Das alte Kinderspital-Gebäude war am 30. April mit der Forderung nach Zwischennutzungen besetzt worden. Nach einem Unfall mit einem Schwerverletzten zogen Besetzer und Partygäste jedoch wieder ab. Behördenvertreter lehnten Zwischennutzungen mit Verweis auf den knappen Zeitplan für die geplante Wohnüberbauung strikt ab.

Quelle: www.bazonline.ch
 

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Grünes Licht für Wohnungen auf Kinderspitalareal

Das frühere Basler Kinderspitalareal kann mit Wohnungen überbaut werden: Der Grosse Rat hat am Mittwoch die nötigen Bebauungs- und Zonenpläne genehmigt.


Im Grossen Rat wurder darum gerungen, ob das Land verkauft oder im Baurecht abgegeben werden soll - es blieb bei letzerem. Vorgesehen sind gemäss Regierungsvorlage 70 bis 80 gehohene Miet- oder Eigentumswohnungen mit zweieinhalb bis sechseinhalb Zimmern. Der Bebauungsplan sieht vier Baukörper mit umlaufenden Balkonen vor sowie eine Tiefgarage mit 30 Quartierparkplätzen. Im Parterre sind Nutzungen für die Quartierbevölkerung mit Bezug zum Aussenraum geplant.

FDP, LDP und SVP beantragten, das Areal sei nicht im Baurecht abzugeben, sondern gleich zu verkaufen. Damit könne der Kanton mehr einnehmen, wurde argumentiert. Die FDP äusserte zudem auch qualitative Zweifel am konkreten Projekt. Die drei Parteien wollten einem Investor mehr Freiheit geben, was mehr Investitionen auslöse.

Linke gegen Spekulation

Die Linke warnte jedoch vor Spekulation bei einem Verkauf des «Filetstücks», wie es Baudirektor Hans-Peter Wessels nannte. Das Baurecht erlaube Vorgaben zur Nutzung. Als Negativbeispiel nannte ein SP-Mann die verkaufte Markthalle, die schon wieder die Hand gewechselt hat. Der Verkaufsantrag wurde mit 37 zu 45 Stimmen bei 4 Enthaltungen abgelehnt.

Der Bebauungsplan war auf der Basis des Siegerprojekts aus dem Ideenwettbewerb von 2009 erarbeitet worden. Im Planungsverfahren wurde die Quartierbevölkerung einbezogen. Bei der Planauflage im letzten Juni gab es laut der Regierung keine Einsprache. Das Universitäts-Kinderspital beider Basel ist Ende Januar ausgezogen.

Negativschlagzeilen machte das Areal am Wochenende des 1. Mai, als bei einer Besetzung ein Mann von einem Balkon fiel und sich schwer verletzte. Der Kanton hatte keine Zwischennutzung zugelassen, weil er das Areal Ende Jahr baureif an einen Investor abgeben will; zuvor wird das Gebäude dekontaminiert und abgerissen. Der Baustart ist Mitte 2012 vorgesehen.

Quelle: www.bazonline.ch
 
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