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Discussion Starter · #1 · (Edited)
Baustart: Sommer 2016
Geplante Fertigstellung : Ende 2018

  • Vier-Sterne-Hotel mit 196 Zimmern
  • 3500 m² Einzelhandels- und Gastronomieflächen im Untergeschoss, Erdgeschoss und ersten Obergeschoss.
  • Restaurant and Bar
  • Tiefgarage mit 45 Stellplätzen
  • Kosten: 30 bis 40 Millionen Euro

Quelle: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Die-Plaene-fuer-das-Leipziger-Burgplatzloch-im-Detail

Gewinnerentwurf | Büros Christoph Kohl | KK Architekten aus Berlin



Quelle: LVZ

:cheers:
 

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Alphaist
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Sehr schön :eek:kay:
Apropos "Burgplatz": Besitzt Leipzig überhaupt (noch) eine Burg?
 

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LIBERTINED
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Da denke ich mir immer, die hätte man lieber stehen lassen sollen. Für das Rathaus wäre ja auch anderswo Platz gewesen. Leipzig ist nun nicht gerade überreich mit vorgründerzeitlichen Sehenswürdigkeiten gesegnet...

Freue mich jedenfalls sehr auf die historisierende Burgplatz- bzw. Petersbogen-Passage, ein großer Streich der KK Architekten! Gerade Neubauten mit Ornamenten kann man ja (zumindest in Europa) mit der Lupe suchen, hoffentlich macht das Schule. Beim Dach sollte man nochmal nachsitzen, das kommt zu kantig-modernistisch daher.
 

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Aus heutiger Sicht kann man natürlich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Seinerzeit hat man dem Gebäude nicht viel Bedeutung beigemessen. Zugegeben hatte es auch viel von seiner Eigenheit als Festung verloren und war um der Funktion als Kaserne gerecht zu werden ziemlich verbaut und wenig repräsentativ. Immerhin war man bedacht, den Turm als markantes Zeichen zu erhalten bzw. auszubauen.
Mit dem Bauplatz ist das so eine Sache. Die Leipziger haben sich für den Bau ihres Rathauses vergleichsweise viel Zeit gelassen. Als man 1895 die Pleißenburg für den Abriss vom sächsischen Staat kaufte, war rings um eigentlich schon alles zugebaut. Mitte der 1890er boomte der Immobilienmarkt und das Baugewerbe wie nie zuvor oder danach in der deutschen Geschichte. Ein repräsentativer Standort in Zentrumsnähe wäre noch der Platz des heutigen Bundesverwaltungsgerichtes gewesen, aber da kam das Reich zuvor.
Ein wichtiger Punkt war sicherlich, sich gegen den Abriss des Alten Rathauses zu entscheiden, wie das (leider) in Erfurt passiert ist. Auch aus Kostengründen entfiel wohl der Aufkauf mehrere Grundstücke für ein Gebäude in der Innenstadt (so in Dresden, Chemitz oder Görlitz geschehen). Immerhin buhlten damals finanzstarke Investoren um Grundstücke für ihre Waren- und Einkaufspaläste. Den beliebten lenné'schen Park nördlich des Roßplatzes zu opfern wäre wohl auch ganz schlecht angekommen. Da war der Ankauf der Burg eine gute Option. Erstens bot sich durch ihren Abriss die Möglichkeit, durch die Anlage neuer Straßen (Lotterstraße, Hugo-Licht-Straße, Markgrafenstraße) die bis dato abgeriegelte südwestliche Altstadt viel besser an das Umfeld anzubinden und zweitens wurde der Kaufpreis von 2.5 Millionen Mark teilweise mit dem Bau der neuen Kasernenstadt in Gohlis verrechnet, in die auch die bis dato in der Pleißenburg stationierten Truppen umziehen sollten.
 

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✝ D W F ✝
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die Figuren sind fast oder genau abkopiert von dem Petershof in der nahegelegenen Petersstraße - ein expressionistisches Bauwerk der 1920er Jahre...
oder aber es handelt sich um Platzhalterfiguren der Visualisierung


http://tinyurl.com/jovdxlf
 

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Es sind Platzhalter. Laut Architekt sollen die Figuren bedeutende Persönlichkeiten der Leipziger Geschichte darstellen. Auch eine Reminiszenz an die Leipziger Disputation, die auf der Pleißenburg stattfand, wurde schon angeregt.
 
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LIBERTINED
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Genial. Würden doch nur mehr Architekten solche historischen Bezüge darstellen und Respekt zur historisch gewachsenen Stadt zeigen. Aber das geht eben nur, wenn man Format und Talent hat, wie Krier.
 

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Bravo! Da kann man echt neidisch werden... wenn ich sehe was in anderen Großstädten Deutschlands so verzapft wird.
 

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Neben all dem Architektengeblubber, was man sonst so hört, tut es in der Tat gut, auch mal so etwas zu lesen:

Die Fassadenfront zum Burgplatz bildet mit dem doppelgeschossigen Eingangsbereich in die Petersbogen-Passage die repräsentative Ebene. Der auf Konsolen angebrachte plastische figurale Schmuck verstärkt den öffentlichen Charakter der Schaufassade. Im vorgestellten Entwurf stehen für Leipzig typische Skulpturen Pate für ein noch näher zu definierendes bildhauerisches Programm, zu dem sich der Bauherr verpflichten sollte. Noch sind nicht alle Geschichten dieser bedeutenden Handelsstadt erzählt. Die Region ist reich an zeitgenössischer bildhauerischer Schöpfungskraft oder vielleicht schlummern im Stadtmuseum bildhauerische Werke, die noch einen geeigneten Standort suchen
http://christophkohl.com/portfolio/burgplatz-·-leipzig/

Christoph Kohl hat Leipzig ja schon um das Katharinum am Museum der bildenden Künste bereichert. Dort wurden tatsächlich vorhandene Skulpturen zur neuerlichen Aufstellung gebracht. http://christophkohl.com/portfolio/leipzig-katharinum/
 

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LIBERTINED
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Gibts denn auf dem Bauplatz schon was zu sehen? Ganz oben stand was von Baubeginn im Sommer 2016.
 
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