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Discussion Starter · #1 ·
Die Linzer Brückenkopfgebäude sollen , vor allem Innen, adapdiert und somit den Anforderungen einer Kunstuni, die bis jetzt ausschließlich im rechten, nach dem Umzug des Finanzamtes in den Terminal-Tower aber auch im linken Gebäude beheimatet sein wird, gerecht werden. Nach den Plänen von Adolf Krischanitz würde sich mit diesen Adaptierungsmaßnahmen aber auch die Silhouette der beiden Gebäude verändern. Er gewann mit seinen Plänen zwar den ersten Preis im Architektenwettbewerb, nichtsdestotrotz regt sich schon Widerstand seitens einiger Stadtpolitiker.

Meiner Meinung nach ist dieser Entwurf tatsächlich ein Entwurf, der großes Streitpotenzial beinhaltet. Auch ich kann mich nicht wirklich entscheiden, ob ich diese Umbaumaßnahmen für gut erachten soll.
Einerseits: sollte vor allem Linz nicht allzusehr auf das unbefleckte Erscheinungsbild seiner "historischen" Gebäude pochen, von denen hat Linz zu wenig um davon touristisch gesehen zehren zu können (wie etwa Wien, Salzburg, Innsbruck), deswegen wäre eine Neuausrichtung, wie sie schon in den letzten Jahren begonnen hat, zu einer topmodernen Stadt, auch und vor allem architektonisch gesehen, unzweifelhatf von Vorteil. --> Pro-Umba
Andererseits: stellen diese Brückenkopfgebäude einen markanten "Eingang" zur Stadt oder zumindest auf den Hauptplatz dar und bilden mit der Nibelungenbrücke eine architektonische Einheit, die eine Änderung wahrlich nicht nötig hat. Und mit der etablierten nächtlichen Beleuchtung fügen sie sich auch wunderschön an das heimliche neue Wahrzeichen der Stadt, dem Lentos, an.

Entscheidet also selbst: Was haltet ihr von dem Entwurf? Was haltet ihr von der Modernisierung, auch historischer Gebäude, generell? Was im Fall Linz im speziellen?

der Entwurf:

[aus: DiePresse, Online Ausgabe]

Interessante Links dazu:
http://www.krischanitz.at/main.html
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/473843/index.do
http://www.rundschau.co.at/rsooe/home/story.csp?cid=5284428&sid=75&fid=55
http://derstandard.at/fs/1234508529883?sap=2&_pid=12246289
 

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LIBERTINED
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Gibt es jetzt in Linz schon solch obskure Auswüchse wie in Wien? :eek:hno:


Das nimmt ja Züge an.. Diese Altbau-Aufstockungskrankheit zerklüftet ganze schöne Dachlandschaften.
Warum können die Architekten so etwas nicht in die Substanz einpassen, mit passenden Materialien, Sandstein, Putz, etc.? Das hat man doch im 19. Jh. noch weitaus besser hinbekommen.
 

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LIBERTINED
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Das tut nichts zur Sache. Und wenn die Nordkoreaner das Ding gebaut hätten.


Die Bauten sind wichtig für das gesamte Stadtbild. Sie mit solch einem Aufbau zu verschandeln, wäre ein Frevel. Wenn es wenigstens etwas Kreatives wäre, aber diese Gewächshäuser sind einfach gruselig.
 

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Ach, das war einfach nur Brutaloarchitektur, die überhaupt nicht auf den Altbestand rücksicht genommen hat. Klar gehört es erhalten, als Zeugnis dieser Führerstadtspinnereien. Aber nur deshalb und nicht aus ästhetischen Überlegungen. Ich bin sogar sehr dafür, dass diese Bauten durch Um- bzw. Zubauten dekonstrutiert werden.
 

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LIBERTINED
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Und warum? Um das Stadtbild noch heterogener zu machen? Damit geht Linz doch den völlig falschen Weg und macht dieselben Fehler wie westdeutsche Städte in den 60ern und 70ern.
 

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hat linz keinen platz mehr? muss umbedingt AUF einem gebäude etwas draufgesetzt werden wie ein krebsgeschwür? sorry, I don't like it...
 

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Discussion Starter · #10 ·
Obwohl man schon länger nichts zu diesem Thema mehr gehört hat, wird in der Linzer Kunstuni anscheinend weiter am Umzug von den bisher drei auf das Stadtgebiet verteilten Standorten in die beiden Brückenkopfgebäude und dem damit verbundenen Umbau eben jener gebastelt.

So wird der Rektor der Kunstuniversität Linz von den OÖN im Rahmen eines Artikels anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Kunstuni mit den Worten "Die Brückenkopfgebäude sind für uns alternativlos. Ein Umzug in die Tabakfabrik kommt nicht in Frage" zitiert.
Ein Antrag auf Denkmalschutzaufhebung wurde schon gestellt und wird derzeit geprüft.

Infos aus einem Artikel der OÖN vom 06.11.2013:
http://www.nachrichten.at/nachricht...m-40er-die-Brueckenkopfgebaeude;art16,1232785
 

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der entwurf is jetz auch ned mei ding, aber hauptsache den beiden schirchen nazi-blöcken gedeiht mal eine generalüberholung an. wer schon mal im inneren der beiden war, wird mir da vllt zustimmen.
 

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Discussion Starter · #12 ·
Ich war früher, als noch das Finanzamt dort war, öfters im östlichen Brückenkopfgebäude. Du hast recht, wenn die Kunstuni hier wirklich einziehen will, Bedarf es einer gründlichen Generalsanierung. Die Gänge, die Räume, die ganze Raumaufteilung; das ist alles längst nicht mehr zeitgemäß und außerdem schon sehr abgewohnt, nach jahrelanger Nutzung als Amt.

Ich weiß übrigens noch immer nicht was ich von dem oben gezeigten Entwurf halten soll. Obwohl doch der Optimismus überwiegt. Ordentlich ausgeführt denke ich, kann sich das Ganze schon interessant in den Kontext des historischen Hauptplatz einfügen. Von der anderen, der Donauseite aus gesehen, würden die Glasaufbauten den Bogen von der Kunstuniversität zum Lentos Kunstmuseum spannen.

Aber von einer Ausführung sind wir eh noch weit entfernt.
 

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Der für einen Um- und Ausbau notwendige Bescheid des BDA wurde mittlerweile erteilt, somit kann die geplante Adaption für die Kunstuniversität Linz in Angriff genommen werden.
 

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Discussion Starter · #14 ·
Interessante Information, dankeschön! :)
 

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Leider war aber der ausstehende BDA-Bescheid nicht der einzige Grund zur Verzögerung - auch die Finanzierungsfrage ist noch lange nicht geklärt. :grumpy:
 

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Betont aber schon etwas mehr den Torcharakter. Etwas mehr Gestaltungswillen darf man aber wohl doch fordern...
 

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Panoramalift für Brückengebäude Ost

Wenn das kein Knaller ist: Das derzeit im Umbau befindliche Brückenkopfgebäude soll nach Plänen der deutschen Künstlerin Karin Sander einen gläsernen 360 Grad-Panoramalift erhalten.
Der Glas-Schacht soll 10 Meter (!) aus dem Dach ragen und einen eindrucksvollen Rundum-Blick aus insgesamt 32 Metern Höhe ermöglichen. Der Lift fährt in der Gebäudemitte vom Erdgeschoß
nicht nur durch alle Stockwerke sondern auch darüber hinaus - er wird sozusagen durchs Dach fahren. Das wird eine tolle Attraktion, die auch bei Nacht durch eine Effektbeleuchtung weithin
sichtbar sein wird. Der Lift wird während der Uni-Betriebszeit öffentlich zugängig sein.

Trotzdem: Wäre heute der 1.April, ich würde es für einen Scherz halten. Denn so sehr mich dieses Projekt begeistert, frage ich mich trotzdem, warum dies plötzlich möglich ist? Die nur einige
Meter hoch geplanten Glasaufbauten dürfen nicht höher als 40 cm werden und dieser Turm ist auf einmal kein Problem für die Denkmalschützer? Da kann man sich nur an den Kopf greifen...

Eine neue Attraktion für Linz



 

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Die Aufbauten dürften nicht höher als 40 cm werden??? Ist das ein Ableger der Zwergerlstadt im Pöstlingberg?
So ist es. Der Denkmalschutz hat sich den ursprünglichen Plänen verweigert. Auf der nächtlichen Fotomontage sieht man schon, wie hoch bzw. niedrig die Aufbauten werden... man kann sie nur als Lichtbänder wahrnehmen.
 
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