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Das Projekt "Garten Ebel" sieht vor die Grundstücke der ehemaligen Kaserne Ebelsberg sowie der angrenzenden sogenannten Sommergründe in ein neues Stadtzentrum für den Linzer Süden zu entwickeln.

Um ein Konzept für die riesige Fläche (über 300.000m²) zu entwickeln wurde ein kooperatives PLanungsverfahren angewandt. Statt eines reinen Wohngebietes wie im letzten großen Linzer Stadtentwicklungsprojekt ("Grüne Mitte Linz") sollen im vorliegenden Projekt auch Flächen für Betriebsansiedelungen mitgedacht werden. An die 55.000m² sind hierfür vorgesehen.

Außerdem soll die Straßenbahnlinie 2 vom Rand des Gebietes mitten durch das neue Stadtzentrum des Linzer Südens verlegt werden und somit eine bessere Erreichbarkeit gewährleisten.

Interessant ist auch, dass geprüft wird, das neue Stadtentwicklungsgebiet mittels neu zu bauender Brücke über die Traun direkt an das große Linzer Industriegebiet mit voestalpine, Borealis, etc. etc., anzubinden, wobei diese neue Brücke rein Fußgängern, Radfahrern und Linienbussen vorbehalten wäre und für den motorisierten Individualverkehr gesperrt bliebe. Interessanter Ansatz wie ich finde!

Planungen für einzelne Baulose gibt es derzeit noch nicht, bis dahin sind noch einige Planungen und Vorprojekte durchzuführen. Derzeit gibt es ein Konzept, wie das Gelände ungefähr bebaut werden könnte, wobei auch auf den Denkmalschutz für die Kasernengebäude Rücksicht genommen werden muss.

Genug der langen Worte, Bilder sagen mehr aus:

Das Stadtentwicklungsgebiet: Gelb: Ehemalige Kaserne Ebelsberg; Rot: Sommergründe



Das Modell, wie die Verbauung einmal aussehen könnte. Laut dem user "wastl" aus dem Linzmobil-Forum, sollen die Gebäude am unteren Bildrand (entspricht der Grenze des Gebietes an der B1) bis maximal 21m hoch werden, in der Mitte des Geländes soll die Gebäudehöhe ähnlich den Denkmalgeschützten Kasernengebäuden werden, am anderen Ende des Gebietes, an der Grenze zum Augebiet und der Traun, sollen 10-13-geschossige Gebäude errichtet werden.



Leider nur als PDF auffindbar: Der Erschließungsplan des neuen Stadtgebietes, gefunden in den OÖN. Gut sichtbar, die geplante Verlegung der Bim sowie die geplante neue Brücke über die Traun.
http://www.nachrichten.at/storage/med/download/grafiken_print/286833_LLI_Erschliessung_Ebelsberg.pdf


Zum Abschluss noch der bisherige/weitere Zeitplan (stammt aus dem Herbst 2017, ich weiß nicht ob das noch aktuell ist):

  • 2. Oktober 2017: Unterzeichnung Projektvertrag
  • Frühjahr 2018: Einleitungsbeschluss raumordnungsrechtliche Verfahren
  • Herbst 2019: Vorlage zur Beschlussfassung von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen im Linzer Gemeinderat
  • Herbst 2019: Rechtswirksamkeit von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen
  • Winter 2019: Baubescheid für erste Wohnbauprojekte
  • Frühjahr 2020: Voraussichtlicher Baubeginn
 

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Hat das dann nicht Nachteile für das Ebelsberger Zentrum oder wohnen dort vergleichsweise so wenig Leute?
Die Tramway bleibt ja im Ebelsberger Zentrum. Lediglich den Bogen, den sie heute um das Kasernenareal macht wird geändert. Nach Verlegung fährt sie direkt durch das neue Wohngebiet. Die dicht verbauten Wohngebiete Kastgründe und Ennsfeld bleiben ebenso erhalten.
 

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Discussion Starter · #8 ·
^^
Danke!

Wie meine Vorposter schon sagten, die Verlegung der Bim hätte keine negativen Auswirkungen auf die Linienführung oder die Erreichbarkeit in anderen Stadtteilen. Sie fährt jetzt eben ums Kasernengelände einen Bogen, logisch, eine Kaserne war ja Sperrgebiet, und würde in Zukunft dann mitendurch fahren, damit die zukünftigen Bewohner kürzere Wege zur Bim haben.

Und das mit der neuen Brücke über die Traun ist bisher nur eine Idee. Eine sehr gute zwar, und ich meine mich erinnern zu können, dass sogar schon eine Studie existiert, die bestätigt dass die Brücke positive Auswirkungen hätte, aber trotzdem: Über das Stadium einer Idee ist die Brücke noch nicht hinausgekommen.
 

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Discussion Starter · #10 ·
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Die einzigen Bewohner, die von einer Verlegung einen Nachteil haben werden, sind jene von der Hillerstraße. Die haben ja jetzt die Bim quasi noch vor der Haustüre.
Das stimmt. Vielleicht kommt ja eine Ersatzhaltestelle im Bereich Ecke Traundorferstraße/Ebelsberger Schlossweg, da, wo die Bim jetzt noch einen Gleisbogen hat. Dann wäre der Weg kaum weiter als bisher.

Oder die Bewohner dort haben wirklich in Zukunft einen kleinen Nachteil. Wobei da nix dramatisches rauskommen würde an Gehzeit, denke ich.
 

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Es wurden gestern die überabeiteten Pläne präsentiert. Es sind jetzt in Summe 330.000 m², wobei 50.000m² für Gewerbe (keine großen Einkaufszentren oder Möbelhäuser) reserviert sind, vorgesehen. Es werden bis zu 3000 Wohnungen (Ca. 6000 Einwohner) entstehen. Geplant ist der Baustart 2022 und Fertigstellung 2032
 

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Für den ersten Teil des Projekts (betrifft jetzt mal das Kasernenareal) wurde der Gewinner des Architekturwettbewerbs gekürt: Froetscher Lichtenwagner Architekten ZT.

Das ist der Teil den die WSF-Privatstiftung entwickelt. Dort entstehen jetzt mal 800 Wohnungen wobei die Bestandsbauten der Kaserne integriert werden. An der Wienerstraße entsteht ein 22 Stöckiges Holzhochhaus (ca. 80 Meter), und im Westen eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten.

Die Sommergründe werden dann von WAG, Neuer Heimat, Giwog und EBS entwickelt – hier entstehen die restlichen 2200 Wohnungen aber auch Kindergarten, Schule und auch ein Hallenbad.


Bild von nachrichten.at


Bild von Froetscher Lichtenwagner Architekten
 
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