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Discussion Starter · #1 ·
Jahrelang schon war es ein großer Wunsch Oberösterreichs und auch der Stadt Linz, an der Johannes-Kepler-Universität eine Medizinische Fakultät anzusiedeln.

In den letzten Monaten wurden die Planungen immer konkreter und mittlerweile scheint es als ob wirklich alle Hürden genommen wurden. Die Medizinische Fakultät in Linz wird tatsächlich kommen!

Aus diesem Grund eröffne ich jetzt diesen Thread, indem von nun an alle Infos zu diesem Projekt berichtet werden und darüber diskutiert werden kann.
 

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Discussion Starter · #2 ·
Wie in der heutigen Printausgabe der Kronen Zeitung zu lesen war, wurde bereits ein Standort für das zu errichtende Campusgebäude der Med-Fakultät gefunden.

Auf der Tiefgarage des AKH und der Landes Frauen- und Kinderklinik (LFKK) soll das ca. 37.000 m² Nutzfläche bietende Gebäude entstehen. Eine entsprechende Prüfung durch einen Statiker wurde anscheinend schon durchgeführt, wonach es möglich sein soll, auf dieser Tiefgarage ein mehrgeschossiges Gebäude zu errichten.

Das Gebäude soll ca. 150 Millionen Euro kosten. 13.000 der 37.000m² sollen alleine für die Forschung verwendet werden.
Die Fertigstellung des Campus ist für 2019 anvisiert.

Neben dem Gebäude am AKH- und LFKK Areal sollen auch Räumlichkeiten im nahe gelegenen Gebietskrankenkassengebäude sowie im Blutbankgebäude angemietet werden sowie eine Außenstelle am Areal der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg eingerichtet werden.

(Infos aus der Printausgabe der Oberösterreichischen Kronen Zeitung vom 19. Juli 2013)





Ich halte die Entscheidung, die Medizinische Fakultät mitten im Krankenhausviertel anzusiedeln für sehr gut. Die Kompetenzen dort zu bündeln ist sicherlich eine kluge Entscheidung.
Auch die LNK Wagner-Jauregg einzubinden halte ich für klug, gilt diese Einrichtung in der Behandlung des Zentralen Nervensystems sowie einiger psychischer Erkrankungen doch als im europäischen Spitzenfeld.
 

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Verdens Beste
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hättet ihr da nicht vor 10 Jahren drauf kommen können? Dann gäbs die med. Fakultät jetzt schon lang genug und ich könnte dort studieren(+und günstig bei der Verwandtschaft wohnen ;) )
Aber eine super Sache, Linz kann das durchaus vertragen.
 

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Discussion Starter · #4 ·
Schon im ersten Quartal 2014 beginnen die Aufnahmeverfahren um wie geplant im Wintersemester 2014/15 die ersten Studenten in das neue Medizin-Studium an der JKU aufnehmen zu können!
Alle notwendigen Beschlüsse an der Universität wurden gefasst. Die einzige formale Hürde die noch fehlt, ist der Finazierungsbeschluss im Nationalrat. Da die Medizinfakultät laut Landeshauptmann Pühringer in den Regierungsverhandlungen nie in Frage gestellt wurde (und da Pühringer als einer der hauptverantwortlichen Verhandler gilt glaube ich ihm das auch), wird dieser Beschluss nur noch Formsache sein.

Mehr Informationen dazu im Artikel aus den OÖN vom 04.12.2013:
Kepler-Uni ist startbereit für die Medizin-Fakultät

LINZ. Alle Uni-Beschlüsse gefasst - Aufnahmeverfahren für Medizin-Studenten beginnt im ersten Quartal 2014.

An der Kepler-Universität ist die Gründung der Medizinischen Fakultät beschlossen: Universitätsrat und Senat haben die formalen Gründungsbeschlüsse gefasst und die universitären Voraussetzungen für die Fakultät geschaffen. Der von der Uni angestrebte Beginn des Medizin-Studiums ist das Wintersemester 2014/15.

Die letzte formale Hürde ist der Beschluss der Finanzierungsvereinbarung im Nationalrat. Dieser ist bis Ende Jänner zu erwarten, wenn sich die neue Bundesregierung konstituiert hat. In der Regierung werde die Fakultät "nicht in Frage gestellt", sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (VP). Im Landesbudget sind drei Millionen Euro, entsprechend der Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund, für die ersten Realisierungsschritte vorgesehen. "Wir sind bereit für eine neue Ära", bekräftigt Kepler-Uni-Rektor Richard Hagelauer. Alle Gremien der Uni stünden einstimmig hinter dem "Zukunftsprojekt".

[...]

Aufnahmeverfahren startet

Das Aufnahmeverfahren für die Linzer Medizin-Studenten soll bereits im ersten Quartal 2014 beginnen. Das Bachelorstudium beginnt mit 60 Studenten in Graz und wird innerhalb von acht Jahren auf 300 Studenten (Linz und Graz) erweitert. Das aufbauende sechsjährige Masterstudium ab Wintersemester 2017/18, das mit dem Titel "Dr. med. univ." abschließt, wird zur Gänze an der Kepler-Uni durchgeführt. Interessierte können sich auf der Homepage informieren: www.jku.at/humanmedizin
http://www.nachrichten.at/nachricht...eit-fuer-die-Medizin-Fakultaet;art383,1255079
 

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Die Med Uni Graz war clever sich einen Teil des "Studentenkuchens" unter den Nagel zu reissen anstatt einfach nur zu jammern das eine Med Uni Linz voellig unnoetig ist - wie es die anderen etablierten Med Uni`s in Oesterreich getan haben ;)
 

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Discussion Starter · #6 ·
Da hast du ganz sicher recht. Ich bin ja schon gespannt wie das gehandhabt wird, wenn die Med-Uni Linz schlussendlich vollends etabliert ist. In der Anfangsphase ist diese Kooperation mit Graz für Linz Gold wert, nur so konnte man es schaffen dieses Projekt so zeitnah umzusetzen, aber ob man in 10-15 Jahren damit noch so glücklich sein wird?
 

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Da hast du ganz sicher recht. Ich bin ja schon gespannt wie das gehandhabt wird, wenn die Med-Uni Linz schlussendlich vollends etabliert ist. In der Anfangsphase ist diese Kooperation mit Graz für Linz Gold wert, nur so konnte man es schaffen dieses Projekt so zeitnah umzusetzen, aber ob man in 10-15 Jahren damit noch so glücklich sein wird?
Langfristig will man ja ohne Graz auskommen... diese Kooperation hat sicher ein Ablaufdatum.
 

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Discussion Starter · #10 ·
Wie berichtet sollen bereits heuer die ersten Studenten ihr Medizin-Studium an der Linzer Med-Uni beginnen (allerdings vorerst dank Kooperation in Graz).

Nun wurde bekannt, aus welchen Personen sich die Gründungskommission, welche den Start der Fakultät beratend begleiten soll, zusammensetzt. Dabei konnten durchwegs hochkarätige Mediziner gewonnen werden.

Die Mitglieder der Gründungskommission:
[...]

Hochkarätige Gründungskommission

Am 28. Februar wird sich die Gründungskommission für die Linzer Medizin-Fakultät konstituieren. Ihr gehören sechs Professoren aus Deutschland und der Schweiz an sowie je ein Vertreter von JKU, Land Oberösterreich und Stadt Linz. Die Mitglieder:

Michael Foerster: Der frühere Dekan der Freien Universität Berlin ist einer der führenden Forscher in der Augenheilkunde.

Jürgen Schüttler: Dekan der Med-Fakultät Erlangen-Nürnberg. Fachgebiet: Anästhesie.

Reto Weiler: leitet das Institut für Neurobiologie an der Universität Oldenburg.

Susanne Suter: Die frühere Präsidentin des Schweizer Wissenschafts- und Technologierates ist Expertin auf dem Gebiet der Kinderheilkunde.

Annette Grüters-Kieslich: ist Dekanin der Berliner Universitätsklinik Charité, ihr Fachgebiet ist Endokrinologie.

Ferdinand Hofstädter: leitete 25 Jahre lang das Institut für Pathologie an der Uni Regensburg.

Die JKU wird im neunköpfigen Gremium von Rektor Richard Hagelauer vertreten, das Land Oberösterreich von Elgin Drda, die Stadt Linz von AKH-Direktor Heinz Brock.

Beigezogen (ohne Stimmrecht) sind Herbert Kalb (JKU-Vizerektor), Meinhard Lukas (Jus-Dekan an der JKU) und der Welser Primar und Professor Josef Thaler (Medizinische Gesellschaft OÖ.).
http://www.nachrichten.at/nachricht...en-im-Herbst-sagt-Mitterlehner;art383,1282338
 

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Wahrscheinlich bin ich der einzige hier - aber ich find noch eine Medizin Uni für die Größe Österreichs unnötig und im Endeffekt nur eine Verschwendung von Steuergeld. Wie üblich in Österreich - wenn ein mächtiger Landescapo sich was wünscht dann ist schon Geld da, für alles mögliche andere für das es wirklich Bedarf gäbe dann halt nicht.

Nix gegen Linz aber da gäbe es wohl sinnvolleres was man vielleicht mal nicht in Wien ansiedeln könnte um die Landeshauptstätte "aufzuwerten."
 

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Discussion Starter · #14 ·
Wahrscheinlich bin ich der einzige hier - aber ich find noch eine Medizin Uni für die Größe Österreichs unnötig und im Endeffekt nur eine Verschwendung von Steuergeld.
Investitionen in Bildung sehe ich nie als unnötig, egal ob es um einen Kindergarten oder um eine Universität geht.

Aber klar, als Linzer freue ich mich naturgemäß mehr auf dieses Projekt als Leute von anderswo, das verstehe ich schon.
 

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Die bestehenden Unis sind völlig unterfinanziert - das Betreuungsverhältnis in vielen Studienrichtungen ein Wahnsinn, Projekte werden abgeblasen usw. aber dafür ist Geld da um eine neue Meduni zu bauen. Schön und gut aber es gibt sicher Dringenderes. Es geht nicht um Gesamtkonzepte in diesem Land sondern um die Wünsche der einzelnen Landesfürsten (siehe Krankenhäuser, siehe Infrastruktur (Koralmtunnel, Unterinntal usw). Der Pröll kriegt jetzt auch noch seine Privatmed.uni (allerdings öffentlich mitfinanziert) in Krems usw.


Und wenn du sagst es werden Leute abgewiesen - mag sein, aber es ist erstens nicht jeder geeignet und zweitens liegt das Problem wohl eher nach der Ausbildung, nach der nicht wenige (nicht nur die ganzen Deutschen) meist zu unserem nördlichen Nachbarn abwandern - auch verständlich bei (zugegebenermaßen etwas plakativ):


3 Jahre Turnus nach dem Studium (minimum 6 Jahre) + evtl. Wartezeit + schlechte Bezahlung + KEINE Ausbildung (abgesehen von Büroarbeit) + Wartezeit auf eine Ausbildungsstelle danach

vs.

sofortiger Einstieg in die Facharztausbildung + adäquater Bezahlung in Deutschland.

Und wenn sich da nichts ändert wird das mit den zukünftigen Absolventen auch so sein.
 

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Verdens Beste
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liegt das Problem wohl eher nach der Ausbildung, nach der nicht wenige (nicht nur die ganzen Deutschen) meist zu unserem nördlichen Nachbarn abwandern - auch verständlich bei (zugegebenermaßen etwas plakativ):


3 Jahre Turnus nach dem Studium (minimum 6 Jahre) + evtl. Wartezeit + schlechte Bezahlung + KEINE Ausbildung (abgesehen von Büroarbeit) + Wartezeit auf eine Ausbildungsstelle danach

vs.

sofortiger Einstieg in die Facharztausbildung + adäquater Bezahlung in Deutschland.

Und wenn sich da nichts ändert wird das mit den zukünftigen Absolventen auch so sein.
Und von D gehen die ganzen Ärzte in die Schweiz oder nach Großbritannien. Besonders am Land lässt sich der Ärztemangel meist nur noch entschärfen in dem man Ärzte aus Osteuropa abwirbt. Wer die dort dann ersetzt?
 

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Neues Campusgebäude präsentiert

Die Detailplanungen für das Campusgebäude der neu gegründeten Linzer Medizinfakultät sind fertig. Am Dienstag wurden die Pläne des aus vier Gebäuden bestehenden Komplexes präsentiert.

Das bedeute, „die Nutzungswünsche wurden in dem vorliegenden Projekts untergebracht“, erklärte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) bei der Präsentation am Dienstag in Linz. Damit habe der Entwurf des Büros LORENZateliers aus Innsbruck „den Praxistest bestanden“.

Baubeginn im Jahr 2018
Die Tiroler hatten sich im Dezember unter 15 Einreichern durchgesetzt und den Architektur-Wettbewerb gewonnen. Baubeginn ihres Campus ist für Anfang 2018 geplant, die Fertigstellung soll 2021 erfolgen. Die Kosten von insgesamt 105 Mio. Euro tragen das Land Oberösterreich (60 Prozent) und die Stadt Linz (40 Prozent).



12.500 Quadratmeter Nutzfläche
Auf rund 12.500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen neben der Blutzentrale des Roten Kreuzes und dem ehemaligen AKh (jetzt Med Campus III des Kepler-Universitäts-Klinikums) um einen Platz herum vier Baukörper für Büros, Bibliothek, Lehrräume sowie Labors. Für diese Gebäude werden die Grundmaterialien des Bauens Stahl, Holz, Beton und Keramik in ihrer Rohform verwendet, stellte Architekt Peter Lorenz den Entwurf in der Pressekonferenz in einem Video vor.





„Einfühlsame Planung“

Durch die „einfühlsame Planung“ und die „räumliche Offenheit“ werde ein „architektonisches Signal für die Unistadt Linz gesetzt“, lobten Pühringer, sein Stellvertreter Thomas Stelzer (ÖVP), Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Rektor Meinhard Lukas einhellig das Projekt. Es sei weit mehr als nur ein „Funktionsgebäude“. Mit dem Med-Campus breite sich die Johannes Kelper Universität (JKU), die am Nordrand der Stadt liegt, „mitten im Herzen von Linz“ aus, ergänzte der Rektor.
Campusgebäude Uniklinikum Med-Fakultät



Am 1. Oktober kommen die ersten Studenten
Bereits am 1. Oktober kommen die ersten Studenten, die noch in Graz ihre vorklinische Ausbildung absolviert haben, nach Linz. Aber nicht alle 60 wechseln, vier bleiben aus privaten Gründen in der Steiermark, andere haben den ersten Studienabschnitt noch nicht geschafft. Lukas rechnet mit gut 50 Studenten. In den nächsten Wochen werde er dann auch die Namen von den Professoren der zu besetzenden Lehrstühle bekannt gegeben. Bis 2028 sind es insgesamt 24 klinische und vier nicht-klinische.



Mit dem Studienjahr 2014/15 startete die neue Medizin-Fakultät der JKU. Die ersten vier Semester werden vorerst in Kooperation mit der Uni Graz dort belegt. Ab dem Studienjahr 2022/23 soll es dann in Linz 300 zusätzliche Anfängerplätze geben.
http://ooe.orf.at/news/stories/2796450/
 
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