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Verkehrsstadtrat Hein (FPÖ) plant eine Stadtseilbahn um den Linzer Süden besser an das große Industriegebiet im Linzer Osten anzubinden. In einer späteren Ausbaustufe könnte auch ein geplanter Park&Ride Standort am Pleschingersee mittels Seilbahn an das Industriegebiet angeknüft werden, um die Notwendigkeit, mit dem Auto die Donau zu überqueren (=Nadelöhr), obsolet zu machen.

Der geplante Trassenverlauf:


Die geplanten Stationen wären somit:
  • Bahnhof Ebelsberg (Verknüpfung mit S-Bahn und Bim möglich)
  • Garten Ebel (neues Stadtentwicklungsgebiet auf ehemaligen Kasernengelände, Anm.)
  • Wiener Straße (Verknüpfung mit Bim möglich)
  • voestalpine 1
  • voestalpine 2
  • Bahnhof Franckstraße (Verknüpfung mit S-Bahn und Bim möglich)
  • Industriezeile
  • Handeslhafen
  • Pleschingersee

ANMERKUNG: Der gezeigte Trassenverlauf und die Stationsverortungen sind als vorläufige Idee zu sehen und noch keineswegs fix.

Der Linzer Gemeinderat signalisierte jedenfalls Interesse an dem Projekt und nun läuft eine Voruntersuchung samt Studie. Man darf gespannt sein, was da raus kommen wird.

Mehr Infos:
https://kurier.at/chronik/oberoeste...r-stadt-linz-schwebt-seilbahn-vor/299.037.504
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Zwei-Seilbahnen-fuer-Linz;art66,2849334
http://www.nachrichten.at/oberoeste...Licht-fuer-die-Seilbahn-in-Linz;art66,2849145
 

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Discussion Starter · #2 ·
Meine persönliche Einschätzung:

Man muss Stadtrat Hein wirklich gratulieren. Auch wenn er für mich von der falschen Partei kommt, muss man ihm zu Gute halten dass er den Verkehr in Linz wirklich verbessern möchte und sich auch nicht scheut, über den Tellerrand zu blicken.

Ich denke vor allem um das weit verzweigte und riesige Industriegebiet, wovon die voestalpine nochmal einen wahnsinnig großen Teil einnimmt, zu erschließen, kann die unkonventionelle Idee einer Stadtseilbahn genau die richtige sein.

Ich möchte nicht sagen, dass es die heilsbringende Wunderidee ist, aber eine faire Prüfung und solide Planung hat sich das Projekt allemal verdient, bevor man es verteufelt oder himmelhoch jauchzend bejubelt.
 

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Discussion Starter · #4 ·
Meiner Meinung nach wäre eine Straßenbahn unmöglich. Eine Seilbahn könnte mit ihrem geringen Platzbedarf, ohne im Stau zu stehen, ihre Hauptvorteile in diesem Gebiet voll ausspielen.
 

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Discussion Starter · #6 ·
Nun wurde eine erste Studie zum geplanten Seilbahnprojekt in Linz vorgestellt. Auch wenn ich die Seilbahn weiterhin gut finde und grundsätzlich befürworte, gebe ich zu, dass das Projekt damit wohl begraben wird:
Die geplante Seilbahn kommt in Linz wohl eher auf Kosten von ca. 220 Millionen Euro. Vermutet wurden aufgrund von vergleichbaren Projekten in anderen Städten eher 40 Millionen Euro.

Teile des Berichts aus den OÖN:
Linzer Seilbahn würde ins Geld gehen: 110 Millionen Euro für 3,5 Kilometer

LINZ. Experten tagten in Linz – Erste Studie zu dem geplanten Projekt vorgestellt.

[...]

Der erste Abschnitt führt vom Bahnhof Ebelsberg über den Garten Ebel und die Wiener Straße zum Haupteingang des Werksgeländes der voestalpine, der zweite Abschnitt weiter bis zum Handelshafen. Optional ist der dritte Abschnitt zum Pleschinger See. Insgesamt wäre die Strecke 10,1 Kilometer lang.

[...]

Station in 100 Metern Höhe

Die Baukosten für den ersten, 3,5 Kilometer langen Abschnitt würden Leitner zufolge 110 Millionen Euro betragen, wenn man eine Anlage mit Drei-Seil-System (3S-Bahn) baut, und 69 Millionen, falls man sich für eine Einseilumlaufbahn (EUB) entscheidet. "Die EUB ist für mich aber keine Option für Linz", sagt Leitner. Einige Gründe dafür: Zusätzlich zu den neun Stationen bräuchte man für die EUB 27 Stützen und 521 Kabinen statt – wie für die 3S-Bahn – sieben Stützen und 127 Kabinen. Zudem hält die 3S-Bahn höhere Windgeschwindigkeiten aus und ist leiser. Die Kosten für den zweiten Abschnitt wären vermutlich ähnlich hoch, der dritte wäre "viel günstiger".

Die Stützen und Stationen sollen bis zu 100 Meter hoch werden, die mittlere Seilhöhe 77 Meter betragen, um darunter liegende Gebäude in sicherem Abstand überfahren zu können. Die Stützen hätten einen Durchmesser von elf bis zwölf Meter, die Schächte der Stationen einen Platzbedarf von 20 mal 20 Quadratmeter.

[...]
Der gesamte Artikel in der Online-Ausgabe der OÖN:
 

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Discussion Starter · #9 ·
Zwar bin ich nicht überzeugt von der Idee einer Seilbahn aber ich finde den Ansatz kreativ; Linz mit seinen notorischen Verkehrsproblemen braucht ein solche Denkweise.
Seh ich genauso. Kreative Ansätze, dabei über den Tellerrand blicken: Da werden einige Nieten in den Ideen und Vorüberlegungen dabei sein, aber das macht ja nix, darum prüft man ja solche Projekte vorab, um das Potential abschätzen zu können. Und irgendwann wird dann auch einmal eine Goldidee dabei sein.

Absolut positiv also für Linz, dass auch Denkansätze abseits der üblichen Pfade geprüft werden.
 

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Ich glaube, dass eine Seilbahn als städtisches Massenverkehrsmittel eher untauglich ist. Anders als bei Schi-Seilbahnen, wo man ebenerdig zu- und aussteigt, müsste man in einer weitgehend flachen Stadt die Zwischenhalte über Lifte in hohen Stützen erreichen, was viel Zeit kostet, außerdem würden die Zwischenhalte, die ja sein müssten, wenn das Ganze ein innerstädtisches Verkehrsmittel sein soll, die Fahrt sehr verlangsamen. In Wien überlegte man einen Cable-Liner beim Hauptbahnhof, ist aber wegen dieser Überlegungen (zu lange Umsteigzeiten von z.B. der U1 zur Seilbahn) wieder davon abgekommen. Sinnvoll scheint so eine Lösung nur, wo große Höhendifferenzen überwunden werden müssen, wie z.B. in Lima, und der geradlinige Anstieg der seilbahn eine Zeitersparnis gegenüber einem zickzack bergwärts fahrenden Schienenverkehrsmittel oder Bus bringt.
 
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