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Discussion Starter · #1 · (Edited)
interessant was kommt oder auch nicht


vielleicht ist ja auch mal was dabei, das Vorfreude auslöst :)



auf jeden Fall, hat man nen guten Überblick in welche Richtungen die Stadt München Planungen anstrengt und wie diese von statten gehen


Zumal ja vielleicht vom eigentlichen Bau keinem User Informationen vorliegen, ist so auch de Chance geringer das Projekte "abhanden" kommen hier herinnen ;)



so, go on !
 

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Discussion Starter · #2 ·
Zentrale Kanalbetriebsstation

Realisierungswettbewerb


Neubau der zentralen Kanalbetriebsstation der Münchner Stadtentwässerung an der Schleißheimer Straße in München

Im April 2008 hat der Münchner Stadtrat die Auslobung eines Architekturwettbewerbs für den Neubau einer zentralen Kanalbetriebsstation beschlossen. Insgesamt haben sich 309 Architekturbüros beworben. Per Losverfahren wurden von diesen unter notarieller Aufsicht 22 Teilnehmer ermittelt. Darüber hinaus wurden acht Architekturbüros zum Wettbewerb zugeladen.

Nach ihrer ersten Sitzung am 27.März 2009 vergab die Jury unter Vorsitz von Professor Ulrich Holzscheiter in einer zweiten Preisgerichtssitzung am 8. Mai 2009 folgende Preise und Ankäufe:



Pressebilder zum Downloaden



Gegenstand des Wettbewerbs

Die zentrale Betriebsstation der Münchner Stadtentwässerung, die sich derzeit in der Dachauer Straße befindet, soll auf dem Gelände des ehemaligen "Virginia Depot“ an der Schleißheimer Straße für ca. 135 Mitarbeiter mit einem Bauvolumen von ca. 6.100 m² Nutzfläche neu errichtet werden. Die städtebauliche Situation in der Umgebung der zukünftigen zentralen Kanalbetriebsstation befindet sich im Umbruch. Die entstehende Bebauung kann also einen Maßstab für die zukünftige Gestaltung der Schleißheimer Straße in diesem Abschnitt darstellen. Die Baumaßnahmen umfassen einen Bürobereich, einen Sozialbereich mit Aufenthaltsraum und Umkleiden, Werkstätten, Dienstwohnungen, Innen- und Außenlager sowie Garagen und Stellplätze von PKW- bis LKW-Größe.

Ziel des Wettbewerbes war es, einen Gebäudeentwurf zu ermitteln, der die differenzierten Anforderungen und unterschiedlichen Bedürfnisse erfüllt, die sich aus dem vielfältigen Aufgabenspektrum des Kanalbetriebs ergeben. Die große Anzahl an Fahrzeugen auf dem Grundstück bedarf einer sorgfältigen Planung, um eine optimalen Betriebsablauf zu gewährleisten. Mit Hilfe des Wettbewerbs hat die Ausloberin ein Ergebnis erhalten, das den Ansprüchen an die Qualität des Bauwerks als öffentliches Gebäude der Landeshauptstadt München und der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme im Bezug auf Investitions- und Unterhaltskosten gleichermaßen gerecht wird.


Lage des Wettbewerbsgebietes


Öffentliche Ausstellung

Die Wettbewerbsbeiträge aller Teilnehmer werden der Öffentlichkeit in einer Ausstellung in der großen Halle des Technischen Rathauses an der Friedenstrasse 40 in München präsentiert. Die Räumlichkeiten sind in der Zeit vom 13.Mai bis 29.Mai 2009, Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr für Sie geöffnet.


Gewinner


ERSTER PREIS

Reinhard Bauer Architekt BDA
München

Landschaftsarchitektur
t17 Landschaftsarchitekten, Manfred Kerler
München



ZWEITER PREIS

Glaser Architekten GmbH
München

Landschaftsarchitektur
koeber Landschaftsarchitektur
Stuttgart


DRITTER PREIS

Harter + Kanzler Freie Architekten BDA
Freiburg

Landschaftsarchitektur
Wartner & Zeitzler Landschaftsarchitekten BDLA
Landshut


VIERTER PREIS

Muffler Architekten Freie Architekten DWB/BDA
Tuttlingen

Landschaftsarchitektur
Thomas Steinmann Landschaftsarchitekt BLSA,
CH Winterthur


ANKÄUFE

Matthias Faber, archimania
Aachen

Landschaftsarchitektur
hermanns landschaftsarchitektur/umweltplanung,
Niederkrüchten

-------------------------------------------------------------------------------

Ring Architekten + mw. Architektur
München

Landschaftsarchitektur
bauchplan landschaftsarchitektur
München

-------------------------------------------------------------------------------

Keller Architekten
Stuttgart

Landschaftsarchitektur
verdyck gugenhan landschaftsarchitekten
Stuttgart





GEWINNERPROJEKT

Reinhard Bauer Architekt BDA
München


Der Entwurf besticht durch die Konzentration der Hauptbaumasse in einem selbstbewussten viergeschossigen Trakt an der Schleißheimer Straße und die um einen Hof gruppierten zweigeschossigen Werkstätten- und Hallengebäude. Im Nordflügel sind Schulungs- und Aufenthaltsbereich geräumig untergebracht. Insgesamt überzeugt der Entwurf durch die Großzügigkeit in der räumlichen Disposition, die sich erwartungsgemäß aber auch in einer überdurschnittlichen Kubatur niederschlägt.

Die durch den Bebauungsplan festgesetzte Geschossfläche wird geringfügig überschritten.

Durch die Anordnung der LKW-Hallen konzentriert sich der Verkehr auf den vorderen Teil des Grundstücks. Verkehrstechnisch richtig liegt die Tiefgarageneinfahrt an der Schleißheimer Straße. Die Hoffläche ist gut anfahrbar und übersichtlich. Die Werkstätten können zweckmäßig von zwei Seiten angedient werden. Die Rangierflächen sind sehr großzügig und auch mit Lastzügen ohne Rangieren befahrbar. Die Mitarbeiter-Parkplätze sind westlich abgesetzt vom Betrieb konfliktfrei angeordnet. Insgesamt ergibt sich hier eine optimale Betriebs-Fahrerschließung.

Die innere Erschließung von den Umkleiden zur Verwaltung ist geschickt gelöst. Die Anordnung der Bereiche Schulung, Werkstätten, Kantine und Umkleiden auf einer Ebene sorgt für gute Abläufe. Der Weg zur Kantine ist allerdings bedenklich lang, wenn die Terrasse im ersten Obergeschoss nicht geöffnet ist. Ebenso erscheint die Entfernung der PKW-Stellplätze zum Weiß-Eingang etwas groß.

Die Anordnung von Waschplatz, Container und Waschhalle ist ideal gelöst.
Die Dienstwohnungen liegen vorteilhaft im ruhigen westlichen Grundstücksteil.
Positiv ist auch die Anordnung der Lager in der TG.

Der Entwurf stellt sehr gute Bezüge zu den Freiräumen im Norden und Süden her. Das reduzierte Gestaltungskonzept wird schlüssig und angemessen aus der Aufgabenstellung entwickelt. Die Biotopfläche und die südliche Gehölzfläche bleiben unbeeinträchtigt.
Der zum Saal angebotene Freisitz stellt ein gutes Freiraumangebot dar.

Insgesamt ist der Entwurf städtebaulich, funktional und durch sein hohes Identifikationspotential als eine ausgezeichnete Konzeption für die Kanalbetriebsstation zu bewerten.

Die hohe Bruttogrundrissfläche, das große Bauvolumen, dessen hoher beheizter Anteil, ferner die große Hüllfläche und die Fassadenfläche mit großen Glasanteilen führen zu relativ weniger günstigen Investitions- und Betriebskosten. Der Primärenergiebedarf liegt im Mittelfeld.



 

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Discussion Starter · #3 ·
Gymnasium und Sporthalle Trudering

Realisierungswettbewerb

Neubau eines 4-zügigen Gymnasiums für zirka 1000 Schüler, dazu einer 3-fach-Sporthalle mit Zuschauer-Tribüne sowie notwendiger Sport- und Freiflächen, in München – Ost / Stadtbezirk 15 / Trudering, an der Markgrafenstraße.

Antworten auf Fragen von allgemeinem Interesse für die Bewerber bzw. Änderungen im Verfahren oder der Unterlagen werden letztmals am 9. März 2009 auf www.bartenbach-david.de/Projekte.html bekannt gegeben. Jeder Bewerber ist verpflichtet, die Änderungen zur Kenntnis zu nehmen und seine Bewerbung ggf. entsprechend zu korrigieren.

Im Februar 2009 hat der Münchener Stadtrat die Auslobung eines Architektenwettbewerbs für den Neubau eines Gymnasiums mit 3-fach-Sporthalle und Zuschauertribüne im Münchner Osten beschlossen. Der Umfang des Vorhabens beträgt ca. 17.000 Quadratmeter BGF (Schule + Sporthalle). Das Planungsgebiet liegt am südöstlichen Stadtrand am Übergang zum Truderinger Wald, umgeben von Wohnquartieren sowie am Kreuzungspunkt zweier übergeordneter Grünverbindungen. Auf einem Nachbargrundstück steht eine 3-geschossige Grundschule, die räumlich in die Überlegungen mit einbezogen werden soll.

Sowohl die beengte Lage des Grundstücks zwischen Wohngebiet und Grünachse als auch dessen langgestreckte Form stellen hohe Anforderungen an die Situierung und Erschließung der Baukörper sowie eine intelligente und effiziente Verknüpfung der Schul- und Freisportflächen. Der Wettbewerb ist ein einstufiger begrenzt offener Realisierungwettbewerb gemäß GRW 2.4.2 mit vorgeschaltetem EU-offenen Bewerbungsverfahren.






GEGENSTAND DES WETTBEWERBS/BESCHREIBUNG DES PROJEKTS

II.1) BESCHREIBUNG
II.1.1) Bezeichnung des Wettbewerbs/Projekts durch den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber:
Realisierungswettbewerb zum Neubau eines 4-zügigen Gymnasiums mit 3-fach-Sporthalle in München Ost/
Stadtbezirk 15, an der Markgrafenstraße.
II.1.2) Kurze Beschreibung:
Neubau eines 4-zügigen Gymnasiums (G8) mit 32 Klassen, Fachhörsäälen, Aula, Verwaltung, Mensa + Hausmeisterwohnung; zuzüglich einer 3-fach-Sporthalle mit Zuschauertribüne; dazu Sport- und Freiflächen
und eine Tiefgarage. Die Größenordnung der Gesamtmaßnahme beträgt ca.
17 000 m² BGF. Die beengte Lage zwischen Wohngebiet und Grünachse sowie die langgestreckte Form des Grundstückes stellen hohe Anforderungen an die Situierung der Baukörper sowie eine intelligente und effiziente Verknüfung der Schul- und Freisportflächen; auch die Bewältigung der Erschließung muss auf beengtem raum erreicht werden.
II.1.3) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV):
71221000, 71222000.


ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE INFORMATIONEN
III.1) KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER TEILNEHMER:

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch ein Auswahl-Gremium. Es werden die Bewerber ausgewählt, die die Auswahlkriterien besonders gut erfüllen. Die Auftraggeberin wird bei der Bewertung ein Punktesystem anwenden und die Wettbewerbsteilnehmer aus den besonders qualifizierten Bewerbern auswählen bzw. ggf. bei Gleichrangigkeit durch Losziehung ermitteln. Die Auswahlkriterien werden wie folgt gewichtet: 4-fach: Fachkunde: Realisierung von vergleichbaren Bauvorhaben im Bereich von Schul-/Hochschulbau. 3-fach: Gestaltqualität von realisierten und nicht realisierten Bauvorhaben. 1-fach: Leistungsfähigkeit aufgrund vorhandener Bürostruktur. Berufsanfänger und kleinere Bürostrukturen werden in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Die frist- und formgerecht eingegangenen Bewerbungen werden in 2 Gruppen sortiert: Gruppe A: Diplom vor 1.1.2000, Gruppe B: Büroorganisationen, deren Inhaber bzw. Gesellschafter alle das Diplom
nach dem 1.1.2000 abgelegt haben sowie kleinere Büros mit max. 4 technischen Mitarbeitern (einschl. Inhaber, ohne Praktikanten und Aushilfen). Aus der Gruppe A werden 10 Bewerber, aus der Gruppe B 5 Bewerber
zur Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt/ausgelost. Zusätzlich werden Nachrücker in angemessener Zahl bestimmt.
Sollten in einer Gruppe weniger Bewerber vorliegen, als Teilnehmer auszuwählen bzw. auszulosen sind, werden aus der jeweils anderen Gruppe entsprechend mehr Teilnehmer bestimmt. Es werden nur Architekten ausgewählt; die Nennung der Landschaftsarchitekten ist erst bis zum Kolloquium notwendig.


III.2) TEILNAHME IST EINEM BESTIMMTEN BERUFSSTAND VORBEHALTEN:
Ja.
Teilnahmeberechtigt sind Architekten sowie Landschaftsarchitekten, diese nur in Arbeitsgemeinschaft mit Architekten. Teilnahmeberechtigt sind in Staaten des EWR oder des WTO-Beschaffungsübereinkommens (GPA) ansässige: - natürliche Personen, die nach den für ihren Wohnsitz/Niederlassung geltenden
Rechtsvorschriften zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt oder Landschaftsarchitekt befugt sind.

Die Zusammenarbeit von Architekten mit Landschaftsarchitekten ist zwingend vorgeschrieben, wobei die Federführung bei einem Architekten liegen muss. Die Landschaftsarchitekten sind erst nach der Auswahl
bzw. Auslosung bis zum Kolloquium schriftlich zu benennen. Ist die Berufsbezeich-nung am Wohnsitz/Niederlassung des Teilnehmers gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architekt
oder Landschaftsarchitekt, wer über ein Diplom, Prüfzeugnis oder einen sonstigen Befähigungsausweis verfügt, dessen Anerkennung nach den EG-Richtlinien am Tag der Bekanntmachung gewährleistet ist, -
Juristische Personen, sofern deren satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen.

Der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person und
der/die verantwortliche(n) Verfasser der Wettbewerbsarbeit müssen die an die natürliche Person gestellten Anforderungen erfüllen, - Arbeitsgemeinschaften, bei denen jedes Mitglied die Anforderungen erfüllt, die an natürliche oder juristische Personen gestellt werden. Arbeitsgemeinschaften haben in ihrer Verfassererklärung
einen bevollmächtigten Vertreter zu benennen. Die Voraussetzungen für die Teilnahmeberechtigung müssen am Tag der Bekanntmachung erfüllt sein.


ABSCHNITT IV: VERFAHREN

IV.1) ART DES WETTBEWERBS:
Nichtoffen.
Gewünschte Teilnehmerzahl: 21.
IV.2) NAMEN DER BEREITS AUSGEWÄHLTEN TEILNEHMER:
1. Diezinger & Kramer, Eichstätt, mit Adler & Olesch Landschaftsacrhitekten, München.
2. Fritsch + Tschaidse, München, mit Stötzer + Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg.
3. Krug und Partner, München, mit Keller & Damm Landschaftsarchitekten, München.
4. Lederer Ragnasdottir Oei, Stuttgart, mit Helmut Hornstein, Landschaftsacrhitekt, Überlingen.
5. Schürmann Dettinger Architekten, München, mit Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten Bockhorn.
6. Wulf und Partner, Stuttgart, mit Jetterer landschaftsarchitekten, Stuttgart.


IV.3) KRITERIEN FÜR DIE BEWERTUNG DER PROJEKTE:
Die Kriterien zur Bewertung der Wettbewerbsarbeiten werden vom Preisgericht festgesetzt; sie werden den
ausgewählten bzw. ausgelosten Teilnehmern mit der Auslobung mitgeteilt.


IV.4) VERWALTUNGSINFORMATIONEN
IV.4.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber/beim Auftraggeber:
IV.4.2) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen
Schlusstermin für die Anforderung von oder Einsicht in Unterlagen: 9.3.2009 - 12:00.
Die Unterlagen sind kostenpflichtig: Nein.
IV.4.3) Schlusstermin für den Eingang der Projekte bzw. Anträge auf Teilnahme: 13.3.2009 - 14:00.
IV.4.4) Tag der Absendung der Aufforderungen zur Teilnahme an die ausgewählten Bewerber: 6.4.2009.
IV.4.5) Sprache(n), in der (denen) Projekte oder Anträge auf Teilnahme verfasst werden können:
Deutsch.


IV.5) PREISE UND PREISGERICHT
IV.5.1) Es werden Preise vergeben:
Ja.
Zahl und Wert der zu vergebenden Preise:
Es ist beabsichtigt, 5 Preise und 2 Ankäufe zu vergeben.
Die Preissumme beträgt 170 000,00 EUR zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Das Preisgericht ist berechtigt, die Gesamtsumme durch einstimmigen Beschluss anders zu verteilen.
IV.5.2) Angaben zu den Zahlungen an alle Teilnehmer:
IV.5.3) Folgeaufträge:
Nein.
IV.5.4) Die Entscheidung des Preisgerichts ist für den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber bindend:
Nein.
IV.5.5) Namen der ausgewählten Preisrichter:
1. Rosemarie Hingerl, Baureferentin, München.
2. Prof. Herbert Meyer-Sternberg, Architekt, München.
3. Wolfgang Glaser, Architekt, München.
4. Bernhard Peck, Architekt, München.
5. Volker Staab, Architekt, Berlin.
6. Jörg Zirlewagen, Drees + Sommer, München.
7. Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin, München.
8. Franz Josef Balmert, Baureferat Hochbau.
9. Theo Bauernschmidt, Planungsreferat.
10. Peter Schwinde, Architekt, München.


ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

VI.1) WETTBEWERB IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD:
Nein.

VI.2) SONSTIGE INFORMATIONEN:
Die geforderten Nachweise und Angaben sind in Form eines Bewerbungsformulars zusammengefasst, das
im Internet unter www.bartenbach-david.de abzurufen ist.
Bewerbungen sind nur schriftlich und mit diesem Bewerbungsformular möglich.
Formlose Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Bewerbung per Brief oder persönlicher Abgabe ist das Eingangsdatum 13.3.2009 14:00 Uhr für die Einhaltung der Bewerbungsfrist entscheidend. Mit der Einreichung der Bewerbungsunterlagen verpflichten sich die Bewerber/innen, im Falle ihrer Auswahl am Wettbewerb teilzunehmen.
Unter der internetadresse www.bartenbach-david.de sind außerdem Zusatzinformationen abrufbar, in denen die Aufgabenstellung näher beschrieben ist. Die Bewerber sind verpflichtet, diese zusätzlichen Informationen einzusehen. Die Ausloberin wird, wenn die Aufgabe realisiert wird, unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichtes, einem oder mehreren Preisträger/n, nur die für die
Umsetzung des Wettbewerbsentwurfes notwendigen weiteren Planungsleistungen in Stufen, d.h. mindestens die Planungsleistungen gemäß HOAI § 15 Lph 2-5 übertragen. Der zuerkannte Preis wird bei Beauftragung
in Abzug gebracht. Zulassungsbereich: Staaten des EWR sowie des WTO-Beschaffungsübereinkommens (GPA).

Die allgemeinen Wettbewerbsbedingungen wurden mit der Bayerischen Architektenkammer auf der Grundlage der GRW '95 abgestimmt. Das Wettbewerbsverfahren wird nach GRW '95 anonym durchgeführt.
Eingereichte Unterlagen werden nicht zurückgeschickt. Nicht ausgewählte/-geloste Bewerber werden gemäß § 13 VgV spätestens 14 Tage vor der Vergabe benachrichtigt. Voraussichtliche Termine: Versand der Auslobung:
15. Kalenderwoche; Rückfragenkolloquium: 17. Kalenderwoche; Abgabe der Pläne: 23. Kalenderwoche; Preisgerichtssitzung: 9.7.2009.

VI.3) RECHTSBEHELFSVERFAHREN/NACHPRÜFUNGSVERFAHREN
VI.3.1) Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren:
VI.3.2) Einlegung von Rechtsbehelfen:
VI.3.3) Stelle, bei der Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erhältlich sind:
VI.4) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG:
11.2.2009.
 

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Discussion Starter · #4 ·
Neugestaltung Kirchplatz Starnberg

Realisierungswettbewerb


Realisierungswettbewerb
Protokoll Preisgericht
Zu Beginn der Sitzung erläutert Herr Zlonicky den Ablauf des Verfahrens und erinnert die Jury an die in der Auslobung aufgestellten Kriterien zur Beurteilung der Qualität der Arbeiten.
Weiterhin läßt Herr Zlonicky sich von den Anwesenden versichern, dass:

- sie außerhalb von Kolloquien keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über
die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben,

- während der Dauer des Verfahrens auch nicht führen werden,

- bis zum Preisgericht keine Kenntnis der Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, sofern sie nicht an der Vorprüfung mitgewirkt haben,

- die Anonymität aller Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist,

- sie es unterlassen werden, Vermutungen über den Verfasser einer Arbeit zu äußern und

- sie die vertrauliche Behandlung der Beratung gewährleisten werden.


Er weist auf die persönliche Verpflichtung der Preisrichter hin, objektiv und allein an der Auslobung orientiert zu beurteilen.

Bericht der Vorprüfung

Die Teilnehmer dieses beschränkt offenen Wettbewerbes wurden in einem kombinierten Auswahl – und Losverfahren im September dieses Jahres ausgewählt / ausgelost. Von insgesamt 44 Bewerbern
wurden 40 Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Architekten zur Teilnahme am Wettbewerb zugelassen, 10 Büros wurden vorab vom Auslober gesetzt.
Von den zugelassenen Bewerbern haben 5 Büros im Vorfeld ihre Teilnahme zurückgezogen und 15 Teilnehmer haben keinen Entwurf eingereicht. Somit liegen 30 Arbeiten zur Beurteilung durch das Preisgericht vor.
Alle Arbeiten wurden rechtzeitig eingereicht.
Sämtliche Arbeiten wurden von der Vorprüfung anonymisiert.
Die Liste mit den Tarnzahlen und Kennziffern liegt der Vorprüfung vor.
Mehr- oder Minderleistungen wurden nicht festgestellt, alle
Arbeiten sind aus Sicht der Vorprüfung zur Beurteilung durch das
Preisgericht ausreichend dargestellt.
Alle Entwürfe wurden gemäß den Anforderungen aus der Auslobung geprüft und beschrieben.
Aus Sicht der Vorprüfung erfüllen alle vorliegenden Arbeiten die formalen Bedingungen, um zur Beurteilung durch das Preisgericht zugelassen zu werden.
Herr Zlonicky würdigt die Qualität des umfassenden und anschaulichen Vorprüfungsberichtes und schlägt vor, alle 30 Arbeiten zum Verfahren zuzulassen. Das Preisgericht stimmt diesem Vorschlag zu.

Informationsrundgang
In einem Informationsrundgang erläutert die Vorprüfung ausführlich die Arbeiten entsprechend dem Vorprüfungsschema.
Nach dem Informationsrundgang diskutiert das Gremium die gewonnenen Eindrücke und die Schwerpunkte der weiteren Betrachtungen. Insgesamt wird seitens der Jury einhellig die hohe Qualität der vorliegenden Entwürfe betont, die eine breite Palette interessanter und sehr unterschiedlicher
Lösungen bieten.
Weiterhin herrscht Einigkeit darüber, dass die Schwierigkeit der Aufgabenstellung in der Bewältigung der Topographie liegt.


INHALT

Wertungsrundgang

TZ 1005
6 : 3
Die Mittel zur Gestaltung der Erlebnisachse vom Schloss zum See sind - bis
auf die Idee der „Stadttreppe“ - klar und überzeugend gewählt. Die Ausbildung
der „Stadttreppe“ als Hauptzugang zum Kirchplatz macht die barrierefreie
Erreichbarkeit des zentralen Platzes nur über einen Umweg entlang des Kirchenwegs möglich, weiterhin ist die Zufahrt zu dem Grundstück nördlich des
Hauptzugangs nicht mehr gewährleistet.
Die Wasserfläche vor der Ostfassade der Kirche erscheint überdimensioniert.

TZ 1012
8 : 1
Die Idee, durch einen Belagswechsel die Kirche aus der Platzfläche heraus zu
heben, ist vom Ansatz her richtig und begrüßenswert Allerdings ist dieser
„Kirchenteppich“ im vorliegenden Entwurf aus Sicht der Jury überdimensioniert,
dadurch wird die Haupt-Fußwegebeziehung über den Platz optisch nicht
entsprechend herausgearbeitet.
Negativ wird auch die fehlende Raumkante im Süden bemerkt.

TZ 1013
6 : 3
Die klare Fassung des westlichen Platzrandes durch eine Mauer, die in die
zentrale Treppenanlage übergeht, wird positiv gesehen. Leider hat in dieser
übersichtlichen Konzeption die Anlage einer Rampe keinen Platz gefunden, so
ist der Kirchplatz von der Hauptstraße nur über einen Umweg zu erreichen.
Schön ist die Idee, das Gartenmotiv des Schlossgartens über einzelne Terrassen bis in die Stadt hinein zu tragen.



im Detail:


Platz1


Protokoll Preisgericht
1001
Der Grundansatz, die Wittelsbacherstraße und die auf sie bezogenen Platzräume, auch den Kirchplatz, mit einem ruhigen durchgehenden Gestaltungsmotiv zu einer Einheit zu verknüpfen wird positiv gewürdigt.
Die dazu gewählten Stilmittel sind sparsam und angemessen,
sie entsprechen einer klassischen Stadtbauweise.
Wenn auch die Wittelsbacherstraße durchgehend gepflastert wird,
was möglicherweise überzogen sein mag, ist durch einen 12 cm hohen Bord der Straßencharakter gewahrt.

Zusammen mit der durchgehenden Baumreihe, der Beleuchtung und den pointierten Platzaufweitungen entsteht eine schöne und attraktive
Stadtstraße. Weniger gelungen und auch nicht umsetzbar
sind die im Ideenteil dargestellten Baumblöcke am Rathausplatz.
Interessant ist der Gedanke, durch Verdoppelung der Bäume im Bereich Kirchplatz einen spannungsvollen Kontrast zur offenen Platzfläche aufzubauen.

Der Gedanke führt geradezu zu einer besonderen Dramaturgie
von Schatten und Licht, von Hell und Dunkel. Auf dem Kirchplatz sind die Bäume sehr dezidiert an wichtigen Orten der Orientierungsumlenkung oder des
beschatteten Aufenthalts platziert.
Die Kirche wird freigestellt, ihre Eingangssituationen besser hervorgehoben. Sie kann jetzt mit ihrer skulpturalen Wirkung den Platz in richtiger Weise bestimmen.
Das die Kirche umlaufende, ein Rechteck bildende Band ist willkürlich und überflüssig.
Die schwierige Topographie wird mit einer großzügigen Rampe bewältigt, ihr angelagert entwickelt sich ein schöner Baumplatz mit hoher Aufenthaltsqualität.
Allerdings verbleibt der Buchladen in einer engen Nische.
Der Platz bleibt großräumig frei für die unterschiedlichen Veranstaltungen und Nutzungsansprüche. Die neu entstehende Qualität lässt eine stärkere belebende Nutzung von den Rändern her erwarten. Die Platzmöblierung
ist sparsam eingesetzt, die kleine Wasserwand und der maßvoll dimensionierte Marienbrunnen erscheinen angemessen. Sitzbereiche werden je nach Jahreszeit in der Sonne und im Schatten angeboten.

Das Beleuchtungskonzept unterstützt und fördert die Grundansätze der Arbeit.
Der Aufwand mit umfangreichen Natursteinflächen ist hoch, leider fehlen Angaben zu den gewählten Baumarten, die in der Wittelsbacherstraße nicht so breitkronig sein dürfen. Die notwendigen Stellplätze sind nicht gut erkennbar nachgewiesen.
Insgesamt stellt die Arbeit einen sehr guten und realisierbaren Beitrag zu Weiterentwicklung und Aufwertung der öffentlichen Räume in der Stadtmitte Starnbergs dar.


Platz2


Die Arbeit bindet den Kirchplatz schlüssig in die räumliche Abfolge vom See bis zum Rathausplatz ein und versucht, ihn innerhalb dieser Abfolge
als wichtigstes Element hervorzuheben. Großzügige Übergänge über die Hauptstraße und eine Fortsetzung des Belagsmaterials in der
Wittelsbacherstraße Richtung See sollen dies leisten.

Es gelingt jedoch nur im Ansatz; insbesondere in der Wittelsbacherstraße konterkarieren der Umgang mit zu vielen Belagsflächen und eine
unpräzise Baumsituierung (Allee oder Platzaufweitungen) dieses Ziel.
Interessant und gelungen ist die Einführung der Wittelsbacherstraße in die Hauptstraße. Hier wird mit einfachen Mitteln ein Platz, der sich zur Wittelsbacherstraße öffnet und von der viel befahrenen Hauptstraße durch ein Gebäude abgeschirmt wird, als ein schöner und wichtiger Auftakt
geschaffen. Leider geht diese Klarheit der Gestaltung nach Süden hin verloren. Für die Vorplätze von altem und neuem Rathaus wurden
keine qualitativ hinlänglichen Aussagen gefunden.

Der Kirchplatz selbst zeichnet sich durch eine ruhige einheitliche Gestaltung mit großformatigen Platten aus. Eine dezente Bänderung belebt dieses ruhige Motiv der Flächengestaltung. Auch die Einheitlichkeit bis zu den Platzrändern wird gewürdigt. Allerdings wird das nördliche Ende der
Platzoberfläche als unbefriedigend erachtet, es besteht kein Bezug zwischen Belagswechsel und dem östlich angrenzenden Gebäude.
Überzeugend und stimmig ist hingegen die Bewältigung des Höhenunterschiedes nach Westen gelungen.

Eine großzügige Terrasse schafft den notwendigen Raum für eine belebte Sitz- und Freischankfläche. Eine Rampe führt richtig positioniert und richtig dimensioniert von der Hauptstraße auf den Platz.
Positiv ist der sparsame Umgang mit Möblierung und Begrünung. Der südliche Platzrand erhält durch eine kräftige Baumreihe den räumlichen Halt, der ihm jetzt so schmerzlich abgeht, die östliche Platzbegrenzung bilden die Bäume entlang der Ostseite der Wittelsbacherstraße. Im Norden bildet eine Baumgruppe mit Sitzbank einen angenehmen Ruhebereich.
Ein einheitliches, aber je nach Situation differenziert ausgeformtes Möblierungselement , Stadtmobiliar genannt, wird eingesetzt, um Aufenthaltsbereiche zu definieren - ein grundsätzlich positiver
Ansatz, insbesondere wenn dadurch die Einbindung der Tiefgaragenausgänge gelingt.

Eine Situierung dieser Sitzelemente unmittelbar an der Kirchenwand erscheint unpassend. Der Versuch, die Ostseite der Kirche durch Wasserspiel zu beleben, wirkt beliebig. Die Anordnung von Stellplätzen entlang der Kirchensüdwand widerspricht dem positiven Ansatz einer neuen grünen Raumkante im Süden, durch die in dem Bereich südlich der Kirche mehr Aufenthaltsqualität entstehen könnte.


Platz3:

Der Kirchplatz soll als Verknüpfung der wichtigsten fußläufigen Achsen der Innenstadt in Verbindung mit der südlichen Wittelsbacherstraße
das Zentrum des grünen Starnberg betonen. Dies gelingt insbesondere durch eine Gestaltung mit einer zusammenhängenden homogenen Natursteinfläche
aus Dolomit oder Muschelkalk. Im Gegensatz dazu sind die kleinen Plätze als
Schmuckplätze gestaltet. Die Wittelsbacherstraße wird als Allee ausgebildet
und auf ein verkehrsberuhigtes Straßenprofil zurückgebaut. Der im Bereich der Gehwege und Straßen durchlaufende Bodenbelag wird über ein
10 cm Hochbord differenziert, die Straßenprofile bleiben somit weiterhin erkennbar. Leider geht die Ausbildung der Wittelsbacherstraße als Allee
nicht auf die differenzierte Raumabfolge auf deren Westseite ein.
Im Osten und Süden wird der Kirchplatz durch neu zu pflanzende hochgeastete Bäume gefasst. Die Grundidee, die Kirche auf einem großzügigen
Kirchenplateau freizustellen und damit wieder deutlich sichtbar zu machen, wird positiv gesehen.

Die Besonderheit dieses Entwurfes liegt in der breiten Treppe, die den Platz im Westen begrenzt und den Auftakt zum Schlossaufstieg bildet.
Leider ist im Westen kein barrierefreier Zugang zum Platz gegeben, die barrierefreie Erschließung führt nur über den Umweg südlich der
Kirche. Dies wird von der Jury als starker Mangel empfunden.
Der Bereich östlich der Kirche ist von hoher Qualität und wird besonders gewürdigt. Auf den breiten Holzbänken, in die teilweise Pflanzkübel mit mehrstämmigen Gehölzen integriert sind, ist ein angenehmes
Verweilen möglich. Das Lichtkonzept ist schlüssig und unterstreicht die Entwurfsgedanken.

Insgesamt wird die Arbeit positiv bewertet, da der Platz frei und übersichtlich gestaltet ist und die Kirche eine angemessene Umgebung erhält. Der funktionale Mangel der fehlenden Rampe wiegt allerdings schwer.



komplettes PDF (21 Seiten :( )



(c) Bartenbach+David
 

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Heizkraftwerk Freiham

Realisierungswettbewerb




Protokoll der Preisgerichtssitzung


In einem Informationsrundgang wurden alle Arbeiten durch die Gruppe der Vorprüfer hinsichtlich
Konzept / Idee, Bauabschnitte, Bauwerk, Tragwerk, Fassade und Anlagenplanung erläutert.

Zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr stellten alle 12 Büros nochmals kurz ihre Entwürfe vor; jedes Büro hatte ca. 10 Minuten Zeit, dabei bestand auch die Möglichkeit, fragliche Details zu klären.

Um 12.15 Uhr begann der 1. Wertungsrundgang, in dessen Verlauf aufgrund der hohen Qualität und Durcharbeitungstiefe keine der Arbeiten ausgeschieden wurde.

Frau Dr. Merk verließ die Sitzung, ihre Vertretung übernahm Herr Meyer.

Von 13.30 bis 14.15 Uhr wurde der Rundgang für eine Mittagspause unterbrochen. :eat:

Um 15.15 Uhr endete der 1. Wertungsrundgang.


Anschließend diskutierte die Jury in einem Resumée das Gesehene und bekräftigte auch im Hinblick auf die bereits in der Auslobung formulierten Bedingungen folgende Kriterien, unter denen die Entwürfe im Weiteren betrachtet werden sollten:

- Nachdem es nach wie vor nicht sicher ist, ob bzw. wann nach dem 1. Bauabschnitt überhaupt weitere folgen, muss damit gerechnet werden, dass das Bauwerk evtl. 20 Jahre so bestehen bleibt, das heißt, die Konzeption für den 1. BA muss, fertig und selbstbewusst, im Stadtraum stehen.

- Das Bauwerk sollte nicht nur nach Westen und Osten (Stichwort „Stadteingang“) „bella figura“ machen; auch den Blicken von S – Bahn – Fahrern sollte möglichst keine Rückseite präsentiert werden.

- Eine weitere wichtige Blickrichtung ist die von Norden, von den demnächst dort entstehenden Wohnquartieren aus: Das Geothermie-Heizwerk steht im Zentrum des neuen Stadtteils und sollte die neue regenerative Energiegewinnung repräsentieren. Die Funktion bzw. Technik sollte sichtbar gemacht werden, gleichzeitig sollte es aber nicht wie ein herkömmliches Kraftwerk aussehen: der Blick sollte nach Möglichkeit nicht auf eine Wand von Kaminen und Speichern fallen, die sich wie ein Riegel vor den Blick nach Süden schiebt.

- Auch der Blick aus der freien Landschaft, z.B. von der Freizeit-Region um Gut Freiham, sollte bedacht werden.

Um 15.30 Uhr begann der 2. Wertungsrundgang, in dem jede Arbeit intensiv diskutiert wurde.

Besonderes Augenmerk wurde auf die positiven und für die Lösung der Aufgabe des Geothermie-Heizkraftwerkes weiterführenden Qualitäten der einzelnen Arbeiten gelegt. Diese Arbeiten wurden für die Engere Wahl ausgewählt.


Um 16.30 Uhr war der 2. Wertungsrundgang beendet; in der Engeren Wahl verblieben die 4 Entwürfe von:
Bohn Architekten, Brune Architekten, h4a Gessert + Randecker und yes architecture.

Für die Erarbeitung der Beurteilungstexte wurden 4 Arbeitsgruppen gebildet, die sich jeweils aus Fach- und Sachpreisrichtern zusammensetzten; Fachberater für die Aspekte von SWM, Schallschutz, Anlagenplanung und Grünplanung gaben zu jeder Arbeit ihre Beurteilung ab.

Um 17.30 Uhr wurden die in den Arbeitsgruppen formulierten Texte vor den Arbeiten verlesen, diskutiert, überarbeitet und wie folgt verabschiedet:


(Bilder siehe Seite 6 - 9 des .pdf !)


Um 18.00 Uhr trat die Jury in die abschließende Entscheidungsrunde ein. Nach Beiträgen der verschiedenen Vertreter von Stadtwerken, Stadt, Stadtverordneten und der Fachpreisrichter wird die Rangfolge diskutiert:

Antrag Abstimmung
Die Arbeit von Büro yes architecture soll in der Engeren Wahl verbleiben einstimmig
Die Arbeiten von h4a Gessert + Randecker und Brune Architekten
sollen beide jeweils auf den 3. Rang gesetzt werden
einstimmig
Der Entwurf von Bohn Architekten soll auf den 1. Rang gesetzt werden einstimmig
Die Rang-Ordnung entspricht den Preisen
einstimmig
Die Preissumme von 2. + 3. Preis soll zusammengelegt und hälftig auf die
beiden Büros verteilt werden, das heißt: 2 x 9.500,- €
einstimmig
Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete
Arbeit der weiteren Planung zugrunde zu legen.
10 ja,
1 Enthaltung


Die Jury formulierte für die weitere Bearbeitung folgende Empfehlungen:
1. Die Arbeit von Bohn Architekten soll der weiteren Planung zugrunde gelegt werden. Hierbei sind die Anmerkungen der schriftlichen Beurteilung zu berücksichtigen.

2. Die gegenseitige Zuordnung der Betriebsräume sollte unter der Berücksichtigung der Notwendigkeit des 2. BA überarbeitet werden, um eine optimal auf die Funktionen abgestimmte Anordnung zu gewährleisten.

3. Die grün gestaltete Dachlandschaft ist bezüglich ihrer Detailausformung, der Betriebstauglichkeit und der langfristigen Landschaftspflege zu präzisieren und den Anforderungen des 1. BA anzupassen. Es ist zu untersuchen, ob die Dachbegrünung des Mittelbaus aufgrund der technischen
Anforderungen überhaupt möglich ist.

4. Angesichts der langen Zeiträume bis zur Realisierung des 2. BA ist zu prüfen, ob die Geschlossenheit des grünen Walls (insbesondere im Süden) mit annehmbaren Aufwand früher hergestellt werden kann.
Frau Prof. Lauber bedankte sich bei der Vorprüfung für die sehr gute Vorbereitung und Durchführung des Verfahrens; die Vorprüfung wurde entlastet. Sie dankte abschließend der Ausloberin für den Mut, die Lösung für eine solche Aufgabe über einen Wettbewerb zu suchen, beglückwünschte
sie zu den sehr guten Ausschreibungsunterlagen und Grundlagenermittlungen, die solch ein Ergebnis erst möglich gemacht haben, und dem eindeutigen Ergebnis und wünschte dem Projekt eine gute Umsetzung – mit der Hoffnung, bald zur Eröffnung auf den Turm geladen zu werden. Sie gab den Vorsitz an die Ausloberin zurück.

Herr Schwarz dankte allen an diesem Verfahren Beteiligten sowie besonders der Vorsitzenden und bekräftigte seine Überzeugung, dass gerade durch die Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren hier etwas Gutes und Außergewöhnliches entstehen werde.


Die Sitzung endete gegen 19.00 Uhr.
 
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