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なのん
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Ist zwar nun sachlich schlicht, aber wenigstens wesentlich angenehmer als die Zahnarzpraxen-Fassade vorher. Der Turm dahinter kommt nun besser zur Geltung.
 

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LIBERTINED
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Die Finck-Pläne für die Weinstraße 7/7a in der Altstadt sind durchaus sehr spannend. Um den gelungenen Nachkriegsbau und das "Andechser am Dom" wäre es sehr schade. Dennoch tolle historisierende Neubaupläne (warum nicht anstelle des Kaufhofs am Marienplatz o.ä.?), geradezu gründerzeitlich angehaucht, sogar mit Sgraffito:


http://www.abendzeitung-muenchen.de/media.media.ba4bf41b-d51c-4e73-a1e6-e9efc58d6f2d.original1024.jpg

Quelle: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.andechser-am-dom-abriss-baron-von-finck-das-sind-seine-plaene-fuer-den-neubau.302ac3f8-f078-4a65-a873-b3a705d8fe29.html
 

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operierender Titan
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Discussion Starter #227 (Edited)
^^ich befürchte, du freust dich etwas zu früh - das sind nicht die entwürfe zum bau, sondern eine phantasie eins lokaljournalisten - ich reiche in kürze mal infos nach

Edit: ich hab was von "Kratzputz" raunzen hören
 

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LIBERTINED
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Sgraffito-Interpretation einer historischen Fassade an der Frauenkirche München: Weinstraße 7/7a

Liest sich übrigens toll, zum dahinschmelzen:

Erinnerungsschichten | Weinstraße 7 und 7a | München-Altstadt

In der Münchner Innenstadt, auf dem Grundstück Weinstraße 7 und 7a, will die Nymphenburg Immobilien AG ein sechsgeschossiges Geschäfts-, Büro- und Wohngebäude mit Restauration errichten. Der Entwurf des Büros Hild und K wurde am 6. Februar 2018 in der Stadtgestaltungskommission vorgestellt. Das Gremium zeigte sich sehr angetan von der Idee, an diesem prominenten Ort ein zeitgenössisches Gebäude in Anlehnung an einen historischen Vorgänger und mittels einer hergebrachten Putztechnik zu gestalten. Dabei geht es keinesfalls um die Rekonstruktion des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Hauses. Vielmehr reflektiert eine ungewöhnliche Neuinterpretation dessen historische Darstellung aus dem Jahr 1872.


Quelle: Stadtarchiv München

Die von der Zeichnung inspirierte Ornamentik setzt die Neubaufassade mittels der sogenannten Sgrafitto-Technik um. Dabei werden in einem aufwendigen handwerklichen Verfahren zunächst mehrere Putzschichten aufgebracht und anschließend teilweise wieder abgekratzt. Wie das Foto des Putzmusters zeigt, entsteht dabei ein kleines Relief mit farblichen Kontrasten.



Diese Technik wurde im München der 50er Jahre oft angewendet, um Fassaden zu gestalten und in den historischen Kontext einzupassen. Mit der Erinnerung an einen mondänen Vorkriegszustand und dem Einsatz einer Wiederaufbautechnik verknüpft das Projekt zwei maßgebliche Epochen der städtischen Baugeschichte zu einem zeitgenössischen Bild.

http://www.hildundk.de/erinnerungsschichten/?f=74


So viel Einfühlungsvermögen für die historische Stadtgestalt und Ästhetik wünscht man sich doch überall!
 
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