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Discussion Starter · #1 ·
Wirtschaftswachstum in der Metropole Ruhr


Die Wirtschaftsleistung der Metropole Ruhr ist zum zweiten Mal in Folge gewachsen. 2011 betrug die wirtschaftliche Leistungskraft gemessen als Bruttowertschöpfung rund 133,4 Milliarden Euro. Das waren etwa 26 Prozent der landesweiten Wirtschaftsleistung. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hervor.

Die Steigerungsrate der Region lag dabei noch über der des gesamten Bundeslandes: In der Metropole Ruhr war ein Plus von 9,4 Prozent zu verzeichnen, in Gesamt-NRW wuchs die Leistung um 7,4 Prozent. Wachstumsmeister ist Bochum mit einer Zuwachsrate von 20,3 Prozent.

Quelle: idr


Quelle: Regionalverband Ruhr/Referat 3, Dez. 2013
 

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Discussion Starter · #2 ·
ExtraEnergie GmbH zieht nach Bochum

Die ExtraEnergie GmbH, ein der zehn größten Energieanbieter Deutschlands, richtet im früheren Nokia-Gebäude an der Meesmannstraße in Bochum-Riemke ein Servicecenter ein. 500 Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Bereits Mitte Januar soll das Center eröffnet werden. Aktuell werden die Räumlichkeiten umgebaut und die ersten 50 Mitarbeiter bereits geschult. Bochum hat sich nach einer Marktanalyse als „idealer Standort“ für das Servicecenter erwiesen. Das Raumangebot und der Arbeitsmarkt waren ebenso ausschlaggebend wie die Nähe zur Unternehmenszentrale in Neuss.

Auf dem ehemaligen Nokia-Gelände betreibt bereits Unitymedia seit 2010 ein Servicecenter mit rund 500 Mitarbeitern.

Quelle: WAZ
 

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Discussion Starter · #3 ·
Essens Wirtschaftsleistung wächst am stärksten

Die zehn bevölkerungsreichsten deutschen Städte erwirtschaften rund ein Fünftel des gesamten Bruttoinlandsproduktes und der gesamten Bruttowertschöpfung Deutschlands. Essens ist dabei die Stadt mit der stärksten wirtschaftlichen Entwicklung. Zu diesem Ergebnis kommt die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH bei der Analyse der aktuellsten Zahlen der Statistischen Ämter der Länder, die sich auf den Zeitraum 2000 bis 2011 beziehen.

Die amtliche Statistik zeigt: Zwischen 2000 und 2011 wächst in Essen die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Die prozentualen Steigerungen beim Bruttoinlandsprodukt und bei der Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum sind im Vergleich der zehn größten Städte Deutschlands absolute Spitze. Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund und Bremen haben im Vergleich mit Essen das Nachsehen.

Mit einer Steigerung von 35,3 Prozent von 2000 bis 2011 wuchs das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen weitaus deutlicher als in den anderen neun deutschen Großstädten. Mit großem Abstand folgen Dortmund und München mit 20,8 Prozent bzw. 19,5 Prozent Steigerung. Hamburg und Köln weisen mit 11,4 Prozent bzw. 9,5 Prozent die geringsten Steigerungsraten im 10-Großstädte-Vergleich auf.

Quelle: EWG
 

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Mich freut es, dass die Ruhrregion wieder Fuß gefasst hat. Vor ein Paar Jahren kamen ja doch die Pessimisten auf, die dem Strukturwandel ein etwas bescheideneres Zeugnis ausstellten, bzw die Städte dafür andere Probleme wie Abwanderung nicht verhindern konnten. Aber was ich so über die Wirtschaftsleistungen höre und auch wieder über Bevölkerungswachstum, da scheint Das Ruhrgebiet doch den Anschluss an Restdeutschland nicht verloren zu haben. Eine ähnliche Gefahr haben wir hier oben ja auch. Randlage, mit einem sterbenden Bereich, der Marine und Werften, immernoch als sehr wichtiger WIrtschaftsfaktor.
 

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Discussion Starter · #5 ·
Eon verlagert hunderte Arbeitsplätze nach Essen

Der Energiekonzern will seine Sparten konventionelle Stromerzeugung und Erneuerbare Energien zusammenlegen und die Steuerungsaufgaben in Essen bündeln. Damit sollen hunderte Eon-Mitarbeiter von Hannover, Landshut, Malmö und Coventry nach Essen umziehen. Zum Jahresende will Eon nach Angaben eines Sprechers damit beginnen.

Quelle

E.ON Ruhrgas Zentrale - Essen


Foto: E.ON SE
 

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Discussion Starter · #7 ·
Finanzinvestor kauft Wärmetauscher-Sparte von GEA in Bochum

Der Düsseldorfer Maschinenbaukonzern GEA Group gibt den Verkauf des Segments Heat Exchangers (HX) an von Triton beratene Fonds bekannt. Der Verkauf basiert auf einer Unternehmensbewertung (Enterprise Value) von rund 1,3 Milliarden Euro. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende des Jahres erwartet.

HX verfügt über eine starke Marktposition, ist mit seinen Produkten hervorragend aufgestellt und wirtschaftlich erfolgreich. Als Investor bringt Triton die Perspektive ein, das Geschäftspotential von HX bestmöglich weiter zu entwickeln “, sagte Jürg Oleas, Vorsitzender des Vorstands der GEA Group Aktiengesellschaft.

Die GEA Group hatte im Rahmen ihrer Konzernstrategie GEA 2020 zuvor entschieden, ihr Portfolio stärker zu fokussieren, um ihre Position als führender Systemanbieter für die Nahrungsmittelindustrie und andere anspruchsvolle Prozessindustrien weiter zu stärken. Aufgrund fehlender konzernübergreifender synergiepotentiale hatte die GEA Group am 20. Juni 2013 ihre Entscheidung bekanntgegeben, sich von dem Segment HX komplett trennen zu wollen.

Etwa 600 Beschäftigte von Verwaltung, Engineering und Produktionsbetrieben des Wärmetauscher-Segments von GEA arbeiten in Bochum und Herne.

PM: GEA Group

Die GEA Verwaltung an der Dorstener Straße in Bochum.


Wikipedia GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Mit dem Verkauf des Segments Heat Exchangers werden auch die Planungen für die Errichtung neuer Bürogebäude für die Bündelung dieses Segments verworfen. Mal schauen welche Pläne der neue Investor verfolgt.
 

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Discussion Starter · #8 ·
Thyssen-Krupp plant neues Unternehmen im Ruhrgebiet aufzubauen

Bei Thyssen-Krupp habe man sich darauf geeinigt, ein neues Unternehmen im Ruhrgebiet aufzubauen. Man wolle hier etwas Neues aufbauen und ist auf der Suche nach einem Standort im Ruhrgebiet. Dieses Unternehmen, das einfache Verwaltungstätigkeiten für die weltweite Organisation von Thyssen-Krupp übernehmen soll, könne etwa 250 Arbeitsplätze haben. Anstelle von Berlin, wie zuvor geplant, kann das Bottrop, Bochum oder ein anderer Standort im Ruhrgebiet sein.

Quelle
 

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Wirtschaftswachstum in der Metropole Ruhr


Quelle: Regionalverband Ruhr/Referat 3, Dez. 2013
Wenngleich 2009-2011: Die reichste Gemeide am Ende und mit die Ärmsten an der Spitze, plus Opel und Nokia. Allenfalls Nachholbedarf. Zeigt daß man den Chart vorsichtig interpretieren sollte.
 

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Discussion Starter · #10 · (Edited)
In diesem Thread geht es um verschiedene Unternehmensansiedlungen in den zahlreichen Industrie und Gewerbeparks in der Metropole Ruhr. Des Weiteren soll hier über die Immobilienmärkte des Ruhgebiets diskutiert werden. Vielleicht kann man mit diesem Thread ein etwas anderes Bild über die Wirtschaftskraft der Metropole Ruhr zeigen, als das vom grauen, armen und maroden Ruhrgebiet, das so oft gerne in den Medien verbreitet wird. ;)


Bild: wirtschaftsatlasruhr
 

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Discussion Starter · #11 ·
Buchen Kraftwerksservice GmbH kommt nach Herne

Die Buchen Kraftwerksservice GmbH baut zurzeit ihren neuen Standort am Gewerbepark Schloss Grimberg. Das Unternehmen, eine hundertprozentige Tochter der Remondisgruppe, ist spezialisiert auf die Reinigung von Kesseln, Turbinen, Luftkühlern, Rohrleitungen, Tanks, Kaminen, Kühlwassersysteme, aber auch Entstaubungs- oder Rauchgasentschwefelungsanlagen. Bis Mitte Oktober soll der Neubau bezugsfertig sein. Buchen kommt aus Bochum nach Herne. Der Bochumer Standort sei im Laufe der Zeit viel zu klein geworden, deshalb habe man Ausschau nach Alternativen gehalten. Es werden vier Millionen Euro in den neuen Standort investiert und 125 Mitarbeiter in der Metropole Ruhr erhalten.

Quelle

  • Standort: Gewerbepark Schloss Grimberg - Herne
  • Erhaltene Arbeitsplätze: 125
  • Fertigstellung: 10/2014
  • Investitionsvolumen: 4 Mio Euro
 

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Vielleicht kann man mit diesem Thread ein etwas anderes Bild über die Wirtschaftskraft der Metropole Ruhr zeigen, als das vom grauen, armen und maroden Ruhrgebiet, das so oft gerne in den Medien verbreitet wird. ;)
Richtiger Ansatz. Trends werden von Menschen gesetzt und das Image von ihnen definiert. Solche Leute - Visionäre, die immer glauben, dass "mehr" geht - braucht das Forum und die Metropole Ruhr :applause:
 

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Discussion Starter · #13 ·
NanoFocus baut neue Firmenzentrale in Oberhausen

Die Oberhausener Firma NanoFocus AG ist Spezialist für optische 3D-Messtechnik. Seit 1994 entwickelt, produziert und vertreibt NanoFocus Geräte und Software zur Messung von technischen Oberflächen. Heute zählen u. a. BMW, BASF oder VW zu den Kunden des börsennotierten Unternehmens.

Die Plassmeier Bau GmbH errichtet für die expandierende Firma ein neues Büro- und Produktionsgebäude am Max-Planck-Ring und stellte auch die Kontakte zur Babcock Pensionskasse VVaG her, die als Investor auftritt. Die Babcock Pensionskasse investiert rund fünf Millionen Euro in das Neubauprojekt der NanoFocus AG, diese schließt wiederum einen auf 15 Jahre angelegten Mietvertrag mit Babcock.

Die komplette Planung und Realisation des 3.000 m2 großen Produktions- und Bürokomplexes übernimmt ebenfalls Plassmeier Bau. Baubeginn ist im Juni 2014, Anfang 2016 wird die NanoFocus AG einziehen können.
  • Standort: Max-Planck-Ring - Oberhausen
  • Erhaltene Arbeitsplätze: 78 mit Tendenz nach oben!
  • Fertigstellung: 2016
  • Investitionsvolumen: 5 Mio Euro

Pressemitteilung: WFO


Bild: NanoFocus AG
 

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Discussion Starter · #15 ·
Hochschulen der Metropole Ruhr beschäftigen 32.700 Arbeitnehmer

Die Hochschulen der Metropole Ruhr sind wichtige Arbeitgeber. Insgesamt waren an den Universitäten und Fachhochschulen der Region Ende 2013 rund 32.700 Menschen beschäftigt. Allein an den fünf Universitäten arbeiteten 25.175 Beschäftigte. Größter Arbeitgeber war dabei die Uni Duisburg-Essen (12.074 Beschäftigte in Verwaltung und Wissenschaftsbetrieb). Das geht aus einer aktuellen Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor.

Landesweit ist die Zahl der Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Hochschulen im vergangenen Jahr auf 127.600 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: idr
 

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Discussion Starter · #16 ·
Schenker-Gruppe vergrößert sich in Hagen

Wie bereits berichtet zieht die Nordwest Handel AG 2016 von Hagen nach Dortmund. Nun wurde bekannt, dass das riesige Betriebsgelände an der Berliner Straße in Hagen schon einen Käufer gefunden hat. Die Schenker Deutschland AG übernimmt das 35.000 Quadratmeter große Areal zum 1. Januar 2016.

Die zur Deutschen Bahn AG gehörende Schenker-Gruppe gehört zu den größten Logistikdienstleistern in Deutschland und betreibt auf den Nachbargrundstück von Nordwest bereits jetzt eine Filiale für Land/Logistik und Spezialverkehre. Der Standort an der B7 ist mit 240 Mitarbeitern einer der größten innerhalb Deutschlands. Von Hagen aus werden europaweit Schwer- und Spezialtransporte geplant, organisiert und durchgeführt. Nun hat man durch den Ewerb der Nordwest Handel AG Immobilie die Möglichkeit weiter zu wachsen.

Quelle
 

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Discussion Starter · #17 ·
Einheitlicher Wirtschaftsraum Ruhr

Auf der Immobilienkonferenz Ruhr wurde ein Tabu gebrochen. Kämmerer und Stadtdirektor der Stadt Herne, Herr Dr. Hans Werner Klee schlug eine Neustrukturierung der Gewerbesteuer in der Metropole Ruhr vor. Diese solle in der Zukunft nach seiner Meinung gesenkt, vereinheitlicht und nach Einwohnerzahl der jeweiligen Städte im Ruhrgebiet neu verteilt werden.

Damit würde erreicht werden, dass sich das Ruhrgebiet als einheitlicher Wirtschaftsraum präsentieren könnte und die interne Konkurrenz der Städte um Neuansiedlungen, zugunsten einer gemeinsamen Ansiedlungsstruktur, vermieden würde.

Bis jetzt hat sich aufgrund des Kirchturm Denkens keiner getraut den Vorschlag zu unterbreiten.

Quelle
 

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Discussion Starter · #18 ·
Die Metropole Ruhr präsentiert sich bei der ExpoReal in München

Als "Standort der kurzen Wege" präsentiert sich die Metropole Ruhr in diesem Jahr auf der Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen Expo Real in München. Unter der Federführung der Wirtschaftsförderung metropoleruhr (wmr) zeigen die Städte und Kreise des Ruhrgebiets gemeinsam mit 75 Unternehmenspartnern vom 6. bis zum 8. Oktober die Stärken der Region auf.

Der Messeauftritt auf einer Standfläche von 473 Quadratmetern soll vor allem die Einheitlichkeit der Region repäsentieren. Denn als einheitlicher Wirtschaftsraum betrachtet, könne sich das Ruhrgebiet mit mehr als fünf Millionen Einwohnern und einem vergleichbaren Immobilienumsatz augenblicklich in die sogenannten A-Regionen einreihen, so wmr-Geschäftsführer Rasmus C. Beck bei der Vorstellung des Messeauftritts. Den Stellenwert der Region bestätigt eine vom Proejektentwickler Kölbl Kruse und RAG Montan Immobilien in Auftrag gegebene Studie: Demnach gilt das Ruhrgebiet aufgrund seiner zentralen Lage und der hohen Bevölkerungsdichte bundesweit als einer der attraktivsten Standorte für Logistik.

Im Rahmen der Messe erwartet die wmr am 6. Oktober regionale Entscheider und Akteure zur Podiumsdiskussion über aktuelle Immobilienthemen wie Gewerbeflächennutzung, Infrastrukturprojekte und ganzheitliche Stadtentwicklung. Es diskutieren u.a. wmr-Geschäftsführer Rasmus C. Beck, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie eine Reihe von Oberbürgermeistern und Landräten aus dem Ruhrgebiet.

Quelle
 

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Discussion Starter · #19 ·
Metropole Ruhr | Büromarkt 2014

In den vier wichtigsten Bürozentren der Metropole-Ruhr (Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg) wurden 2014 ins gesamt 276.500 qm Bürofläche umgesetzt. Rechnet man den Eigennutzeranteil runter, so kommt man auf 227.500 qm Bürofläche.

Die Zahlen im einzelnen:

Essen: 101.000 qm | Fremdvermietung: 84.500 qm

Dortmund: 87.500 qm | Fremdvermietung: 83.500 qm

Duisburg: 54.000 qm | Fremdvermietung: 28.500 qm

Bochum: 34.000 qm | Fremdvermietung: 31.000 qm

Essen gefolgt von Dortmund war 2014 der größte Büromarkt in der Metropole-Ruhr. Duisburg hat einen Einbruch um fast 50% zu verkraften, wodurch Bochum zum dritt größten Bürovermietungsmarkt im Jahr 2014 aufsteigt.

Quelle: http://www.immobilien-zeitung.de/130013/top-und-flop-im-revier
 

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LIBERTINED
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Wir wissen es ja schon lange: Zeitlos gute, harmonische Architektur rechnet sich.
Ebenso wie der Erhalt und die qualitätvolle Sanierung von Altbauten.

Hier eine passende aktuelle Studie dazu:

Zusammenhang zwischen Schönheit und Wert von Wohnimmobilien



(...) Generell gilt, dass unabhängig davon, in welchem Stil gebaut wird, ein Neubau, der ein bestehendes Ensemble zerreißt, als hässlich wahrgenommen wird und die gesamte bauliche Situation schädigt.

*Jüngere Personen zeigen kein anderes ästhetisches Empfinden als ältere.
*Personen mit einem niedrigeren Bildungsgrad fällen ein leicht positiveres Schönheitsurteil als die Vergleichsgruppe mit höherem Bildungsgrad.

*Bezieher niedrigerer Einkommen haben kein anderes Schönheitsempfinden als Bezieher höherer Einkommen.
*Schönheitsempfinden ist auch kein Gefühl, das durch langjährige Anwesenheit an einem Ort durch Gewohnheit erzeugt wird: Frisch Zugezogene kommen zu gleichen Urteilen wie Alteingesessene.

Handlungsempfehlungen für Architekten, Bauträger und Stadtplaner:
*Städte sollten den Mut haben, Gestaltungssatzungen zu erlassen. Es gibt objektive Schönheit, und die Menschen fühlen sich wohler und haben eine höhere Zahlungsbereitschaft.

*Die Sanierung eines verwahrlosten Altbaus führt zu einem besseren ästhetischen Resultat als dessen Abriss und Errichtung eines Neubaus. Losgelöst von der aktuell dominierenden Debatte um Energieeffizienz sollte der Erhalt der innerstädtischen Altbau-Gebäudesubstanz daher als ästhetischer Wert an sich in den Fokus rücken und z. B. durch Zurückhaltung beim Ausweisen von Neubaugebieten gefördert werden.

*Avantgardistische Neubauten – insbesondere aber in den 70er Jahren erbaute Nachkriegsgebäude – werden als deutlich weniger attraktiv wahrgenommen als der klassische Altbau. Eine modische Gestaltung erweist sich im Langfristtrend somit als nicht wertstabil. Vor dem Hintergrund einer absehbaren Verschlechterung der Optik im Zeitablauf sollten avantgardistische Bauten daher nur zurückhaltend, in keinem Fall aber in noch bestehenden homogenen Ensembles, genehmigt werden.

Komplette Studie, Ergebnisse einer Befragung der TU Chemnitz im Großraum München: http://bvi-magazin.de/hp1165/Schwerpunktthema.htm
 
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