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Ölm
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Discussion Starter · #1 ·
Nicht nur in Westen wird gebaut, auch im Norden von Zürich soll der Boom weitergehen:

Heute


Vision





Was wiki dazu sagt:
Der Glattpark ist ein grosses Bauprojekt in der Schweiz, das in der Gemeinde Opfikon entsteht, unmittelbar an der Grenze zur Stadt Zürich. Im Rahmen des Bauprojektes entsteht bis 2014 ein neues Quartier, das Raum für 7000 Einwohner und etwa gleichviele Arbeitsplätze bieten soll.

Positive Standortfaktoren, die zur Vermarktung genutzt werden, sind die direkte Nähe zur Stadt Zürich, wo in Oerlikon und Seebach ähnliche Bauprojekte verwirklicht werden. Die im Norden der Stadt ansässigen grossen Dienstleistungbetriebe, sowie weitere Unternehmen in Glattbrugg, Rümlang und am Flughafen, versprechen eine grosse Anzahl potentieller Arbeitplätze. Verschwiegen wird, dass das Gebiet gut zwei Kilometer von der Schwelle der Piste 32/14 des Flughafens Zürich entfernt liegt und sich praktisch in der Pistenachse befindet.

Park

Auf der östlichen Seite des Areals entsteht ein künstlich angelegter See, welcher von einem Park umgeben ist.

Verkehr

Das Quartier soll möglichst verkehrsarm werden, die meisten Strassen sind daher als Fussgängerzonen geplant.

Neben der Glatttalbahn, welche das Quartier tangieren wird, stehen mehreren Buslinien für den Anschluss an den öffentlichen Verkehr zur Diskussion. Der nahe gelegene Bahnhof Opfikon ermöglich den Zugang zum Netz der S-Bahn Zürich, durch die Glattalbahn werden auch die Bahnhöfe Oerlikon und Glattbrugg direkt erreichbar sein.

Die im Westen verlaufende, vierspurige Thurgauerstrasse fürht an den Halbanschluss Opfikon der Autobahn A51 (Flughafenautobahn).
http://www.glattpark.ch/vision/

Besonders geil finde ich den künstlichen See. Die Planer wollten dort eigentlich ein steriles Betongbecken hinklotzen. Aber die Umweltbehörde hat interveniert, jetzt wird dort ein selbsregenerativer See mit Strand gebaut.
 

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öh
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weiss nöd wani devo halte söll.

neu-oerlikon finde ich z.t. sehr steril, hoffe jedoch, dass dieser fehler hier nicht nochmals begangen wird. die eine oder andere architektonische perle (hochhaus!) würde das ganze sicher schmackhaft abrunden!
 

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Ach so, die teuerste Wiese Europas bekommt doch noch ein Gesicht? - War schon vor 15 Jahren dort an einer Exkursion, da war die Rede von einem "umgekippten Sears Tower" der dort errichtet werden soll. Anstatt Lifte wären es Strassenbahnen oder Monorails. die die Gebäude miteinander verbinden... wurde auch nix draus. Hoffentlich kommt mal ein Projekt durch und die Stadt kann sich durchringen, die Wiese den Opfikern abzukaufen ;)
 

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Es befindet sich schon etwas im Bau, aber die Frage ist, ob das gesamte Projekt wie geplant gebaut wird, oder ob sich einfach verschiedene Bauherren die Wiese teilen und ihre Blöcke draufstellen (ich bin wirklich nicht so auf dem Laufenden) :)
 

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Europasitz auf 2008 im Glattpark geplant

Der US-Nahrungsgigang Kraft Foods will das Gebäude «Lightcube» im neu entstehenden Glattpark zwischen Flughafen und City mieten.

Vor kurzem beschloss der weltweit zweitgrösste Nahrungsmittelhersteller, die Kraft Foods mit Konzernsitz bei Chicago, ihren Europasitz nach Zürich zu verlegen. Nun ist klar, wo das Unternehmen die rund 400 Stellen für ihr europäisches Spitzenmanagement und die vielen Marketing- und Verkaufsstrategen schaffen wird. Sie plant, ab Anfang 2008 das neue Bürogebäude «Lightcube» zu beziehen. Dieses befindet sich derzeit im Endausbau. «Wir freuen uns, eine Firma mit Weltruf in der neuen Zone Glattpark begrüssen zu können», sagt der Opfiker Finanzvorstand Werner Brühlmann: «Das ist ein Riesenerfolg».

Unterschriftsreifer Mietvertrag

Kraft Foods besitzt weltberühmte Marken, unter anderen Jacobs-Kaffee, Suchard Express, Milka-Schokolade und Toblerone. Das Unternehmen beschäftigt 94 000 Mitarbeiter und gehört zu 89 Prozent zur Altria-Gruppe, die auch den Zigarettenkonzern Philip Morris (Marlboro) besitzt. Altria gab kürzlich bekannt, ihre Kraft-Anteile verkaufen zu wollen. Der unterschriftsreife Mietvertrag liegt derzeit auf dem Tisch der Konzernleitung im Kraft-Hauptsitz in Northfield, nördlich von Chicago. Als Letzte muss die neue Kraft-Foods-Chefin Irene Rosenfeld, die das ungenügend rentierende Unternehmen auf Vordermann bringen muss, ihr Jawort zum Umzug nach Zürich-Nord geben. «Wir warten nur noch auf die letzten Unterschriften», bestätigt Europa-Pressesprecher Richard Johnson.

Beim Glattpark handelt es sich um das ehemalige Oberhauserriet, besser bekannt unter dem Namen «teuerste Wiese Europas». Nach 40 Jahren Uneinigkeit unter den zwei Dutzend Grundeigentümern wurde vor ein paar Jahren eine Nutzungsänderung beschlossen, mit Büroraum für 7000 Angestellte und Wohnungen für 7000 Leute. Der Glattpark gehört wie Glattbrugg politisch zu Opfikon, erhält aber eine eigene Postleitzahl. Die Besitzerin des «Lightcube» ist die börsenkotierte Zürcher Immobilien- und Bau-Unternehmung Allreal. Trotz Überangebot an Büroflächen rund um Zürich erstellte Allreal ein moder-nes siebenstöckiges Glasgebäude an der Nordwestecke des einstigen Oberhauserriets, vis-à-vis von der zukünftigen Glatttalbahn-Haltestelle «Lindberghplatz». Die Bausumme beträgt 45 Millionen Franken; die gesamten Anlagekosten kommen auf 70 Millionen Franken zu stehen, und 600 Menschen finden einen Arbeitsplatz im «Lightcube».

Starkes Signal für das Gebiet

Allreal-Sprecher Matthias will den Namen der neuen Mieterin nicht bestätigen, teilt aber mit, dass Verhandlungen «mit einem internationalen Unternehmen sehr weit fortgeschritten» seien. Der Umzug von Kraft Foods Europa in das bisher einzige Bürogebäude des Glattparks in Zürich-Nord ist ein starkes Signal für das neue Gebiet. Es könnte dazu führen, dass weitere Investoren Geschäftsliegenschaften im neuen Glattpark erstellen werden, obwohl derzeit rund um Zürich ein Überangebot an Büroräumlichkeiten herrscht.

Weiter fortgeschritten ist der Bau von Wohnungen in der neuen Zone. Die ersten sind bereits bezogen. Ende November soll im Rahmen eines Anlasses der erste Mieter formell begrüsst werden.
 

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Tages-Anzeiger vom 04.01.2007
Kraft Foods: Neue Jobs in Zürich

Kraft Foods will in Zürich mehrere Hundert Arbeitsplätze schaffen.


Der US-amerikanische Lebensmittelgigant Kraft Foods verlegt seinen Europasitz nach Opfikon bei Zürich. Es entstehen mehrere Hundert Arbeitsplätze.

Von Marc Badertscher

Toblerone, Suchard oder Streichkäse Philadelphia - künftig koordiniert Kraft Foods den Vertrieb seiner Produkte in Europa von Opfikon aus. Der US-Nahrungsmittelkonzern hebt die bisherigen Europa-Zentralen Wien und London auf und zieht ab April in die Schweiz um.

«Wir werden mehrere Hundert Stellen schaffen», sagt Kraft-Foods-Pressesprecherin Sabine Peters-Halfbrodt. Damit bestätigt der zweitgrösste Lebensmittelhersteller der Welt den Trend der letzten Jahre: Zürich ist zum Magneten für Grossunternehmen geworden. Google forscht hier, Microsoft ebenfalls, und IBM organisiert sein Geschäft für Nord- und Osteuropa von Zürich aus. Insgesamt zwanzig Unternehmen haben in den letzten fünf Jahren ihr Hauptquartier hierher verlegt.

Steuergeschenke nicht nötig


Ausserordentliche Steuererleichterungen gibt es weder für den Konzern Kraft Foods noch für dessen Angestellte. «Der Kanton Zürich kennt keine Individuallösungen», sagt Stephan Kux, Chef der Zürcher Standortförderung. Allenfalls könnten zugezogene Mitarbeitende ihre Kosten für Zweitwohnung und internationale Schule von den Steuern abziehen. «Offenbar sind die Unternehmen bereit, auf Steuergeschenke zu verzichten, wenn dafür anderes stimmt», so Kux.

Entscheidend für Kraft Foods war die gute internationale Anbindung von Zürich und der prosperierende Arbeitsmarkt. Zürich weist die grösste Zuwanderung der Schweiz auf, seit der freie Personenverkehr mit der EU gilt. Dadurch werde es für Konzerne einfacher, gutes Personal zu finden, sagt Kux.

Nicht alle Stellen in Opfikon werden allerdings neu besetzt. Aus den bisherigen Zentralen in Wien und London werden 150 bis 200 Mitarbeitende und deren Familien erwartet.
 

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Weiter fortgeschritten ist der Bau von Wohnungen in der neuen Zone. Die ersten sind bereits bezogen. Ende November soll im Rahmen eines Anlasses der erste Mieter formell begrüsst werden.
Interessant ist , dass neu erstellte Büroflächen eigentlich fast immer vermietet werden können. Nur bei wiedervermieteten sieht es heikel aus...
 

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Ölm
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Discussion Starter · #10 ·
Strandszenen in Opfikon am See

Die Bevölkerung nimmt den neuen Park im Norden von Zürich allmählich in Besitz

Die erste Strandsaison im Glatttal ist eröffnet. Mit der Fläche von 12 Hektaren und dem 500 Meter langen See ist der neue Opfikerpark die grösste Grünanlage weit und breit. Immer mehr Anwohner erkunden die Erholungszone, in der Arbeitslose für Ordnung sorgen.



Sonnenbaden am künstlichen See in Opfikon.
Sonnenbaden am künstlichen See in Opfikon. (Bild NZZ, F. Bottini)

sho. Die Szene weckt Ferienerinnerungen. Zwei Männer in gelben T-Shirts rechen sorgfältig den Sandstrand. Daneben spielen Kinder im Wasser oder bauen eine Sandburg. Am Uferweg traben vereinzelt Jogger vorbei, Velofahrer ziehen ihre Runden. Wir befinden uns jedoch nicht an einer ruhigen Bucht am Mittelmeer, sondern mitten in Glattpark, dem neuen Stadtteil von Opfikon.

Der 550 Meter lange, 41 Meter breite und in der Mitte etwa 3 Meter tiefe, künstliche See trennt das neue Siedlungsgebiet vom 12,4 Hektaren grossen Opfikerpark. Zwei Knaben wagen den Sprung von einer der drei Brücken ins kühlende Nass. Das Wasser ist angenehm warm, nicht ganz so klar wie im Zürichsee, aber sauber. Pumpen im Untergrund versorgen das riesige Zierbecken mit Grundwasser. Das östliche Ufer ist mit Schilf bestanden, der dem Wasser Nährstoff entzieht und es natürlich reinigt. Das Konzept scheint aufzugehen. Anders als derzeit am Greifensee schreckt kein Algenteppich vom Baden ab. Für Langstreckenschwimmer ist der See in Opfikon attraktiv: Einen Kilometer weit schwimmen, ohne störenden Wellenschlag, und man muss nur einmal wenden. Auch bei einem plötzlichen Wadenkrampf ist das rettende Ufer stets in der Nähe.

Treffpunkt für Skateboarder

Noch fehlt das Grün. Es tönt unglaublich in diesen Tagen, aber lange war es zu nass, um zu säen. Die riesige Spiel- und Liegewiese präsentiert sich deshalb noch braun. Dennoch nehmen die Anwohner den Park in Besitz. Der Siriusplatz am südlichen Ende des Sees bei der Glatttalbahn ist ein Treffpunkt für Skateboarder. Die leicht geneigte Betonplatte mit zwei steileren Rampen bietet ihnen ein ideales Übungsgelände. Das Beachvolleyball-Feld am anderen Ende vor dem Lärmschutzwall der Autobahn ist am Samstag kaum benutzt. Doch vermutlich nur, weil zu diesem Zeitpunkt die besten Spieler im Hauptbahnhof antreten.

An das streng geometrische Konzept des Parks müssen sich einige Besucher erst gewöhnen. Ursprünglich habe er eine natürlichere Gestaltung der Anlage erwartet, sagt ein alteingesessener Opfiker, der als Kind im Oberhauserriet gespielt hat, wie das einstige Sumpfgebiet früher hiess. Inzwischen finde er am Park immer mehr Gefallen, sagte der Mann und fährt mit dem Velo gemächlich dem Ufer entlang.
Nicht sich selber überlassen

An den Zugängen weisen Tafeln Besucher auf ein paar Regeln hin. Trotz der Ausdehnung des Parks müssen Hunde immer angeleint sein. Freien Auslauf darf man Vierbeinern entlang der nahen Glatt gewähren. «Es war von Anfang an klar, dass ein derart grosses Gebiet nicht einfach sich selber überlassen werden kann», sagt Willi Bleiker, in der Stadtverwaltung Leiter der Steuergruppe Opfikerpark. Im Februar haben Unbekannte ein paar der im Boden eingelassenen Lampen zertrümmert. Gravierende Vandalenakte seien seither ausgeblieben, sagt Bleiker, nicht aber kleinere Sachbeschädigungen oder zerbrochene Flaschen.

Umso wichtiger sei es, frühzeitig Präsenz zu zeigen, sagt Bleiker. Im Auftrag der Stadt Opfikon sehen deshalb seit Anfang April Parklotsen zum Rechten. Jeweils zwei Langzeitarbeitslose sorgen zusammen mit einem Coach für Sauberkeit. Lotsen heissen sie, weil sie nicht nur aufräumen, sondern Besucher nötigenfalls auf Regelverstösse hinweisen oder ihnen eine Auskunft erteilen. «Für Parkbesucher ist das angenehmer als ein Sicherheitsdienst. Die Lotsen greifen nicht nur ein, wenn jemand etwas falsch macht», sagt Ursula Hellmüller vom Verein Plattform Glatttal. Der Verein stellt im Auftrag von mehreren Gemeinden soziale Angebote bereit, in diesem Fall das Lotsenprojekt. Ab Mitte Mai werden die Lotsen in zwei Schichten bis 22 Uhr im Park präsent sein. Danach patrouillieren Angestellte eines Sicherheitsdienstes.

Die zahlreichen Jugendlichen tagsüber seien anständig und würden sogar aufräumen. «In der Nacht hauen einige über die Stränge», weiss Lotse Ernst Schaub: «In einer derart schönen und grossen Grünanlage braucht es doch Parkwächter.» Die Arbeit gefällt ihm. Für den ehemaligen Bademeister wäre es der Traumjob, wenn es ein bezahlter Job wäre, wie er sagt. Aber das sei besser, als zu Hause zu sitzen. Sein Coach Jahara Slaoui betont, das Projekt sei sehr gut angelaufen. Spannend sei, wie sich das Leben im Park weiterentwickle. Im Moment gibt es auf dem ganzen Gelände tagsüber einen Verkaufswagen mit Brötchen und Getränken. Der Ruf nach einem richtigen Café und einem Kiosk dürfte kaum lange auf sich warten lassen.
«Mit Kindern als Wohnort ideal»

Den noch raren Einwohnern gefällt es in Glattpark. «Mit kleinen Kindern ist das ein idealer Platz», sagte ein Mann, der von Oerlikon hergezogen ist. Seine zwei kleinen Mädchen spielen am Strand unmittelbar vor ihrem Wohnhaus. Kein Thema ist der Fluglärm. Die Wohnungen seien alle mit einer Raumbelüftung ausgestattet, weshalb man bei geschlossenen Fenstern gut schlafen könne, sagte der Anwohner. Das grösste Problem sei der Staub von den umliegenden Baustellen. Dafür werde in den ersten beiden Jahren der Mietzins reduziert. Nachtbuben im Park machen dem Familienvater keine Sorgen. «Ich war auch einmal jung», meinte er gelassen.

Immer zahlreicher verbringen Angestellte des Schweizer Fernsehens oder aus den Büropalästen im Gebiet Talacker jenseits der Thurgauerstrasse ihre Mittagspause am neuen See. Der Opfikerpark wird zum Naherholungsgebiet für das Glatttal und Zürichs nördliche Stadtkreise. Ein zweites Zürichhorn wird daraus kaum, das ist vielleicht besser so. Doch für jene, denen der Rummel am Zürichsee zu viel wird, bietet sich am Stadtrand eine ruhigere Alternative.









Etwa 250 Einwohner sind schon da

Ende 2006 sind die ersten Bewohner in Glattpark (Opfikon) eingezogen. Inzwischen sind 130 Wohnungen belegt. Ungefähr 250 Menschen leben hier, über 6000 Menschen sollen es werden. An 270 Wohnungen wird derzeit gebaut, 580 weitere befinden sich in Planung. Der erste Bürobau ist der gläserne Lightcube von Allreal. Ab Sommer wird der US-Lebensmittelmulti Kraft Foods seinen Europasitz hierher verlegen. Derzeit ist der Innenausbau für die rund 500 Arbeitsplätze in Gang. Für weitere Büro- und Gewerbebauten entlang der Thurgauerstrasse existieren keine konkreten Pläne. Interessenten, die hier Raum mieten möchten, gebe es, sagt Bernhard Ruhstaller, Geschäftsführer Gebietsmarketing Glattpark. Was fehle, sei ein Investor, der wie Allreal eine Vorleistung erbringe.
http://www.nzz.ch/2007/04/30/zh/articleF5580.html
 

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Opfikon Je ein neues Hotel im und neben dem Glattpark geplant

Vom 11.4.2007
Alte Pläne neu aufgegriffen
In Opfikon gibt es laut Statistik bereits jetzt fast 190 Hotelbetten pro 1000 Einwohner. Doch es sollen noch mehr werden. Dafür sind zwei Projekte in Planung.
Marco Häusler

Ab morgen liegen in Opfikon die Pläne für den Bau eines Hotels im Gebiet Fallwiesen auf, wie Marc Gutzwiller auf Anfrage bestätige. Er ist Managing Director der Zürcher Niederlassung von CB Richard Ellis, dem weltweit umsatzstärksten Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor.

Als Bauherrin wird im Gesuch allerdings die Berner Real Vision Partners GmbH angegeben, die Gutzwiller in Kirchberg leitet.

Bis zu 480 Zimmer geplant

Über die GmbH soll ein Fünfsternehotel mit rund 330 Zimmern neben dem Opfiker Glattpark gebaut werden. Ein zweites Gebäude soll als Dreisternehotel mit etwa 150 Zimmern erstellt werden, «oder als eine Residenz mit Hotel-Dienstleistungen», wie Gutzwiller anfügt. «Ich denke, dass es eher in diese Richtung geht.» Als Vergleich führt er das Airport-Hotel Hilton an, in dem neben dem Haupthaus ein Apart-Hotel für Gäste geführt wird, die längerfristige Aufenthalte in Opfikon planen.

Noch nicht ersucht wird um die Baubewilligung für ein drittes Gebäude, in dem ein Wellness- und Medical-Center eingerichtet werden soll. «Aber dafür wollen wir schon bald ein zweites Baugesuch nachreichen», erklärt Gutzwiller.

Dämpfer nach Terrorakt

Gegen 200 Millionen Franken soll das gesamte Vorhaben kosten. Ganz neu sind diese Pläne allerdings nicht. Das Projekt entstand bereits 2001. Die wirtschaftlichen Folgen des Terroranschlags auf das New Yorker World Trade Center verhinderten die Realisierung danach jedoch lange Zeit.

Jetzt scheint sich in der Opfiker Hotellerie wieder Optimismus breitzumachen. So soll im Glattpark bereits ein weiteres Hotel geplant sein.
 

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Massenhaft neue und günstige Wohnbauten

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/783339.html

Der 74-jährige Bauunternehmer Leopold Bachmann realisiert in Opfikon 528 Wohnungen – die grösste private Überbauung der Schweiz. Sie soll im Quartier ein besseres Sozialgefüge bringen.

Eine Überbauung von elf Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 528 Mietwohnungen und über 580 Tiefgaragen-Parkplätzen soll bis Herbst 2008 realisiert sein: Leopold Bachmann rührt auch im Opfiker Stadtteil Glattpark mit der ganz grossen Kelle an. Sein Prinzip: Möglichst viel Wohnraum für möglichst wenig Geld erstellen – und dann billig vermieten.

So hat Bachmann in den vergangenen Jahren in Zürich und Umgebung über 2200 Mietwohnungen gebaut und diese dank günstigen Zinsen gut vermieten können. Bekannt wurde Bachmann und sein Prinzip mit der Röntgenareal-Überbauung nahe der Zürcher Langstrasse. Seither scheint der Erfolg ihm und seinen Billigbauten Recht zu geben. Das Geschäft läuft. Gerade eben konnte er in Zürich-Affoltern den Bau von weiteren 520 Wohnungen an der Wehntalerstrasse abschliessen.

Doch Zeit, sich nach getaner Arbeit auszuruhen, bleibt dem rüstigen Unternehmer nicht. Er, der als 74-jährige Rüschliker Bauunternehmer seine Projekte im Einmannbetrieb als Investor, Projektentwickler, Bauplaner und Bauführer in Personalunion durchführt, hat in Glattpark (Opfikon) Grosses vor.

Kein Trivial-Wohnungsbau

Dort hat Bachmann 2006 von der Stadt Zürich für rund 30 Millionen Franken eine 30’600 Quadratmeter grosse Baulandparzelle gekauft. Wie bei ihm üblich, finanziert er die eine Hälfte des Projekts aus der eigenen Tasche, die andere Hälfte übernimmt seine gemeinnützige Leopold- Bachmann-Stiftung. In Opfikon plante Bachmann aber nicht wie gewohnt mit dem Architekturbüro Cerv und Wachtl. Als Gestalter der elf Mehrfamilienhäuser zeichnet der Winterthurer Architekt Beat Rothen verantwortlich. Er gewann zuerst den städtebaulichen Wettbewerb, den Opfikon und Zürich für das Areal ausgeschrieben hatten. Und danach erhielt Rothen von Bachmann überraschend auch den Zuschlag für die endgültige Gestaltung der Häuser.

«Ich habe versucht, hier keinen Trivialwohnungsbau zu planen», sagt der Architekt. Seine Idee, die elf Gebäude in drei verschiedene Haustypen zu unterteilen und diese auf der Bauparzelle möglichst ungleichmässig anzuordnen, fand bei Bachmann Anklang. Aber auch die unkonventionelle Fassadengestaltung wusste zu überzeugen. Besonders sichtbar wird diese am rund 160 Meter langen Gebäude-Riegel am nördlichen Ende der Parzelle. Er grenzt die Überbauung zur Autobahn A 1 ab. Und gibt den vorbeifahrenden Automobilisten gleichzeitig einen bleibenden Eindruck der Siedlung mit.

Rund 20 verschiedene Fensterformen und -grössen verwandeln die Nordfassade in «eine Art Collage», so Rothen. Dem nicht genug, setzt der Zürcher Künstler Mayo Bucher der Überbauung noch das iTüpfelchen auf. Er verpasst der Nordfassade des Riegels sowie je einer Fassade der anderen Gebäude einen speziellen Anstrich: «Ich bringe eine Farbigkeit in die Siedlung, ohne dass sie dadurch bunt wird.» Konkret: Die Fassaden erhalten auf der farbigen Seite einen schimmernden Perlmutt-Anstrich. Je nach Blickwinkel bietet sich dem Betrachter damit ein anderes Fassadenbild. «Dieser Effekt gibt der Siedlung eine besondere Identität», ist der Künstler überzeugt.

Günstige Mieten willkommen

Das Farbkonzept für die Fassaden und ein weiteres für die riesige Einstellgarage verursacht Leopold Bachmann nach eigenen Angaben rund 100’000 Franken Mehrkosten. Trotzdem ist der Zampano der billigen Bauten überzeugt, seine 528 Wohnungen in Opfikon zu relativ günstigen Preisen zwischen 1220 und 1890 Franken problemlos vermieten zu können. Denn: Bisher wurden in der neu erschlossenen Trabantenstadt Glattpark in Zürichs Norden grösstenteils hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen angeboten. Und die gingen laut ihren Erbauern weg wie warme Semmeln.

Bachmann durchbricht nun mit seinem Projekt dieses Hochpreis-Niveau. Für Bernhard Ruhstaller, den Leiter des Gebietsmarketings Glattpark, eine willkommene Begebenheit: «Mit dem Bau günstiger Wohnungen haben wir grössere Chancen, dass der künstliche Stadtteil Glattpark mit einer guten sozialen Durchmischung der Bewohner schneller zum Leben kommt.»
 

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Ich weiss nicht, einerseits ist es zu begruessen, dass guenstiger Wohnraum entsteht, andererseits frage ich mich, ob es Sinn macht ein fantastisches 30'000m2 grosses Grundstueck fuer lediglich 500 Wohnungen zu verschwenden.
 

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ausser Takt,aber taktvoll
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Ich finde das schon ok. Es sind ja immerhin 500 Wohnungen. Ich nehm jetz mal an, dass es sich dabei um Familienwohnungen handelt. Da finde ich es nur richtig, dass viel Freiraum unmittelbar um die Häuser zu Verfügung steht. Das erhöht meiner Meinung nach die Lebens- und Wohnqualität in diesem Gebiet.

Genial, dass da auf so einem Gelände günstigere Wohnungen angeboten werden sollen. Es hätten ja auch einfach Provitheinis kommen und das Areal mit teuren Wohnungen zupflastern können.
Also Gratulation dem Investor! :eek:kay:
 

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Ich finde das schon ok. Es sind ja immerhin 500 Wohnungen. Ich nehm jetz mal an, dass es sich dabei um Familienwohnungen handelt. Da finde ich es nur richtig, dass viel Freiraum unmittelbar um die Häuser zu Verfügung steht. Das erhöht meiner Meinung nach die Lebens- und Wohnqualität in diesem Gebiet.

Genial, dass da auf so einem Gelände günstigere Wohnungen angeboten werden sollen. Es hätten ja auch einfach Provitheinis kommen und das Areal mit teuren Wohnungen zupflastern können.
Also Gratulation dem Investor! :eek:kay:
Ich bin vielleicht ein Querdenker, aber Opfikon und Umgebung ist Gruen und bietet sicher genug Freiraum um Wohnqualitaet. Ich denke nicht, dass es wirkliche Vorbilder sind, aber stell Dir mal vor was in Hong Kong oder Singapore auf 30'000m2 gebaut wuerde.
 

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ausser Takt,aber taktvoll
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...aber stell Dir mal vor was in Hong Kong oder Singapore auf 30'000m2 gebaut wuerde.
Ich sage mit Absicht Grünflächen ums Haus. Die Kinder sollen ja wohl nicht mehrere hundert Meter gehen müssen um im Grünen spielen zu können. Darum ist es wichtig, dass genug Freiraum ums Haus vorhanden ist.

Und nun vergleiche mal die Lebensqualität von Hong Kong und Zürich...

So nötig haben wirs ja noch nicht, dass wir sooo verdichtet bauen müssten. Ich bin auch für verdichtetes Bauen. Man hätte ja statt den Wohnblöcken mit 500 Wohnungen ein paar Einfamilienhäuslein im Säuliamtstil hinstellen können, oder? Gott sei dank wurde hier grosszügiger gedacht! Phiuhh!!
 

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Ich sage mit Absicht Grünflächen ums Haus. Die Kinder sollen ja wohl nicht mehrere hundert Meter gehen müssen um im Grünen spielen zu können. Darum ist es wichtig, dass genug Freiraum ums Haus vorhanden ist.

Und nun vergleiche mal die Lebensqualität von Hong Kong und Zürich...

So nötig haben wirs ja noch nicht, dass wir sooo verdichtet bauen müssten. Ich bin auch für verdichtetes Bauen. Man hätte ja statt den Wohnblöcken mit 500 Wohnungen ein paar Einfamilienhäuslein im Säuliamtstil hinstellen können, oder? Gott sei dank wurde hier grosszügiger gedacht! Phiuhh!!
Doch, genau so muess man bauen. Es geht ja nicht um 300m Wohntuerme, aber 60-70m sollten es schon sein. Ich hoere immer die Forderung nach Raumplanung und das Gejammer, dass wir in der Schweiz keinen Platz mehr haben und pro Sekunde 1m2 verbaut wird. Klar, wenn wir uns weiterhin einen solchen Luxus leisten wollen....
Eh, ich wohne in Neu Oerlikon, bekannt fuer Freiraum und Paerke und ich sehe selten bis gar nie Kinder in diesen Anlagen spielen.
 

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Gestern war ich wiedermal im Glattpark unterwegs und habe dabei dieses Baugespann gesehen.








Weiss jemand was das sein könnte? Wird wohl ein Bürogebäude, da es im Büroteil des Glattparks gelegen ist. Vielleicht das Bürogebäude für den "weiteren amerikanischer Konzern, der kurz vor dem Umzug in den Glattpark stehen soll"? Oder ist es vielleicht schon das Baugespann fürs Hotel? Hmm...
 
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