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lilium inter spinas
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Wenn in der DDR Kirchen gesprengt wurden, dann war nachfolgenden Generationen meistens nicht einmal mehr bewusst, welchen Verlust man dadurch zu bedauern hat. Die BRD-Demokraten waren da noch eine Spur perverser, da sie nur einen Teil zerstörten, der fortan immer wieder das Stadtbild stören würde, mit der perfiden Begründung, die nicht weniger an die Geschichtsfaelschung der DDR erinnert, damit an den Krieg "erinnern" zu wollen. Als müsse man ein so traumatisches Ereignis, das doch so viele Menschen Leben und Völker Kulturzeugnisse gekostet hat, immer wieder ins Gedaechtnis rufen. Als würde man ein Vergewaltigungsopfer immer wieder mit seinem Peiniger konfrontieren. Demokraten sind eben für ihre Pietaet berühmt. Von vielen Gebaeuden, die unsere Identitaet heute noch ausmachen, war weniger vorhanden, als man sie wieder aufbaute:

:hm:

Ja das Holocaustdenkmal muss auch weg. Ist ja so peinlich.
 

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Ja, natürlich. Schwachsinn sondergleichen.
 

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Alarich und Alboin - zwei lustge Leute aus Berlin

^^
Was ist denn am Holocaust-Mahnmal schwachsinnig? Ich finde sowohl das Mahnmal als auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sehr gut.

Es gibt Leute, die finden Krieg und Massenmord schlimm und deshalb wichtig, daran zu erinnern. Es braucht solch symbolische Orte. Sollte man deiner Meinung nach auch Friedhöfe und Grabsteine beseitigen?

Erzähl uns doch mal Konkreteres zu deiner politischen Gesinnung, Odoaker. Bist du NPD-Wähler?
 

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Offtopic, aber die Frage kannst du dir in etwa mit lesen von ca 20-30 Kommentaren von Odoaker selber beantworten.^^
 

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^^
Was ist denn am Holocaust-Mahnmal schwachsinnig? Ich finde sowohl das Mahnmal als auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sehr gut.

Es gibt Leute, die finden Krieg und Massenmord schlimm und deshalb wichtig, daran zu erinnern. Es braucht solch symbolische Orte. Sollte man deiner Meinung nach auch Friedhöfe und Grabsteine beseitigen?

Erzähl uns doch mal Konkreteres zu deiner politischen Gesinnung, Odoaker. Bist du NPD-Wähler?
Weil sich in ihm eine Ideologie manifestiert, welche als Ausgangspunkt deutscher Identitaet den Holocaust sieht. Das ist, als würde man einem Kind immer wieder vorhalten, es sei einer Vergewaltigung entsprungen. Kein Schüler könnte heutzutage drei deutsche Kaiser in der richtigen Reihenfolge aufzaehlen.

Es ist psychologisch schaedlich. Kein Land erinnert an seine Schandtaten, im Gengenteil. Aus ihren Errungenschaften schöpfen sie Hoffnung. Als würde ein Mahnmal den Krieg verhindern. Gerade der Zweite Weltkrieg war gewiss nicht im Interesse der Bevölkerung. Hier wird die Geschichtsfaelschung offensichtlich. Geradezu erbaermlich wird es dann, wenn man vorsaetzlich das Gedenken an die Reichsgründung und Kaiser Wilhelm I, dem die glücklichsten Jahre des deutschen Volkes folgten, tilgt, und diese dem Krieg wimdet. Als würden unsere großflaechig zerstörten Staedte nicht schon für sich ein Mahnmal darstellen.
Hinzu kommt die Einseitigkeit. Nur Fremder, nur "Aller" wird gedacht. Den eigenen Leuten, den eigenen Opfern wird nie gedacht. Deren Denkmaeler werden nur noch mutwillig zerstört.
Kurz, es ist einfach nur krank. Wohin das führt, kann man an dieser degenierten Politikerkaste sehen, welche heute unsere Freiheit und Zukunft verscherbeln, Israel U-Boote schenken waehrend in Deutschland nur noch für andere gearbeitet wird und das wenige, was übrig bleibt, nach Griechenland geschickt wird, damit wir noch mehr für andere arbeiten können. Dahinter stehe der europaeische Gedanke, denn wenn Deutschland nicht mehr aller Laender Sklave waere, gaebe es doch Krieg - und dann wird schön auf die Mahnmale verwiesen, welche diese Ideologie in unserem Bewusstsein taeglich verankern sollen.

Edit: Ich wähle FDP, in Berlin Die Freiheit.
 

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Le boche moche
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Weil sich in ihm eine Ideologie manifestiert, welche als Ausgangspunkt deutscher Identitaet den Holocaust sieht. Das ist, als würde man einem Kind immer wieder vorhalten, es sei einer Vergewaltigung entsprungen. Kein Schüler könnte heutzutage drei deutsche Kaiser in der richtigen Reihenfolge aufzaehlen.

Es ist psychologisch schaedlich. Kein Land erinnert an seine Schandtaten, im Gengenteil. Aus ihren Errungenschaften schöpfen sie Hoffnung. Als würde ein Mahnmal den Krieg verhindern. Gerade der Zweite Weltkrieg war gewiss nicht im Interesse der Bevölkerung. Hier wird die Geschichtsfaelschung offensichtlich. Geradezu erbaermlich wird es dann, wenn man vorsaetzlich das Gedenken an die Reichsgründung und Kaiser Wilhelm I, dem die glücklichsten Jahre des deutschen Volkes folgten, tilgt, und diese dem Krieg wimdet. Als würden unsere großflaechig zerstörten Staedte nicht schon für sich ein Mahnmal darstellen.
Hinzu kommt die Einseitigkeit. Nur Fremder, nur "Aller" wird gedacht. Den eigenen Leuten, den eigenen Opfern wird nie gedacht. Deren Denkmaeler werden nur noch mutwillig zerstört.
Kurz, es ist einfach nur krank. Wohin das führt, kann man an dieser degenierten Politikerkaste sehen, welche heute unsere Freiheit und Zukunft verscherbeln, Israel U-Boote schenken waehrend in Deutschland nur noch für andere gearbeitet wird und das wenige, was übrig bleibt, nach Griechenland geschickt wird, damit wir noch mehr für andere arbeiten können. Dahinter stehe der europaeische Gedanke, denn wenn Deutschland nicht mehr aller Laender Sklave waere, gaebe es doch Krieg - und dann wird schön auf die Mahnmale verwiesen, welche diese Ideologie in unserem Bewusstsein taeglich verankern sollen.

Edit: Ich wähle FDP, in Berlin Die Freiheit.

Ist zwar schon etwas älter dieser Beitrag, dennoch muss ich hier einmal meine Zustimmung kundtun. Besser kann man den perversen Erinnungskult in unserem Land kaum beschreiben. Das Bestreben, ständig neue Greueltaten aus der Vergangenheit aufzudecken, ständig die besondere Schuld zu betonen und sich nur auf negative Ereignisse zu konzentrieren ist doch krankhaft.

Ein gutes Beispiel ist meines Erachtens die Instrumentalisierung der Vorfälle von Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren. Das war die Topmeldung des Tages, jede Zeitung hatte einen Sonderbericht, es gab auf ARD und wohl allen Dritten Sonderberichte, der Bundespräsident war anwesend, Schulklassen aus ganz Mecklenburg wurden angekarrt und es wurde ein riesiges Selbstgeißelungsfest in Rostock veranstaltet.

Wann wurde zuletzt dem Jahrestag eines positiven historischen Ereignisses so gedacht?

Was ist mit dem Volksaufstand 1953, der Reichsgründung 1871, der Gründung der Bundesrepublik 1949, die Wiedervereinigung mit dem Saarland, der Sieg über Napeleon? Solche Jahrestage werden im kleinen Kreis irgendwo am Standrand begangen und es gibt vielleicht eine Doku auf Arte irgendwann zwischen Mitternacht und um Fünf und einen Fünfzeiler auf Seite 10 in der Zeitung.

Ist das nicht traurig?
 

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I'm sweet enough
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Wie funktioniert das deutsche Bildungssystem? Kann man über etwas stolz sein? Wie oft redet man über die Geschichte Deutschlands mit diesem negativen Unterton?
 

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Bei uns auf dem Gymnasium (NRW Unterstufe/Mittelstufe) haben wir den IIWK überhaupt nicht besprochen, bei der Abdankung Hindenburgs war quasi Schluß. Erst in den Leistungskursen hat man sich damit auseinander gesetzt, aber Geschi LK hatte ich dann nicht mehr. Und gefehlt hat mir das Ganze auch nicht. Wer will, der kann sich mit (der) Geschichte doch selbst befassen und das herauspicken, was einen interessiert...Armenier, Indianer, Sklaven, Juden, Polen, Deutsche, Russen usw. Aufzuzeigen, was nun "wichtiger" sein soll, finde ich immer etwas problematisch, weil das alles doch sehr subjektiv empfunden wird.
 

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I'm sweet enough
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Bedeutet dass, das sie gar nicht IIWK in der Schule behandeln, ob sie es nicht wollen?

Und kannst du mir erklären was du mit dem letzten punkt meinst?
 

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BreitesBündnisDWF
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ah geh. mit nazizeit wird man berieselt in der schule. fachübergreifend. allgegenwärtig. hätte nur noch als textaugabe in mathe gefehlt: errechnen sie das übel, das in der ns-zeit begangen wurde.
 

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LIBERTINED
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Kann mir auch beiliebe nicht vorstellen, dass das Curriculum dahingehend so völlig anders aussähe als in Deutschland, in NRW. Sonst wär doch der Kampflamm nicht so ein blitzgescheiter Blitzkrieg-Kenner.
 

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Die unendliche Geschichte

Ist zwar schon etwas älter dieser Beitrag, dennoch muss ich hier einmal meine Zustimmung kundtun. Besser kann man den perversen Erinnungskult in unserem Land kaum beschreiben. Das Bestreben, ständig neue Greueltaten aus der Vergangenheit aufzudecken, ständig die besondere Schuld zu betonen und sich nur auf negative Ereignisse zu konzentrieren ist doch krankhaft.
Sicherlich ist das alles übertrieben und mit falschem Pathos. Vom Grundsatz her aber richtig. Deutschland hat zwei Weltkriege ausgelöst mit insgesamt ca. 80 Millionen Toten. Und einem etwas suboptimalen Völkermord.

Das Problem ist nicht, daß wir dessen gedenken und dem Raum geben, sondern wie wir dies tun und wieviel Platz wir den berechtigten anderen Gefühlen und Erinnerungen geben.

Im großen und ganzen kann Deutschland auf seine Erinnerungskultur stolz sein. Das sieht man auch daran, daß Polen und Frankreich jetzt "nachziehen" und ihre eigenen Verbrechen während der Nazizeit thematisieren.

Das Ganze entspannt sich zusehends. Es ist nachvollziehbar, daß man daraus zum Teil eine Religion gemacht hat - übrigens genauso wie in Israel.

Und ganz nebenbei: Das Holocaustmahnmal und die Gedächtniskirche sind das Beste, was Deutschland passieren konnte.

Es sind zwei sehr wichtige symbolische Orte nicht nur für Deutschland. Berlin wäre ein Stück ärmer ohne die beiden Mahnmale. Geschichte braucht symbolische Orte. Das ist überall so. Entscheidend ist, was man daraus macht. Ich war zunächst auch gegen das Mahnmal - wie Martin Walser. Aber nicht wegen des Mahnmals, sondern wegen des religiösen Gutmenschentums, das hinter dieser Idee z.T. stand. Letztlich sind wir alle selbst dafür verantwortlich, was wir daraus machen.

Das Problem sind nicht die Mahnmale, sondern daß einige Menschen sich an unserer Geschichte produzieren und einen auf moralisch machen.

Eure Einstellung finde ich auch problematisch. Aber es stimmt: Die deutsche Einheit im 19. Jahrhundert könnte ruhig mehr gefeiert und von der späteren Geschichte isoliert betrachtet werden. Es kommen halt immer irgendwelche Gutmenschen, die dann sagen:

Es gibt eine direkte Linie von Martin Luther bis zum Holocaust.

Das ist halt alles etwas neurotisch in Deutschland. Ihr könnt aber gewiß sein, daß sich das erstens bessert und zweitens auch städtebaulich niederschlägt. Freu!!!:)
 

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Kann mir auch beiliebe nicht vorstellen, dass das Curriculum dahingehend so völlig anders aussähe als in Deutschland, in NRW. Sonst wär doch der Kampflamm nicht so ein blitzgescheiter Blitzkrieg-Kenner.
Unser Geschichtslehrer (Anfang der 90'er) hat uns so bißchen das gelehrt (bzw. die Schwerpunkte so gelegt), was ihn selbst interessiert hatte. Da er gleichzeitig auch Englischlehrer war, hatten wir

Britisch-Irische (Cromwell, Hungersnöte, Magna Carta, Industrialisierung usw.)
Britisch-Deutsche (Sachsen, Preußen, Seekrieg, Blokade, Industrialisierung usw.)
Britisch-Amerikanische (Boston Tea Party, Unabhängigkeitskreige, Sklaverei usw.)

Geschichte bis zum Erbrechen durchgenommen (auf Englisch und Deutsch lol).

Das durften wir zB: auswendig lernen ;)

We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.

That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, laying its foundation on such principles and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness. Prudence, indeed, will dictate that Governments long established should not be changed for light and transient causes; and accordingly all experience hath shewn, that mankind are more disposed to suffer, while evils are sufferable, than to right themselves by abolishing the forms to which they are accustomed. But when a long train of abuses and usurpations, pursuing invariably the same Object evinces a design to reduce them under absolute Despotism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government, and to provide new Guards for their future security.
Ich warte auf den Tag, an dem mich ein Ami im Urlaub für zu schnelles Fahren o.ä verhaftet. Dann werde ich ihm das vortragen ha...vll. lässt er dann Milde walten.
 

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Senior and Head Filipino Mod
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Germany delegation visits Phl to boost bilateral relations
MANILA, Philippines - President Benigno S. Aquino III welcomed today visiting German Foreign Minister Guido Westerwelle and the members of his delegation in Malacañang.

Prior to Mr. Westerwelle's courtesy call on President Aquino, he held a bilateral meeting with Philippine Foreign Affairs Secretary Albert del Rosario where they discussed how to further strengthen the relations of the two countries.
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PH draws German backing on sea disputes with China
MANILA, Philippines – A German foreign minister on Thursday expressed his country’s support for the Philippine position to solve its sea disputes with China under international law, saying that peaceful resolution was best for the two countries.

In a press briefing Thursday, German Federal Foreign Minister Guido said that the Philippines’ territorial disputes with China over the West Philippine Sea (South China Sea) were discussed during a meeting with Philippine diplomats and officials and that his country remained supportive of peaceful resolution of the disputes.
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Senior and Head Filipino Mod
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Germany and the Philippines diffuse airport row, talk investments


Germany and the Philippines have agreed to put a decade-long dispute over an airport terminal contract behind them. In Manila, Germany’s foreign minister has said he sees great "potential" between the two countries.

Marking the first German cabinet minister to visit the Philippines since the 2002 dispute erupted, Foreign Minsiter Guido Westerwelle met with his Filipino counterpart Albert del Rosario and President Benigno Aquino in Manila on Thursday.
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