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Ist das Projekt nicht schon längst tot?

Wäre eine unheimliche Bereicherung für die Schwabenmetropole gewesen.
 

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Alphaist
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Discussion Starter #4
@goschio
Nein, das Projekt erfährt in Kürze (Q2/Q3 2005) die abschließende Wirtschaftlichkeitsanalyse. Die Bahn ist nach wie vor dafür, das kritischste Teilabschnitt ist seit Q1/2005 planfestgestellt und vom EBA genehmigt.

Kritisch ist es eher politisch wegen der grünen mitregierer im Bund, die z.B. nicht wollen, daß man bei der EU Fördergelder beantragt. Mehr muß man dazu wohl nicht sagen...
... und wird ja auch an anderer Stelle ausführlicher diskutiert, schätze Du weißt wo.

Ganz abgesehen davon, habe ich hier nur das Modell für das Areal A1 eingestellt, welches früheres Güterbahnhofsgelände war und unabhängig vom Schienenprojekt Stuttgart 21 realisiert wird und zum Teil auch schon ist.


@sts
a map?
 

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Danke für die Info!

Werde mich an der anderen Stelle mal ausgiebig erkundigen. Klingt ganz interessant.
 

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Alphaist
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Discussion Starter #7
Hängt natürlich von der Bauqualität ab.
Auf jeden Fall ein Vermögen.

A1.1-A1.3 waren ca. 180 Mio €


A1.14 ist auch nicht billig, ca. 60 Mio €
 

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Alphaist
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Discussion Starter #9


also mal dumm gefragt: es ist die bahn, die den spaß größenteils zahlt?
Das ganze ist recht kompliziert.
Vorneweg: die Stadt Stuttgart ist in einer guten Position, weil ihr die ganzen Flächen gehören und sie HerrIn über Baurecht und Bebauungspläne ist.

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat von der Deutsche Bahn AG nahezu das gesamte Gelände von Stuttgart 21 erworben. Das zirka 109 Hektar große Gebiet ist der erweiterten Innenstadt zuzurechnen beziehungsweise grenzt direkt an sie an (Teilflächen A2, A3, B, C und D). Hierfür wurden der Deutsche Bahn AG insgesamt 897,7 Millionen Mark (459 Millionen Euro) überwiesen.
(...)
Das Gelände ging zum 31. Dezember 2001 vom Besitz der Bahn in den der Stadt über. Die Bahn bleibt weiterhin Nutzerin des Geländes, vor allem der notwendigen Gleisanlagen.
(...)
Sollte sich nach einer Überprüfung Ende 2004 keine Wirtschaftlichkeit des Projektes ergeben und die Bahn Abstand davon nehmen, ist für beide Partner ein Rücktrittsrecht eingeräumt.
Die Stadt hat also auch ein Rücktrittsrecht vom Grundstückskauf, sollte S 21 doch nicht kommen. Das hieße die Bahn muß die Kohle dann wieder zurücklöhnen. Da scheint es sinnvoller, sie behält das Geld und entwickelt das Projekt, wenn es ohnehin wirtschaftlich ist, v.a. durch Senkung Betriebskosten und Steigerung Kapazität.


Daraus geht hervor, was Bebauung angeht, da zahlt die Bahn nicht, sondern erhält bzw. hat schon erhalten.

Was das Verkehrsprojekt angeht, das zahlen wie immer Bahn und Staat, wobei nach diversen Fehlkalkulationen, speziell NBS Frankfurt-Köln, ein strengerer Maßstab an die Wirtschaftlichkeitsrechnung angelegt werden dürfte.
Trotzdem haben Land und Stadt angeboten, das Projekt zu einem wesentlichen Teil vorzufinanzieren, damit es zügiger geht. Eine ziemliche Kraftanstrengung, wenn man bedenkt, daß soeben die gänzlich ohne Bundeszuschüsse finanzierte Landesmesse begonnen wurde.
Schließlich gibts dann noch die EU, die den Abschnitt Stuttgart-Ulm als Teil der Magistrale Paris-Budapest für förderungswürdig hält, wodurch zwischen 10% und 20% aus Brüssel beigesteuert werden könnten.
 

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Discussion Starter #10
 

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Alphaist
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Discussion Starter #11


Teilgebiete A2/A3 - Arbeiten und Wohnen am Schlossgarten
Auf dem heutigen Gleisfeld und direkt am Schlossgarten: 12 Hektar für höchste Arbeits- und Wohnqualität

Teilgebiet B - Wohnen am Rosensteinpark
Zwischen dem historischen Nordbahnhofviertel und dem Rosensteinpark: ein 43 Hektar großes Wohngebiet.

Teilgebiet C: 25 Hektar für Wohnen und Arbeiten

Die städtebauliche Entwicklung aller Teilgebiete von Stuttgart 21 ermöglicht sowohl innerstädtisches Wohnen in neuer Qualität für 11.000 Einwohner als auch Raum für 24.000 Arbeitsplätze.
 

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Sehr gelungenes Projekt aber eindeutig abgekupfert beim Potsdamer Platz.
 

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und hauptbahnhof wird nich unterirdisch gelegt oder was?
wenn die bahn mal im lotto gewonnen hätte und das durchgeführt hätte, was überall anvisiert war, wäre das die größe (und positivste) veränderung deutscher innenstädte der nachkriegszeit gewesen
 

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Alphaist
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Discussion Starter #14
Deadeye said:
eindeutig abgekupfert beim Potsdamer Platz.
So gesehen ist vielleicht jedes zentrumsnahe Stadtentwicklungsprojekt von Arealgröße dort abgekupfert, zumindest jedes nach dem Potsdamer Platz ;)

Aber kann schon sein, daß es viel Ähnlichkeit hat und das Areal etwa gleich groß ist. Gibt es so ein Modell auch vom Potsdamer Platz, um es zu vergleichen?
 

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Alphaist
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Discussion Starter #15

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BreitesBündnisDWF
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danke für die infos. die ganze angelegenheit ist mir allerdings zu kompliziert, dass ich entschlossen habe das projekt aus bequemlichkeit ab sofort zu ignorieren
 

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Alphaist
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Discussion Starter #17
Ich bin schon froh, daß Du dem so lange folgen konntest.
 

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ich verstehe das nicht....

da bekommt das reiche stuttgart fördergelder in den arsch geschoben für so ein projekt und städte wie essen, duisburg oder dortmund (die es wirklich nötig hätten) müssen seit jahren um jeden cent betteln.

anstatt so einen quatsch zu bauen sollte gerade die bahn nicht den eh schon schönen stuttgarter hbf das geld zuschustern sondern sich mal die kaputten und hässlichen hauptbahnhöfe im ruhrgebiet angucken...

nix gegen stuttgart, ist eine der schönsten deutschen grossstädte, aber ich denke das geld ist woanders besser investiert...
 

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Na und? Dafür zahlt Baden Württemberg über 2 Milliarden € jährlich für den Länderfinanzausgleich.
 
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