Skyscraper City Forum banner
1 - 20 of 27 Posts

·
Registered
Joined
·
170 Posts
Discussion Starter · #1 ·
Wenn sie den DC2 zum Wohnhochhaus machen würden, wäre es wurscht wie vermietet der DC1 ist. Es gibt genug Leute, die für eine Wohnung in der Höhe an der Donau viel Geld springen lassen.
 

·
Registered
Joined
·
170 Posts
Was war, Was ist, Was wird - Architektur?

Die einleitenden Bemerkungen zu diesem Thread (ursprünglich von FrontOffice) sind durch das Einfügen einer Diskussion weiter nach hinten gerutscht und im Post 11 zu finden

Hier ein Teil: Aber auch: …was kann, soll, darf Architektur & Co.?


Mit diesem Forum ist ja bereits ein richtiggehendes Nachschlagewerk und Archiv zu ziemlich allen größeren Projekten in Österreich und natürlich speziell im Wiener Raum entstanden. Wir können auf diese, noch dazu so „lebendige“, Plattform richtig stolz sein, immerhin fällt mir kaum ein vergleichbares, österreichbezogenes, Onlineforum für Architektur, Stadtplanung und Co. ein.

Ein Umstand der mir in den vielen einzelnen Projektthreads aber schon unterkommen ist, war dass es an so einigen Themen ziemlich großes, aber mehr generelles, Diskussionspotenzial gibt, die die entsprechenden Themenfäden aber über kurz oder lang off topic laufen lassen, auch andere Themen betreffen oder einfach den Rahmen des Themas sprengen würden.

Sei es zb. das Aussehen von derzeit errichteten Gebäuden (Stichwort: kubische Formen; das wurde im Kontext der neuen Stadtvierteln am Wiener Hauptbahnhof angesprochen) Ein spannendes Thema. Die Einfallslosigkeit bzw. der nicht vorhandene Mut richtig „Neues“ zu bauen, würde aber auch zu Seestadt, Nordbahnhof und der Innsbrucker Altstadt passen oder vielleicht sogar im Altbau Thread angeschnitten. Oder auch die Verkehrsberuhigung von öffentlichen Anlagen und ihre Auswirkungen. (seien es Begegnungszonen oder Untertunnelungen).

Was mir hier im Forum also noch gefehlt hat, ist ein Thread wo von nun an ganz generell zu Architektur, Stadtplanung, (Verkehrs-) Politik und Co. diskutiert werden kann. Zu all dem was früher immer „alles besser“ war, im Moment so „lieblos“ neugestaltet/gebaut wird und einige Gegenden zukünftig „so sehr aufwerten“ würde. Ganz egal ob das nun für den Melting Pot Wien oder das beschauliche Hohenems gilt und vielleicht lässt sich ja das eine oder andere doch auf beide umlegen. Auch wenn es manchmal vielleicht wienlastig werden kann, so soll hier doch alles Platz haben.

Ich möchte damit versuchen die Projekte um die es in den jeweiligen Threads geht in den Mittelpunkt zu stellen ohne unzählige Posts mehr oder weniger fernab des Topics dazwischen zu haben. Da die Posts dazwischen aber nicht leeres Gefasel sind sondern meist guten Diskussionsstoff beinhalten, nun der Versuch dies zukünftig hier rein zu packen: Also immer wenn es ein bisschen abschweift...


Es folgt eine DISKUSSION über Hochhäuser und Balkone, die sich ursprünglich im DC 1-Thread entwickelt hat und hier besser aufgehoben ist.
 

·
Registered
Joined
·
622 Posts
Vielleicht kann man das design des 2. Turms so abändern dass es zum einen auf der zerklüfteten Seite so bleibt wie es ist und auf der Rückseite werden Balkone eingebaut. Vieleicht kann man dass so gestallten dass es noch immer gut aussieht
 

·
User No More
Joined
·
18,759 Posts
Das waere eine Idee. Die Balkone sind aber kein Muss, finde ich. Ich frag mich eher, ob man wirklich soviele Kaeufer fuer Luxuswohnungen im DC2 finden wuerde? Wer koennte das sein? Reiche Russen und Araber wie bei den Wiener Dachausbauten oder Leute aus der Uno City. Waere halt schade, wenn sich die dort einkaufen und einmal im Jahr hier sind. Dann steht der 2te Turm auch wieder leer...
 

·
Alpen-Häschen der Zukunft
Joined
·
3,917 Posts
Balkone sind zwar bei Wohnbauten sehr angenehm, aber bei den Luxus Wohnungen ganz oben im DC1 gibt es diese auch nicht - dafür bestechen diese Wohnungen dann halt mit anderen Exklusivitäten. Siehe auch der neue Marina Tower. 130m hoher Wohnturm und scheinbar keine Balkone...

Ansonsten könnte man aus dem DC2 vielleicht ein reines Hotel machen - vielleicht mit einem Mittelgroßen Einkaufszentrum ganz unten inklusive Gastronomie sowohl im Erdgeschoßbereich, als auch ganz oben.

Den DC3 könnte man dann wirklich komplett in einen Wohnturm umgestalten. Von der Position her würde es übrigens sehr gut passen wenn man den DC3 nicht zwischen 120 und 140m baut, sondern viel viel höher, wobei... Naja... Ihr wisst ja, unsere lieben Bewohner vom Hochhaus Neue Donau (wobei es dann fast schon egal ist ob der Turm dann mit 120 oder 320m "stört", da er so oder so das Hochhaus Neue Donau verdeckt).

Mit DC Living hat man ja das Zentrum der DC komplett versaut und das Grundstück zwischen DC Living und dem Andromeda Tower wird auch nicht besseres bergen. Hab ja damals mit der zuständigen MA diskutiert und man wird dort etwas in der Höhe zwischen DC Living und dem Andromeda Tower errichten (quasi wie ne aufsteigende Rampe).

Man kann nur hoffen: Danube Flats, komme bald! Hoffentlich kommen dann mehr Investoren auf die Idee Wohn- statt Bürohochhäuser zu errichten. Wobei man in Wien inzwischen ja scheinbar wirklich umdenkt (Marina Tower, Zentrum Kagran, Citygate, Danube Flats, Triiiple, etc...). :cheers1:
 

·
Registered
Joined
·
170 Posts
Discussion Starter · #7 ·
Ich finde auch, dass Balkone kein absolutes Muss sind - wenngleich natürlich irrsinnig angenehm. Zum Zielpublikum: es müssen ja keine Luxuswohnungen sein. Wenn sich die Preise zwischen 3000 - 6000 Euro/m2 (Eigentum) bewegen, dann gibt es auch genug Österreicher die sich das leisten können und jetzt nicht zu den absolut reichen gehören.
 

·
yeah, whatever
Joined
·
5,799 Posts
Man könnte Balkone bzw. Loggias ja auch ins Design integrieren. Muss ja nicht exakt gleich sein wie der große Bruder.
 

·
Registered
Joined
·
389 Posts
Balkone sind definitiv kein Muss für ein Wohnhochaus. Sie sind halt gerne gesehen; gerade bei uns. Wir haben halt noch nicht so eine ausgeprägte Hochhauskultur. In Amerika zb. ist es völlig normal in den Apartmenttürmen keine Balkone und überall bodentiefe Fenster etc. zu haben. Dem steht man bei uns noch zurückhaltender gegenüber.

Wäre aber sicher auch kein optikstörender Eingriff, wenn man dem Turm Loggien, also invertierte Balkone verpasst.
 

·
User No More
Joined
·
18,759 Posts
Ich habe selber in London in so einem klimatisierten Wohnhochhaus gewohnt! Habe das Beispiel eh schon mal angeführt. In Amerika und London sind die meisten Wohnhochhäuser ohne Balkone.

Das hat Vor und Nachteile. Bei einer wirklich hohen Höhe kann man das Wohnen und den Ausblick ohne Balkon mMn mehr genießen. Der nächste Vorteile ist jener, dass man aus der Wohnung (z.b Wohnzimmer oder Schlafzimmer)durch die durchgehende Glasfront, die meistens von der Decke bis zum Boden reicht, direkten Ausblick hat. Es entfallen relative kleine Fenster und Balkontüren. Ist die Fassade beim Balkon nicht durchsichtig/transparent, hat man in der Wohnung quasi gar nichts vom Ausblick, weil man auf der Höhe wo man sich meistens aufhält (z.b im sitzen) eigentlich nichts außer der Balkonverkleidung sieht. Außerdem ist es oft so, das der Balkon gar nicht ordentlich genutzt wird. Um richtiges Hochhausfeeling zu bekommen, muss man also quasi immer auf den Balkon rausgehen. Was hier als Penthouse-Wohnung verkauft wird, findet der Amerikaner eher als Beleidigung.

Hier ein paar negativ Beispiele von Wiener Wohnhochhäusern:

Schlafzimmer Hochhaus Neue Donau:



Balkon (stellt sich die Frage, brauch ich das wirklich? oder hätte ich die Glasfront lieber direkt im Wohnzimmer)



Küche mit Fenster/Luken



SEG TOWER/WOHNPARK ALTE DONAU



Mischek Tower :nuts:





Richtiges Hochhausflair kommt da nicht auf oder? Sehr schön das man auch gerne das Argument "Hochhäuser sind nur für Reiche und Prunkbauten mit lauter Penthouse-Wohnungen" verkaufen möchte. In Wien ist das auf jeden Fall nicht so....

Hier als Vergleich die Wohnung in der ich zu Gast war und für ein paar Wochen gewohnt habe, klarerweise eine andere Preisklasse:

Das Gebäude heißt The Panoramic und liegt in der Grosvenor Road

(alle Fotos aus dem Internet, dort sehen aber alle Apartments gleich aus)











http://search.knightfrank.com/rvr130022

Mit dem DC Tower 2 könnte man den ersten Tower mit wirklich internationalen und exklusiven Wohnungen anbieten, die Frage ist eben jene, gibt es genug Leute die sich das hier leisten können/wollen?

Bei wirklich hohen Höhen ist das auch so eine Sache mit dem Balkon. Hier z.b der Aqua in Chicago:



Entspannt am Balkon hocken, ich weiß es nicht. Das ist nicht für jeden das Richtige, denke ich mir. Wenn du dann in der Wohnung bist mit Glas vor dir kannst du dich dort stundenlang hinsetzen und es genießen. Wie diese Höhe zieht (und zwar nach unten), wenn man an so einer Brüstung lehnt, ist eigentlich ein extremes Phänomen. Nichts für Leute mit schwachen Nerven oder auch z.b Kindern......
 

·
Registered
Joined
·
389 Posts
Aber auch: …was kann, soll, darf Architektur & Co.?


Mit diesem Forum ist ja bereits ein richtiggehendes Nachschlagewerk und Archiv zu ziemlich allen größeren Projekten in Österreich und natürlich speziell im Wiener Raum entstanden. Wir können auf diese, noch dazu so „lebendige“, Plattform richtig stolz sein, immerhin fällt mir kaum ein vergleichbares, österreichbezogenes, Onlineforum für Architektur, Stadtplanung und Co. ein.

Ein Umstand der mir in den vielen einzelnen Projektthreads aber schon unterkommen ist, war dass es an so einigen Themen ziemlich großes, aber mehr generelles, Diskussionspotenzial gibt, die die entsprechenden Themenfäden aber über kurz oder lang off topic laufen lassen, auch andere Themen betreffen oder einfach den Rahmen des Themas sprengen würden.

Sei es zb. das Aussehen von derzeit errichteten Gebäuden (Stichwort: kubische Formen; das wurde im Kontext der neuen Stadtvierteln am Wiener Hauptbahnhof angesprochen) Ein spannendes Thema. Die Einfallslosigkeit bzw. der nicht vorhandene Mut richtig „Neues“ zu bauen, würde aber auch zu Seestadt, Nordbahnhof und der Innsbrucker Altstadt passen oder vielleicht sogar im Altbau Thread angeschnitten. Oder auch die Verkehrsberuhigung von öffentlichen Anlagen und ihre Auswirkungen. (seien es Begegnungszonen oder Untertunnelungen).

Was mir hier im Forum also noch gefehlt hat, ist ein Thread wo von nun an ganz generell zu Architektur, Stadtplanung, (Verkehrs-) Politik und Co. diskutiert werden kann. Zu all dem was früher immer „alles besser“ war, im Moment so „lieblos“ neugestaltet/gebaut wird und einige Gegenden zukünftig „so sehr aufwerten“ würde. Ganz egal ob das nun für den Melting Pot Wien oder das beschauliche Hohenems gilt und vielleicht lässt sich ja das eine oder andere doch auf beide umlegen. Auch wenn es manchmal vielleicht wienlastig werden kann, so soll hier doch alles Platz haben.

Ich möchte damit versuchen die Projekte um die es in den jeweiligen Threads geht in den Mittelpunkt zu stellen ohne unzählige Posts mehr oder weniger fernab des Topics dazwischen zu haben. Da die Posts dazwischen aber nicht leeres Gefasel sind sondern meist guten Diskussionsstoff beinhalten, nun der Versuch dies zukünftig hier rein zu packen: Also immer wenn es ein bisschen abschweift...


Als Auftakt und Impuls gleich mal der Artikel aus dem Kurier. Die Stadt Wien möchte strengere Hochhausrichtlinien einführen. Eine spannende Problematik, die aber den DC-Tower- oder News-Thread überschwemmen würde und auch nicht so richtig dorthin passt. Der Artikel richtet sich in diesem Fall an Wien, aber Konflikte und Bürgerinitiativen zu „hohen“ Häusern gibt’s nicht nur in der Hauptstadt.

Wien plant strengere Richtlinien für Hochhäuser.

Definition verschiedener Stadtbereiche - verpflichtende Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Immer wieder sorgen Hochhausprojekte - zuletzt etwa der geplante 73-Meter-Turm auf dem Areal des Eislaufvereins - in Wien für Aufregung. Nun will die Stadt strengere Richtlinien für den Bau von Hochhäusern erarbeiten. Unter anderem sollen verschiedene Stadtbereiche von Gründerzeit bis Donauplatte definiert und die Bürger stärker einbezogen werden, wie es in einer Aussendung am Donnerstag hieß.
Im Laufe der nächsten Monate will die Magistratsabteilung 21 (Stadtteilplanung und Flächennutzung) gemeinsam mit Experten und den Bezirken die Verschärfung der Hochhaus-Leitlinien erarbeiten. In Zukunft soll nicht nur der Planungsprozess, sondern auch die Analyse des Standortes und die Darstellung des öffentlichen Mehrwerts eines vielgeschoßigen Baus genauer geprüft werden und strikteren Kriterien unterliegen.


Das bestehende Hochhauskonzept aus dem Jahr 2002 unterscheide etwa nicht, ob ein Projekt in einem Gründerzeitviertel oder einem Stadtentwicklungsgebiet entstehe - das soll sich in den neuen Leitlinien ändern. Auch die Integration ins Stadtbild, die Verkehrsanbindung, die Nutzung - vor allem der Erdgeschoßzonen - und die Auswirkungen auf das Umfeld müssen in Zukunft positiv bewertet werden.

Bürgerbeteiligung geplant

Erst wenn das Projekt allen Kriterien entspricht, soll künftig ein Verfahren zur Qualitätssicherung eingeleitet werden, in das auch die Bevölkerung einbezogen werden muss. Geprüft werden dabei unter anderem die "städtebauliche und sozialräumliche Verträglichkeit" und die Wind- und Beschattungswirkung. Erst wenn alle Nachweise erbracht worden sind, ist ein Baubeginn möglich.
In Wien gelten Gebäude über 35 Metern Höhe als Hochhäuser. Derzeit gibt es mehr als 250 Hochhäuser von Ringturm bis Millennium Tower in Wien.
http://kurier.at/chronik/wien/wien-plant-strengere-richtlinien-fuer-hochhaeuser/72.135.130


Meiner Meinung nach sind Überarbeitungen in dieser Hinsicht vielleicht nicht schlecht. Frage natürlich was genau? So wie das Thema aufgemacht wurde, könnte man meinen ab jetzt gibt's keine Häuser mehr über 35 Metern. Und das mit der Bürgerbeteiligung kann ein echter Hund sein. Wie man weiß, kann man es nie allen recht machen, aber wenn man jetzt anfängt bei größeren Projekten alle anzufragen, sieht's nicht gut aus. Ob das jetzt Kleingärtner am Verteilerkreis oder Bewohner von Kaisermühlen sind. Egal. Es ist ja schön wenn Menschen die Initiative ergreifen, aber doch bitte nicht immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Wird es jetzt also schlimmer oder besser?
 

·
Registered
Joined
·
2,370 Posts
Es ist unglaublich wie manche hier über balkone reden. Balkone sind wichtig! Sie sind das Symbol dafür, dass man NICHT hinter einer glasfront gefangen ist. Sie sind der platz an dem man atmet, an dem man Pflanzen hat und an denen man am abend draußen sitzt und die Aussicht genießt. Manche menschen schlafen sogar am balkon. Wohnungen ohne balkon sind zwar auch ok, aber irgendwie fehlt da was.

Ist übrigens ein hübsches Bild vom Aqua Tower. Das ist ein sehr cooler tower.
 

·
Registered
Joined
·
3,502 Posts
Es ist unglaublich wie manche hier über balkone reden. Balkone sind wichtig! Sie sind das Symbol dafür, dass man NICHT hinter einer glasfront gefangen ist. Sie sind der platz an dem man atmet, an dem man Pflanzen hat und an denen man am abend draußen sitzt und die Aussicht genießt. Manche menschen schlafen sogar am balkon. Wohnungen ohne balkon sind zwar auch ok, aber irgendwie fehlt da was.

Ist übrigens ein hübsches Bild vom Aqua Tower. Das ist ein sehr cooler tower.

da gibts halt verschiedene meinungen
meine eltern sitzen bei fast jedem wetter auf ihrer terasse meist bis es zum bettgehen ist oder zu kalt wird in der übergangszeit

mein mitbewohner aus der alten wg war in 2 jahren vielleicht 1 mal auf dem balkon draussen

für mich bringts viel lebensqualität und ich möchte nie in einem altbau im 7ten leben ohne balkon und direkt auf der anderen straßenseite das nächste haus das mich zwingt ständig vorhänge oder rollos herunten zu haben
 

·
Registered
Joined
·
1,777 Posts
Also ich seh das mit diesen "strengeren" Hochhausrichtlinien nicht so tragisch. Es stimmt nunmal, dass etliche Hochhäuser der letzten Jahrzehnte entweder am falschen Platz, oder/und mit der falschen Einbindung ins Stadtgefüge gebaut wurden. Dass so etwas verhidnert werden soll, ist doch positiv. Das hilft auch "dem Hochhaus", besser von der Bevölkerung angenommen zu werden. Wenn die Nutzung, das Erdgeschoß und der Platz rundherum einen Mehrwert bieten, und nicht nur jeden Tag zusätzliche Autos bei den Anrainern vorbeibrettern, dann könnte das dem Image durchaus helfen.
Und Bürgereinbindung brauchts nunmal, BIs sind ja eher die Folge, dass diese Einbindung gefehlt hat. Aber grundsätzlich müsste diese Einbindung auch schon vorher starten, was braucht das Gebiet/die Stadt, und ein Aushandeln wie das erfüllt werden kann. Dadurch lässt sich dann viel leichter argumentieren, auch z.B. pro Hochhaus.
Allen kann mans halt nie recht machen.
 

·
User No More
Joined
·
18,759 Posts
Ich hab es eh schon geschrieben.

Nicht ein verschärftes, sondern ein intelligentes Hochhauskonzept braucht es. Ich stehe dem neuen Konzept auch positiv gegenüber. Es sind ja nur die Medien, die das Thema wieder neu anheizen und eben mit einer seltsamen Wortwahl, einen falschen Eindruck erzeugen. Für den Bau von Hochhäusern kann es nur gut sein, gewisse Kriterien einzuführen um weiteren Wildwuchs zu vermeiden und sozusagen eine ordentliche Ausgestaltung bzw einen Mehrwert zu gewährleisten.

Das man die BIs damit besser einbezieht und Leute mehr Akzeptanz für Hochhäuser bekommen, sorry das glaube ich nicht. Das ist vielleicht eine Wunschvorstellung (auch der Grünen) Man muss sich die Argumente der Initiativen ja nur anschauen. (siehe mein Post im Projekte & News Thread, Kaisermühlen ist ein autarkes Dorf in Wien und tausend andere Argumente die wir in letzter Zeit gehört haben) Dort ist man an Fakten nicht interessiert. Da hilft auch keine Beteiligung. Das beginnt schon damit, dass sie jetzt glauben, das durch die neuen Richtlinien, das verhindern von Hochhäusern leichter sein wird. (so stellen es auch die Medien da = Beruhigungspille)

So ist es aber nicht. Wenn jemand ein Hochhaus in einer Hochhauszone bauen möchte, dann wird das auch in Zukunft möglich sein. Nur muss man eben die Vorraussetzungen erfüllen. Das werden die BIs nicht verstehen.

Schon beim Danube Flats Projekt hat man damit begonnen die Bewohner miteinzubeziehen. Was wollt ihr im EG, was können wir für euch tun. Der einzige Punkt den sich die BIs aber Wünschen ist jener: Das Feld wo man gegen ein Hochhaus abstimmen kann und ein Hackerl machen kann. Diesen wird es aber auch in Zukunft nicht geben.

Generell ist die Beteiligung der Bürger sicher positiv, so lange man die Stadtplanung aber noch immer selbst in der Hand hat. Es kann nicht so weit gehen, dass Leute in Zukunft darüber bestimmen können, wie Wien wachsen soll oder nicht. Dafür braucht es eben auch ein Fachwissen und ein Auseinandersetzen mit der Materie. Das ist bei den meisten BIs nicht gegeben. Das ist pures, eindimensionales "Dagegensein", gepaart mit subjektiven Gesichtspunkten, klarerweise in eigenem Interesse. Ich möchte den Leuten nicht mal Egoismus vorwerfen, dass ist eben menschlich (für die meisten). Man hat einfach keine Lust die größeren Zusammenhänge zu verstehen bzw ist die Gesellschaft von einer enormen "EGO-ICH" Mentalität geprägt.

Man muss einfach begreifen, dass es in dieser Thematik gar nicht um Hochhäuser bzw Architektur geht. Sie sind halt Eyecatcher und müssen immer wieder zu Frustentladung herhalten. Bei den BIs beschäftigt man sich nicht mit der Stadtentwicklung oder der Architektur. Es wird andauernd nur in Superlativen geschrieben. Die Argumente sind wir jetzt eh schon reihenweise durchgegangen:

- die können mir in den Garten schauen
- mehr Verkehr, bedeutet ich muss auf mein Auto verzichten
- mehr Schatten (meistens in einer Zeit wo die Leute sowieso nicht zuhause sind)
- in einem Hochhaus lebende Bewohner regen sich über ein Hochhaus auf
- Tierschutzheuchlerei

Auch die Wortwahl gegenüber Hochhäusern ist immer so: hässlich, schirch, Monster, das rechte Kaisermühlen ist das bessere, das linke Kaisermühlen mit der Donauplatte ist die Ausgeburt der Hölle usw.(Kindergartenniveau)

Wenn ich mal von jemand aus so einer BI hören würde:

Ganz ehrlich, die Architektur des Projekt Danube Flats finde ich hervorragend, ein sehr schöner moderner Turm. Schade das man den nicht vor ein paar Jahren auf einem Bauplatz in der Donaucity gebaut hat. Um ganz ehrlich zu sein, ärgert es mich, dass mir mein Ausblick verstellt wird. Anderseits weiß ich auch das das Wohnen in Wien immer teurer wird und es nicht machbar ist ohne Hochhäuser, viel grün zu erhalten.

Dann wäre das wenigstens glaubhaft und ehrlich.

Ich verstehe nicht ganz, wie durch das Einbeziehen der Anrainer, die Qualität steigen sollte. Für die Qualität ist man bei der Stadtplanung selber verantwortlich. Und jetzt reden wir noch nicht mal über die Qualität der Architektur, was eigentlich unser Hauptthema sein sollte. Für die Architektur, um die es eigentlich geht, sollte es auch Qualitätsmerkmale geben (bei vielen Neubauten sieht man leider nichts davon). Interessant wird es dann werden, wenn man beginnt, in Zukunft nur noch punktuell in Hochhauszonen, dafür höher zu bauen. Wer wird das den BIs erklären, das Hochhäuser nur wirklich hoch, sinnvoll sind. Weil hier setzt sich auch wieder das eindimensionale Denken durch. Noch höher? Was, noch höher? Wir haben uns gedacht die Richtlinien wurden verschäft und jetzt wohl ihr noch höher bauen?
 

·
Registered
Joined
·
160 Posts
Es ist unglaublich wie manche hier über balkone reden. Balkone sind wichtig! Sie sind das Symbol dafür, dass man NICHT hinter einer glasfront gefangen ist. Sie sind der platz an dem man atmet, an dem man Pflanzen hat und an denen man am abend draußen sitzt und die Aussicht genießt. Manche menschen schlafen sogar am balkon. Wohnungen ohne balkon sind zwar auch ok, aber irgendwie fehlt da was.

Ist übrigens ein hübsches Bild vom Aqua Tower. Das ist ein sehr cooler tower.
Ich bin froh dass ich einen Balkon habe, aber frühstücken oder dort wirklich lange verweilen kann ich nicht. Da ich ein extrem befahrene Strassenkreuzung unter mir habe die auch immer wieder vom Folgetonhorn der Einsatzfahrzeuge mehrmals am Tag beschallt wird kann ich auf dem Balkon nicht wirklich entspannen. Aber die Aussicht ist genial und daher stehe ich so immer paar Minuten draussen, nebst dem Gießen der Pflanzen.
 

·
User No More
Joined
·
18,759 Posts
Balkone/Loggien sind natürlich positiv. Ob sie in einem WohnHOCHHAUS Pflicht sind, kann man so nicht sagen.

Was Rezlop sagt, kann ich nur bestätigen. Ich benütze meinen Balkon auch selten und ich muss ehrlich sagen, keine Ahnung wieso. Wenn ich rausgehen will, gehe ich raus (also aus der Wohnung, ins Freie). Manchmal esse ich draußen am Balkon, aber ein echter Aufenthaltsort ist er nicht für mich. Abgesehen davon sind wir auch in Wien, wo wir höchstens 3 bis 4 schöne Monate im Jahr haben. Was soll man im Winter/Herbst am Balkon machen?

Balkone sind gut und gehören bei normalen Wohnhäusern fix dazu. Bei einem Hochhaus kann man es mit oder ohne Balkon machen. Ab einer gewissen Höhe, wird es mMn, unangenehm. Das mag zwar nicht für jeden so sein, aber es wird auch Gründe geben, wieso man in den USA/Asien sehr oft ohne Balkone baut.

Grundsätzlich werden ja eh alle Wohntürme mit Balkonen geplant. Hier ging es nur um den DC Tower 2, welcher eigentlich keine Balkone vorsieht, trotzdem ein Wohnturm werden könnte (hoffentlich).

Solche typischen Hochhaus Penthouse-Wohnungen, wie man sie auf der ganzen Welt findet, sind sowieso eine Marktlücke in Wien. Deshalb könnte dieser Wohnturm auch ohne Balkone passen.

Generell hört man nicht viel positives über das Wohnen in einem Hochhaus. Für viele Leute ist es weiterhin ein "No-Go". Die neue, jüngere Generation wird hoffentlich gefallen daran finden......
 

·
Make Wu'bar Great Again
Joined
·
6,352 Posts
Balkone sind gar nirgends Pflicht. Die meisten Wiener haben dank damaliger Bauordnung gar keinen Balkon und ich bin mir sicher, dass diese deswegen nicht gerade traurig sind.
 

·
Registered
Joined
·
3,502 Posts
wenn man sich anschaut wie oft die danube flats schon ausverkauft sind gibts in wien sicher einen markt für einen wohnturm ala dc2
aber da gibts halt zuviel neid als das man dass ohne viel wiederstand ausführen kann
 

·
Registered
Joined
·
1,777 Posts
Nur kurz zum 2. Absatz: Ja, den Kern wird es immer geben. Ich stehe ja ehrlich gesagt auch im ersten Moment eher Ablehnung dieser dauernden Einbindung gegenüber. Aber 1. ohne gehts nicht, da kommt medialer (und ja, die Medien bauschen immer das auflagenträchtigste, also meist das Negative, auf) Gegenwind wie bekannt. Und 2. glaub ich, eine Gesellschaft muss von allen gestaltet werden, auch eine Stadt muss die Bedürfnisse aller befriedigen und ertragen. Das heißt nicht dass sich jeder querlegen soll, sondern jeder der will kann etwas beitragen.
Und in diesem Stadium der Planung/Politik/des Systems ... läuft das halt über mehr, frühere "Einbindung". Wenn das auf breiter Basis steht, lässt sich leichter auch für die Fachleute argumentieren, wie das umgesetzt wird.
Diese Querulanten werden immer jammern und ihren Riesenegoismus ausleben. Aber wenn sie keine Unterstützung finden, weil die anderen, interessierten Bewohner sich aktiv eingebracht haben, dann wirds nix mit hunderten Unterschriften! Bräuchte halt eine andere Ansicht von Entwicklung, neben dem Ego, Kastl- und Parteidenken ist halt Eigentum und Profit das Problem, aber jaa das kann doch etwas dauern...
 
1 - 20 of 27 Posts
Top