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Althan Park: Taufe für 6B47-Projekt

In der ehemaligen Postdirektion im neunten Wiener Bezirk entsteht neuer Wohnraum Ein Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein für ein Bauprojekt: Mit dem symbolischen Akt wird der offizielle Baustart mit allen Verantwortlichen gefeiert. Beim "Althan Park" hätte man sich mit einem Spatenstich aber schwergetan: Denn das Projekt entsteht nicht auf der grünen Wiese, sondern in der ehemaligen Postdirektion in der Nordbergstraße im neunten Bezirk, die seit 2013 leersteht. Laut Plänen des Projektentwicklers 6B47 sollen hier 240 freifinanzierte Eigentumswohnungen gebaut werden. Vor wenigen Tagen fand also der Baustart statt – und anstatt eines Spatenstichs gab es eine Flaschentaufe des Bestandsobjektes.
http://www.derstandart.at/2000058646956/Althan-Park-Flaschentaufe-fuer-neues-6B47-Projekt
 

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Hier übrigens das komplette städtebauliche Leitbild für die erste Phase (BA Komplex, Hochpark, geplante Hochpunkte):

https://www.wien.gv.at/stadtentwick...ier/pdf/lokales-staedtebauliches-leitbild.pdf

Mit sehr vielen Details, wie man die Hochpunkte (Gruppierung, Staffelung) mit dem Stadtorganismus verflechten möchte. Es scheint so, als hätte man aus den letzten Jahren sehr viel gelernt. Man kann nur hoffen, dass die Leute diesmal echt nicht dagegen sind. Könnte ein tolles Ensemble mit mehreren Hochpunkten und einer schönen Silhouette werden. In einer Skizze sieht man ein Beispiel mit einer Staffelung von 94 bis 130m (4 Hochpunkte), wobei das sicher nur ein Anhaltspunkt ist. Auf das Refurbishment der BA Zentrale darf man auch gespannt sein. Hier könnte es z.b auch eine neue Dachzone und quasi einen Übergang zu den zwei "Höhenfenstern" geben.
 

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Discussion Starter #186
Die Front zum Julius Tandler Platz verträgt schon noch ein, zwei Geschoße!
Insgesamt haben sie viel angedacht. Dass die Hochhäuser ja nicht über die Oberkante am J T-Platz schauen dürfen, finde ich nicht so gut. Ein wenig eine Ahnung sollte man schon kriegen, dass da hinten hohe Gebäude stehen.
 

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^^

Wäre nett, wird aber wegen dem Winkel schwierig. Das Gebäude ist ja auch knapp 45m hoch und die Stirn sehr massiv. Es war doch auch zu hören, dass man den Bau in der Mitte aufbrechen könnte, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Dann würde man die Hochpunkte sicher sehen. Die Gegend hat das Projekt aber bitter nötig. War heute wieder dort, gibt so ein indisches Geschäft auf der Althanstraße, das ist auch der einzige Grund wieso ich dort vorbeikomme. Ausgestorben! Ingesamt wird die Achse Althangrund - Spittelau - Muthgasse aber höchst interessant. Vielleicht das coolste Stadtentwicklungsgebiet in Wien. Wenn man das alles verbinden könnte, auch mit der Highline etc, wäre das schon sehr spannend.
 

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Discussion Starter #188
Ja, wenn man das entschieden anginge, könnte man aus dem Streifen am Donaukanal was ganz Neues machen! Ist ja ganz interessant gelegen mit Anbindung zur innenstadt auf der einen Seite und Natur auf der anderen. Wenn man den Gedanken einer weiteren U4-Station (War das Gunoldstraße?) weiterverfolgte, wäre das Gebiet auch gut erschlossen.
 

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Ganz super:
"1090 Wien Alsergrund, weil es mir ein echtes Anliegen ist: Gestern mit BV Martina Malyar bzgl. der "Hochhaus"-Pläne am Julius Tandler Platz gesprochen und sie sagte mir "Ja, ich kann mir eine Bürgerbefragung dazu im Alsergrund gut vorstellen". Ich finde, das ist beruhigend. Ich würde mir im übrigen sehr einen offiziellen Status Quo wünschen und nicht nur One-on-One-Gespräche. Was ist schon entschieden? Viele munkeln, es sei schon alles ausgemacht. Also bitte um einen Status Quo. Jedenfalls klingt die Bürgerbefragung gut, das Ergebnis wird zu akzeptieren sein. Bin gespannt."

Das schrieb ich am Mittwoch. Hab dazu ausführliches Feedback erhalten. Das Wichtigste ist für mich das konkrete Modell, aber: "Nachdem sich das gesamte Areal in einem sehr frühen Stand der Planungen befindet, wird es noch längere Zeit kein konkretes Modell geben. Der Projektbetreiber ist hier sehr abhängig von der Politik und den behördlichen Abläufen. Der nächste Schritt ist die Flächenwidmung, dann können die Planungen weitergehen.", so die PR-Agentur skills, die das Projekt betreut. Allgemeines gibt es über http://althanquartier.at/ .

Natürlich sollte man erst, nachdem das Modell bekannt ist, die Bürger befragen. Hoffentlich kein Hochhaus, sondern tiefergelegte Schienen.
http://www.boerse-social.com/2017/0...ch_langere_zeit_nicht_geben_christian_drastil

Hoffentlich werden die Anrainer über die Hochhaus-Pläne befragt. Dann kann man das nächste Projekt abhaken. Ich kenne die Gegend wirklich sehr gut, und ich frage mich, wen man im 9. Bezirk überhaupt befragen möchte. Den kompletten Bezirk? Die Anrainer des Althangrunds? Sogar wenn die Türme an die 130m hoch werden, wird man sie im Bezirk kaum wahrnehmen, so gut versteckt sind sie hinter dem BA-Gebäude. Null Einfluss auf die Bewohner des Bezirks. Das Einzige was passieren könnte, ist das die Gegend rund um den Bahnhof endlich wieder zum Leben erweckt wird. Das wird eh schon ein schwieriges Unterfangen. Die Idee mit dem Hochpark ist ja prinzipiell sehr gut, wenn man sich aber ansieht, was für ein Klientel sich aktuell am Julius-Tandler-Platz aufhält (nicht wertend gemeint), speziell beim zukünftigen Aufgang, dann bin ich echt gespannt, wie sich der „Wechsel“ dann in der Realität vollziehen lassen wird. Und der 9. Bezirk, der mir persönlich doch am Herzen liegt, hat kaum attraktive Plätze. Das Servitenviertel zur Porzellangasse funktioniert zwar richtig gut, aber sonst ist der Bezirk relativ ruhig. Speziell im Vergleich zu den anderen Inneren Bezirken. Dort am Tandler-Platz könnte ein interessantes Bezirkszentrum entstehen, weil um ehrlich zu sein, gibt es eigentlich gar keines.
 

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Ich frage mich ja bei solchen Artikeln immer, ob der Autor sich wirklich gedanken macht, was die eigenen Wünsche eigentlich effektiv für das Endergebnis bedeuten, oder ob sich da nicht von Anfang an tief in der eigenen Furcht vor Veränderung vergraben wird.
Insofern wäre es vielleicht nicht schlecht den jeweiligen Autor direkt zu befragen, was denn seine konkreten Fürchte und Hoffnungen wären. Ob dem Autor nicht vielleicht der Gedanke käme, dass es mit hohen Häusern nicht vielleicht gar eine Verbesserung einhergehen könnte. Ob ein weiteres Wien Mitte nun wirklich ein Erfolg wäre, wenn er durch die Straßen geht. Und so weiter, und so weiter...

Aber ich denke mir durchaus, dass zumindest ein kleiner Teil derer die gegen Hochhäuser in der eigenen Nachbarschaft sind, wenn man ihnen früh genug freundlich mit Argumenten und auch kritischen Fragen begegnet bereit wäre mal drüber nachzudenken, warum man dagegen ist und was das eventuell für die Zukunft des eigenen Wohnumfelds bedeutet.
 
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...wenn man ihnen früh genug freundlich mit Argumenten und auch kritischen Fragen begegnet bereit wäre mal drüber nachzudenken, warum man dagegen ist und was das eventuell für die Zukunft des eigenen Wohnumfelds bedeutet.
Ich weiß nicht ob viele für sachliche, ruhig vorgebrachte Argumente empfänglich sind, weil die Ablehnung auf einer Emotion basiert.

Das ist mMn oft die Verklärung der Vergangenheit - "Früher in den 80ern war's no so schön in Wien, und jetzt? Alles ändert sich, alles wird zugebaut". Und das obwohl ich mir immer denk wie provinziell und ostblockmäßig es in Wien früher noch ausgesehen hat.

Ein weiterer Punkt ist vermutlich auch, dass viele das Wachstum der Stadt pauschal ablehnen weil sie mit Veränderung nicht klarkommen und sich wünschen, dass alles bleibt wie es ist. Was bei einer Großstadt ja eher unwahrscheinlich ist, weil so große Städte nur in Ausnahmesituationen nicht wachsen - zB aufgrund Abschottung (Eiserner Vorhang). Dazu kommt dann noch mMn dieser offenbar stark verbreitete Wunsch nach dem dörflichen Idyll in Wien dazu - zB das Schrebergartenhäusl in U-Bahn-Nähe.
 

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Ich glaube schon, dass man auch gegen Emotionen argumentieren kann, indem man entsprechend emtionsgeladene Bilder zeichnet, wie es wäre, wenn alles baulich bliebe wie es ist, sich aber dennoch die diversen sozialen und auch ökonomischen Entwicklungen weiter fortführen. Sprich: Stadt wächst trotzdem, heißt dann aber das Mietpreise steigen, Wohnungsgrößen schrumpfen massiv zusammen, grünraum wird weniger in der Stadt, weil man mehr flacher bauen muss, freiraum in der Stadt nimmt auch aus gleichem Grund ab, ...

Kurz gesagt, und dieser Gesprächsstrang mag sich fast als eigener Thread anbieten, es scheint mir durchaus möglich zu sein auch entsprechend emotionale Horrorszenarien aufzuzeigen wenn weiterhin neidrig gebaut wird, und damit dann vielleicht doch den ein oder anderen davon zu überzeugen, dass einerseits das Wachstum nicht aufzuhalten ist, und andererseits dies auch nichts schlechtes ist, sondern vielmehr der aktuelle Stand bzw. die aktuelle Geisteshaltung etwas schlechtes darstellt.
 

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Der Vergreisung der Gesellschaft ist das Problem. Alte Menschen wollen keine Veraenderungen. Diese werden im Verhaeltnis immer mehr und haben paradoxerweise immer mehr Einfluss auf die Zukunft des Landes.
Man braucht sichnur die BIs ansehn. Da sind keine Jungen dabei.
 

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Nächstes Level für Entwickler 6b47 - unter anderem Signa und Hallmann bieten
6b47 erhält - voraussichtlich noch bis zum Herbst dieses Jahres - einen neuen Eigentümer. Insgesamt fünf Interessenten gibt es, drei davon sind aus Großbritannien (darunter zumindest ein Hedgefonds). Einer dieser Bieter kam erst vor wenigen Tagen neu dazu. Zwei weitere Bieter kommen aus Österreich, nämlich einerseits die Signa-Gruppe und andererseits der Investor Klemens Hallmann, der sich erst kürzlich an der Süba beteiligt hatte.6b47-CEO Peter Ulm wollte diese Marktgerüchte nicht kommentieren, verwies aber darauf, dass derjenige Bieter den Zuschlag erhält, der am besten zum Geschäftsmodell der 6b47 passt. Ulm bestätigte immoflash, dass er erwarte, dass der Deal bis Anfang Oktober in trockenen Tüchern sein könnte, wenn alles gut läuft.Wie immoflash im März berichtete, soll der neue Investor eine Kapitalerhöhung in der Größenordnung von 80 Millionen Euro einbringen. Alle bisherigen Eigentümer (unter anderem Martin Huber und Erwin Krause als größte Gründungsaktionäre) sind nach immoflash-Informationen bereit, den Weg für dieses "next level" bei 6b47 frei zu machen und bieten dem neuen Investor ihre Aktien zu 100 Prozent an.Die 6b47 ist in den letzten Jahren rasant wie kein anderes Unternehmen in Österreich gewachsen und hat es 2016 bereits zu einem Projektvolumen von 1,3 Milliarden Euro gebracht. Zusätzlich hat das noch junge Unternehmen (gegründet 2009) bereits riesige Grundstücksreserven vor allem in Wien, Frankfurt und Düsseldorf aufgebaut (unter anderem das 500 Millionen Euro Projekt des Wiener Franz Josef Bahnhofs). Mit der bevorstehenden Kapitalrunde soll dieses Potenzial zeitnah genutzt werden.
http://www.immoflash.at/20170821/
 

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Der Wettbewerb für das Parkhaus-Areal ist nun online.

Ich habe die wichtigsten Passagen aus der Auslobung zusammengefasst:

WETTBEWERBSAREAL (Parkhaus)

Der Wettbewerbsbereich umfasst die Quartierteile oberhalb der 9m hohen Kante des Bahntunnels zwischen dem südlichen Kopfbau (Bank Austria), den nördlichen Objekten Nordbergstraße 13 und dem Postgebäude sowie die diesbezüglichen Schnittstellen. Im neuen Stadtquartier (BGF von rd. 60.000 m2 oberhalb der +9,0 m Ebene) soll überwiegend Wohnnutzung geschaffen werden. Im Bereich des "Althanquartiers" (Teil des Plandokuments Nr. 7707) wurde die BGF mit Ziel auf 150.000 m2 + 20.000 m2 im Bahntunnel gebunden (vormals 200.000 m2 + 20.000 m2) reduziert. Durch die reduzierte BGF, verbunden mit der Möglichkeit, die Volumina in Höhenfenster von bis zu 126m umzuschichten, sollen bessere Voraussetzungen für höherwertige Nutzungen und eine deutliche Qualitätssteigerung durch die Realisierung von städtebaulichen Mehrwerten geschaffen werden. Bei der Schaffung der Hochpunkte soll auf eine Gliederung durch Cluster (Kombination mehrerer verschieden hoher Turmelemente) geachtet werden, wobei die höheren Gebäude im Baufeldinneren situiert sein sollen. Details auf Seite 3.



KOPFBAU// Epsilon-Bauwerk (Bank-Austria Zentrale)

Hsw nur eine Skizze:


Der Kopfbau (nicht Teil des Wettbewerbs) am südlichen Ende des Althan Quartiers und als Schnittstelle zum Julius-Tandler-Platz situiert, wird von Delugan Meissl gemeinsam mit Josef Weichenberger geplant. Im Zug eines Refurbishments wird das Gebäude sowohl in seiner inneren Organisation als auch das äußere Erscheinungsbild an zeitgemäße Standards angepasst. Details + Visualisierung auf Seite 29.

Interessante Aufgabenteilung – die SOCKELZONE wird von Querkraft bearbeitet

Der Sockelbereich beidseitig des Bahntunnels (Ebene 0 m bis 9,0 m) wird von Querkraft Architekten geplant. Als Ziel wurde die Auflösung der Barriere und das Vernetzen der Bezirksteile ausgerufen. Dazu soll eine zweigeschossige Terrassenlandschaft mit unterschiedlichen Aufgangssituationen geschaffen werden. Die Barrierewirkung des Bahntunnels wird durch visuelle Durchdringung (Glas) „aufgehoben“. Details: Seite 25 bis 28.

HOCHPARK (Konsulent: Rajek Barosch Landschaftsarchitektur)


Die Hochparkebene (+9,0m) bildet das Verbindungsglied zwischen Sockel und der darüber liegenden Bebauung. Die Ausdehnung der Parklandschaft soll größtmöglich sein und nur partiell von pavillonartigen Baukörpern besetzt werden. Details: Seite 32.

NORDBERGPARK

Die Nordbergstraße wird rückgebaut und reduziert auf Gehweg (2,5 m), Multifunktionsstreifen (2 m) und Fahrbahn (4,5 m). Dadurch wird die Errichtung des Nordbergparks mit 6.450 m² ermöglicht.

NORDBERGSTRASSE 13

Das Bestandsobjekt NB 13 wird abgerissen und von HD-Architekten, gemäß den dieser Ausschreibung beiliegenden Grundsätzen, neu geplant. Details: Seite 33

SITZUNG DES PREISGERICHTS: 19. + 20.04.2018!

Dokument: http://auslobungen.next-pm.at/aq/dokumente/auslobungsunterlage.pdf
 

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Um das Bestandsgebäude Nordbergstraße 13 tut es mir fast ein bisschen Leid. Wie alt ist das genau!? Ich war erst kürzlich bei der Baustelle, und das sieht in Kombination mit dem Neubau (Althan-Park) eigentlich richtig sexy aus. Hat auf jeden Fall eine ordentliche Höhe und einen großzügigen Raster. Generell glaube ich, dass das Projekt Althan-Park richtig cool aussehen wird. So eine tolle Silhouette bekommt man halt nur, wenn der Bestand wirklich was hergibt. Ich hab den entkernten Rohbau bis jetzt immer nur von der Vorderseite zur Nordbergstraße gesehen. Falls ihr mal bei der Althanstraße vorbeikommt, dort wo die Tankstelle ist, das schaut schon jetzt richtig mächtig aus. Ganz toll abgetreppt, sieht man ja relativ selten, ist der Bestand. Zwar hat man die großen Fensteröffnungen für den neuen Raster wieder etwas kleiner gemacht – die Fenster werden im Vergleich zum normalen Wohnbau, speziell in der vertikalen Ausdehnung, noch immer riesig sein – aber durch die Neuanordnung (schmale hochformatige Fenster) wirkt das Gebäude eben noch etwas mehr in die Vertikale gestreckt. Ich bin echt schon gespannt...
 
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