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Das größte Projekt des 21. Bezirk hat sich natürlich auch einen Thread verdient!

Das Projektgebiet

Gelb = ganzes Areal
Weiß = 1.Phase



Areal mit zentralem Grünstreifen/Platz (orange)



Der Grundsatz:

Dichte erzeugen - Weite belassen -Leitbild Donaufeld

- Gesamtfläche ca. 60ha
- ca. 6.000. Wohnungen
- Ein Viertel der Nutzflächen für Büro / Dienstleistung, soziale Infrastruktur
– Höchste Dichte im zentralen Bereich
- Abnehmende Dichte in Richtung Alte Donau
- Bauhöhen zwischen 4 bis maximal 8 Geschosse
- Vereinzelte Hochpunkte im zentralen Bereich vorstellbar
– Höhere EG- Zonen (4,5m), nutzungsoffen

Stadt-Land-Fluss
geordnete Entwicklung mit Qualität


Das Donaufeld zählt aufgrund seiner Lage an der Alten Donau zu den attraktivsten Stadtentwicklungsgebieten Wiens und ist mit ca. 60ha die größte zusammenhängende Entwicklungsfläche in Floridsdorf. Im Donaufeld sind etwa 6.000 Wohnungen geplant, sowie Flächen für Büros, Dienstleistungen und soziale Infrastruktureinrichtungen (zum Beispiel Schulen). Die höchsten Dichten und Gebäude sind im zentralen Bereich vorgesehen. Zur Alten Donau hin sollen Dichte und Gebäudehöhen abnehmen. Durch höhere Erdgeschoßzonen (4,5 Meter), Gebäude mit höheren Geschoßhöhen und unterschiedliche Gebäudetypologien sollen Nutzungsmischung und Vielfalt im neuen Stadtteil ermöglicht werden.

Im Stadtentwicklungsplan 2005 wurde das Donaufeld als eines der 13 Zielgebiete ausgewiesen und im Rahmen der Bearbeitung fachlich auf „Herz und Nieren“ geprüft. Ziel ist ein kompakter neuer Stadtteil mit neuem Wohnraum und zusätzlichen Arbeitsstätten, der sich in das bestehende Umfeld einfügt und die Vorteile der Lage an der Alten Donau nutzt.

Nachhaltige Mobilität

Das Donaufeld wurde bewusst als autoreduzierter Stadtteil mit einer Bevorrangung des Umweltverbundes konzipiert. Dadurch und durch die Erschließung des Gebietes über Stichstraßen und Schleifen soll möglichst wenig Autoverkehr innerhalb und außerhalb des Gebietes erzeugt werden. Diese Maßnahmen ermöglichen es, weite Teile des Straßenraums niveaugleich und somit als multifunktionalen öffentlichen Raum auszugestalten. Im Donaufeld sollen sich die Menschen ihren unmittelbaren Stadtraum aneignen können, dazu gehören auch die Straßenräume.

Ein sehr gutes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln sowie ein auf Sammelgaragen gebündeltes Stellplatzangebot und moderne Mobilitätskonzepte sollen das Verkehrsaufkommen auch außerhalb des neuen Stadtteils möglichst gering halten. Zusätzlich sollen optimale Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer den Anreiz für künftige Bewohnerinnen und Bewohner bieten, auf das (eigene) Auto zu verzichten.

ÖV-Erschließung



Radwege



Fußwege



Mobilitypoints (Sammelgaragen in der Nähe der Haltestellen des ÖV)



Großzügige, öffentliche Räume

Ein Viertel der Gesamtfläche - rund 14 Hektar - steht als öffentlicher Grün- und Freiraum zur Verfügung. Das zentrale grüne Rückgrat im Donaufeld ist Teil des übergeordneten Grünzuges Rendezvousberg/Alte Donau. Es bietet Platz für die Trasse des geplanten Verbindungsbaches Marchfeldkanal - Alte Donau. Durch eine stellenweise Breite bis zu 300 Metern soll die Weite des Donaufelds auch künftig erlebbar sein. Die genaue Abgrenzung des Grünzuges steht noch nicht fest und ist in den weiteren Bearbeitungsschritten zu konkretisieren.

Stadtökologische Aspekte sind integraler Bestandteil des Leitbildes. Lebensräume wie Gehölze und Gewässer dienen der ökologischen Stabilisierung im neuen Stadtteil. Ein reichhaltig strukturiertes Grünverbundsystem im großen Grünzug, der Uferpromenade und im Straßennetz fördert die Artenvielfalt, vernetzt Biotope untereinander, nimmt Oberflächenwasser auf und kann auch zu Erholungszwecken genutzt werden, zum Beispiel als naturnah gestalteter Spiel- und Erholungsraum im zukünftigen Stadtteil. Auch Selbsternteflächen und Gemeinschaftsgärten sind vorgesehen.

Phasenweise Entwicklung

Erste Entwicklungsetappe:
Bereich Dückegasse zwischen Nordmanngasse und An den Schanzen (orange)



Aufgrund der Größe des Gebietes wird die Entwicklung in mehreren Etappen über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren stattfinden. In einem ersten Schritt wird nächstes Jahr mit der Ausarbeitung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes die Voraussetzung für eine erste Entwicklungsetappe an der Dückegasse geschaffen.

Bis 2020 könnten hier etwa 5.000 neue BewohnerInnen einen innovativen Arbeits- und Wohnort mit großer Nutzungsvielfalt vorfinden. Die Sicherstellung der ÖV-Erschließung und einer entsprechenden
Grünraumversorgung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der ersten Phase.

Ereignisband (rot)

Desweiteren sieht das Leitbild eine Art "Ereignisband" vor. In diesem Ereignisband sollen wichtige Einrichtungen der Versorgung sowie Freizeit- und Bildungsangebote wie etwa ein Schulcampus angesiedelt werden. Neben den Umsteigeknoten in Kagran und Floridsdorf sollen die stadträumlich wichtige Obere Alte Donau und die letzte unbebaute Schneise ins Marchfeld sinnvoll in das alltägliche Leben der Bewohnerinnen und Bewohner des Donaufeldes integriert werden.



https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/zielgebiete/donaufeld/leitbild.html#oev
 

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schätz mal dass das eher eine so schwimmende lösung wird mit einer kleinen brücke in der mitte für die boote

allgemein ist mir in dem projekt nicht genug grün und zu wenig gute öffi anbindung
 

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Was stört dich konkret an der Öffi-Erschließung?

Man muss natürlich sagen, dass hier eine große verbleibende Grüfläche verbaut werden soll. Das ist natürlich kontroversiell. Aber es handelt sich hier um eine der zentralsten Flächen von Transdanubien die bisher überhaupt nicht entwickelt sind. Es ist die direkte Achse zwischen den zwei einzigen halbegs urbanen Zentren Transdanubiens. Dass man sich für eine urbane Verbauung entschieden hat finde ich positiv. Der Anteil der verbleibenden Grünflächen mag nicht exzessiv sein aber liegt im guten Rahmen wenn man sich andere Areale wie Nordbahnhof, Hbf oder selbst Aspern ansieht. Man muss ja auch berücksichtigen dass die Qualität der Grünflächen deutlich steigen wird. Derzeit ist das ja großteils nicht zugänglich und entweder nicht genützt oder eben privat genützt. Nachher wird das was verbleibt ein attraktiver öffentlicher Park sein.
 

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die bebauung dort find ich prinzipiell gut aber man hätte da schon einen großen park hinbauen können wo man auch mal eine längere runde laufen gehen kann etc.
und recht viel mehr als eine bim wär halt auch nicht drinnen auch wenn die halt wieder nur alles zu den ubahnen karren wird und selber keine verbindung darstellt
 

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und recht viel mehr als eine bim wär halt auch nicht drinnen auch wenn die halt wieder nur alles zu den ubahnen karren wird und selber keine verbindung darstellt
Wie würdest du dir denn sonst vorstellen, wie das Gebiet mit Öffis erschlossen werden sollte. U7 zum Stephansplatz?
 

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fänd ich gut, wenn das entlang der hauptachse und donaufeldstrasse ordentlich verdichtet wird, gern auch in die höhe (~60m).
und einen park zur alten donau hin, die häusln die da jetzt stehn samt der an-der-obernen-alten-donau-strasse einfach wegschieben. hart, aber traum.
 

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die bebauung dort find ich prinzipiell gut aber man hätte da schon einen großen park hinbauen können wo man auch mal eine längere runde laufen gehen kann etc.
und recht viel mehr als eine bim wär halt auch nicht drinnen auch wenn die halt wieder nur alles zu den ubahnen karren wird und selber keine verbindung darstellt
Das stimmt doch schlicht nicht. Das Donauzentrum ist das Zentrum des ganzen Bezriks, nicht nur kommerziell sondern es befindet sich dort auch Bezrirksverwaltung etc. Auf der anderen Seite ist die Anbindung an den Bhf floridsdorf. Das etwas dahinsiechende aber immer noch das einzige Zentrum von Floridsdorf. Auf den Weg dorthin liegen unzählige Schulen. Natürlich gibt es in diesen Zentren auch eine Anbindung an U6 bzw. U1. Das ist aber doch genauso wie es sein soll. Die U-Bahnstation ist nicht nur ein Umschlagplatz des öff. Verkehrs sondern auch gleichzeitig das urbane Subzentrum der ganzen Gegend.

In Kagran wird ja auch eine weitere Aufwertung der Zentrumsfunktion stattfinden mit neuen gemischt genutzten Hochhauskomplex am Vorplatz
 

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Ich hoffe, dass man vor allem gleich ordentlich verdichtet mit Blockrandbebauung und Grünflächen dahinter. Solche Grünflächen, wie es aktuell nur zu gerne gebaut wird, zwischen Straße und Haus nützen niemandem etwas, weil sie außer Hundeklos nix sind.
 

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Ich wuerd auch die blockrandbebauung behalten. Auch wenn das nicht so gut fuer alle ist, fuer die lebensqualitaet in den wohnungen ists sicher top.
 

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kA, ich bin trotzdem für den jetzigen Plan. Die Stadt soll möglichst zentrumsnah wachsen und es handelte sich nie um speziell erhaltenswerte Naturreservate. Der zentrale Park, als verbleibender Grünstreifen, öffentlich zugänglich und mit hoher Aufenthaltsqualität ist dabei natürlich essentiell. Genauso so finde ich eine dichte urbane Verbauung wichtig, so wie man sie auch auf anderen Stadtentwicklungsgebieten derzeit findet.

Verbauen von Grünflächen ist natürlich immer eine delikate Angelegenheit aber ich finde 1/4 so großer attraktiver Park kann es durchaus mit den davor privaten und teilweise nicht einmal zugänglichen Feldern aufnehmen.

Da finde ich es schon viel tragischer wenn eine Grünfläche für eine Parkplatzwüste geopfert wird, aka kleines "Fachmarktzentrum" wie das westlich der VetMed geschehen ist.
 

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Wie würdest du dir denn sonst vorstellen, wie das Gebiet mit Öffis erschlossen werden sollte. U7 zum Stephansplatz?
Im Prinzip bräuchte es wieder eine Bim entlang der Wagramer Str. ins Zentrum.
Dei u1 ist hier schon vielfach überlastet und Kurzstreckenfahrgäste sind mit einer Bim meisten sogar schneller unterwegs.
 

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Im Prinzip bräuchte es wieder eine Bim entlang der Wagramer Str. ins Zentrum.
Dei u1 ist hier schon vielfach überlastet und Kurzstreckenfahrgäste sind mit einer Bim meisten sogar schneller unterwegs.
Die U1 ist jenseits von Kagran überlastet? Und für die weiten Distanzen (zb von Kagran ins Zentrum) ist die U-Bahn sicherlich die bessere Option.
 

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Einerseits brauchen wir eine Straßenbahn weil die U1 jenseits von Kagran überlastet ist.
Andererseits hätte man die Straßenbaahn lassen sollen, weil das Fahrgast aufkommen eine U-Bahn nicht rechtfertigt.

Ich bin verwirrt -.-

PS: Ich glaube nicht, dass die U1 jenseits von Kagran überlastet ist...
 

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Was man auch noch berücksichtigen muss ist, dass es ja seit wenigen Jahren eben 3, statt 2 U-bahnlinien nach Transdanubien gibt. Die ganze östliche Donaustadt braucht sicher jetzt nicht mehr zur U1 quälen. Das müsste die U1 Donauquerung entlastet haben.
 

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Discussion Starter · #19 ·
War klar das es auch hier große Proteste geben wird:

http://donaufeld.buergerprotest.at/alt/index.html

Hier ein paar bedenkliche Auszüge, welche sehr gut den Charakter dieser Personen beschreibt:

Und zwar heißt der Artikel: Wien wächst, eine gefährliche Drohung der Stadtregierung?

m Donaufeld, einem vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Nahversorgungsgebiet nördlich des Erholungsgebiets Alte Donau sollen 6.000 neue Wohnungen entstehen. Für die Stadtverwaltung zählt das Donaufeld auf Grund dieser Gunstlage nahe der Alten Donau zu den attraktivsten Stadtentwicklungsgebieten Wiens. Aus Sicht der Bevölkerung ginge damit der einzigartige Charakter dieser Region unwiederbringlich verloren, das beliebte Naherholungsgebiet der Wiener, die “Alte (und auch die Neue) Donau” könnte schwerlich 15.000 zusätzliche ”Dauergäste” verkraften, an schönen Sommertagen ist es dort jetzt schon mehr als überfüllt.
"Dauergäste" - im nächsten Absatz kommt es noch dicker...

Bürgerproteste gegen den hemmungslosen und von der Stadtpolitik gewünschten und tolerierten Verbauungswahn der Investoren nehmen zu. Viele Bürger/Innen fragen sich, was die Stadt eigentlich unternimmt, um die vorhergesagte Vermehrung der Bevölkerung Wiens um das Ausmaß der Bewohnerzahl von Graz zu verhindern. Denn es ist absehbar, dass es einmal keine sog “Reseveflächen” mehr geben wird, die man noch weiter zubetonieren kann - und was ist dann??
Ziemlich krass! Wie kann man die Vermehrung der Bevölkerung verhindern! Danke, jetzt kenne ich mich wirklich aus! Mehr werde ich zu diesem Thema nicht mehr sagen. Die Gesinnung dieser Menschen bestätigt sich mit jeder neuen BI. Es geht weder um Architektur oder Grünflächen die für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, es geht wirklich nur um die eigenen Interessen. Und diese Leute sollte man mehr einbinden um die Qualität der Bebauung zu verbessern? Ganz klar...solche Menschen sind echt zum Schämen! Auch wenn man ihnen tausend mal erklärt, um was es in einer wachsenden Stadt geht (und dieses Wachstum ist natürlich), werden es diese Menschen nicht verstehen.

Thema erledigt........
 
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