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Wien | Höchstädtplatz 3 | In Bau

10848 Views 28 Replies 10 Participants Last post by  Dreidecker
Ein sehr interessante Nachricht!

6b47 entwickelt die ehemalige Baumax- Liegenschaft am Höchstädtplatz:



6B47 plant gemeinsam mit dem Projektpartner „Die Wohnkompanie“ (DWK) am Höchstädtplatz 3, im 20. Wiener Gemeindebezirk, ein modernes Projekt zu entwickeln. Die derzeit vorhandene Bebauung besteht aus einem direkt am Höchstädtplatz gelegenen Büro-Hochhaus mit acht Geschossen, einem viergeschossigen Nebengebäude mit Büroflächen sowie einem eingeschossigen Retail-Gebäudetrakt. Im Zuge der Neuentwicklung sollen die Bestandsgebäude nach Möglichkeit entmietet und teilweise abgebrochen werden.

Das Bürohaus, sowie das viergeschossige Nebengebäude wurden vom Bundesdenkmalamt (BDA) teilweise unter Schutz gestellt. Dies beinhaltet jedenfalls die Erhaltung des äußeren Erscheinungsbildes sowie des bestehenden zentralen Stiegenhauses.

Insgesamt wird auf dem Areal eine Gesamtnutzfläche von rd. 37.500 m² zuzüglich ca. 320 Stellplätze entstehen. Diese unterteilt sich in insgesamt 6 Baukörper und soll unterschiedliche Nutzungen aufweisen. Im Zuge der Projektentwicklung werden die beiden Bestandsgebäude um jeweils ein weiteres Staffelgeschoss ausgebaut. Geplant ist hier die Umnutzung in gewerbliches Wohnen (Hotel, Studentenheim oder Serviced Apartments). Auf dem restlichen Teil der Liegenschaft wird nach erfolgtem Abbruch ein großvolumiger Wohnbau realisiert werden. Ergänzend zur Wohnnutzung sind vor allem in den Erdgeschosszonen gewerbliche Nutzungen (Supermarkt, Café, Fitness…) vorgesehen.
http://www.6b47.com/de/project/höchstädtplatz
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Das Bürohaus steht unter Denkmalschutz:



Das Gebäude am Höchstädtplatz 3 wurde verkauft. Bis 2021 sollen im ehemaligen Verlag Wohnungen entstehen.

BRIGITTENAU. Die KPÖ ist schon lange ausgezogen, doch die Geschichte des Gebäudes am Höchstädtplatz wirkt bis heute nach: An den Globusverlag der kommunistischen Partei, der seit 1956 in einem für damalige Verhältnisse sehr modernen Gebäude inklusive Druckerei am Platz residierte, erinnert unter anderem noch die Büste von Johann Koplenig, jenem KPÖ-Vorsitzenden, der auch den Staatsvertrag unterzeichnete.

Doch sonst ist wenig, wie es einmal war: Die KPÖ hat das denkmalgeschützte, von Margarete Schütte-Lihotzky und drei Kollegen geplante Gebäude schon vor langer Zeit verkauft. In der ehemaligen Druckerei gab es dann jahrelang eine Baumax-Filiale – bis das Unternehmen in Konkurs ging. In den oberen Stockwerken standen Büroflächen zur Vermietung. Jetzt soll neues Leben in die Gebäude kommen: Die beiden Entwickler 6B47 Real Estate und Die Wohnkompanie wollen Haupt- und Nebengebäude bis 2021 sanieren und für Wohnzwecke adaptieren.

„Aus dem ehemaligen Globusverlagskomplex entsteht ein modernes, ansprechendes Wohnquartier, das ergänzt durch Handelsflächen, gewerbliches Wohnen und Gastronomie das Grätzel beleben wird“, so Roland Pichler, Geschäftsführer der Wohnkompanie. Details zum Projekt werden noch nicht verraten.
https://www1.meinbezirk.at/brigittenau/c-lokales/ab-2021-wohnen-im-globusverlag_a2401148
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Städtebauliche und architektonische Details sind also noch nicht bekannt. Dann kann man nur raten. Knapp 40.000m2 BGF auf 6 Gebäude (wobei hier die zwei Bestandsgebäude inkludiert sind). Denke nicht, dass wir hier ein echtes Hochhaus sehen werden. Womöglich 35m. Der Städtebau würde mich jedenfalls brennend interessieren. Gerade die Dresdner Straße könnte dort eine geschlossene kleinteilige Bebauung vertragen. Wenn man die zwei Bestandsgebäude abzieht, bleiben 4 Baukörper über. Das könnte schwer werden. Oder es werden Punkthäuser – kann man sich bei der Lage aber nur relativ schwer vorstellen (ich will es nicht verschreien). Allein zur Dresdner Straße bräuchte man schon mindestens 3 Baukörper, damit das städtisch urban wirkt.
Ich denke schon. Zumindest der Text vermittelt das. Der flache längliche Teil ist auch aus architektonischer Sicht etwas wertvoller, würde ich meinen. Ich glaube, du hast es eh mal erwähnt. Die zusammengefassten Fenster in den oberen Stockwerken (im schwarzen Kreis) sind hier ganz besonders.

Der flache Teil ist aber nicht unter Denkmalschutz? Ist das die ehemalige Druckereihalle oder ein neuerer Bau?
Ein Foto:



Wenn der Dachaufbau wirklich cool gemacht wird, kann das schon was hermachen. Das verglaste Stiegenhaus steht anscheinend auch unter Denkmalschutz. Wenn man die brutale Betonmauer abzieht und sich die Front in einer schmalen Baulücke vorstellen würde, wäre das ein recht geiler Wohnbau. Könnte man jedenfalls so machen. ;)
Es gab auch mal eine Studie für den Bauplatz:





http://www.hochform.com/hoechstaedtplatz/

Bezogen auf den Städtebau und das Erdgeschoß (zur Dresdner Straße) wäre das das absolute Worst-Case-Szenario. Anscheinend ging man bei dieser Studie aber davon aus, dass die Lagerhalle erhalten bleibt und überbaut wird. Sonst könnte ich nicht verstehen, wieso die Gebäude auf der Dresdner Straße nicht am Boden ankommen. Das vorgelagerte Multilevel-Konstrukt kann nur eine Notlösung sein.
Auf der Seite der Wohnkompanie gibt es ein städtebauliches Modell! Das sieht mal sehr ansprechend aus. Auch die Aussage dazu:

Es ist geplant einen Gebäudekomplex mit heterogener Nutzung zu schaffen, der sich aus einzelnen, ablesbaren Häusern städtischen Maßstabs zusammensetzt und in einem harmonischen Zusammenspiel aus Alt und Neu das städtische Gefüge sinnvoll ergänzt. Hier wird eine weitere spannende Entwicklung des 20. Wiener Gemeindebezirks umgesetzt.



https://www.facebook.com/die.wohnko...220225098293/2076549049298741/?type=3&theater

Eine in der Wiener Neubaukultur selten gewordene konsequent umgesetzte, geschlossene Blockrandbebauung mit klarer Trennung zwischen öffentlichen und privaten Flächen, Hoftrakten und einer idealerweise kleinteiligen, abwechslungsreichen Bebauungskante zur Dresdner Straße. Auch der Übergang zum achtstöckigen Bestandsbau am Höchstädtplatz wurde mit einem dahinterliegenden Neubautrakt in Form eines elliptischen Zylinders ansprechend gelöst. Weil sich die gründerzeitlichen Strukturen des 20. Bezirks an dieser Bruchstelle langsam aber sicher auflösen, freue ich mich über den Städtebau fast mehr, als wenn es ein freistehendes Hochhaus geworden wäre. Zumindest wird der Beweis erbracht, dass man tatsächlich noch Stadt bauen kann.
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