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Zentralbahnhof mit Headquarter für Ost-Firmen

VON MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse) 28.07.2005

ÖBB. Neuer Name und bessere Anbindung an das U-Bahn-Netz per Cable-Liner oder Mini-U-Bahn. Am Zentralbahnhof sollen auch Konzerne wie OMV und Erste Bank ihr Osteuropa-Headquater eröffnen.



WIEN. Zentralbahnhof Wien ist ein sperriges Wort. Die Kreativ-Abteilung der Stadtregierung verlieh dem geplanten Zentralbahnhof deshalb einen klingend-pompösen Namen: "Bahnhof Wien - Europa Mitte".

Klingt gut, sorgt aber für Irritationen. "Die Leute verwechseln das Projekt immer wieder mit dem Bahnhof Wien-Mitte", erklärte Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker am Mittwoch achselzuckend. Deshalb wird der künftige Zentralbahnhof, der auf dem Areal des Südbahnhofs entstehen wird, umgetauft. Im Herbst soll - "mit Hilfe der Öffentlichkeit" - ein "würdiger Namen" gefunden werden.


Der Südbahnhof wird abgerissen. Während der Bauarbeiten wird der S-Bahn-Betrieb weiterlaufen. Derzeit überlegen die ÖBB, Fernverkehrszüge in Wien-Meidling enden zu lassen - um die Bauarbeiten für den Bahnhof ungestört, und damit schneller, erledigen zu können. "Das wird noch untersucht", erklärt Norbert Steiner, Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive.

Auf dem Dreieck zwischen Wiedner Gürtel/Arsenalstraße/Hintere Südbahnstraße, also dem jetzigen Südbahnhof-Areal, entstehen Büroflächen - mit hochkarätigen Kunden. Stadtrat Schicker zur "Presse": "Dieses Gebiet wird zum internationalen Headquarter für das Ostgeschäft renommierter Firmen." Die heißesten Anwärter sind derzeit der heimische Ölkonzern OMV und die Erste Bank. "Die Verhandlungen sind, vor allem mit der Erste Bank, sehr weit", so Schicker.


Beim Südtiroler Platz werden Hochhäuser mit rund 100 Meter errichtet; beim Schloss Belvedere, das Weltkulturerbe ist, erreichen die Bürotürme nur 35 Meter. Mit dem Bau des Zentralbahnhofs wird auch eine der größten Wiener Skurrilitäten beseitigt. Die U1, die - nur schwer verständlich - um einige hundert Meter am Südbahnhof vorbei gebaut wurde, wird jetzt integriert. Im U1-Bereich des Südtiroler Platzes wickeln die ÖBB künftig ihren Nahverkehr (S-Bahn) ab.


Die Passagiere für den Fernverkehr (Richtung Osteuropa oder Westösterreich) müssten sich wie bisher samt Gepäck einige hundert Meter bis zu den Fernzügen quälen. Dieses Problem will der Architekt Albert Wimmer, der den Masterplan für das Bahnhof-Gebiet entworfen hatte, mit moderner Technik lösen: "Ein Cable-Liner (eine Art Standseilbahn, Anm.) könnte die Passagiere vom Südtiroler Platz zum Bahnhof bringen. Oder eine Mini-U-Bahn." Auch Rollbänder, die auf großen Flughäfen eingesetzt werden, könnten diese Aufgabe übernehmen. Wimmer: "Wir brauchen Beförderungsmittel, die große Menschenmassen schnell abtransportieren können." Norbert Steiner, Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive, zeigt sich skeptisch - vor allem wenn es um die Frage geht: Wer zahlt? Prinzipiell kann sich Steiner aber mit Mini-U-Bahn oder Cable-Liner anfreunden: "Die U1 (Südtiroler Platz) könnte mit der verlängerten U2 (Die künftige Endstation ist noch offen.) über den Zentralbahnhof direkt verbunden werden." Denn die U2 wird am künftigen Zentralbahnhof vorbei gebaut. Schicker: "Zu Gunsten der Entwicklungsgebiete in St. Marx und Arsenal. Aber die U1 wird integriert." Das soll laut Schicker reichen.


Visualisierungen:
Zukunft am Hauptbahnhof

Architekt Albert Wimmer

Alle wichtigen Bahnlinien aus West, Süd, Ost und Nord laufen im Durchgangs-Großbahnhof zusammen, langwieriges Umsteigen zwischen Stationen wird zum komfortablen Switchen. Das Projekt bewegt neben diesen gravierenden verkehrstechnischen Innovationen wie kein anderes Bauvorhaben die Entwicklung der Stadt Wien. Es handelt sich um die Entwicklung einer hochwertigen Fläche von ca. 55 ha, auf der vielschichtigst die Strukturen für einen nachhaltigen Lebensraum gesetzt werden.

Feingliedrige, dynamische Konstruktionen prägen den Durchgangsbahnhof.














Quelle: awimmer.at


Neuer Hauptbahnhof Wien mit dem geplanten Hochhaus der neuen ÖBB-Konzernzentrale (eigener Thread):

Quelle - Hans Lechner


Quelle - Hans Lechner
 

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Austria: No Kangaroos!
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Das "Ostgeschäft" beschert uns anscheinend einen kleinen Aufschwung.

Gerüchte gibt es auch über "eine ausländische Investorengruppe" die derzeit bauliche und finanzielle Möglichkeiten prüft ein neues Bürohochhaus an der Donau in Österreich zu bauen. Zur Auswahl stehen Wien und Linz. Auch hier geht es um die Osteuropa-Zentrale dieser Investoren.

Das mit der Mini-U-Bahn oder dem Cable-Liner finde ich interessant. Mal sehen was da rauskommt.
 

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Eine Mini U-Bahn klingt gut, aber ich glaube kaum, dass keine nötig ist.
Falls doch stelle ich mir das so vor...
Hier ein Bild von der Mini U-Bahn in der Hong Konger Airport
 

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eine mini u-bahn/cable liner finde ich ehrlich gesagt etwas sehr uebertrieben...am besten und am wirtschaftlichsten waeren hier laufbaender wie auf den meisten flughaefen zu finden sind. diese schalten sich erst ein wenn jemand darueber geht. und schalten sich nach ein paar minuten leerlauf wieder ab.

ansonsten hoffe ich dass alle projekte so wie angekuendigt durchgefuehrt werden. wien braucht einen repraesentativen international herzeigbaren verkehrsknotenpunkt
 

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Ich freu mich schon, wenn der neue "Zentralbahnhof" eröffnet wird, denn viele Bahnhöfe in Wien sind echte Schandflecken.
Leider wurden in den Jahren 1944/45 viele historische Bahnhöfe aus dem 19. Jahrhundert zerstört und in Windeseile wurden solch hässliche Bauten aus dem Boden gestampft, wie der Süd- und Westbahnhof :bash:

Mit der Neugestaltung der Bahnhöfe, verbunden mit dem Ausbau der Kleisanlagen entlang der Westbahnstrecke, kann man nur hoffen, dass die Bahn neue Kundenstöcke anspricht. :)
 

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titellos
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Aktuelle Neuigkeiten ....

Elf Hochhäuser neben dem neuen Hauptbahnhof
Die wichtigsten Neuerungen: Bis zu 100 Meter hohe Häuser gleich beim Haupteingang des neuen Bahnhofes

Wien – Die Pläne für den Wiener Zentralbahnhof, die am Mittwoch der Wiener Stadtentwicklungskommission vorgelegt werden, sind nach dem ursprünglichen Masterplan noch zehnmal adaptiert worden. Jetzt kann der Startschuss für den Behördenlauf fallen – Ende des Jahres soll der Wiener Gemeinderat seinen Segen geben und 2007 sollen die ersten Bauarbeiten beginnen. Die Hauptarbeiten werden dann allerdings erst 2008 starten – wenn die Fußball-EM über die Bühne ist.

Der neue Arbeitstitel lautet "Hauptbahnhof Wien" – der endgültige Name soll dann im Herbst in einem Wettbewerb gefunden werden, wie Planungsstadtrat Rudi Schicker (SP) und Arnold Schiefer, Zentralbahnhofskoordinator bei den ÖBB ankündigen.

Elf Hochhäuser

Die wichtigsten Neuerungen in der Planung: Vor allem im neuen Stadtviertel, das im Zwickel des jetzigen Süd- und Ostbahnhofes entstehen wird, sollen insgesamt elf Hochhäuser errichtet werden. Zehn Stück rund 60 Meter hoch und eines – gleich beim Haupteingang des neuen Bahnhofes am Südtiroler Platz als prägendes Landmark – bis zu 100 Meter hoch.

Freier Belvedere-Blick
Die Hochhäuser wurden gegenüber der ersten Planung allerdings so weit verrückt, dass sie weder den berühmten Belvedere-Blick noch die Sichtachse von der Argentinierstraße zur Elisabethkirche beeinträchtigen. Die Welterbeorganisation Unesco werde von den Vorhaben jedenfalls informiert, so Schicker.

Weitere wichtige Neuerung: Die Straßenbahnlinie D soll bis in das neue Stadtentwicklungsgebiet auf der Favoritner Seite fast bis zur Gudrunstraße verlängert werden.

Einkaufszentrum

Das geplante Einkaufszentrum soll nun mit einem Bauteil auf der Seite des 4. Bezirkes neben dem Hauptbahnhof errichtet werden, soll dann aber über das Bahnhofsgebäude bis zur Favoritner Straße hinführen; "der Bahnhof und die Einkaufstraße kommen zueinander", erläutert Schicker.

Zwei Milliarden

"Für das gesamte Projekt werden, über zehn Jahre verteilt, insgesamt zwei Milliarden Euro investiert", kündigt Koordinator Schiefer an. Allein für den eigentlichen Bahnhof werden 600 Millionen Euro ausgegeben, weitere 128 Millionen Euro kostet die reine städtische Infrastruktur. Dazu kommen noch Wohn- und Geschäftsbauten sowie die Kosten für die Verlängerung des D-Wagens und vor allem für den U-Bahn-Umbau.

Denn von der U1-Station Südtiroler Platz wird ein völlig neuer elf Meter breiter Verbindungsgang zum Bahnhof errichtet. Dieser soll freundlich und mit einer Geschäftszeile verwirklicht werden, zum Teil soll von oben Tageslicht einfallen können – die Entfernung: "340 Meter von Bahnsteigmitte zu Bahnsteigmitte", so Schicker. Ob im Gang ein Fahrband realisiert wird, ist noch offen.

Radwege

Oben drüber wird der Gürtel auf 63 Meter verbreitert, wobei die Anzahl der Fahrbahnen gleich bleiben soll, die jedoch von den Wohnhäusern ein wenig abrücken, um etwa Radwegen Platz zu machen.

Das vielleicht ehrgeizigste Ziel dieses Großvorhabens: "Nach derzeitigem Stand planen wir die Bauarbeiten weit gehend unter vollem Bahnbetrieb" durchzuführen, haben sich Schiefer und die ÖBB vorgenommen. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD Printausgabe, 15.03.2006)


mfg
 

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titellos
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Hauptbahnhof Wien: Architekten-Präsident droht mit Jury-Ausstieg
Georg Pendl: "Ich möchte nicht Teil eines Verfahrens sein, das das Vergabegesetz umgeben möchte"
Wien - Beim geladenen Architektenwettbewerb für die "Bahnhof City" beim künftigen Wiener Hauptbahnhof gibt es Turbulenzen. Georg Pendl, Präsident der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, drohte am Donnerstag mit dem Ausstieg aus der Jury. Er gibt den ÖBB eine Woche Zeit für die Klärung, ob das das 100-Meter-Hochhaus beim Südtiroler Platz und weitere Bauten rund um den neuen Bahnhof gemäß dem Bundesvergabegesetz EU-weit hätte ausgeschrieben werden müssen.

Die ÖBB versteht die Aufregung nicht, da sie sich als privatwirtschaftlicher Akteur sieht. Acht Architektenteams, darunter prominente Namen wie Coop Himmelb(l)au, Hans Hollein und David Chipperfield wurden für das Expertenverfahren ausgesucht.

"Ich habe zu Beginn gefragt, ob es sich um einen privaten Auslober handelt, oder nicht", erklärte Pendel. "Es wurde mir versichert, dass das so ist. Es sind aber berechtigte Zweifel bei dem Projekt auf ÖBB-Grund angebracht. "Ich möchte nicht Teil eines Verfahrens sein, das das Vergabegesetz umgeben möchte", sagte er.

Pendl forderte von Norbert Steiner von der ÖBB Immobilienmanagement GmbH. eine rechtliche Aufklärung und die Übermittlung von Expertisen. "Sollte nicht zweifelsfrei bewiesen werden, dass es sich hier um ein rein privatrechtlichen Gesichtspunkten unterliegendes Verfahren handelt, sehe ich mich leider veranlasst, meine Mitarbeit in der Jury zurückzulegen, da ich nicht verantworten kann, dass ein beispielgebendes Verfahren vorliegen könnte, von dem der überwiegende Teil der ArchitektInnenschaft ausgeschlossen bleibt", so der Präsident in der Aussendung.

Die ÖBB wollen den neuen Wiener Hauptbahnhof im Jahr 2013 offiziell eröffnen. Für das Bahnhofsgebäude selbst gibt es keinen Gestaltungswettbewerb mehr. Geplant wird es von Albert Wimmer, Ernst Hoffmann und dem Schweizer Theo Hotz, die 2004 den städtebaulichen Bewerb für das Gesamtareal für sich entschieden haben. (APA)
 

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Eine öfentliche Vergabe muss grundsätzlich durchgeführt werden, wenn ein Unternehmen (ÖBB) überwiegend von öffentlichen Institutionen finanziert wird (= mehr als 50% aller Mittel oder falls die öffentliche Hand auf die Leitung des Unternehmes Einfluss nehmen kann) und Dienste für die Allgemeinheit verrichtet die nicht gewerblicher Art sind.

Eine EU weite Auschreibung für Bauaufträge muss bei 5.278.000 Euro erfolgen.

Natürlich gibt es zig Sonderregelungen (etwa bei unternehmenseigenen Baufirmen etc.).

Alle wollen sich vor so einer Auschreibung drücken um sich Ärger zu ersparen oder um heimische Firmen (oder gar Freunderlwirtschaft) zu begünstigen.Da es sich hierbei aber um Steuergelder handelt wird durch das Vergaberecht ein Riegel vorgeschoben.

Übergangene Bieter können Schadenersatz fodern und im für sie günstigsten Fall den errechneten Gewinn vom Auftraggeber erlangen ohne dafür jedoch eine Leistung erbracht zu haben.

So können Vergaberechtsverletzungen ein durchaus einbringendes Geschäft für Baufirmen und Anwälte sein, für das Bauprojekt selber bedeuten solche Einsprüche jedoch meist Verzögerungen.

Aber egal um welches Bauwerk es sich handelt (Klagenfurter Stadion, Hauptbahnhof,..), die öffentliche Hand schaft es nie, hieb- und stichfeste Vergaben durchzuführen, was ein leichtes Geld für die Baufirmen bedeutet.
 

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titellos
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Forschungs-Stadt am Hauptbahnhof

Neue Pläne rund um künftige Verkehrsdrehscheibe – Universität mit Technologiepark und Gründerzentrum

Verhandlungen über "Science-City" im neuen Stadtteil.
TU-Wien will alle ihre Großlabors konzentrieren.
Rektor: "2015, zur 200-Jahr-Feier, muss alles fertig sein."

Wien. "Science-City" (Forschungs-Stadt) – so lautet der Arbeitstitel eines der spektakulärsten Zukunftsprojekte im Wiener Technologiebereich. Unter Federführung der Technischen Universität (TU) soll in den kommenden Jahren ein zweites großes Forschungszentrum in der Bundeshauptstadt entstehen – neben dem bereits etablierten Biotech-Cluster in St. Marx. Als möglicher Standort des Jahrhundertprojekts gilt nach Informationen der "Wiener Zeitung" das Areal des neuen Hauptbahnhofs in Favoriten.

Hohe Kreise der ÖBB bestätigen entsprechende Verhandlungen mit der TU über eine Ansiedlung: "Wir hoffen, dass ein Vertrag zustande kommt. Vorgesehen wäre das Areal gleich gegenüber dem künftigen Haupteingang des Bahnhofs", heißt es. Derzeit befinden sich auf dem Gebiet zwischen Laxenburger Straße/Wiedner Gürtel und Landgutgasse noch Werkshallen, die im Zuge des Bahnhof-Neubaus abgesiedelt werden. "Die öffentliche Anbindung ist durch U1 und S-Bahnen geradezu ideal. Wesentlich besser jedenfalls als bei der neuen WU im Prater", so die ÖBB.
Alte Labors müssen Bauprojekt weichen

Konkret würde die TU alle ihre Großlabors wie Bauphysik, Fertigungstechnik, Wasserbau oder Verfahrenstechnik in der "Science-City" konzentrieren; derzeit befinden sich einige der Labors auf den Aspang-Gründen in Wien-Landstraße – müssen dort allerdings über kurz oder lang den Neubauplänen weichen (unter anderem entsteht dort die größte Passivhaus-Siedlung der Welt).

"Es wird in der ,Science-City‘ aber auch Platz für Spin-Off-Firmen, also Gründerzentren, geben müssen", erklärt TU-Rektor Peter Skalicky im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Ebenso angesiedelt werden die zu den Labors gehörenden Institute beziehungsweise Teile davon. "Und wir laden auch andere Universitäten herzlich ein – eine Zusammenarbeit mit der Boku in der ,Science-City‘ wäre sicher reizvoll."

Den Standort Hauptbahnhof bezeichnet der TU-Rektor als "sehr interessant" und "verkehrstechnisch sehr gut angebunden" – allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen. "Wir sind derzeit in intensiven Gesprächen mit den ÖBB und der Bundesimmobiliengesellschaft. Wir werden die Standorte sorgfältig überprüfen und im Laufe des kommenden Frühjahrs entscheiden."

Als Alternative käme auch noch das Arsenal in Frage, das – laut Insidern – die billigere Lösung wäre. Denn noch ist das Millionen-Projekt nicht vollständig ausfinanziert: "Es gibt eine Finanzierungslücke, die verhandelt werden muss", bestätigt Skalicky.

Insgesamt sind für die TU in den nächsten Jahren rund 250 Millionen Euro für Neu-, Um- und Ausbauten veranschlagt, nachdem sich die Universität im Vorjahr gegen einen Standortwechsel aufs Flugfeld Aspern entschieden hatte.

Ein gewichtiges Wort mitzureden hat bei derartigen Großprojekten die Stadt Wien: Und für die wäre der Hauptbahnhof die erste Wahl für das neue Forschungszentrum. Das besagt zumindest eine Rathaus-Studie, bei der der Hauptbahnhof als der am besten geeignete Standort für Universitäts-Neubauten angepriesen wird. Das Arsenal hingegen schneidet von den zehn untersuchten Optionen am schlechtesten ab und gilt nur als "bedingt geeignet". Auch würde die U2-Süd erst 2019 am Arsenal andocken.
Neues Laborhaus in Wien-Mariahilf

Skalicky zählt jedenfalls auf die Unterstützung der Stadt und verfolgt eine große Vision: "2015, zur 200-Jahr-Feier der Technischen Universität, muss die ,Science-City‘ fertig sein. Da fährt die Eisenbahn drüber." Grund zum Feiern hatte die TU bereits Anfang der Woche, als der Spatenstich für ein neues Laborhaus in der Lehargasse in Wien-Mariahilf erfolgte (der sogenannte Lehartrakt).

In dem Gebäude werden ab 2010 die Institute der Fakultät für Technische Chemie beherbergt, wodurch deren provisorische Unterkunft im "Chemie-Hochhaus" am Getreidemarkt beendet wird. Die alten Labors mussten 2001 aufgrund massiver baulicher Mängel abgerissen werden. Der Neubau durch die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wird 40 Millionen Euro kosten – rund 100 Wissenschaftern und 700 Studenten werden in ihm Platz finden.

Informations-Veranstaltung zur Umweltverträglichkeitsprüfung Hauptbahnhof: 12.–14. Dezember 2007 (9–19h), Ostbahnhof-Halle.

Quelle: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3902&Alias=wzo&cob=313333&currentpage=1
 

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Wiener Brut
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Hauptbahnhof: Kein Sieger für Erste-Zentrale
Die Architektur-Entscheidung für die neue Zentrale der Erste Bank in Wien verzögert sich. Der so genannte "Erste Campus" ist auf dem Areal des derzeitigen Südbahnhofs geplant. Die Grundsteinlegung ist für 2010 vorgesehen.

Drei Finalisten
Statt in dieser Woche, soll der Sieger erst Ende August präsentiert werden. Grund für die Verzögerung: Statt eines einzigen Siegers brachte die Jurysitzung des Architektenwettbewerbs Ende Juni drei Finalisten hervor.

Die beiden Wiener Büros "Baumschlager Eberle" und "henke und schreieck" sowie "Hascher Jehle" aus Berlin wurden aus fünf Favoriten der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt.


Offene Fragen mit Architekten klären
Sie müssen nun weitere Fragen der Jury beantworten.

"Es ist eine wichtige Entscheidung, für die Erste Group und tausende Mitarbeiter die dort arbeiten werden, sowie für die Stadt selbst", so der zuständige Immorent-Vorstand Gerald Antonitsch: "Da nehmen wir uns gerne die wenigen Wochen Zeit, um offene Fragen aus der Diskussion mit den Architekten zu klären und die Entscheidungsgrundlage weiter zu verbessern."
und wieder eine verzögerung
 
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