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Nachdem die Sanierung des Hauptgebäudes am Küniglberg schon begonnen hat und auch der Architekturwettbewerb für den Erweiterungsbau ausgeschrieben wurde, hier mal ein eigener Thread für das Thema Medienzentrum ORF!

Hauptgebäude 1 wird seit Oktober 2012 saniert:



Areal:



300 Millionen Euro für die Sanierung

Das in die Jahre gekommene und unter Denkmalschutz stehende ORF-Zentrum am Küniglberg wird derzeit aufwändig saniert. Im Haupttrakt des ORF-Zentrums ist eine moderne Büroarchitektur geplant, das baufällige Gebäude soll erdbebenfest gemacht werden und am Küniglberg soll auch ein trimedialer Newsroom für die Fernseh-, Radio und Online- Redaktionen entstehen.

Die gesamten Baukosten für Sanierung und Ausbau des ORF-Zentrums betragen laut einer Studie des Architekten Manfred Wehdorn knapp 300 Millionen Euro. Experten zufolge könnte diese Summe freilich noch deutlich höher ausfallen. Die Kosten für den notwendigen Brandschutz wurden nämlich in der Wehdorn-Studie offengelassen. Diese könnten gleich mehrere zehn Millionen Euro ausmachen, heißt es. Und die Kosten für die erforderliche Asbestsanierung seien möglicherweise zu optimistisch angesetzt. Dazu komme die in verschiedenen Gutachten festgehaltene schlechte Bausubstanz der älteren ORF-Gebäude.

Kritik an Ausschreibung

Die Ausschreibung der Sanierung hatte kurzzeitig die IG Architektur und die Interessensgemeinschaft der Architekten auf den Plan gebracht. Sie hatten vom ORF den Widerruf gefordert. Die Architekten beklagten in einem offenen Brief an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, dass die Ausschreibungsbedingungen so eng gefasst wurden, dass über 90 Prozent der heimischen Architekturbüros als Bewerber ausgeschlossen waren. Der ORF wies Kritik am zurück und verwies darauf, dass zu 100 Prozent das österreichisches Vergaberecht angewandt wurde.

Wettbewerb Erweiterungsbau:

ORF-Zentrum Küniglberg

Das ORF-Zentrum Küniglberg gilt als einer der Paradebauten der Nachkriegsmoderne.
Architekt Roland Rainer (1910 – 2004) hat den 1968 – 1976 errichteten Großbau in einer Fertigteilbauweise konzipiert.
Ab den 1980er-Jahren folgten in mehreren Bauetappen ebenfalls von Rainer geplante Erweiterungen. Es entstand über die Jahre ein Konglomerat an unterschiedlichen Baukörpern, die sichzu einer großen Masse, der bekannten „Burg“, formieren.

Medienstandort ORF

Gemäß Stiftungsratsbeschluss vom 10.09.2012 soll die größtmögliche Zusammenführung zentraler Unternehmensfunktionen des ORF am primären
Standort Küniglberg erfolgen. Dabei sollen sämtliche Möglichkeiten der Modernisierung des strukturellen Aufbaus und der funktionellen Abläufe im ORF realisiert werden, insbesondere wird ein trimedialer Newsroom in
die Planung aufgenommen. Neben der Verbesserung der Flächeneffizienz und der Optimierung des Bestandes ist ein Teilabbruch und ein Erweiterungsbau (= Wettbewerbsaufgabe) erforderlich.

Generalsanierung

Seit Oktober 2012 wird das Hauptgebäude (Objekt 1) einer zwingend erforderlichen Standsicherheitsertüchtigung unterzogen. Die Kernsanierung an
Tragstruktur und Gebäudehülle erfolgt unter der Prämisse einer weitgehenden Nutzungsneutralität, da zum damaligen Zeitpunkt das Raum- und
Funktionsprogramm noch nicht definiert war. Mittlerweile wurde das Raum- und Funktionsprogramm für den gesamten Medienstandort erarbeitet und die
Umsetzung in einer Machbarkeitsstudie nachgewiesen. Die Planung der weiteren Realisierungsschritte für die Generalsanierung ist Gegenstand des laufenden Vergabeverfahrens „Generalplanersuche für die Sanierung des Medienstandortes Küniglberg unter Beachtung der Auflagen des Denkmalschutzes“.

Machbarkeitsstudie

Im Auftrag des ORF hat Wehdorn Architekten ZT GmbH eine Machbarkeitsstudie für den Standort Küniglberg erstellt und besonders den Denkmalschutz behandelt. Die Machbarkeitsstudie weist die funktionale und
wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie die Kompatibilität mit Denkmalschutz und Widmung nach. Die Abbruchobjekte wurden definiert und eine mögliche
Situierung von Erweiterungsbauten samt funktionelle Verzahnung mit den Nutzungen im Gebäudebestand gezeigt.

Architekturwettbewerb & GP-Vergabeverfahren

Es ist vorgesehen, die Umsetzung der Machbarkeitsstudie für den Gebäudebestand einem Generalplaner („Generalplanersuche für die Sanierung des Medienstandortes Küniglberg unter Beachtung der Auflagen des Denkmalschutzes“) zu übertragen. Um insbesondere im haustechnischen Bereich die für den Gebäudebetrieb erforderliche Systemkompatibilität
sicherzustellen, soll dieser Generalplaner auch die (technischen) Fachplanungen und die Leistungsverzeichniserstellung für den Erweiterungsbau übernehmen.Für die Vergabe der Architekturplanung (Objektplanung) für den Erweiterungsbau wird der gegenständliche
Wettbewerb ausgelobt.

Erweiterungsbau

Gegenstand des Wettbewerbs ist der Erweiterungsbau für ein modernes Medienzentrum. Im Fokus steht die Unterstützung des Kerngeschäfts durch nutzer- und bedarfsorientierte Flächenstrukturen und Berücksichtigung
der Produktions- und Broadcasttechnik. Besondere Herausforderungen für die Bewältigung der Planungsaufgabe liegen in der Funktion (Medienzentrum
mit trimedialem Newsroom), in der Situierung (Anbau an denkmalgeschützte Bausubstanz) und der technischen Komplexität (Integration von Produktions- und Broadcasttechnik). Für den Erweiterungsbau wird eine Nachhaltigkeitszertifikat angestrebt.
Der rote Bereicht am Bild oben/links zeigt die Fläche für den Erweiterungsbau, die anderen 3 Bilder den Bestand/Sanierung:



http://www.architekturwettbewerb.at/competition.php?id=1432&part=uebersicht
 

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Vorgeschichte:

Risiko-Zone Küniglberg ORF-Chef Wrabetz bringt einen Neubau nicht durch. Die Sanierung am Standort Küniglberg kostet 300 Millionen €.

Bautechnisch wurde am ORF-Zentrum in idyllischer Villenlage nahe dem Schloss Schönbrunn schon zu Beginn gepfuscht. Als Anfang der 70er-Jahre die „Betonburg am Küniglberg“ – wie Architekt Roland Rainer das neue Fernsehzentrum nannte – hochgezogen wurde, stürzte ein Bauelement ein und begrub fünf Arbeiter. Zwei Männer starben.

Bei der Eröffnung 1974 überraschte Rainer die Festgäste damit, der Bau sei auf eine Lebensdauer von nur 30 Jahren ausgelegt. Gut geschätzt. 2005 konstatierte ein Gutachter wegen fortgeschrittener Betonkorrosion und Rissen „Gefahr im Verzug“, 2007 empfahl der nächste Gutachter, die Nutzbelastung zu reduzieren. Weil man befürchtete, den Mitarbeitern könnte die Decke auf den Kopf fallen, wurde 2012 das Hauptgebäude zur Sanierung geräumt, die Belegschaft zog in Container oder wurde in Büros über die Stadt verteilt.

Über die Entscheidung „Renovierung oder neu bauen“ wird seit Jahren gestritten, interveniert, taktiert und intrigiert. Mittendrin der nicht gerade entscheidungsstarke ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. „In jeder Sitzung die wiederkehrenden Diskussionen. Das ist schon lange keine wirtschaftliche Entscheidung mehr, da geht’s nur noch um politische Befindlichkeiten“, seufzt ein genervter Stiftungsrat.

Offiziell wurde immer noch nicht deklariert, ob die größte Medienorgel des Landes am Berg bleibt oder in den neuen Stadtentwicklungsteil St. Marx zieht. Selbst innerhalb des ORF sind die Meinungen immer noch gegensätzlich. Tatsächlich aber berichtete Wrabetz im September 2012 dem Stiftungsrat, es erfolge nun „eine größtmögliche Zusammenführung zentraler Unternehmensfunktionen am primären Standort Küniglberg“. Das Gremium möge Projektorganisation und Terminplan sowie die Ausarbeitung eines Raum- und Funktionsprogramms „auf Basis der größtmöglichen Zusammenführung der zentralen Unternehmensfunktionen am Standort Küniglberg“ genehmigen. Angenommen mit 30 von 35 Stimmen. Wrabetz hatte in seinen Antrag erst nach einer heftigeren Diskussion mit den Stiftungsräten den Küniglberg hineingeschrieben und die Option eines Neubaus gestrichen.

Mit der Entscheidung ist der ORF mehr als drei Jahre überfällig. Weil sich die Politik einmischte. Wiens Bürgermeister Michael Häupl, SP, hätte den ORF liebend gerne in St. Marx angesiedelt. Die WSE, eine Tochter der Wien-Holding, reservierte ein riesiges Grundstück. Die Option, für die der ORF 240.000 Euro zahlen muss, verfällt mit Jahresende. Das Areal liegt direkt neben dem Media Quarter Marx, für das sich die Stadt den umstrittenen kasachischen Botschafter Rakhat Aliyev als Partner holte.

War gar nicht geschickt, dass die Wiener SPÖ bei der Gemeinderatswahl 2010 mit dem Projekt warb. Die ÖVP war sofort gegen den Plan. Auch von der Bundes-SPÖ und Werner Faymann kam keine Unterstützung. Wrabetz brachte trotz roter Mehrheit kein Votum für St. Marx zustande. Stiftungsrat Werner Muhm, AK-Direktor und enger Vertrauter von Faymann, blockierte. Das Gerücht, der ORF-Chef habe Häupl die Übersiedlung an die Südost-Tangente vor seiner Wiederwahl als Generaldirektor versprochen, hält sich hartnäckig.

Dabei würde viel für einen neuen Standort sprechen. Mit dem nicht nur Wrabetz, sondern anfänglich auch der kaufmännische ORF-Chef Richard Grasl, VP, sympathisierte. Der Berater Accenture errechnete für die Sanierung Kosten von knapp 300 Millionen Euro. Inklusive einem neuen, multimedialen Newsroom und der Übersiedlung des Hörfunks von der Argentinierstraße auf den Berg, über die jedoch erst im März 2014 abgestimmt wird.

Kritiker befürchten, die Sanierung der Betonburg könnte sich finanziell zum Fass ohne Boden auswachsen. Mit Verweis auf das Finanzdesaster bei der Reparatur des ebenfalls von Rainer gebauten Stadthallen-Bades. So warnte ein begutachtender Experte, betreffend Sanierung Küniglberg „sollte die Frage in das Zentrum gestellt werden, ob eine derartig teure (und aus Sicht der Standsicherheit technisch notwendige) Sanierung auf Kosten der Steuerzahler vertretbar ist“.Bei einem Neubau könnte ein exakt auf die Anforderungen des ORF zugeschnittenes High-Tech-Zentrum hingestellt werden. Das obendrein wesentlich verkehrsgünstiger liegt.

Der Machbarkeitsstudie des Architekten Manfred Wehdorn werden Lücken unterstellt. Für die Altlasten-Sanierung, sprich Asbest-Beseitigung, sind 4,76 Millionen Euro kalkuliert. Das sei viel zu wenig, denn während der Bauarbeiten seien heuer neue Asbestnester gefunden worden, in manchen Bereichen sogar freiliegender Asbeststaub. Die von der Architektenkammer als zu eng kritisierte Ausschreibung eines Generalplaner-Auftrags über mehr als 20 Millionen Euro für die Sanierung verzögert sich jetzt auch noch. Die Bieter erfuhren am 3. Dezember, dass Termine für die Hearings und die Abgabe der „Last and Best Offer“ erst 2014 bekannt gegeben werden.

Selbst ein attraktives Angebot von Morgan Stanley konnte die Küniglberg-Fans nicht überzeugen. Die US-Investmentbank hätte gemeinsam mit dem Projekt-Entwickler Bondi Consult das denkmalgeschützte ORF-Zentrum samt Argentinierstraße und Rosenhügel um 70 Millionen Euro übernommen. Und den auf rund 220 Millionen Euro geschätzten Neubau in St. Marx nach den Vorgaben des ORF durchgezogen und finanziert. Der ORF hätte sich für eine Kauf- oder eine Leasing-Variante entscheiden können.

„Keine fundierten Zahlen, ein Neubau wäre wesentlich teurer als eine Sanierung. Und wir sanieren ja nicht nur, sondern modernisieren grundlegend“, argumentieren die Befürworter des Standortes am Berg. In der Stellungnahme von Wrabetz-Sprecher Martin Biedermann ist freilich nicht von großen Preisunterschieden die Rede: „Die Investitions-Berechnungen, die der ORF mit Accenture durchgeführt hat, ergeben, dass alle Varianten auf 30 Jahre gerechnet kostenmäßig sehr nahe beisammen liegen“. Nachsatz: „Für eine Neubau-Variante gibt es derzeit nicht genügend Unterstützung von Seiten des Stiftungsrates und der Politik“.

Am Donnerstag werden im Stiftungsrat übrigens die Modelle für die Finanzierung der Sanierung diskutiert: Eine Leasing-Variante oder eine Anleihe als Option.
http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/orf-standortdiskussion-risiko-zone-kueniglberg/39.586.309
 

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Aktueller Stand:

ORF stellt Weichen für Mega-Umbau Küniglberg
Wien. Der ORF hat bei der geplanten Zusammenlegung seiner Wiener Standorte am Küniglberg den nächsten Schritt getan: Am Donnerstag gab der Stiftungsrat sein Okay für die Gründung einer Immobiliengesellschaft, über welche die Finanzierungsvariante Leasing, die derzeit für das rund 300 Millionen Euro teure Projekt neben einer Anleihe priorisiert wird, abgewickelt werden soll. Welche der beiden Varianten letztlich realisiert wird, soll sich Ende 2014 bzw. Anfang 2015 entscheiden.

Wie das künftige ORF-Zentrum aussehen wird, dürfte bis zum Oktober klarer werden: 15 Architekten wurden diese Woche ausgewählt, um bis dahin einen Entwurf vorzulegen. Die Namen, die noch nicht genannt werden können, sollen sich sowohl aus heimischen wie internationalen Vertretern und großen wie kleineren Büros zusammensetzen.
http://www.wienerzeitung.at/nachric...ellt-Weichen-fuer-Mega-Umbau-Kueniglberg.html

Jury soll kommende Woche 15 Architekten auswählen

Wien - Eine Jury soll kommende Woche 15 Architekten auswählen, die über den Sommer das große Newscenter für TV, Radio und digitale Medien auf dem Küniglberg entwerfen. Die Stiftungsräte des ORF sollen parallel dazu eine eigene Immobiliengesellschaft für den ORF und das Zubauprojekt im Volumen von 250 bis 300 Millionen Euro absegnen. Ein entsprechender Antrag der Geschäftsführung liegt vor. Solche Konstruktionen dienen unter anderem steuerlichen Vorteilen.

Das ORF-Management holt die Radio- und Studio-Wien-Belegschaft auf den Küniglberg. Das Funkhaus in der Argentinierstraße will der ORF laut Info an Stiftungsräte verkaufen und die Räume für Orchester sowie Radiokulturhaus zurückmieten.
http://derstandart.at/2000002363346/300-Millionen-BauORFplant-Immo-Gesellschaft
 

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So gerne ich den ORF in St Marx gesehen hätte... Aber eine sinnvolle Nachnutzung des Areals am Küniglberg wäre wohl sehr schwierig gewesen.
 

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Die nachnützung wäre sicher so gewesen: prajo räumt alles weg, was nicht unter denkmalschutz steht. Was unter denkmalschutz steht wird als bürofläche vermietet oder in ein Altersheim umgebaut. Der Rest wird haarscharf in drei bis vier Teile zerteilt und drei bis vier Bauträger machen faden Wohnbau, der exakt den erlaubten Höhen entspricht. Die wohnungen mit schlechtem Blick bekommt das normale Volk, wohnungen mit dem elitären 'küniglberg blick' werden als Eigentum verkauft. Der Bauträger hst einen schnellen Gewinn und das Gelände IST für die nächsten 150 Jahre wieder benutzt.
 

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Die nachnützung wäre sicher so gewesen: prajo räumt alles weg, was nicht unter denkmalschutz steht. Was unter denkmalschutz steht wird als bürofläche vermietet oder in ein Altersheim umgebaut. Der Rest wird haarscharf in drei bis vier Teile zerteilt und drei bis vier Bauträger machen faden Wohnbau, der exakt den erlaubten Höhen entspricht. Die wohnungen mit schlechtem Blick bekommt das normale Volk, wohnungen mit dem elitären 'küniglberg blick' werden als Eigentum verkauft. Der Bauträger hst einen schnellen Gewinn und das Gelände IST für die nächsten 150 Jahre wieder benutzt.
genau so wärs gelaufen weil ein normaler konzern siedelt mit der elendigen öffi anbindung da sicher nicht rauf
 

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Tja, aber im orf hat ja eh jeder ein Auto - oder einen eigenen Fahrer! Leider ist die Lage auch für Fahrradfahrer nicht ideal.
 

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Discussion Starter · #11 ·
Wenn man die Teilnehmer-Liste sieht, ist es doppelt schade um den Standort St.Marx. Dort hätte man sich so richtig austoben können!!! Klar freue mich auch, wenn dort etwas hochwertiges gebaut wird. Die Lage bleibt aber trotzdem nicht die Beste. Einfach schade, dass man dort an den "Stadtrand" fahren muss und die ganzen Produktionsstätten nicht im urbanen Raum bestaunen kann...
 

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Discussion Starter · #13 ·
Komplette Liste der Architekten:

Dietmar Feichtinger hat der APA bestätigt, dass er am Dienstag in Sachen Newsroom auf dem Küniglberg war. Büros in Wien und Frankreich (Montreuil). Projekte: Firmenzentralen wie Veolia in Aubervilliers, die Donau-Uni Krems, Klinikum am Wörthersee, Schulen.

Ortner & Ortner erklärten auf STANDARD-Anfrage ihre Teilnahme am Wettbewerb. Sitz in Wien und Berlin. Bauten etwa das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin, Museum Leopold und Kunsthalle Wien im Museumsquartier.

Aus Österreich sind nach Informationen des STANDARD zudem im Wettbewerb:

Coop Himmelb(l)au - Büros von Los Angeles bis Peking, Hongkong und Baku. Bauten etwa das internationale Konferenzzentzum in Dalian (China), das Musée des Confluences in Lyon, die BMW-Welt in München.

NMBP Architekten (Wien) - Zahnmedizin (ZMK) im alten AKH, "Theoriegebäude" der Uni Wien (Publizistik, Informatik in 1090).

Dietrich/Untertrifaller (Bregenz, Wien, St. Gallen) - Unternehmenszentrale i+R Gruppe in Lauterach, Omicron Campus (Klaus), Medizinisches Zentrum Appenzell.

Marte.Marte (Weiler/Vorarlberg) - Altenheim Lohbach, Sonderpädagogisches Zentrum Dornbirn, Pathologie am LKH Feldkirch.

Riegler Riewe
(Graz) - Messe Graz, Med Campus Graz, Laborgebäude Boehringer Ingelheim Biberach.

Querkraft
(Wien) - Hoerbiger Group Standort Aspern, Umbau BIG-Zentrale, Adidas Brand Center Herzogenaurach.

Riepl Kaufmann Bammer (Wien) - Geriatriezentrum Liesing, Wirtschaftsgebäude Zentralfriedhof.

Beeindruckend auch die Riege internationaler Büros. Einige hat DER STANDARD bereits genannt:

Ole Scheeren hat etwa die spektakuläre Pekinger Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens entworfen.

Dominique Perrault kennen die Wienerinnen und Wiener spätestens seit dem DC Tower.

Snøhetta hat etwa die Osloer Oper gestaltet (Bild unten).
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner bauten etwa die neue RTL-Zentrale in die Kölner Rheinhallen.

Kuehn Malvezzi aus Berlin konzipierten etwa den Axel Springer Media Campus.

Lin, ebenfalls aus Berlin, entwarfen etwa einen Zubau für die Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst.

http://derstandart.at/2000003503391/Wer-den-neuen-ORF-entwirft-Die-15-Architekten-im-Wettbewerb
 

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Discussion Starter · #14 ·
Auszug aus einem ziemlich langen Interview:

STANDARD: Die ORF-Strategie hat einiges mit einem Bauprojekt zu tun - dem neuen Newsroom-Komplex am Küniglberg. Wir haben inzwischen die 15 Architekturbüros im Wettbewerb - nach unseren Infos jedenfalls - veröffentlicht. Liegen wir mit unseren Tipps richtig?

Wrabetz: Das ist ein anonymer Wettbewerb, und der Juryvorsitzende hat mehrfach auf diese Anonymität hingewiesen - also: Kein Kommentar.

STANDARD: Erinnern Sie sich noch, was Sie als kaufmännischer ORF-Direktor 2005 über Rundfunk-Architektur gesagt haben? "profil" zitierte sie damals mit: Hätte er eine neue Rundfunkstation aufzusperren, würde er einen billigen Industriearchitekten beauftragen - "damit spart man sich später eine Menge Zores."

Wrabetz: Natürlich ist die Funktion ganz wichtig. Aber wir haben den Architekten gesagt: Wenn wir hier schon nicht auf der grünen Wiesen bauen, muss die Architektur mit den bestehenden Gebäuden und ihrer architektonischen Wertigkeit kommunizieren. Das ist etwa bei der BBC gut gelungen. Und das Gebäude soll seine Aufgaben ausstrahlen: die Information. Aber mindestens so wesentlich ist für mich: Das ist der größte Kulturkomplex des Landes - mit Fernsehkultur, ORF 3, Ö1, FM4. Das sind aber auch Sport und ein Teil der Unterhaltung. Das alles soll der Bau vereinen und das nach außen sichtbar zu machen, ist eine architektonisch anspruchsvolle Aufgabe.

STANDARD: Wir haben vor dem Gespräch in der Elisabethallee vorbeigeschaut, zum Standort des Newscenters. Das ist nicht gerade ein Ort mit großer Öffentlichkeitswirkung, bisher jedenfalls nicht - wenn man nicht sehr hoch baut.

Wrabetz: Das Gebäude wird mehrstöckig, aber kein Hochhaus. Wir überlegen, damit auch einen neuen Eingangsbereich zum ORF zu schaffen. Nicht für die Mitarbeiter, aber für Gäste und Publikum. Dort treffen dann Besucher zuerst auf das, was den ORF ausmacht - sein Programm...

STANDARD: ... und nicht die Garage. Die Überlegung macht den prominent besetzten Wettbewerb ein gutes Stück schlüssiger. Der Newsroom bedeutet neben einem Zubauprojekt ein großen Neubau der ORF-Strukturen. Zentrale Frage ist da stets: Mit einem Info-Chef über alle ORF-Medien?

Wrabetz: Die ORF-Strategie baut auf vier Bereichen eines Gesamtauftritts auf: Information, Kultur und Bildung, Sport, Unterhaltung und Services. Dem gegenüber stehen starke, eigenverantwortliche Marken von Ö1 bis ORF 1 bis ORF.at und vielleicht künftig mehr. Wie diese Matrix funktioniert, sollten wir in den nächsten zwei Jahren klären.
http://derstandart.at/2000003549603/Alexander-Wrabetz-Interview
 

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Siegerprojekt für multimediales Zentrum am Küniglberg Das österreichische Architektenbüro Riepl/Kaufmann/Bammer setzte sich im Wettbewerb durch.

Für die geplante Zusammenführung der Wiener Standorte des ORF am Küniglberg ist nun die architektonische Umsetzung fixiert worden. Das Büro Riepl/Kaufmann/Bammer setzte sich in dem Architektenwettbewerb durch, wie ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz heute via Twitter bekanntgab. Die Jury hatte insgesamt 55 Einreichungen zu begutachten, in den finalen Sitzungen am Mittwoch und Donnerstag musste schließlich zwischen dreizehn Kandidaten entschieden werden.

Wrabetz findet es im Gespräch mit dem KURIER "hocherfreulich, dass sich in diesem internationalen Wettbewerb ein österreichiches Architekturbüro durchsetzen konnte. Es ist ein zeitgemäßes Statement, das Modernität und Transparenz vermittelt."

Im Vorjahr wurde eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht, die dem ORF bescheinigte, trotz Denkmalschutzstatus am Küniglberg umbauen zu können. Wrabetz über das Siegerprojekt: "Es ist ein Entwurf, der alle Funktionen erfüllt und sich gleichzeitig in das Gesamtbild der Rainerschen Architektur am Küniglberg einfügt."

Das knapp 300 Millionen Euro teure Bauvorhaben soll bis 2021 abgeschlossen sein. Zentraler Punkt ist die Errichtung eines trimedialen Newsrooms.
http://kurier.at/kultur/medien/orf-...ltimediales-zentrum-am-kueniglberg/90.208.920
 

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Discussion Starter · #17 ·
Viel fällt mir irgendwie nicht ein zu diesem Beitrag. Muss man mal die Renderings abwarten.

Gemeinsam am 3 Platz übrigens Querkraft und HPP Hentrich-Petschnigg & Partner!
 

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Schaut super fad aus und wirkt nicht sehr effizient. Erinnert an das hotel one beim westbahnhof. Mir war schon klar, dass wir kein 'CCTV' bekommen, aber das ist zum einschlafen.
 

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Naja, CCTV für arme steht ja eh schon am Westbahnhof :D
böse, böse. aber im ernst: das grundstück des orfs am küniglberg ist ziemlich eng und der orf wird ja wohl hoffentlich versuchen viel aus dem standort rauszuholen. dieser flache baukörper im bild holt doch nix aus der fläche raus, ich verstehe das überhaupt nicht.

der entwurf wirkt irgendwie auch total beliebig und austauschbar. das wär jetzt die chance gewesen was cooles zu bauen. etwas, was von weitem sichtbar am küniglberg zu sehen gewesen wäre oder etwas, was architektonische maßstäbe setzt, zb ein tower, der die verschiedenen büros der radiosender übereinander stapelt etc. kann es fast nicht glauben, dass z.b. der coop entwurf hier um so viel schlechter gewesen sein soll.

apropos radio: kennt ihr das rozhlas in bratislava?
 
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