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In Österreich sind die S-Bahnen entweder alt, geräumig und nicht barrierefrei, oder neu und verschachtelt dafür barrierefrei. Ich denke viel komplizierter ist es nicht.

Die U6 hat eine Bahnsteighöhe von 35 cm und trotzdem stufenlose Fahrzeuge. Also wird das auch bei 55 cm möglich sein.
Die U6 ist aber eher eine Stadtbahn und keine S-Bahn.
 

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Godzilla
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Die U6 hat eine Bahnsteighöhe von 35 cm und trotzdem stufenlose Fahrzeuge. Also wird das auch bei 55 cm möglich sein.
Die hat auch einen Fahrkomfort wie eine Straßenbahn und nicht wie ein richtiger Zug.

Die S-Bahn in Berlin ist mir persönlich auch mehr wie eine oberirdische U Bahn vorgekommen. Wirklich weit fahren möchte man in dem engen Kastl in Stil der 70er nicht.
 

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In Österreich sind die S-Bahnen entweder alt, geräumig und nicht barrierefrei, oder neu und verschachtelt dafür barrierefrei. Ich denke viel komplizierter ist es nicht.

Die U6 ist aber eher eine Stadtbahn und keine S-Bahn.
Beides sind normalspurige Bahnen und städtische Verkehrsmittel. Die Trennung ist rein künstlich. Ich sage nur Karlsruher Modell oder Tram-Train. Das gibt es alles längst erprobt. Abgesehen davon hat die "große Bahn" in Österreich 55cm, sprich wenn es mit 35 möglich ist, dann muss es auch mit 55cm gehen! Im Übrigen ist die u6, mit der ich täglich fahre, auch nicht weniger bequem als die 96cm U-Bahnlinien.

Ändert nichts daran, dass man nirgends in Deutschland so ungeeignete S-Bahn-Fahrzeuge findet wie in Wien. Da könnte ihr jetzt x-Begriffsdiskussionen anfangen. Die Anzahl der Türen bspw. hat schon einmal nichts mit der Bahnsteigshöhe zu tun. Vielleicht - wenn das angeblich auch so wichtig ist - hätte man halt auch bei der Stammstrecke eine ordentliche Bahnsteighöhe wählen müssen. (wie gesagt, es geht auch mit weniger). Die Cityjet Desiros sind ein Blödsinn.
 

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Was willst du eigentlich? In Wien gibt es kein Verkehrsmittel mehr das Stadtbahn heißt, es gibt aber ehemalige Stadtbahnlinien die heute eine S-Bahn sind (Vorortelinie) und solche die eine U-Bahn sind (U4, U6). Und alle drei Linien haben andere Fahrzeuge und Bahnsteighöhen, haben aber de facto den gleichen Zweck. Ja, das ist eine künstliche Trennung. Jetzt kannst du dich wieder super superior führen und es aufgeben mit mir, weil offenbar bin ich ja zu dumm für deine Weisheit.
 

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Also nein, U6 und Vollbahn lassen sich wirklich nicht vergleichen! Stell dir mal vor, du bretterst mit einer U6-Garnitur mit 100 oder mehr durch die Gegend! Da zerlegts dich drin! Weiß nicht, wie schnell mit einer S-Bahn-Garnitur über Weichen gefahren werden darf, aber sicher wesentlich schneller als mit einer U6-Garnitur, die aufgrund ihrer Leichtbauweise nur so hin- und herfliegen würde! (Schon die alten Silberpfleile sind in puncto Laufruhe hundert und eins zu den neuen Garnituren bzw. U6-Garnituren.
 

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Es ist wirklich ärgerlich, wie hier dauernd am Thema vorbeigeredet wird. Ich habe nie gesagt, man soll die S-Bahn auf U6 Standard umbauen. Ich hab gesagt: offenbar kann man auch mit 35 cm Bahnsteighöhe ordentlich durchgänge Wagen konstruieren, dann muss das auch mit 55 cm möglich sein.

Und zur Geschwindigkeit: Wo verkehrt die S-Bahn in Wien auf Vorortelinie oder Stammstrecke überhaupt mit 100km/h bzw. schneller? Reden wir eigentlich von der gleichen Stadt?

Und wenn man U6 und S45 nicht vergleichen kann, dann kann man gar nichts vergleichen.
 

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Du hast geschrieben, dass die U6 nicht weniger bequem ist als 96cm-U-Bahn-Linien und dem widerspreche ich, weil sie eine geringere Laufruhe hat und daher unbequemer ist als die Silberpfeile.
U6 und S45 sind von der Konzeption als Stadtbahn her gleich, aber heute eben nicht mehr, weil die eine von einer Vollbahn befahren wird und die andere nur von U-Bahn-Garnituren.
@ durchgängige Wagenböden bei S-Bahnen mit 55cm Bahnsteighöhe: Die dürften ja viel größere Räder haben als U-Bahnen und andere Drehgestelle, zumindest als die U6-Garnituren und V-Wagen.
 

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Dass die Garnitur so niedrig wirkt, hängt damit zusammen, dass die Bahnsteige 96 cm hoch sind?
Teilweise schon.
- Wenn der Zug beim Bahnsteig steht (und man seht ihn normalerweise so :)), sieht man unten ca. 1m des Wagens nicht, der sichtbare Teil ist so niedriger. Es ist zwar eine optische Illusion, doch es wirkt.
- Da die Flur des Zuges deutlich höher liegt, als zum Beispiel beim Cityjet, und die Flur flach ist, gibt's mehr Platz unter dem Boden, viele technische Teile können unter das Boden eingebaut werden, die bei anderen Zügen, oben, am Dach auffindbar sind. So ist der Zug tatsächlich ein bisschen niedriger.
- Die berliner (und hamburger) S-Bahnzüge haben keinen Stromabnehmer und keine elektrische Elemente am Dach, da sie den Strom von unten nehmen und der ganze Antrieb unter dem Boden liegt. So sieht der Zug auch ein bisschen niedriger aus.
 

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U6 und S45 sind von der Konzeption als Stadtbahn her gleich, aber heute eben nicht mehr, weil die eine von einer Vollbahn befahren wird und die andere nur von U-Bahn-Garnituren.
Weißt du überhaupt was der Unterschied ist? Das ist nur eine rechtliche Frage. Fahrzeuge wie jene der U6 - natürlich angepasst auf die Rechtssituation - fahren auch auf Vollbahnen, sogar solche von Bombardier:


Abgesehen davon ist das völlig am Thema vorbei. Die S45 ist eindeutig ein innerstädtisches Massenverkehrsmittel, genau wie die Stammstrecke. Und damit haben sie von der Betriebsart viel mehr mit der U6 oder der U4 gemein, als mit einem Regionalzug in der Steiermark - auch wenn es rechtlich gesehen eine Vollbahn und keine Straßenbahn, wie die Wiener U-Bahn, ist. Na und? Für diesen Betrieb braucht es Fahrzeuge, die einen raschen Fahrgastwechsel erlauben und nicht Regionalzüge, wie die Cityjet Desiros.

PS: S-Bahn München hat Bahnsteighöhe von 76cm und Strom über Oberleitung. Ich bleibe dabei: Man kann auch bei 55cm Bahnsteighöhe innen durchgängig stufenlose Fahrzeuge konzipieren.
 

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PS: S-Bahn München hat Bahnsteighöhe von 76cm und Strom über Oberleitung. Ich bleibe dabei: Man kann auch bei 55cm Bahnsteighöhe innen durchgängig stufenlose Fahrzeuge konzipieren.
Entscheidend ist natürlich nicht die Bahnsteighöhe, sondern die Höhe des Fußbodens im Zug. Dann ist aber die Frage sofort relevant, wie viel höher darf die Flur liegen, als der Bahnsteig?
In München sind die S-Bahnzüge (Baureihen 420 und 423) reine Hochflurwagen, d.h., sie haben eine Einstiegshöhe von einem Meter. Die Bahnsteighöhe ist bei den rein von der S-Bahn befahrenen Gleisen 96 cm (die ganze Stammstrecke, und viele Außenstrecken), sonst 76 cm, weil es die maximale erlaubte Baihnsteighöhe in Deutschland ist, ohne Sondergenehmigung.
So ist der Einstieg bei den Hochbahnsteigen stufenlos, von den anderen muss man ca. 25 cm nach oben treten.
 

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rheintram said:
Und zur Geschwindigkeit: Wo verkehrt die S-Bahn in Wien auf Vorortelinie oder Stammstrecke überhaupt mit 100km/h bzw. schneller? Reden wir eigentlich von der gleichen Stadt?

Und wenn man U6 und S45 nicht vergleichen kann, dann kann man gar nichts vergleichen.
Auf der Stammstrecke natürlich nicht. Aber das ist ja die Krux bei der Wiener S-Bahn, es geht halt doch auch weit raus. Da kannst du nicht nach reinen Innenstadtanforderungen bauen, damit fährt dir niemand. Sogar bei der Badner-Bahn sieht man da schon, dass die Anforderungen anders sind, auch wenn bis zur SCS große Auffangräume, mehr Türen etc. manchmal angenehmer wären.
Und natürlich wirkt sich Geschwindigkeit, Mischverkehr mit der normalen Eisenbahn etc. auf die Wagenbodenhöhe aus, aber ein paar Stufen oder Rampen sind eh nicht das Problem.

Die neuen S-Bahnen sind halt wirklich ungeeignet, ich bin auch auf längeren Strecken nicht so begeistert. MMn. waren die 4020 von der Aufteilung und Sitzkomfort da schon besser, aber halt betriebswirtschaftlich ineffizient wenns um Sitzplätze geht. Da brauchts mal ein gutes Innenraumdesign. Die Wr. Straßenbahn hatte ja das selbe Problem, da wurde eine brauchbare Variante gefunden, sollte bei der S-Bahn (halt erst nächste Generation) ja auch möglich sein.

Und Vorortelinie und U6 sind wirklich nicht vergleichbar. Allein schon die Stationsabstände auf der S45 sind eine andere Dimension, und Frequenz und Fahrgastwechsel sind für die Talent auf der S45 kein Problem, auf der U6 würdest damit nie auskommen. Dafür ist der Fahrkomfort auf der Vorortelinie höher.
 

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Mir gehts um die Züge ansich. Wenn der Boden höher liegt, können Räder, Drehgestelle usw. größer ausgelegt sein. Das steigert den Komfort und es werden höhere Geschwindigkeiten möglich. Die Talent 2 fahren maximal 160. Die T und T1 auf der U6 nur 80. Die (neuen) S-Bahn Züge sind aufgrund der Barrierefreiheit alle Niederflurwagen. Um bei höheren Geschwindigkeiten immernoch einen gewissen Komfort zu haben müssen die Räder und Drehgestelle größer sein, wodurch kein ebener Boden mehr möglich ist und für Installationene generell unter dem Boden kein Platz mehr ist. Daher ist der Boden "uneben" und die Züge wirken verbaut. Die S-Bahn-Züge in Berlin entsprechen von der Bauart her auch eher der U-Bahn (ausg. U6) in Wien (Höchstgeschwindigkeit 100km/h?).
 

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Es ist wirklich ärgerlich, wie hier dauernd am Thema vorbeigeredet wird. Ich habe nie gesagt, man soll die S-Bahn auf U6 Standard umbauen. Ich hab gesagt: offenbar kann man auch mit 35 cm Bahnsteighöhe ordentlich durchgänge Wagen konstruieren, dann muss das auch mit 55 cm möglich sein.

Und zur Geschwindigkeit: Wo verkehrt die S-Bahn in Wien auf Vorortelinie oder Stammstrecke überhaupt mit 100km/h bzw. schneller? Reden wir eigentlich von der gleichen Stadt?

Und wenn man U6 und S45 nicht vergleichen kann, dann kann man gar nichts vergleichen.
100km/h fährt nur die S45 zwischen Hütteldorf und Penzing....
 

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Die S-Bahnen in München und Berlin fahren auch weit raus. Das ist jetzt kein Wiener Spezifikum!
Beide gehen aber deutlich weniger weit ins Umland als die Wiener Schnellbahn.
In Zahlen ausgedrückt: (MUC-VIE-BER)
Streckenlänge (Km): 434 - ??? - 328
Stationen: 150 - 181 - 166
Fahrgäste (in tausenden/Tag): 840 - 300 - 1500

Auf Google gemessene Entfernung der weitest entfernten Endhaltestellen:
München (Geltendorf - Erding): Fußweg 76,6 km / Luftlinie 68,42 km
Wien (St. Pölten - Wolfsthal): Fußweg 114 km / Luftlinie 102,7 km
Berlin (Potsdam HBF - Strauberg Nord): Fußweg 67,8km / Luftlinie: 61,15 km

Hier als animierte Grafik die jeweiligen Streckennetze [/URL](wobei ich jeweils ein Rechteck der äußersten Stationen zog und dann innerhalb dieses Rechtseck die Kreise zeichnete; Skalierung von München und Berlin sollte recht genau zueinander passend sein, Wien dürfte etwa 1% verkleinert sein)


(Klick auf die Grafik für größere Version)

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Vielleicht auch interessant aus einem pdf der Wiener AK (Seite 33) ein Vergleich der Anzahl Sitzplätze/Fahrgäste pro Tür:

Die S-Bahn in Wien schwankt bei Sitzplatz/Tür zwischen 31 und 54 (für die Doppelstöckigen Wiesel), U-Bahn Wien und S-Bahn München haben jeweils 16. Fahrgast/Tür S-Bahn Wien 38-100; U-Bahn Wien 47; S-Bahn München 38

Dabei sind bei der Wiener S-Bahn die alten 4020er sowie die Talente mit 33 bzw 100/75 Sitz/Fahrgästen pro Tür am besten, die Doppelstöckigen Wiesel mit 54 am schlechtesten, und die Cityjets mit 41/82 irgendwo dazwischen.
 

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Dann muss man halt einzelne Linien in Wien als Regionalzüge mit eigenem Rollmaterial, wie eben den Cityjets führen. In München und Berlin gibt es ja auch weiterhin R und RE. Nur in Österreich hat man auf alle Regionalzüge im Großraum von Städten ein S drauf gepinselt.
 
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