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Adresse: Emil-Behring Weg, 23. Bezirk
Entwicklungsgebiet: Liesing Mitte


Architekten: Arenas Basabe Palacios mit Mascha und Seethaler
Landschaftsarchitektur: Land in Sicht
Baugruppen: EinszueinsArchitektur
Wettbewerb: Europan 10
Wohneinheiten: 1100
Baustart: 2015

EUROPAN 10 - Emil-Behring-Weg - Zielgebiet Liesing Mitte
Für EUROPAN 10, dessen Wettbewerb 2009 stattfand, wurde ein Areal mit besonderen Randbedingungen ausgewählt. Obwohl ein Teil des 12. Bezirks, grenzt dieser Bereich der ehemaligen Virusseuchenanstalt an drei von vier Seiten an den 23. Bezirk. Er kann aus geografischer Sicht zum 23. Bezirk gezählt werden. Durch seine höchst komplexe Lage im Stadtverband und seine stark begrenzten Erschließungsmöglichkeiten stellt das Gebiet eine planerische Herausforderung dar. Eine Insellage, die allerdings hinsichtlich Wohnqualität große Qualitäten bieten kann.

Ziel des Wettbewerbs soll der Umgang mit dieser Situation sein. Die Wettbewerbsbeiträge sollen auch Antworten auf die Problematik einer Nachverdichtung finden. Sie wäre im Fall der Errichtung einer S-Bahnstation im Bereich Kirchfeldgasse - und damit einer besseren Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz - zielführend im Sinne einer maßvollen innerstädtischen Verdichtung.
https://www.wien.gv.at/stadtentwick...lanungsergebnis/europan10-emilbehringweg.html

Das Areal







www.kurier.at

Projektbeschreibung:
In diesem Wettbewerb ging es um die Entwicklung eines 10ha großen Wohngebietes in der Umgebung Wiens. Nach dem Wettbewerb, wurde ein Vorentwurf des Stadtplans für diese Zone konzipiert.

Anstatt eines vorgefertigten Stadtgefüges, wird ein kollektives Muster für individuelle Intepretationen angeboten: eine Gartenmatrix strukturiert das Gebiet. Es kann um den Garten herumgebaut werden, nicht jedoch in diesem. Diverse Teilnehmer (von großen Unternehmen bis zu Individuen) können diese „extrovertierten Parzellen“ koloniseren, was die Diversität des Bebaubungsmaßstabs und urbaner Beziehungen fördert.

Die Gestaltung des Freiraums wird neu definiert. Das Projekt untersucht die Beziehungen, die durch diese Stützen entstehen können. Ziel ist es, einen kollektiven Raum mit der Zeit und der Kapazitäten der Aneignung neu zu programmieren. Das Ergebnis ist ein poröses Gewebe, nicht nur im Hinblick auf die geringe Umweltbelastung, sondern auch auf die Flexibilität des Gebauten. Ein kontinuierlicher Prozess, der sich an die verändernde Bedürfnisse der Gesellschaft anpasst.








http://arenasbasabepalacios.com/de/2011/09/14/gartenstadt-2-0/
 

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Discussion Starter · #2 ·
Oben in der Beschreibung der Stadt Wien ist auch die Rede von einer S-Bahn Station bei der Kirchfeldgasse! Das hatten Dungeon und ich schon mal besprochen.
 

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Also mit einer neuen S-Bahn Station dort wäre ich für das Projekt. Sonst eher dagegen. Hat aber nix mit Hochhäusern oder Kleingartensiedlungen zu tun, sondern mit der nicht existenten öffentlichen Anbindung.
 

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Den Architekten gehen die Ideen aus. Man sollte eine Software erfinden die per Zufall gebäude erfindet. Sowas wie Minecraft.
 

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Man könnte den Anrainern ja Alternativen anbieten, beispielsweise eine Müllverbrennungsanlage oder ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge oder einen neuen Gefängnisbau! Oder eine Psychiatrische Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher! Ich wette aber jetzt schon das wäre den Kleingartenbesitzern ebenfalls nicht recht!
Dann bleibt eben nur mehr eine Möglichkeit, sie sollen zusammenlegen und dem Bauträger oder der Stadt Wien den Grund wieder abkaufen und Salat anbauen! Bei immer weniger Baugrund wird man langsam aber sicher einmal auf ständiges nachgeben verzichten müssen! Und das der noch verhandene Baugrund nicht im Zentrum liegt weiss ja eh ein jeder, denn da ist schon alles verbaut! Die Kleingärtner wollen zwar gerne da draussen friedlich dahinleben und die Ruhe geniessen aber arbeiten und einkaufen fährt man dann schon quer durch Wien!
 

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Diesen Bauvorhaben in diesem Ausmaß, in dieser "Insellage" ist politisch Verantwortungslos!!


Da es mittlerweile massive Bedenken der umliegenden Anrainer(über die Kleingärten hinaus) gibt, möchte ich Ihnen im folgenden Absätzen eine Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten und Ausmaße des geplanten Bauprojektes erläutern um die drohenden Missstande aufzuzeigen!
Der Vorentwurf PD 8097 enthält Gebäude der BKL 5 ( Höhe 30,5 meter ), 1100 Wohneinheiten für 3000 Personen. Autoabstellplätze für 400 Fahrzeuge!!!Wie die restlichen geschätzten 1800Fahzeuge im 2 schmalen gassen Platzfinden sollen ist mir ein Rätzel!!
Das obengenannte Areal, im Ausmaß von ca.28,82ha befindet sich durch die direkte Angrenzung an den Südwestfriedhof und die umliegenden Kleingärten in einer stark abgeschotteten Lage und einem Ruhegebiet. Sämtliche Gebäude der Umgebung zeichnen sich durch eine niedrige Bebauung und Ruhelage aus.
Zufahrten sind lediglich über Emil Behring weg bzw .Franz Egermaier weg möglich. Die Öffentliche Verkehrsanbindung ergibt sich durch zwei Buslinien die zu Hauptverkehrszeiten bereits in kurzen Intervallen geführt werden. Eine angrenzende Bahntrasse der Schnellbahn bietet keine Möglichkeit der Anbindung, dieses dürfte meines Wissens nach bereits abgeklärt sein. Stau durch den Individualverkehr ist umliegend zu den Hauptverkehrszeiten auch gegeben.Verkehrstechnisch würde das dort zum Supergau führen!!
Auf dieser Liegenschaft sind gem. Wiener Tierschutzgesetz geschützte Tierarten beheimatet sind.(Fuchs, Dachs, Fledermäuse, und Specht).Die durch die Anrainer regelmäßig beobachten werden. Eine Prüfung durch die Naturschutzbehörde wurde von der Wiener Umweltschutzanwaltschaft bereits veranlasst.
Des Weiteren ist erwähnenswert, dass sich auf dem Gelände ehemalig eine Schweinemastanstalt und infolge „Bundesanstalt für Virusseuchenbekämpfung“ befand, was eine Konterminierung des Erdreiches nicht ausschließen lässt.

Die großvolumigen und auch hohen Gebäudekomplexe entsprechen absolut nicht dem charakteristischen Weichbild der Besiedelung des Rosenhügels und der umliegenden Gegend und stellt in in Anzahl und Ausmaß eine Wesentliche Beeinträchtigung der gesellschaftlichen, infrastrukturellen und optischen Vorgaben mit Kleingärtnerischer Wohnbebauung dar.Das Gesamte Areal ist wegen der rundum gegebenen Abschottung für eine derart dichte Verbauung nicht geeignet.
Ironie ist dann auch noch der Name Gartenstadt,..Betongetto im Garten mit angrenzenden Friedhof würde es besser Treffen.
Bleibt nur zu Hoffen das von Seiten der Regierung irgendwann einmal ein umdenken stattfindet und mit dem zubetonieren letzter schöner Stadtviertel verantwortungsvoller umgegangen wird.Stimmen bei den nächsten Wahlen wird dieses Projekt Wiener Stadtregierung sicherlich genug kosten,...soviel sei jetzt schon gesagt.
 

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Diesen Bauvorhaben in diesem Ausmaß, in dieser "Insellage" ist politisch Verantwortungslos!!


Da es mittlerweile massive Bedenken der umliegenden Anrainer(über die Kleingärten hinaus) gibt, möchte ich Ihnen im folgenden Absätzen eine Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten und Ausmaße des geplanten Bauprojektes erläutern um die drohenden Missstande aufzuzeigen!
Der Vorentwurf PD 8097 enthält Gebäude der BKL 5 ( Höhe 30,5 meter ), 1100 Wohneinheiten für 3000 Personen. Autoabstellplätze für 400 Fahrzeuge!!!Wie die restlichen geschätzten 1800Fahzeuge im 2 schmalen gassen Platzfinden sollen ist mir ein Rätzel!!
Das obengenannte Areal, im Ausmaß von ca.28,82ha befindet sich durch die direkte Angrenzung an den Südwestfriedhof und die umliegenden Kleingärten in einer stark abgeschotteten Lage und einem Ruhegebiet. Sämtliche Gebäude der Umgebung zeichnen sich durch eine niedrige Bebauung und Ruhelage aus.
Zufahrten sind lediglich über Emil Behring weg bzw .Franz Egermaier weg möglich. Die Öffentliche Verkehrsanbindung ergibt sich durch zwei Buslinien die zu Hauptverkehrszeiten bereits in kurzen Intervallen geführt werden. Eine angrenzende Bahntrasse der Schnellbahn bietet keine Möglichkeit der Anbindung, dieses dürfte meines Wissens nach bereits abgeklärt sein. Stau durch den Individualverkehr ist umliegend zu den Hauptverkehrszeiten auch gegeben.Verkehrstechnisch würde das dort zum Supergau führen!!
Auf dieser Liegenschaft sind gem. Wiener Tierschutzgesetz geschützte Tierarten beheimatet sind.(Fuchs, Dachs, Fledermäuse, und Specht).Die durch die Anrainer regelmäßig beobachten werden. Eine Prüfung durch die Naturschutzbehörde wurde von der Wiener Umweltschutzanwaltschaft bereits veranlasst.
Des Weiteren ist erwähnenswert, dass sich auf dem Gelände ehemalig eine Schweinemastanstalt und infolge „Bundesanstalt für Virusseuchenbekämpfung“ befand, was eine Konterminierung des Erdreiches nicht ausschließen lässt.

Die großvolumigen und auch hohen Gebäudekomplexe entsprechen absolut nicht dem charakteristischen Weichbild der Besiedelung des Rosenhügels und der umliegenden Gegend und stellt in in Anzahl und Ausmaß eine Wesentliche Beeinträchtigung der gesellschaftlichen, infrastrukturellen und optischen Vorgaben mit Kleingärtnerischer Wohnbebauung dar.Das Gesamte Areal ist wegen der rundum gegebenen Abschottung für eine derart dichte Verbauung nicht geeignet.
Ironie ist dann auch noch der Name Gartenstadt,..Betongetto im Garten mit angrenzenden Friedhof würde es besser Treffen.
Bleibt nur zu Hoffen das von Seiten der Regierung irgendwann einmal ein umdenken stattfindet und mit dem zubetonieren letzter schöner Stadtviertel verantwortungsvoller umgegangen wird.Stimmen bei den nächsten Wahlen wird dieses Projekt Wiener Stadtregierung sicherlich genug kosten,...soviel sei jetzt schon gesagt.
Kleingärtnerische Wohnbebauung klingt irgendwie putzig wenn man sich die Villen in diversen Kleingärten ansieht! Legt zusammen und kauft euch das Grundstück, dann machts halt einen Zoo daraus! Es gibt keine grössere Ressourcenverschwendung wie Kleingärten! Und ihr fahrts natürlich alle mit dem Fahrrad durch die gegend oder? Dann noch die grosse Sorge um die künftigen Nachbarn zwecks Konterminierung! Was spricht gegen einen angrenzenden Friedhof, einmal umfallen und schon liegt man richtig!
Und wer der Stadtregierung droht wählt meist sowieso seit Jahren blau!
 

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Die 3000 leute, die dann dort wohnen, werden schon ein paar stimmen bringen. Verkehrstechnisch muessen sie schon eine loesung bringen. Aber: wien ist eine millionenstadt, da muss man sowas erwarten und auch ertragen. Natuerlich gehoert auch mit anreinern darueber gesprochen und auch ruecksicht genommen. Allerdings ist es im sinne der meisten, viel wohnraum bereit zu stellen.
Die viecherl sind eh zum teil schon zivilisationsfolger, denen kommt die gartenstadt grade recht. Hohe gebaeude sind sehr oekonomisch. Das fuehrt dazu, dass nicht 20 hektar wienerwald gerodet werden muessen um da ein dorf mit 150 einwohner zu bauen.
 

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Discussion Starter · #11 · (Edited)
Diesen Bauvorhaben in diesem Ausmaß, in dieser "Insellage" ist politisch Verantwortungslos!! Die großvolumigen und auch hohen Gebäudekomplexe entsprechen absolut nicht dem charakteristischen Weichbild der Besiedelung des Rosenhügels und der umliegenden Gegend und stellt in in Anzahl und Ausmaß eine Wesentliche Beeinträchtigung der gesellschaftlichen, infrastrukturellen und optischen Vorgaben mit Kleingärtnerischer Wohnbebauung dar.Das Gesamte Areal ist wegen der rundum gegebenen Abschottung für eine derart dichte Verbauung nicht geeignet. Ironie ist dann auch noch der Name Gartenstadt,..Betongetto im Garten mit angrenzenden Friedhof würde es besser Treffen.
Könnte man über Kleingartensiedlungen auch behaupten - einfach verantwortungslos wurde hier damals mit Baugrund umgegangen. Und inwiefern, zeitgemäße und dichte Bebauung nicht in das Stadtbild einer Großstadt passen, Kleingartensiedlungen aber schon, dass musst du schon genauer erklären. Wo sollte den deiner Meinung nach verdichtet werden? Irgendwo im 22ten, vielleicht sogar mit Hochhäusern? Na erzähl das mal denen dort!

Um die Infrastruktur muss und wird sich die Stadt Wien kümmern. Das wird sicher nicht so bleiben wie es ist. Das Bauprojekt am Emil Behring Weg, ist ja nicht das Einzige in dieser Größenordnung. Da kommt noch mehr in Zukunft! Mit der Gartenstadt versucht man soviel Grünfläche wie möglich zu erhalten, eben eine moderne Kleingartensiedlung (hier im Namen und auch im Detail steckts ja drinnen, es geht nicht um die größe der Gebäude, sondern um das Konzept des Erhaltens von kleinen Gärten, sonst würds ja Kleingebäudesiedlung heißen) für viele Mitmenschen und Bewohner dieser Stadt. Ich finde das Konzept ist nicht so schwer zu verstehen. Besser als lauter 3 stöckige Gebäude, die in einem Block das ganze Areal einnehmen - das ist eine Betonwüste.

Wirklich da war früher eine Schweinemast? War sicher noch praktisch als man das Grillfleisch für die sommerlichen "Grill-Festspiele" persönlich ums Eck abholen konnte. Achso wie konnte ich das vergessen - in Kleingartensiedlungen sind ja alle solche Tierschützer, deshalb wird dort ja nie gegrillt und wenn dann gibts nur Tofuwürste und Halloumi-Grillkäse.....

Zu der Thematik rund um die Kleingartensiedlungen und ihren "plötzlich" mündigen Bürgern und ihren selbstlosen Argumenten fällt mir nur noch das hier ein:

 

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Jetzt kriegt euch mal alle wieder ein. Der Umgangston wird langsam sehr bedenklich... Irgendwie hab ich den Eindruck, dass es nur noch drum geht auf den Vorstellungen der anderen rum zu hacken. Wenn sich dabei noch alle Seiten moralisch im Recht fühlen wirds ungut.

So... und jetzt zu meiner persönlichen Meinung:
Irgendwie erinnert mich die ganze Sache in der jetzigen Form an die Waldmühle mit 2 Unterschieden:
1. Kleingartensiedlung rundherum statt Wald
2. Näher am Zentrum

Bei der derzeitigen Ausgangslage sollte alleine aus diesem Grund dort (noch?) nichts gebaut werden. Aber ich lasse mich ja gerne überraschen. Ich finds halt eigenartig, dass dieses sehr merkwürdige Projekt jetzt aufeinmal so positiv gesehen wird nur weil ein paar Kleingärtner sich aufregen. Das machts vom Gesamtkonzept her auch nicht besser...

In diesem Sinne:
 

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Discussion Starter · #13 · (Edited)
Naja, die Gartenstadt und das Waldmuehle Rodaun Projekt kann man nicht so gut vergleichen. Nicht nur das der Emil Behring Weg viel zentraler liegt (Grenze zu Meidling vs Stadtrand im Wald), als das Areal der Waldmuehle, es ist einfach nicht wahr, dass es in dieser Gegend nur Kleingartensiedlungen gibt. Dazu muss ich mir im ersten Post, dieses Threads nur Bild 3 ansehen. Es ist ja nicht so, dass Ubahn und Sbahn meilenweit entfernt sind oder? Der oeffentliche Anschluss wird ja durch dieses Projekt erst wirklich sinnvoll. Wieso sollte das Gebiet jetzt schon gut an das Oeffi Netz angeschlossen sein. Mmn wird es nicht so schwer sein, die zukuenftigen Bewohner z.b per Bus, zu den hochrangigen Verkehrsmittel zu befoerdern.

Das mit dem Umgangston stimmt schon. Es ist halt wirklich nervig, immer wieder die gleichen Argumente zu hoeren, welche sich hauptsaechlich nur um die eigenen Beduefnisse drehen. So als wuerden einige einfach nicht realisieren wollen, um was es bei einer stark wachsenden Stadt ueberhaupt geht. Ich fuehle mich z.b nicht moralisch im Recht. Es sind halt Fakten. Die Gegenfrage ist klar. Wo soll man Wien verdichten? Im 23 wuenscht man sich das man es im 22 tut. Im 22 wuenscht man sich das man es im 23 tut. Es braucht halt Loesungen. Es wird in Zukunft auch nicht moeglich sein, jede neue Wohnsiedlung perfekt ans Oeffi Netz anzuschließen. Man wohnt halt weiter draußen. Dann muss kan vorher mit einem Bus zur Ubahn fahren usw. Das is doch in jeder Großstadt das Gleiche.

Und um die Gebaeudehohe geht es doch schon lange nicht mehr. 1100 Wohnungen sind jetzt auch nicht die Welt und bei der Stadtplanung wird man Plaene haben, dieses Gebiet ordentlich anzubinden.

Ich fuer meinen Teil kann dir schon sagen wieso ich dann bei meinen Antworten teilweise ein bisschen giftig reagiere. Ich kann diese Heuchelei nicht ausstehen.

Da werden Argumente wie der Tierschutz gemolken und zwar von Menschen, welche die Grillerei quasi erfunden haben. Oder ist das jetzt zu viel Klischee? Wie soll ich mir das vorstellen? Da werden jedes Jahr kiloweise Fleisch weggebruzzelt und waehrend man in sein saftiges Steak beisst, bewundert man die suessen Fuechse und Rehe in der Umgebung?

Des weiteren macht man sich Sorgen darum, das dieses Areal nicht gut genug an die Oeffis angebunden ist. Warum sollte dieser Acker im jetzigen Zustand auch angebunden sein. In Wirklichkeit machen sich diese Leute, die selber gerne mit dem Auto fahren, nur Sorgen, dass sie in Zukunft wegen Stau darauf verzichten muessen, anstatt sich darueber zu freuen, dass durch die neue Bebauung die Anbindung verbessert wird und man in Zukunft endlich aufs Auto verzichten kann. Im Grunde ist das sogar positiv. Irgendwann wirds ihnen dann mal reichen und sie werden auch auf die Oeffis umsteigen.

Und es gibt noch soviele Punkte. Die Kernfrage ist jene. Wo soll Wien verdichtet werden? Wir haben das eh schon mal ausgerechnet. Wien braucht bis 2025 100.000 neue Wohneinheiten. Wenn man alle großen Projekte der Stadtentwicklung einrechnet, fehlen da noch immer eine Menge. Das Argument, naja sie sollen halt bauen dort in den Entwicklungsgebieten bzw ueberall, nur nicht vor meiner Haustuer wird nicht funktionieren. Wem die Stadt zuviel Stadt wird, hat die Moeglichkeit sich zu veraendern. Des weiteren sind ja schon fast alle zentralen Areale verplant. 100.000 Wohneinheiten sind z.b 10 mal die Seestadt oder 200 mal Danube Flats und dort braucht man drei bis vier Jahre um ein Hochhaus umzusetzen.
So kanns nicht funktioneren. Am Umgangston kann und muss man sicher arbeiten. Aber wieso kommen wir hier immer in den Genuss alles verstehen zu muessen, waehrend man bei vielen das Gefuehl hat, dass sie die Gesamtsituation einfach nicht verstehen wollen. Es ist ja nicht so, dass die Kleingartensiedlungen oder das Hochhaus Neue Donau abgerissen werden. So wird es immer dargestellt. Als wuerde durch jedes neue Bauprojekt, die Lebensqualitaet der Anrainer auf ein Minimum gesenkt werden. So ist es aber nicht. Man koennte auch mal die positiven Aspekte und die Gesamtsituation betrachten, als immer nur um seine Ruhe und freien Straßen bzw Ausblick zu kaempfen...

Weil ja gerade im Bevoelkerungsthread ueber die Eingemeindung von Klosterneuburg diskutiert wird. Aufaellig ist ja, dass man nicht mal ueber die Grenzen von Wien schauen muss, um das gleiche Phaenomen in der Stadt zu finden. So benehmen sich z.b Leute, die am Stadtrand wie dem 23. Bezirk wohnen, aehnlich bzw fast wie NÖer. Das fuehlt sich fast so an, als wuerde man sich ueber die groeßenwahnsinnige Wiener Stadtplanung aufregen, welche einfach so ueber die Leute aus den Bundeslaender drueberfaehrt und
jetzt Teile des Bezirks fuer sich beanspruchen moechte. Und die BIs kaempfen jetzt fuer ihr Recht, sich ihre Souveraenitaet bewahren zu wollen. Ich mein, es ist halt schon noch immer Wien und man muss einer Stadt gewaehren, dass sie so wachsen darf, wie sie eben muss. Was frueher mal Stadtrand war, wird in 20 Jahren urbaner Raum sein. Eine Stadt darf das, Wien darf das.

Trotzdem hast du auch Recht. Der Umgangston passt nicht. Verstehe auch nicht wieso das mein Gemuet so leicht erhitzt. Vielleicht ist es diese Ignoranz, die ich einfach spuere. Ich liege mit meinen Ansichten auch nicht immer richtig, ich versuche mich aber stetig weiterzuentwickeln und mich wirklich damit auseinanderzusetzen. Weil mir persoenlich koennte es ja egal sein ob die Gartenstadt kommt oder nicht, bin ja kein Anrainer. Typisches Anrainerdenken funktioniert also auch bei Nichtanrainern.....
 

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Genau diese Heuchelei ist es ja was mich so aufregt, bei dem einen sind es die Ziesel, beim anderen die Fledermäuse und beim dritten die Erdhörnchen! In Wahrheit geht es bei diesen sogenannten BI immer nur um den eigenen Parkplatz für die drei Geländewagen pro Familie! Nur sagen trauen sie sich das halt nie! Noch dazu wo die meisten Kleingärtner eine Pacht zahlen die in Wahrheit ein Witz ist, war ja gut zu sehen in letzter Zeit als es nach 60 jahren um Erhöhungen ging! Herrlich auch immer der Irrglaube der Anrainer das es dort wo sie aktuell wohnen nie Grünflächen und Tiere gab!
Gibt die Stadt ständig nach werden wir wieder Zustände haben wie nach dem ersten Weltkrieg, da teilten sich wildfremde personen pro nacht eine Matratze!
 

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Kleingärtnerische Wohnbebauung klingt irgendwie putzig wenn man sich die Villen in diversen Kleingärten ansieht! Legt zusammen und kauft euch das Grundstück, dann machts halt einen Zoo daraus! Es gibt keine grössere Ressourcenverschwendung wie Kleingärten! Und ihr fahrts natürlich alle mit dem Fahrrad durch die gegend oder? Dann noch die grosse Sorge um die künftigen Nachbarn zwecks Konterminierung! Was spricht gegen einen angrenzenden Friedhof, einmal umfallen und schon liegt man richtig!
Und wer der Stadtregierung droht wählt meist sowieso seit Jahren blau!
Also Villen in Kleingärten gibt es nicht,...kurz zu Info: Kleingärten sind von der Bebauung her stark reglementiert!Die bebaute Fläche darf das Ausmaß von 50m2 und eine Gesamthöhe von 5,5metern nicht überschreiten,....also meinst du da bestimmt etwas anderes! ;).Die Gemeinte verkauft leider nicht,das ist halt die ander Sache,..Und nein ich fahre nicht mit dem Fahrrad,und viele der Familen dort wohnen ganzjahrig!Also stell dir unter dem Kleingarten nicht Menschen vor die dort arkriebisch ihren Rasen trimmen, denn das stimmt nicht.Die meisten Leute dort kennen sich alle untereinander jeder dort ist hilfsbereit, und die Leute grüßen sich alle!! und das mitten in Wien!....Ich kenn halt mittlerweile schon beide Seiten der Wohnmöglichkeiten,.....das "Wohngetto"in dem ich aufgewachsen bin, und halt den Rosenhügel"Kleingarten" und ich muss ganz ehrlich sagen,das ist Lebensqualität pur!! die ich nicht mehr missen möchte!!Auch sei gesagt(allen die nur aus Neid Äußerungen treffen), es kann sich jeder auf einen Kleingarnen anmelden, und ich kann es jeden nur empfehlen!! Ich finde es eine Ressourcenverschwendung wenn man solche letzten Ruhigen Gebiete zubetoniert!! um die Profitgier einiger weniger zu befriedigen, auf kosten der Allgemeinheit,....denn letztendlich legt der Steuerzahler wieder Geld drauf , sei es in Form von Mietbeihilfen, oder anderer Leistungen.Gegen den Friedhof spricht eigentlich nur die Angrenzung, spich die dadurch resultierende "Insellage"Ich bin erst gestern das Areal abgegangen,..un ganz ehrlich gesagt so groß ist das gar nicht,..aber am 24.6 seh ich dann das model von den ganzen das die Ma21 vorstell.Achja "Stadtregierung": nein ich drohe nicht,...und ich wähle (noch) nicht blau ;) Es gibt nun einmal weniger Simmen wenn die Stadtregierung über alles ohne Rücksicht auf verluste "drüberfährt" mir geht es darum, wie mit der Politischen Verantwortung in Wien umgegangen wird,...aber das brauch ich ja wohl nicht näher zu erklären.Wünsche noch einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht
 

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Das wird immer gleich bleiben. Wenn vor der Haustür eine größere Veränderung passiert, ist man bereit, auf die Barrikaden zu gehen. Überhaupt dann, wenn man in einem vergleichsweise privilegierten Wohnumfeld (Mitten in der Stadt im Grünen, Viellengegend, in einem Hochhaus mit Blick auf den Steffl,... lebt, da lohnt sich der Einsatz und der Erfolg ist greifbar. Das Denken ist nachvollziehbar. Es ist nicht allzu sozial, das Argument, dass eben alle in einer Gartensiedlung leben sollten, ist keins, dann hätten wir Los Angeles-Verhältnisse, und wer will solche?
 

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Du meinst das oder: http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,1020262

Wenn man googelt, gibts eh einige Fälle wo KGHäuser abgerissen werden müssen/sollen, gut find ich auch den:http://www.meinbezirk.at/wien-21-floridsdorf/chronik/familien-traum-droht-abriss-d418679.html

Konkret geht es um 18 Quadratmeter an verbauter Fläche, die laut Befund zu viel sind. 70.000 Euro würde der Umbau des Hauses kosten. Geld, dass die Jungfamilie mit zwei Kindern weder hat noch von der Bank geborgt bekommt. "Bei der Bauplanung meinte der Herr von der Baupolizei noch vor Zeugen zu uns, wir könnten ruhig ein wenig größer bauen, denn das mache hier eh jeder", meint Thomas Siegel.
Wenn das stimmt ists eine Sauerei solche Empfehlungen zu bekommen (Wurde da früher vielleicht wirklich nicht so streng auf diese "Details" geachtet? ). Aber trotzdem ist wohl jeder für sein Tun verantwortlich. 18m² sind ja auch nicht so wenig.
Und auf den Bildern sieht man wieder so ein bescheidenes "Klein"Gartenhaus. Mir kommts da schon bissl hoch! Als ob Kleingärten eingeführt wurden, um jungen Spießern den EFH-Traum auf kostbarem Grund zu erfüllen:eek:hno: Gemeinschaftsgärten und Grünflächen draus machen und gut is!
 

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Die meisten Leute dort kennen sich alle untereinander jeder dort ist hilfsbereit, und die Leute grüßen sich alle!! und das mitten in Wien!....Ich kenn halt mittlerweile schon beide Seiten der Wohnmöglichkeiten,.....das "Wohngetto"in dem ich aufgewachsen bin, und halt den Rosenhügel"Kleingarten" und ich muss ganz ehrlich sagen,das ist Lebensqualität pur!! die ich nicht mehr missen möchte!!Auch sei gesagt(allen die nur aus Neid Äußerungen treffen), es kann sich jeder auf einen Kleingarnen anmelden, und ich kann es jeden nur empfehlen!! Ich finde es eine Ressourcenverschwendung wenn man solche letzten Ruhigen Gebiete zubetoniert!! um die Profitgier einiger weniger zu befriedigen, auf kosten der Allgemeinheit,....denn letztendlich legt der Steuerzahler wieder Geld drauf , sei es in Form von Mietbeihilfen, oder anderer Leistungen.
Ich weiß ja nicht was ihr immer für irre Nachbarn in Mehrparteienhäusern habt! Und was ich schon von Steitereien zwischen Kleingärtnern gehört/gesehen habe!

Aber mal ernsthaft: DIE Ressourcenverschwendung in diesem Thread sind noch immer die Kleingärten!

Das mit der Mietbeihilfe versteh ich auch nicht ganz, sollte man die streichen, keine (geförderten) Wohnungen mehr bauen? Nur mehr Kleingärten, weil alles andere Profitmaximierung ist?
 

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Discussion Starter · #20 ·
Nicht das ich mich gerne tausend mal wiederholen möchte, aber wenn die Anrainer schon hier mit uns diskutieren wollen und überhaupt nicht auf das eingehen was eigentlich das Thema ist, würde ich gerne mal Vorschläge hören wie Wien in Zukunft wachsen soll!

Also 2 Fragen:

Was wünscht man sich am Emil-Behring-Weg statt der Gartenstadt? Ihr kennt ja die Pläne! Ist euch bewusst, dass durch diese Art der Bebauung viel grün erhalten bleibt und eben keine Betonwüste entsteht?

Wo soll Wien verdichtet werden? Wir bauchen ca 100.000 Wohnungen bis 2025! (Alle großen Stadtentwicklungsgebiete werfen ca 60.000 Wohnungen ab!)

Konkrete Vorstellung sind gefragt! Bitte keine Argumente wie:

- nicht hier
- woanders
- nicht hoch (ganz flach ist Ressourcenverschwendung, flache Gebäude müssen sich in die Breite ausdehen, bieten wenig Raum zum Wohnen und lassen wenig Spielraum für große Grünflächen)
- passend zur Umgebung (In einer Stadt kann eine Kleingartensiedlung nicht der Maßstab für das Stadtbild sein, wenn dann passen diese Siedlungen eher nicht zu einer Großstadt und sollten daher die Ausnahme sein)
- Zuwanderung stoppen bzw zusperren
- erzeugt zu viel Verkehr (Gegenargument: Einfach auf die Öffis umsteigen)

Danke!
 
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