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27. Juni 2007, Neue Zürcher Zeitung

Der Stadtrat legt eine Strategie zur Entwicklung einer 60 Hektaren grossen Industriebrache vor
Am Ostrand von Winterthur liegen rund 60 Hektaren Industrieland brach. Drei Bahnhöfe erschliessen es. Jetzt versucht die Stadt, Pflöcke für die Entwicklung des Gebietes einzuschlagen. Hochhäuser sollen es prägen.


bto. Wäre die Gaukler-Truppe «Karls kühne Gassenschau» nicht schon im zweiten Jahr auf dem Areal in Oberwinterthur zu Gast, müssten Winterthurs Werbeverantwortliche alles dafür tun, um sie zu verpflichten. Dank dem Freiluftspektakel sind bisher rund 100 000 Personen auf dieses Gelände im Osten der Stadt gekommen, das wenig Attraktionen, aber einiges Entwicklungspotenzial zu bieten hat. Rund 60 Hektaren gross ist das Gebiet zwischen den Bahnlinien nach St. Gallen und Frauenfeld, es hätten darauf also mehr als 120 Fussballfelder Platz. Am stadtnahen Westende sind Firmen wie Zimmer, Maag Gear und Burkhardt Compression niedergelassen. Im Osten stand einst Sulzers grosse Giesserei, die 2006 aber abgebrochen wurde.

«Kein gesichtsloses Meer von Bauten»
Nachdem das vorrangige Interesse der Stadtplaner jahrelang dem fast über Nacht frei gewordenen Sulzer-Areal in der Stadtmitte gegolten hatte, wendet sich der Stadtrat jetzt dem Gebiet in Oberwinterthur zu. Es liegt zwischen den Bahnhöfen Oberwinterthur, Grüze und Hegi, ist als Zentrumsgebiet von kantonaler Bedeutung ausgeschieden und hat laut Stadtpräsident Ernst Wohlwend enormes Potenzial. Der Winterthurer Stadtrat will jetzt dafür sorgen, dass die erwartete Entwicklung in gewissen Bahnen verläuft. «Wir wollen kein gesichtsloses Meer von aneinandergereihten Bauten», sagte dazu Winterthurs neuer Stadtbaumeister Michael Hauser. In Winterthur Ost soll vielmehr eine modellhafte Stadtentwicklung stattfinden. Gerade weil das Gebiet sozusagen keine Geschichte habe, biete sich für prägende Architektur eine grosse Chance, sagte Hauser. Wohlwend hofft, dass der neue Stadtteil ein eigenes Gesicht und Image bekommt.

Viel konkreter wurden Winterthurs Planer an einer Medienorientierung vom Dienstag allerdings nicht. Klar ist lediglich der Grundsatz, dass ein Nebeneinander von Hightech-Industrie und Nutzungen für Freizeit, Kultur und Wohnen entstehen soll. So sollen Bauherren entlang gewisser Achsen dazu verpflichtet werden, ihre Parterregeschosse so zu gestalten, dass diese für Publikumsnutzungen geeignet sind. Bestimmt sind auch die Angelpunkte, die für das Gebiet in Zukunft prägend sein sollen. Die Entwicklung soll von den drei Bahnhöfen ausgehen, wobei sie rund um den Bahnhof Hegi, der heute praktisch mitten in grünen Wiesen steht, beginnen soll. Identitätsbildende Wirkung soll langfristig auch die das ganze Gebiet durchmessende Sulzer-Allee bekommen. Laut Wohlwend sollen ihr entlang Hochhäuser entstehen. In welchem Zeitraum das Areal mutmasslich überbaut wird und wie viele Arbeitsplätze oder Wohnungen es beherbergen kann, lasse sich zurzeit kaum abschätzen.

Name gesucht
Eine Knacknuss bildet das Strassennetz. Das einst für die Öffentlichkeit unzugängliche Gebiet ist bis jetzt ungenügend erschlossen. Vom Stadtzentrum her ist es nur über zwei Bahnübergänge zu erreichen, die tagsüber pro Stunde bis zu 50 Minuten lang geschlossen sind. Und die Seenerstrasse im Osten führt durch Winterthurs Einkaufsquartier, in dem der Verkehr an Samstagen schon heute mehr stockt als rollt. Diese Probleme werde man jetzt angehen, sagte dazu Wohlwend. Ziel der Stadt müsse es dabei sein, die vom Kanton zwar vorgesehene, jedoch alles andere als prioritär behandelte Südostumfahrung der Stadt voranzutreiben.

Gesucht ist ausserdem ein Name für den neuen Stadtteil. Wohlwend persönlich favorisiert das schlichte «Hegi».
 

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Der Stadtrat legt eine Strategie zur Entwicklung einer 60 Hektaren grossen Industriebrache vor
Am Ostrand von Winterthur liegen rund 60 Hektaren Industrieland brach. Drei Bahnhöfe erschliessen es. Jetzt versucht die Stadt, Pflöcke für die Entwicklung des Gebietes einzuschlagen. Hochhäuser sollen es prägen.
Als Hochhaus kann alles mit über 6(?) Stockwerken betitelt werden. Ich denke da wird nicht an grosse Türme gedacht, sondern vielleicht an ein paar 30m Türmchen...

Wie war das? Winterthur....Die grösste Ansammlung von Bauerndörfern in der Schweiz ;)
 

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Resurrected
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Sei doch froh, wenn auch in den Zürcher Vororten etwas wächst, das entlastet das Zentrum :) Und Winti hat auch Kapazitäten. Immerhin ist es die am schnellsten wachsende Stadt der Deutschschweiz und nimmt die 100'000er-Hürde bevor Luzern babb sagen kann zu ihren Eingemeindungsplänen.

Man sieht sich am Albanifest nächstes WE :cheers:
 

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ausser Takt,aber taktvoll
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Schon nächstes WE? Danke für die Info! :)
Das Albanifest ist immer an dem Wochenende, an dem auch alle andern Dorffeste statt finden. Also, wann immer etwas los ist in mindestens drei Ortschaften in deiner Umgebung, dann ist auch das Albanifest. :nocrook: Ist doch einfach zu merken, oder?
 

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Resurrected
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Zwischen Juni und September sind ALLE Stadt- und Quartierfeste. Dazwischen ist in der Schweiz tote Hose :lol:

Freue mich aber v.a. auf die Badenerfahrt. Ist schon mein 3. oder 4. Mal (ja ich ben sooooooo alt :cheers: )
 

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Ölm
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Das Albanifest ist immer an dem Wochenende, an dem auch alle andern Dorffeste statt finden. Also, wann immer etwas los ist in mindestens drei Ortschaften in deiner Umgebung, dann ist auch das Albanifest. :nocrook: Ist doch einfach zu merken, oder?
Jep, Forellenfest ist dann auch. :cheers:
 

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überall zuhause
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27. Juni 2007, Neue Zürcher Zeitung

Der Winterthurer Stadtrat will jetzt dafür sorgen, dass die erwartete Entwicklung in gewissen Bahnen verläuft. «Wir wollen kein gesichtsloses Meer von aneinandergereihten Bauten», sagte dazu Winterthurs neuer Stadtbaumeister Michael Hauser. In Winterthur Ost soll vielmehr eine modellhafte Stadtentwicklung stattfinden. Gerade weil das Gebiet sozusagen keine Geschichte habe, biete sich für prägende Architektur eine grosse Chance, sagte Hauser. Wohlwend hofft, dass der neue Stadtteil ein eigenes Gesicht und Image bekommt./QUOTE]


Löbliche Einstellung

aber sollten wirklich Grosskonzerne oder sonstiges sich niederlassen, glaube ich kaum das Sie für den Stadtrat Architekturwettbewerbe o.ä. abhalten werden.

in der Schweiz ist das funktionelle Bauen eher wichtiger als das Repräsentative
 
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