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Eigentlich hätte ich mir einen Neuebau lieber an einem anderen Ort gewünscht. Gegenüber auf dem Carparkplatz inkl. Parkhaus oder wie halt "wieder einmal" in Züri West. So etwas top modernes und klotziges. Hier ist es wieder mal so eine richtige Kompromisslösung à la Züri und zerstört leider einer der schönsten Pärke unserer Stadt.

Aus der NZZ online von heute:

Alle gemeinsam für die Landesmuseum-Erweiterung
Einigung von Bund, Kanton und Stadt zur Finanzierung und zur Redimensionierung des Anbaus

Endlich besteht Einigkeit über die Finanzierung des Erweiterungsbaus des Landesmuseums. Von den auf 111 Millionen Franken veranschlagten Baukosten bezahlt der Bund 76 Millionen, die restlichen 35 Millionen übernehmen der Kanton und die Stadt Zürich. Die Architekten haben zudem das Volumen des umstrittenen Baus deutlich verkleinert.



mju. Das Projekt für den Erweiterungsbau des Landesmuseums in Zürich nimmt eine weitere wichtige Hürde. Bundesrat Pascal Couchepin, Regierungsrat Markus Notter und Stadtpräsident Elmar Ledergerber haben eine Übereinkunft in der Finanzierungsfrage gefunden, wie es in einer Mitteilung des Bundes heisst. Ursprünglich sollte der Bau bis zu 150 Millionen Franken kosten. Dank einer Redimensionierung kommt der Museumsflügel nun aber lediglich auf 111 Millionen Franken zu stehen. Der Bund ist bereit, 76 Millionen Franken zu übernehmen. Die restlichen 35 Millionen teilen sich die Stadt und der Kanton auf.

Parlamentsentscheide stehen an
Über die Baubotschaft und damit über den Finanzierungsanteil des Bundes müssen noch die eidgenössischen Räte befinden. 15 Millionen Franken des vorgesehenen Zürcher Beitrags stammen von der Stadt Zürich, wie Norbert Müller, Stabschef des Stadtpräsidenten, auf Anfrage sagte. Dieser Beitrag teilt sich auf in Sponsorengelder (5 Millionen Franken), Bauland (3,5 Millionen) sowie einen Kredit (6,5 Millionen). Die restlichen 20 Millionen Franken möchte der Kanton aus dem Lotteriefonds sprechen, wie Regierungsrat Markus Notter erklärte. Sowohl im Kanton wie auch in der Stadt sind Parlamentsentscheide zu diesen Beiträgen nötig. Notter ist zuversichtlich, den Kantonsrat für das Projekt gewinnen zu können. Schliesslich hätten sich im National- und im Ständerat Zürcher Politiker aus fast allen Parteien für den Erweiterungsbau eingesetzt.

Bis Ende 2007 wird nun das konkrete Bauprojekt erarbeitet, das Baugesuch soll im Frühjahr 2008 eingereicht werden. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt geht die Baubotschaft zur Beratung an die eidgenössischen Räte. Im günstigsten Fall kann der Erweiterungsbau 2013 eröffnet werden. Die gerichtliche Auseinandersetzung um die Erweiterung des Landesmuseums ist zwar vorerst abgeschlossen, weil der Zürcherische Heimatschutz und die Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur eine Einsprachefrist verpasst haben. Rekurse werden aber gegen die Erteilung der Baubewilligung möglich sein.

Die Möglichkeit eines Referendums gegen den Beschluss des Kantonsrats besteht nicht. Möglich ist ein Referendum jedoch gegen den Beschluss des Zürcher Stadtparlaments. Marcel Knörr, Präsident des Zürcher Heimatschutzes, ist zwar erfreut über die Reduktion des Anbauprojekts; hier habe die Gegnerschaft des Projekts eine Verbesserung erreichen können. Für Knörr bleibt der Anbau aber «gestalterisch fragwürdig». Er vertrete weiterhin die Meinung, der Platzspitz - immerhin die älteste Parkanlage Zürichs - müsse möglichst ungeschmälert erhalten bleiben. Ein Referendum gegen den städtischen Beitrag sei darum nicht ausgeschlossen.

Die Klärung der Finanzierung ist nicht die einzige gute Nachricht für das Landesmuseum. Die begleitende Baukommission hat Ende Mai auch den bereinigten Erweiterungsplänen der Architekten Christ und Gantenbein zugestimmt. Der fünfköpfigen Kommission gehören neben SVP- Ständerat Hans Hofmann auch Vertreter verschiedener Bundesämter an, darunter Frédéric Jauslin, der Direktor des Bundesamtes für Kultur. Die Architekten haben ihr 2002 aus einem Wettbewerb hervorgegangenes Projekt überarbeitet und die Nutzfläche um einen Drittel verringert.

Gemäss jetzigem Planungsstand ist der Anbau deutlich weniger hoch, wie Andreas Spillmann, interimistischer Direktor des Landesmuseums, auf Anfrage sagte. Blicke man vom Platzspitzpark in Richtung Museum, bleibe die Dachlandschaft des Altbaus sichtbar (siehe Bild). Auch der Westflügel werde vom Anbau nicht mehr verdeckt. Gemäss der ursprünglichen Planung wäre der Anbau bis fast an die Sihl verlaufen; auf den Teil vor dem Westflügel wird nun aber verzichtet. Neu sind laut Spillmann schliesslich auch zwei zackenförmige Einschnitte im Anbau. Damit präsentiere sich dieser nicht mehr als Riegel, sondern erlaube Blicke in den Innenhof des Museums. Umgekehrt schneidet der Anbau auch den Blick aus dem Hof in den Park nicht mehr ab. Stark verändert hat sich auch die Gestaltung der Fassade. Früher wirkte sie in Farbe und Form schwerfällig. Jetzt lehnen sich Material, Musterung und Farbe an den Altbau an. Schon länger ist bekannt, dass der Altbau entgegen den ursprünglichen Absichten integral erhalten bleibt, inklusive des Kunstgewerbe-Flügels auf der Limmatseite.

Ausstellungsfläche nicht verkleinert
Die Ausstellungsflächen im Anbau sind nicht verkleinert worden, wie Spillmann betont. Man habe aber bei einer Überprüfung des Bauprojekts Überkapazitäten bei anderen geplanten Räumen festgestellt. Neu wird es nicht zwei, sondern nur ein Restaurant geben. Im Anbau sind auch weniger Magazinräume eingeplant als bisher, weil im Rahmen der zurzeit laufenden Sanierung des Altbaus zusätzliche Flächen freigeräumt werden konnten. Reduziert wurde auch die anfangs vorgesehene Infrastruktur für Kongresse. Die Flächen im Erweiterungsbau werden vornehmlich für die Bibliothek sowie für Sonder- und Wechselausstellungen zur Verfügung stehen. Dazu kommt ein öffentlich zugänglicher Raum für Vernissagen, Vorlesungen und andere Veranstaltungen.

Andreas Spillmann darf sich nicht nur über gute Nachrichten bei der Finanzierung und Planung des Neubaus freuen. In der Periode seit Jahresanfang verzeichnete das Landesmuseum einen Besucherzuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spillmann schreibt diese Zunahme nicht nur den erfolgreichen Sonderausstellungen zu, sondern auch der attraktiver gestalteten Dauerausstellung. Ende 2006 hatte das Landesmuseum rückläufige Besucherzahlen vermelden müssen
 

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Naja

Ich finde es schade was da passiert. Der Platzspitz war mal (da haben wir alle noch nicht gelebt ;)) ein schöner, weiträumiger Park. Bis der Hauptbahnhof und das Landesmuseum gebaut wurden. Nun hat er zwar noch eine angenehme Grösse und der Blick auf das Landesmuseum ist auch schön. Wirklich ein schönes Plätzchen (auch im Vergleich zu vor 20 Jahren ;))

Nun soll ein Neubau das Landesmuseum ergänzen und dem Park noch mehr Platz wegnehmen + die Sicht auf das alte Gebäude teilweise verstellen. Finde das sehr schade. Ja sogar falsch. Aber sollte es nochmals eine Abstimmung o.ä. geben wäre ich trotzdem dafür. Einfach aus Prinzip weil ich nicht zu denen gehöre(n will), welche neues verhindern...

Bin trotzdem der Meinung, dass man den Neubau auch andernorts hätte unterbringen und das Landesmuseum auf zwei Standorte hätte verteilen können.

z.B.:
-Stadtraum HB. Wie schon in dem Thread angesprochen wäre ein Museum dort sicher nicht fehl am Platz. Warum nicht das Landesmuseum
-Central: Wie im Visionenthread wäre das doch auch ein Standort.
 

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bin ich eigentlich der einzige, der das landesmuseum (als gebäude) nicht sonderlich, bzw überhaupt nicht schön findet?
 

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Es ist purer Kitsch und architektonisch sicher nicht gerade wertvoll, aber ich bin mich halt seit Kindertagen daran gewöhnt, wie die meisten Mitbewohner. Und ein Globusprovisorium ist es jetzt auch nicht gerade :)
 

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Discussion Starter · #6 ·
Es ist purer Kitsch und architektonisch sicher nicht gerade wertvoll, aber ich bin mich halt seit Kindertagen daran gewöhnt, wie die meisten Mitbewohner. Und ein Globusprovisorium ist es jetzt auch nicht gerade :)
Klar ist es kitsch. Es ist ja auch im Historismus gebaut. Übrigens einer der ersten Betonbauten der Schweiz. Letztes Wochenende war ich Amsterdam. Dort bauen sie am Hafen mutige Projekte. Der Bahnhof und das Ryksmuseum welche in etwa aus der gleichen Zeit wie unser Landesmuseum und HB stammen und ebenfalls im "Schlösschen Stil" gaubt sind, werden aufwändig restauriert. Dort kommt niemand auf die Idee so etwas abzureissen oder zu verschanden.

Ich finde das Landesmuseum nicht nur ein absolut geiles Gebäude sondern es ist touristisch auch enorm wichtig und zudem ein Wahrzeichen für Zürich.
 

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ich find so gebäude eben nicht besonders schön. ein zeichen seiner zeit. wie das naturhistorische museum zu bern. mehr nicht.
 

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Ok, das Projekt wurde ziemlich verbessert. Das erste war potthässlich, jetzt wurde es ja redimensioniert und durchlässiger gemacht. So gefällt es mir eher.

Aber ich finde es auch grundsätzlich falsch etwas vors Landesmuseum zu bauen und dadurch den Platzspitz an dieser Stelle zu verkleinern. Aber auch einen 2. Standort für das Landesmuseum finde ich keine gute Idee. Eine viel bessere Lösung wäre die Erweiterung westlich des Landesmuseums, gegen die Sihl zu bauen. Dort könnte auch ein Teil auf der Sihl gebaut werden oder die ganze Erweiterung könnte über der Sihl gebaut werden. In Kombination mit dem Fluss, dem alten Landesmuseum und dem Park, liesse sich an dieser Stelle echte Spitzenarchitektur realisieren!
 

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Discussion Starter · #10 ·
Ok, das Projekt wurde ziemlich verbessert. Das erste war Potthässlich, jetzt wurde es ja redimensioniert und durchlässiger gemacht. So gefällt es mir eher.

Aber ich finde es auch grundsätzlich falsch etwas vors Landesmuseum zu bauen und dadurch den Platzspitz an dieser Stelle zu verkleinern. Aber auch einen 2. Standort für das Landesmuseum finde ich keine gute Idee. Eine viel bessere Lösung wäre die Erweiterung westlich des Landesmuseums, gegen die Sihl zu bauen. Dort könnte auch ein Teil auf der Sihl gebaut werden oder die ganze Erweiterung könnte über der Sihl gebaut werden. In Kombination mit dem Fluss, dem alten Landesmuseum und dem Park, liesse sich an dieser Stelle echte Spitzenarchitektur realisieren!
Genau meine Meinung. Zudem könnte man auch noch diese Carparkplatz opfern. Für den findet sich bestimmt ein anderer Standplatz oder eine andere Lösung.
 

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Genau meine Meinung. Zudem könnte man auch noch diese Carparkplatz opfern. Für den findet sich bestimmt ein anderer Standplatz oder eine andere Lösung.
Da haette ja mal der "Swiss Tower" gebaut werden sollen. War vor knapp 10 Jahren ein Projekt, ist aber inzwischen abgeblasen worden.
 

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Geld für Ausbau des Landesmuseums bewilligt

nzz.ch 22.06.09

Der Zürcher Kantonsrat hat für die Erweiterung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt.

(sda) Der geplante Erweiterungsbau für das Schweizerische Landesmuseum in Zürich hat eine wichtige finanzielle Hürde genommen. Der Zürcher Kantonsrat hat für das Projekt 20 Mio. Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt.

Die Vorlage des Regierungsrates wurde mit 139 zu 21 Stimmen deutlich angenommen. Gegen den Kantonsbeitrag an das 111-Mio.-Franken-Projekt stimmten die Grünen und einige wenige SP-Mitglieder.

Es handle sich um eine klare Bundesaufgabe, wurde argumentiert. Von einem «bitteren Nachgeschmack» sprachen auch Befürworterinnen und Befürworter des Kantonsbeitrags. Die Qualtität und Bedeutung des Landesmuseums wurde nicht in Frage gestellt.

Regierungsrat Markus Notter (sp.) zeigte zwar Verständnis für den Ärger dem Bund gegenüber, der beispielsweise den Kanton Zürich für den Bau der SBB-Durchmesserlinie zu einer Vorfinanzierung verpflichtet habe. Die Beteiligung des Kantons Zürich sei allerdings durchaus gerechtfertigt, da das Landesmuseum eben auch die Funktion eines kantonalzürcherischen Museums habe.

Verweis auf Standortvorteile

Der Kanton Zürich habe nämlich sämtliche historisch wertvollen Sammlungsgegenstände dem Landesmuseum zur Aufbewahrung und Präsentation übergeben. Durch den Ausbau des Museums verbessere sich auch die Chance, dass das zürcherische Sammelgut ausgestellt werde, sagte Notter.

Die Befürworter des Kantonsbeitrages verwiesen auch auf die Standortvorteile für Zürich durch die «kulturhistorisch wichtige Institution». Sie habe einen grossen Werbeeffekt und locke alljährlich viele Besucherinnen und Besucher nach Zürich. Das Landesmuseum bemühe sich mit Erfolg darum, sein verstaubtes Image abzustreifen, hiess es weiter.

3000 Quadratmeter zusätzlich

Der brückenartige Erweiterungsbau schafft Platz für Wechselausstellungen, eine Bibliothek, ein Mehrzweck-Auditorium sowie ein Restaurant, dessen Öffnungszeiten über diejenigen des Museums hinausgehen.

Insgesamt kosten die 3000 Quadratmeter zusätzliche Publikumsfläche 111 Mio. Franken, wovon der Bund mit 76 Mio. Franken den grössten Anteil übernimmt. Nebst dem Kanton Zürich soll sich die Stadt Zürich mit 10 Mio. beteiligen. Private steuern 5 Mio. Franken bei.
100 Jahre Platzmangel

Das Schweizerische Landesmuseum beim Zürcher Hauptbahnhof wurde 1898 eröffnet. 1906, also nur acht Jahre später, herrschte erstmals Platzmangel. In den 20er- und 40er-Jahren wurden mehrere Erweiterungsprojekte in Angriff genommen, allerdings ohne Erfolg.

Erst in den 90er-Jahren wurde die Diskussion darüber wieder aufgenommen. Am 4. April 2000 schrieben die zuständigen Bundesinstanzen schliesslich einen öffentlichen Wettbewerb aus, aus dem das vorliegende Projekt hervorging.
 

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Das Landesmuseum darf wachsen

Über 60 Prozent der Zürcher Stimmbevölkerung stimmen Kantonsbeitrag zu


So könnte das neue Landesmuseum dereinst aussehen. (Bild: PD)Zoom

So könnte das neue Landesmuseum dereinst aussehen. (Bild: PD)
Der Erweiterungsbau des Landesmuseums kann gebaut werden. Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich sagen Ja zum Standortbeitrag von 20 Millionen Franken. Nein sagt der Kanton Zürich ebenso klar zur ACS-Verkehrssicherheits-Initiative.


a.k. Schon die erste Hochrechnung des Kantons zeigte eine ganz klare Zustimmung für den Beitrag an die Erweiterung des Landesmuseums. Am Ende kam es zu einem Ja-Stimmen-Anteil von 62,3 Prozent. 111 Millionen Franken kostet das gesamte Bauvorhaben, der Kanton beteiligt sich mit 20 Millionen. Im letzten Sommer bewilligte der Souverän der Stadt Zürich seinen Beitrag von 10 Millionen Franken, zum Teil in Form des benötigten Baulands. Der Rest besteht aus Beiträgen des Bundes und einem kleinen Sponsoringbeitrag.

Damit zeichnet sich ab, dass der Erweiterungsbau nach den Plänen des Archiekturbüros Christ & Gantenbein im Zürcher Platzspitz gebaut werden kann. Neben den Finanzen sind auch die baurechtlichen Fragen geklärt: Sowohl der Gestaltungsplan als auch die Baubewilligung sind rechtskräftig. Offen bleibt noch, ob die Gegner des Projekts wie einst angekündigt eine Stimmrechtsbeschwerde einreichen werden.

Nein zu ACS-Initiative
Ebenso deutlich wie die Zustimmung zum Museumsbeitrag ist die Ablehnung der ACS-Verkehrssicherheits-Initiative. Nur gerade 26,7 Prozent haben die Initiative unterstützt. Einzige die FDP hatte die Ja-Parole herausgegeben.

Quelle: www.nzz.ch
 

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Weitere Runde im Knatsch um das Landesmuseum

Stimmrechtsbeschwerde gegen den Erweiterungsbau geht vor das Bundesgericht

Das Bundesgericht muss entscheiden, ob der Kanton Zürich den Erweiterungsbau für das Landesmuseum mit einem Beitrag aus dem Lotteriefonds mitfinanzieren darf. Die kantonale Volksabstimmung vom 13. Februar war angefochten worden.

(sda) Der Regierungsrat teilte mit, er sei auf die Beschwerde nicht eingetreten und habe sie ans Bundesgericht weitergeleitet. Die Frage der Rechtmässigkeit des Beitrags müsse zuständigkeitshalber vom Bundesgericht festgestellt werden.

Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich hatten am 13. Februar mit 62,3 Prozent Ja-Stimmen entschieden, den Erweiterungsbau mit 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu unterstützen. Nach Ansicht der Beschwerdeführer ist die Verwendung eines solchen Beitrages aus dem Lotteriefonds allerdings bundesrechtswidrig.

Beschwerde zu spät eingereicht
Die Beschwerdeführer hatten ausserdem moniert, die Visualisierung des Erweiterungsbaus sei in der Abstimmungszeitung verfälscht gewesen.

Die Frist für eine Anfechtung der Abstimmungszeitung wurde gemäss einer Mitteilung des Regierungsrats aber verpasst. Die Mängel hätten innert fünf Tagen nach Erhalt der Abstimmungszeitung geltend gemacht werden müssen, in jedem Fall aber vor der Abstimmung. Die Kantonsregierung trat deshalb gar nicht erst auf die Beschwerde ein.

Quelle: www.nzz.ch
 

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Endlich? Die sollen gefälligst noch bis zum Sommer warten damit in den Park noch ein letztes Mal geniessen kann! Es ist zum heulen! :cry:

Der grösste architektonische Verlust seit vielen Jahren!
 

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jupp, wärend anderswo schöne filigrane, ästhetisch ansprechende prunkbauten gebaut werden, wird hier auf die alternativ, aber hässlich karte gesetzt. ich hoffe das ding wird dann vollgesprayt... vom verlust einer wunderbaren grünfläche mal abgesehen schon unpassend... hauptsache irgendwelche "spirituelle" architekten können ihren ***** irgendo in die gegend pflanzen und ihr ego bisschen boosten.
 

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„Die Erweiterung wird 1300 des 36'400 Quadratmeter grossen Platzspitz-Parks beanspruchen.“

Naja, hätte schlimmer kommen können… bleiben ja noch ein paar Quadratmeter an Grünflächen übrig :)
 

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Es geht nicht um die Menge an Grünfläche, es gibt viele andere Parkanlagen in der Stadt, aber dieser Park ist neben dem Garten vom Haus zum Rechberg der einzige Schlossgarten. Mit dem Erweiterungsbau wird das Ensemble zerstört.
 

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Mir gefällt das Projekt sehr gut. Finde ich klasse dass der Bau von Gull ergänzt wird. Passt gut und der Park wird dadurch also nun wirklich nicht beeinträchtigt!
 
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