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Ölm
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Discussion Starter · #1 · (Edited)
Hier infos und Bilder zu diesem Projekt im Süden von Zürich:






Wikipedia infos:
Auf dem Areal der ehemaligen Sihl Papier-Fabrik entsteht auf rund 100'000m2 Mietfläche ein neuer Stadtteil mit einem vielfältigen Angebot wie Gastronomie, Einkaufszentrum, Multiplexkino, Unterhaltungsangebote, Fitness/Wellness- und Gesundheitsbereich, Diskothek, Hotel, Dienstleistungsflächen und Stadtwohnungen. Sihlcity liegt im Stadtteil Wiedikon im Zürcher Stadtkreis 3

nvestoren

Die Miteigentümergemeinschaft Sihlcity besteht aus fünf Immobilienanlagegefässen der Bauherrin Credit Suisse sowie einer börsenkotierten Immobilieninvestmentgesellschaft.

* Credit Suisse 1a Immo PK (25.0%)
* CSA Real Estate Switzerland (16.5%)
* Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss (12.9%)
* Credit Suisse Real Estate Fund Siat (11.6%)
* Credit Suisse Real Estate Fund Property Plus (9.8%)
* Swiss Prime Site AG (24.2%)

Das Investitionsvolumen beträgt ca. 620 Mio. Schweizer Franken. Die geschätzten Mieteinnahmen belaufen sich auf ungefähr 40 Mio. Schweizer Franken pro Jahr.

Bau

Seit dem 1. Juli 2003 wird an der Sihlcity gebaut. Für den Bau des vom Architektenbüro Theo Hotz entworfenen Projekts, welches für sich beansprucht, das grösste private Hochbauprojekt der Schweiz zu sein, wurde als Totalunternehmerin die Karl Steiner AG verpflichtet. Die Sihlcity soll im Frühling 2007 eröffnet werden.

Nutzung

In der Sihlcity sind neben 10 Gastronomiebetrieben und 90 Verkaufsläden ein Four Points by Arabella Sheraton-Hotel mit 132 Zimmern sowie eine Diskothek, ein Kulturhaus, ein Gesundheits- und Wellnessbereich und 16 Stadtwohnungen geplant.

Durch die Stöckli Holding wird ein Multiplex-Kino mit 9 Sälen und rund 2200 Plätzen betrieben werden. Damit wird der Arena Filmpalast eines der grössten Kinos in der Stadt Zürich.

Neben den 2300 Arbeitsstellen, welche es in der Sihlcity geben wird, werden täglich ca. 20'000 Besucher erwartet.

Nettomietfläche (insgesamt) ca. 97'000 m2
Verkaufsfläche ca. 41'000 m2
Dienstleistungsfläche ca. 24'000 m2
Kultur, Kino & Hotel ca. 19'000 m2
Gastronomie, Fit-/Wellness, Wohnungen, Lager ca. 13'000 m2

Verkehr
Auto

Die Sihlcity ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Verkehr problemlos erreichbar. Mit dem Autobahnanschluss Zürich-Brunau (Richtung Chur), sowie dem sich noch im Bau befindlichen Uetlibergtunnel (Westumfahrung Zürich: Eröffnung 2008) ist Sihlcity direkt per Auto erreichbar. Für die Besucher wird es 850 Parkplätze geben.

Einsprache des VCS

Aufgrund des zu erwartenden Mehrverkehrs, den Sihlcity verursachen wird, hat der Verkehrs-Club der Schweiz Einsprache gegen das Bauvorhaben erhoben. Die Bauherrschaft konnte sich allerdings mit dem VCS einigen, sodass dieser seine Einsprache zurückzog. Sihlcity darf nun täglich nicht mehr als 10000 Autofahrten verursachen. Ansonsten müssen die Betreiber Gegenmassnahmen (z.B. Parklplatzgebühren erhöhen) treffen.

Öffentlicher Verkehr

Auch mit dem öffentlichen Verkehr ist die Sihlcity gut erschlossen. Neben den VBZ-Buslinien 33, 67 und 89 verkehrt auch die Tramlinie 13 in nächster Nähe. Mit der Haltestelle Saalsporthalle ist die Sihlcity durch die Sihltalbahn direkt mit dem Zürcher Hauptbahnhof verbunden.
 

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Die meisten Ladenflächen der Überbauung Sihlcity sind vermietet

6. September 2006, Neue Zürcher Zeitung


Eröffnung des riesigen Einkaufs- und Freizeitcenters im Süden Zürichs im März 2007

In rund einem halben Jahr wird das Freizeit- und Einkaufszentrum Sihlcity auf dem Areal der früheren Papierfabrik im Süden Zürichs eröffnet. Der grösste Teil der Gastronomie- und Ladenflächen ist vermietet, von den Büroflächen hingegen ist noch nicht einmal die Hälfte weg.



mju. 1999 begann die Karl Steiner AG mit der Entwicklung des Grossprojekts Sihlcity auf dem Areal der früheren Papierfabrik im Süden Zürichs. Das Einkaufs- und Freizeitcenter wird nach dem Glattzentrum das zweitgrösste Einkaufszentrum der Schweiz sein. Dazu kommen aber noch 9 Kinosäle, Restaurants, Büros, ein Klub und ein paar Wohnungen. Die an der Giesshübel- und der Allmendstrasse gelegene Anlage wird am 22. März 2007 eröffnet. Ein Grossteil der Fläche ist vermietet, wie an einer Medienkonferenz bekanntgegeben worden ist.

Restaurant-Meile
Erstmals vorgestellt wurden die Mieter der Restaurantflächen. 13 Anbieter mit unterschiedlichster kulinarischer Ausrichtung gruppieren sich rund um den Platz im Zentrum der Anlage. Vertreten sind die Ketten Starbucks und Burger King; der amerikanische Hamburger-Brater eröffnet seine zweite Stadtzürcher Filiale, die erste findet sich beim Bahnhof Oerlikon. Spezialitäten aus verschiedenen Ländern bieten das «Hong Kong Food Paradise» (asiatisch), das «King's Kurry» (indischer Imbiss) sowie das «Tepuy» (südamerikanisch). Gut vertreten ist die italienische Küche: Die aus Hamburg stammende Restaurantkette Vapiano eröffnet ein Lokal; Pizza und Pasta werden an einer langen Theke vor den Augen der Gäste zubereitet. Dazu kommen die Kaffeebar Segafredo und die Gelateria Leonardo. Ein kleineres Restaurant der Candrian Catering AG wird mediterrane Küche anbieten, das «Oh là là» kocht saisongerechte Gerichte.

Kulinarisch ambitionierter sind das Restaurant im Hotel Four Points / Sheraton und das Design-Restaurant namens Rüsterei, das in einem der wenigen erhaltenen Altbauten geplant ist. Für die Einrichtung dieses Lokals ist der Künstler Heinz Julen verantwortlich. In der «Rüsterei» und im Hotelrestaurant findet sich auch eine Bar. Wer sich überessen hat, kann sich in einem Spa mit asiatischem Touch erholen. Es soll eine Inneneinrichtung von hoher architektonischer Qualität erhalten. Ist man wieder fit, kann man sich in der geplanten Disco müde tanzen. Diese soll ein etwas älteres Publikum ansprechen und bereits direkt nach Büroschluss Ausgehfreudige anlocken. Wer es danach nicht mehr nach Hause schafft, kann in einem der 132 Hotelzimmer schlafen. Das Hotel ist allerdings eher auf Geschäftsreisende denn auf Nachteulen und Touristen ausgerichtet: Zuoberst können 8 Konferenzräume gebucht werden. Offen ist, wie das sogenannte Kulturhaus am zentralen Platz genutzt werden soll. Denkbar wäre, dass im Altbau Konzerte und Ausstellungen stattfinden.

Die 41 000 m[2] umfassende Verkaufsfläche ist bis auf ein paar kleinere Lokale vermietet. In die 80 Verkaufsläden werden vor allem bekanntere Ketten einziehen; ein erheblicher Anteil der Geschäfte bietet Kleider an. Immerhin gibt es einzelne Schweizer Premieren zu vermelden. Der dreistöckige Altbau unmittelbar bei der Tramhaltestelle Utobrücke wird vom deutschen Modehaus Peek & Cloppenburg gemietet. Dazu kommen die schwedischen Modegeschäfte Filippa K und The Shirt Factory. Neue Marken im hiesigen Markt sind auch Palmers (Dessous und Unterwäsche, Österreich) und Möve (Wohntextilien und Accessoires, Deutschland).

Von den insgesamt 16 teuren Wohnungen sind 12 vermietet. Weniger rosig sieht die Situation bei den Büroflächen aus. 9000 m[2] der 24 000 m[2] werden von der Credit Suisse belegt. Sihlcity gehört einer Miteigentümergemeinschaft, in der dieselbe Bank die Hauptrolle spielt. Die Büros werden aber dennoch zu einem marktüblichen Preis an die Bank vermietet, wie Gesamtprojektleiter Conradin Stiffler betonte. Für fast die gesamte übrige Fläche werden noch Mieter gesucht.

Hohe Dichte
Die vom Architekturbüro Theo Hotz geplante Überbauung präsentiert sich als eine Sinfonie aus Glas, Beton und Backstein. Am zentralen Platz bleiben ein altes Industriegebäude und ein Kamin bestehen. Die bauliche Dichte ist hoch, die Gebäude stehen nahe beieinander und erheben sich imposant über den Köpfen der Besucher. Die enge Bebauung führt allerdings auch dazu, dass man beispielsweise aus gewissen Hotelfenstern auf eine gegenüberliegende Wand blickt. Diese ist zwar sehr schön betoniert, bleibt aber dennoch eine Wand.

Die Betreiber erwarten pro Tag 20 000 Besucher. Sie sollen primär mit dem öffentlichen Verkehr anreisen, zur Verfügung stehen nur 850 Parkplätze. Laut dem designierten Betriebsleiter Dieter Bosshard soll jeder 22. Kunde mit dem Auto kommen; im Glattzentrum ist es jeder 5. Neben der SZU und dem Tram 13 verkehrt in wenigen Jahren neu die Linie 5 in Richtung Binz. Zudem wird künftig ein Nachtbus vor dem Areal halten. Für den Autoverkehr gilt ein mit dem VCS ausgehandeltes Fahrtenmodell. In Gehdistanz zu Sihlcity wohnen 40 000 Menschen, 50 000 weitere arbeiten im selben Gebiet. Die Betreiber der Anlage setzen ihre Hoffnungen darauf, dass sich im Einzugsgebiet rund um Sihlcity eine enorme Kaufkraft konzentriert. Die Dichte an Einkaufszentren lag im schweizweiten Vergleich bisher tief. Die Anlagekosten für den Bau betragen 620 Millionen Franken. Weitere 100 bis 150 Millionen Franken nehmen die Mieter in die Hand, um die Räume nach ihren Wünschen auszubauen.
 

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Hab es gelesen - zufällig war ich gestern da unterwegs und habe ein paar Fotos geschossen. Werde sie bei Gelegenheit mal hier publizieren ;)
 

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Now you can walk trough Sihlcity and take a look from outside the buildings. The S-Bahn-Stations second plattform is going to be finished soon and the openning is at 22 March.

I heard, that it's allready known, that there will open a Burger King, a 9-Screen Cinema, a new Club which brings 5 Clubs together under one roof and which will be the biggest Club in Zurich. So the Sihlcity will truly be a nightlife-center.
 

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Noch 40 Tage bis zur Eröffnung

10. Februar 2007, Neue Zürcher Zeitung


Ein Kino mit fünf Dimensionen, 78 Läden und eine Disco in der Disco
Noch 40 Tage bis zur Eröffnung des Freizeit- und Einkaufszentrums Sihlcity im Süden Zürichs - Läden und Büros fast komplett vermietet



mju. Am 22. März wird im Freizeit- und Einkaufszentrum Sihlcity im Süden Zürichs Eröffnung gefeiert. 40 Tage vorher herrscht auf der Baustelle ein Treiben wie in einem Bienenhaus. Überall stehen Paletten mit Material, das für den Innenausbau der Mietflächen benötigt wird. Während im neuen Hotel Four Points by Sheraton bald schon der Testbetrieb beginnt, starren einem in der Shopping-Mall da und dort noch rohe Mauern entgegen. Die Fassaden- und Aussenarbeiten an der insgesamt 620 Millionen Franken teuren Überbauung sind beendet, die Räume wurden den Mietern für den Innenausbau übergeben. Gesamtprojektleiter Conradin Stiffler ist mit dem Stand der Arbeiten zufrieden, auch wenn er einräumt, dass die Nervosität bei allen Beteiligten auf den Eröffnungstag hin zunimmt.

Die Credit Suisse zieht ein
Zufrieden kann Stiffler auch mit dem Vermietungsstand sein. Die insgesamt vermietbare Fläche beträgt 97 000 Quadratmeter; frei sind nur gerade noch 700 Quadratmeter. Noch vor einem halben Jahr waren bei den Büros Leerstände zu verzeichnen gewesen. Hauptmieterin war damals die Credit Suisse, die 9000 der insgesamt 24 000 Quadratmeter grossen Bürofläche belegen wollte. Inzwischen hat die Grossbank noch einmal massiv ausgebaut und sich weitere Flächen gesichert. Sihlcity gehört zwar einer Miteigentümergemeinschaft, in welcher die Credit Suisse die Hauptrolle spielt. Für die Büros muss die Bank aber trotzdem marktübliche Preise zahlen.

Sihlcity wird nicht nur das Einkaufs- und Freizeitangebot im Süden Zürichs massiv vergrössern. Die Anlage wird auch mit einigen interessanten Neuerungen aufwarten, zum Beispiel dem Hauslieferdienst. Dieser wird von Züriwerk aufgezogen, einer Stiftung für geistig behinderte Menschen. Für fünf Franken können sich Besucher von Sihlcity ihre Einkäufe nach Hause bringen lassen, wie Stiffler erklärt. Angeboten wird der Service für die ganze Stadt. In der näheren Umgebung benutzen die Transporteure ein Elektrovelo mit Anhänger, für weiter entfernte Adressen kommt der öffentliche Verkehr zum Zug.

Kino für alle Sinne
Ungewöhnliches bieten auch die neun Kinosäle. Sie verfügen neben Sesseln auch über Logen mit je zwei Sitzplätzen. Die Logen sind weder vom Operateur noch vom restlichen Publikum einsehbar. Ein Kühlschrank - übrigens ein licht- und geräuschloses Modell - enthält allerlei Getränke und Snacks. Für 90 Franken erhält man einen Schlüssel und einen Kinofilm lang Zeit, die Minibar zu leeren, den Film zu schauen oder sich sonstwie zu verlustieren. Ein Saal wird zudem sogenanntes 5-D-Kino bieten: Zu sehen sein werden 3-D-Filme, die dazu aber noch fühlbar und riechbar sind. Die Kinostühle bewegen sich, kleine Düsen sondern Gerüche oder Wasserspritzer ab. Die gezeigten Filme haben nicht Spielfilmlänge, sondern dauern insgesamt zwanzig bis dreissig Minuten. Im Januar wurde ein Kino dieser Art in Berlin eröffnet, zwei weitere finden sich in Wien und Linz.

Einiges bieten dürfte künftig auch die in Sihlcity geplante Disco. Sie hat Platz für maximal 2050 Besucherinnen und Besucher. Die Gäste müssen aber nicht alle zur gleichen Musik tanzen; neben dem Haupt-Dancefloor gibt es verschiedene kleine Räume, in denen andere Musik gespielt wird. Ein ausgeklügeltes Soundsystem und eine aufwendige Schalldämmung werden dafür sorgen, dass sich die verschiedenen Musikstile nicht in die Quere geraten.

Eröffnet wird Sihlcity am Wochenende des 22. März mit verschiedenen Aktivitäten der Mieter. Die Läden werden danach Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr ihre Türen offen halten.
 

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Mit der Linie 5 zur «Sihlcity»

15. Februar 2007, 13:34, NZZ Online



Erschliessung des neuen Einkaufszentrum durch den öffentlichen Verkehr

Das neue Einkaufszentrum Sihlcity im Zürcher Brunauquartier soll zusätzlich durch die Tramlinie 5 erschlossen werden. Pünktlich zur Eröffnung im März soll die Linie über den Bahnhof Enge hinaus verlängert werden.



Das neue Einkaufszentrum Sihlcity im Zürcher Brunau-Quartier soll ans Tramnetz angeschlossen werden. Dazu wird die Linie 5 verlängert. Die Tramlinie 5 endet heute am Bahnhof Enge. Neu wird sie parallel zur Linie 13 in Richtung Albisgüetli bis zur Station Laubegg weitergeführt, wie die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) am Donnerstag mitteilten.

Die Verlängerung hatten die VBZ ursprünglich erst per Ende 2008 geplant. Nun werde sie aber pünktlich auf die Eröffnung von «Sihlcity» am 22. März vorgezogen. Die Betriebskosten für rund zwei Jahre (wegen der vorzeitigen Einführung) übernimmt die Miteigentümerschft von Sihlcity.

Hintergrund der zusätzlichen Erschliessung mit dem ÖV sind strenge Auflagen der Stadt zum Verkehrskonzept. Gemäss dem mit der Baubewilligung vorgegebenen Fahrtenmodell wurde nur eine beschränkte Anzahl Parkplätze bewilligt. Der erwartete Ansturm von täglich rund 20'000 Besucherinnen und Besuchern muss zu 60 Prozent mit dem öffentlichen Verkehr bewältigt werden.

Neben der neuen Tramlinie ist das «Sihlcity» daher mit einer zusätzlichen Tramlinie, mehreren Bussen und durch eine S-Bahn-Linie erschlossen.

Mit «Sihlcity» entsteht in Zürich-Süd eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz. Für insgesamt rund 800 Millionen Franken werden auch 13 Gastrobetriebe, neun Kinosäle, ein Hotel und eine Wellness-Oase realisiert.
 

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8800 Fahrten pro Tag sind genug

Tages-Anzeiger vom 16.03.2007


Werden die 805 Parkplätze der Sihlcity reichen?


Sihlcity erwartet täglich 20'000 Besucher. Öffentlichen Verkehr hat es dort viel, Parkplätze vergleichsweise wenig. Ob das aufgeht, ist die Frage, die sich im Quartier Wiedikon stellt.

Von Jürg Rohrer

60 Prozent der Besucherinnen und Besucher sollen sich mit dem öffentlichen Verkehr ins Einkaufs- und Vergnügungszentrum im Süden Zürichs stürzen, oder mit dem Velo oder zu Fuss - so sieht es das Verkehrskonzept vor. Das Angebot ist tatsächlich hervorragend: Die Sihltalbahn S 4 hält im 20-Minuten-Takt, in den Stosszeiten gar im 10-Minuten-Takt direkt neben Sihlcity - auch wenn die gestern Donnerstag feierlich eröffnete neu gestaltete Haltestelle weiterhin Saalsporthalle heisst.



Im 6-, 7- oder 8-Minuten-Rhythmus fahren die Trolleybusse der Linie 33 und die Trams der Linie 13 beim Sihlcity-Haupteingang vor - die Haltestelle heisst Utobrücke. Die Buslinie 89, von Altstetten und vom Friesenberg her, fährt direkt ins Untergeschoss des Freizeittempels. Zudem wird ab 22. März die Tramlinie 5 vom Tessinerplatz bis Laubegg verlängert, sodass Sihlcity auch bequem vom Bellevue und vom Zürichberg her erreicht werden kann. Nachtschwärmer können am Wochenende überdies in den Nachtbus N 12 torkeln.

40 Prozent der 20'000 Besucher kommen gemäss Erwartungen der Investoren mit dem Auto, also 8000 Personen. Ihnen stehen genau 805 Parkplätze zur Verfügung. Mehr hat die Stadt nicht bewilligt, da die Zürcher Luft ein Sanierungsfall ist. Zum Vergleich: Das Einkaufszentrum Glatt, das eine ähnlich grosse Verkaufsfläche hat, verfügt über 4750 Parkplätze.

Kompromiss mit dem VCS
Kein Wunder, dass der Projektentwickler von Sihlcity - die Karl Steiner AG - gern mehr Parkplätze gehabt hätte; kein Wunder, wollte der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) weniger. Die beiden haben sich in der Mitte gefunden und einen Kompromiss geschlossen - nach «harten, aber fairen» Gesprächen, wie sie Anfang 2003 gemeinsam kundtaten.

Das Fahrtenmodell Sihlcity sieht so aus: Die 805 Parkplätze, die allen offen stehen, dürfen im Durchschnitt eines Jahres ab 2012 höchstens 8800 Autofahrten pro Tag erzeugen - also 4400 Einfahrten und 4400 Ausfahrten. Die Fahrten werden über die Schranken automatisch gezählt, Ende Jahr zusammengerechnet und der Stadt zur Kontrolle vorgelegt. 8800 Fahrten pro Tag werden erreicht, wenn die motorisierten Besucher im Schnitt mindestens zwei Stunden parkieren.

Das Tarifsystem ist so angelegt, dass es weder zum Kurz- noch zum Langzeitparkieren reizt: 1 Stunde kostet 4 Franken, 2 Stunden kosten 5, 3 Stunden 8, 4 Stunden 11 und 5 Stunden 14 Franken. Danach schenkts richtig ein: 6 Stunden kosten 25 Franken, 8 Stunden 35. Nach Auskunft von Conradin Stiffler, dem Gesamtprojektleiter von Sihlcity, entsprechen diese Tarife im Durchschnitt den Parkhäusern in der Zürcher Innenstadt; erst ab fünf Stunden liegt Sihlcity über dem Mittel.

Die Angestellten des Einkaufs- und Vergnügungszentrums haben im Parkhaus keine reservierten Parkplätze. Von ihnen wird erwartet, dass sie grösstenteils mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit fahren oder - falls sie nachts arbeiten - sich mit Fahrtengemeinschaften selber organisieren. Firmen, die Büros in Sihlcity haben, können jährliche Fahrtenkontingente kaufen und je nach Bedarf an ihre Mitarbeiter verteilen. Wer Fahrten kauft, muss nichts für den Parkplatz zahlen.

Anspruchsvolle Bewirtschaftung
Die Umsetzung des Fahrtenmodells über einen längeren Zeitraum sei anspruchsvoll, schreibt die Bausektion des Stadtrates in der Bewilligung, weshalb das Kontingent in den ersten drei Jahren bis maximal 10'000 Fahrten überschritten werden darf. Ab fünftem Jahr aber gelten die 8800 Fahrten pro Tag definitiv. Stiffler ist überzeugt, dass dieser Grenzwert eingehalten werden kann. Während des Weihnachtsverkaufs würden die Fahrten voraussichtlich über dem Durchschnitt liegen, in den Sommerferien aber deutlich darunter - «das lässt sich regulieren».

Sollte es dies wider Erwarten nicht tun, muss Sihlcity reagieren und das Parkhaus zeitweise schliessen. Im schlimmsten Fall droht eine Konventionalstrafe von 10'000 Franken pro Tag, zahlbar an den VCS.

Abwarten im Quartier
Ob das Verkehrskonzept so funktioniert? 60 Prozent öV? «Wir lassen es jetzt mal auf uns zukommen», meint der Präsident des Quartiervereins Wiedikon, Laurenz Styger. Er wolle Sihlcity nicht im Voraus verurteilen. Styger glaubt aber auch nicht an die prognostizierten 20'000 Besucher täglich.

Für Ronald Schmid, den Präsidenten von Handel und Gewerbe Zürich 3, ist das Problem an Sihlcity zuerst die Konkurrenzierung des lokalen Gewerbes. 60 Prozent Besucher mit dem öffentlichen Verkehr hält er für Wunschdenken. Dass es im Quartier Mehrverkehr geben wird, ist für ihn klar; er weiss auch von vielen Bedenken in der Bevölkerung. Nur könne man das jetzt noch nicht genau wissen. Seiner Meinung nach sollte man nun erst einmal abwarten und dann, falls nötig, Massnahmen gegen den Mehrverkehr ergreifen.
 

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Publikumsmagnet Sihlcity

26. März 2007, Neue Zürcher Zeitung

200 000 Besucher in vier Tagen - 60 Prozent nutzten den öffentlichen Verkehr


vö. Am Donnerstag sind die Tore von Sihlcity geöffnet worden. Bis am Sonntagabend haben insgesamt über 200 000 Menschen das neue Einkaufs- und Freizeitzentrum an der südlichen Stadtgrenze von Zürich besucht. Das sind doppelt so viele wie erwartet. Der Samstag war mit über 60 000 Besuchern der Tag mit der grössten Frequenz. Am Freitag war der Andrang wegen der starken Schneefälle etwas weniger gross. Besonders stolz ist Centerleiter Dieter Bosshard auf das eigens für das Eröffnungswochenende erstellte Verkehrskonzept, das dank sehr guter Zusammenarbeit mit den Behörden, den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich, der SZU und privaten Organisationen umgesetzt worden sei.

Weil mehr als 60 Prozent der Sihlcity-Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten, konnte ein Verkehrschaos vermieden werden. Laut Bosshard waren für diesen erfreulichen Wert die Schneefälle ausschlaggebend: «Im Raum Zürich sind die Besucher offensichtlich bereit, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.» Deshalb sei es auch kein Problem gewesen, wegen Schwierigkeiten mit der Schneeräumung nur 800 statt der vorgesehenen 1900 zusätzlichen Parkplätze zur Verfügung stellen zu können.

Nach eigenen Umfragen bei den Mietern in Sihlcity liegen auch die Umsätze der verschiedenen Ladenbetreiber, die auf einer Verkaufsfläche von insgesamt 41 000 Quadratmetern ihre Waren anbieten, weit über den Erwartungen. Mit ihren Aktionen vermochte vor allem die Heimelektronik die Kunden in Scharen anzulocken. Der Ansturm sei so gross gewesen, dass die Mieter zum Teil kurzfristig mehr Verkaufspersonal anfordern mussten, wie Bosshard berichtet. Aber auch die Reaktionen der Kino-, Klub-, Hotel- und Restaurantbetreiber seien sehr positiv ausgefallen. Die Konzerte im Papiersaal oder das Kinderparadies seien sehr gut besucht gewesen. Als erfreulich bezeichnet Bosshard zudem den Erfolg des Hauslieferdienstes. Der von Sihlcity in Zusammenarbeit mit der Stiftung Züriwerk angebotene Dienst per Velo, der zum Teil von Menschen mit leichter Behinderung ausgeführt wird, übertreffe mit über 150 ausgelieferten Bestellungen alle Erwartungen. In der nächsten Woche werden die Erkenntnisse der Eröffnungstage in den Betrieb einfliessen und kleine Korrekturen angebracht. So müsse etwa nach Lösungen gesucht werden, um bei Grossanlässen mehr WC zur Verfügung stellen zu können. Bosshard rechnet damit, dass sich der Besucherstrom bei täglich 10 000 bis 15 000 einpendeln wird.
 

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ich war am Samstag kurz da (musste sonst immer arbeiten :cry: ). Enorm diese Menschenmenge!!! Aber ich konnte ein paar Bilder schiessen, werde, wenn ich Zeit finde hier mal einige publizieren.

Irgendwie fühlte ich mich wie in Sao Paulo wo diese Art von mulitfunktionalen Ausgangstempel schon seit Dekaden der Publikumsmagnet der Bewohner sind. Andererseits muss ich sagen: Chapeau für die kongeniale Umsetzung des Konzeptes mit integrierter Altbaustruktur und postmordernem Design :cheers:
 

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^^
Ich werde bei Gelegenheit ebenfalls gehen und mir Sihlcity mal anschauen.
Trotzdem frage ich mich: Warum die grosse Euphorie?
Letzipark ist an und fuer sich genau das selbe, einfach ohne Hotel, Kino und Nachtclub und dafuer aber mit 1'500 Parkplaetzen.
Mietermix ist auch fast identisch. Im weiteren wurde Sihlcity im Minergie Standard gebaut, d.h. im Sommer duerfte es dort drin relativ warm sein.
 

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öh
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war heute dort und es hat mir eigentlich sehr gut gefallen. bin auch nicht der fan von so rieseneinkaufsdingern und war dementsprechend skeptisch. architektonisch finde ich macht es jedoch einiges her. das mit dem altbau hat mir auch sehr gut gefallen, auch im inneren des einkaufszentrum herrscht eine angenehme atmosphäre. nicht so aufgeregt wie z.b. im letzipark. werde mich mal durch einige restaurants noch durchprobieren und euch wissen lassen, ob sich in dieser hinsicht ein weiterer besuch lohnt ;-)
 

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Finde nicht, dass man es mit dem Letzipark vergleichen kann.

Sihlcity ist eher ein neues Glattzentrum. Dieses wurde ja dazumal auch für die damaligen Massstäbe Verkehrstechnisch ideal erschlossen (=an A1 + viele Parkplätze) wie aus heutiger Sicht Sihlcity (an A3 + Parkplätze + S-Bahnlinie + 2 Tramlinien + Buslinie), bietet alles was das Konsumentenherz begehrt, ist ein riesiges Projekt usw.

Sihlcity bietet doch ein paar Besonderheiten im Vergleich zu Letzi/Tivoli/Glatt usw.:
-S-Bahnstation am rande der Überbauung
-Busstation im Untergrund der Sihlcity
-seit Eröffnung Tramanschluss (Glatt erhält den erst in 2 Jahren)
-nicht nur Einkaufen, sondern auch Unterhaltung und Kultur
-Architektonisch sicherlich reizvoller als ein Glatt

Übrigens hat auch der Letzipark einen Club..."Nobby" hat sich oberhalb eingehaust seit ca. 1 Jahr
 
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