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Umbauprojekt von EM2N-Architekten bewahrt den Charme der früheren Toni-Molkerei in Zürich-West
Das Toni-Areal in Zürich-West soll für 300 Millionen Franken zu einer Kunsthochschule umgebaut werden. Das Zürcher Architekturbüro EM2N will den rauen Charme des Industriebaus bewahren. Kein Elfenbeinturm soll entstehen, sondern ein Ort, der dank Restaurants und Partyräumen auch der Öffentlichkeit zugänglich ist.



mju. Das Toni-Areal in Zürich-West ist grösser als das Hauptgebäude der ETH im Stadtzentrum und etwa gleich gross wie das Museum Tate Modern in London. Jetzt soll das Gebäude zu einer Kunsthochschule und einem Veranstaltungsort werden - ein Projekt, dessen Bedeutung für das junge Quartier kaum zu überschätzen ist. Den Wettbewerb für den Umbau hat das junge Zürcher Büro EM2N-Architekten gewonnen. In Zürich-West sind dieselben Architekten derzeit mit dem Ausbau der SBB-Viaduktbögen beschäftigt. In einem weiteren Projekt versahen sie kürzlich die SBB-Haltestelle Hardbrücke mit grossen roten Tafeln, dank denen der Bahnhof für Passanten besser auffindbar wird.

Kosten von 300 Millionen Franken
Das Toni-Areal soll primär Sitz der Zürcher Hochschule der Künste werden (Insgesamt entsteht auf dem Areal eine Bruttogeschossfläche von 85 000 m[2], wie ZKB-Generaldirektionsmitglied Charles Stettler an einer Medienkonferenz gesagt hat. Die ZKB ist Eigentümerin des Areals und des riesigen Gebäudes. Sie will 58 000 m[2] Fläche an die Hochschulen vermieten. 6500 m[2] stehen der Kultur zur Verfügung, etwa für eine Veranstaltungshalle und Klubräume. Für Gastronomie und Verkaufsflächen sind 3500 m[2] reserviert, für Wohnungen 13 000 m[2]. Laut Stettler sind Mietwohnungen geplant. Noch sei aber offen, ob grössere oder eher kleinere Wohnungen für Studierende entständen. Die ZKB rechnet mit Investitionen von rund 300 Millionen Franken. Die in den 1970er Jahren erbaute Toni-Molkerei ist Teil des Nachlasses der zusammengebrochenen Firma Swiss Dairy Food. Die Anlage wurde 1999 stillgelegt und steht seither grösstenteils leer.

Der Bau ist in gutem Zustand, ein Abbruch der massiven Eisenbetonkonstruktion wäre ausserdem enorm aufwendig. Das Gebäude ist so massiv, dass vielerorts neue Geschosse eingezogen werden können, ohne dass zusätzliche Abstützungen nötig sind. Die Toni-Molkerei bleibt aber auch aus einem anderen Grund erhalten. Sie gilt inzwischen als Wahrzeichen für das aufstrebende Quartier Zürich-West. Heute wird das Areal insbesondere als Party-Veranstaltungsort genutzt. Diese Nutzungen wollen die Bauherren nicht verdrängen, sondern ins neue Konzept integrieren. Schulräume, Restaurants, Konzertsäle sowie Räume für Partys, Anlässe und Ausstellungen sollen in der ehemaligen Molkerei zu einer hippen Mischung verquirlt werden. Resultieren soll kein Elfenbeinturm, sondern ein Ort, der den Stadtbewohnern offen steht und gerade auch darum internationale Ausstrahlung hat. «Das neue Toni-Areal wird wiederum zu einem Wahrzeichen für Zürich-West», zeigte sich Stadträtin und Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli überzeugt.

Einfache Baumaterialien
Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern sind die EM2N-Architekten in ihrem Entwurf darauf bedacht, die industrielle Qualität des Baukörpers zu erhalten. Das Siegerteam verwendet einfache Materialien, etwa vorfabrizierte Betonelemente sowie Holz- und Betonböden. Damit soll auch für tiefe Bau- und Betriebskosten gesorgt werden. Das Gebäude hat keinen Haupteingang, sondern kann aus allen vier Himmelsrichtungen betreten werden. Die unübersehbare Rampe wird zu einem öffentlichen Raum für Fussgänger, die Parkplätze sind neu in den untersten Geschossen vorgesehen. Auf den Turm an der Pfingstweidstrasse stellen die Architekten zehn neue Stockwerke mit Wohnungen. Auf dem Dach wird eine «Kulturterrasse» eingerichtet. Sie soll Bewohnern, Studierenden und der Bevölkerung offen stehen. Sie umfasst Gastronomieangebote, Sportfelder und eine Freilichtbühne. Ein Problem beim Fussballfeld-grossen Bau ist die Versorgung mit Licht. Gelöst wird es mittels mehrerer Lichtschächte, die im Gebäudeinnern ausgebrochen werden. Über die Fassadengestaltung haben die Architekten noch nicht definitiv entschieden.


Im Sommer 2006 soll die Baueingabe erfolgen, Baubeginn wäre im Frühling 2007. Im August 2009 könnte das Toni-Areal bezogen werden, im Jahr 2010 ginge es in Betrieb. Über den Mietvertrag entscheidet der Regierungsrat. Wie bei Nutzbauten üblich, bezahlt die Hochschule als Mieterin den Innenausbau. Den dazu nötigen Kredit muss der Kantonsrat gutheissen. Den entsprechenden Kreditantrag soll der Regierungsrat noch vor den Sommerferien verabschieden.
 

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hier wird es auch bald losgehen, momentan wird das metallgerüst was die dimensionen des turms vermittelten abgebaut.


ein paar weitere bilder dazu..

final design


dimension und skyline




stadtmodell


umgebung
 

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Das Toni-Areal kann zum Hochschul-Campus umgestaltet werden
Mit der Zustimmung des Kantonsrats zum Kredit für den Mieterausbau sind alle Hürden überwunden


Dem Umbau der ehemaligen Joghurt-Fabrik auf dem Toni-Areal im Zürcher Stadtkreis 5 für die Zwecke der Zürcher Hochschule der Künste steht nichts mehr im Weg. Die Baubewilligung ist seit August rechtskräftig. Mit der Bewilligung eines Kredits von 139 Millionen Franken für den Mieterausbau hat der Kantonsrat den letzten fälligen Entscheid getroffen.


wbt. Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) sowie die Departemente Soziale Arbeit und Angewandte Psychologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) werden spätestens 2015 auf dem Toni-Areal Einzug halten. Nach dem Entscheid des Kantonsparlaments vom Montag für den Mieterausbau im Umfang von 139 Millionen Franken inklusive Verzinsung und Amortisation kann die Allreal Toni AG mit dem Umbau beginnen. Insgesamt werden für über 4000 Studierende, Dozierende und Mitarbeiter rund 70 000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Die Liegenschaft gehört nicht dem Kanton, sondern der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Sie wird spätestens Ende Jahr an die Allreal übergehen, welche das rund 350 Millionen Franken teure Bauvorhaben ausführen wird. Der Baubeginn ist spätestens Anfang 2009 geplant. Mit dem Kanton besteht ein Mietvertrag über 20 Jahre, der zweimal um 5 Jahre verlängert werden kann. Die Allreal baut nach den Plänen des Architekturbüros EM2N neben den Schulräumen Läden, Restaurants, Veranstaltungsräume und Mietwohnungen.

Dreifach geprüftes Projekt

Kein Projekt der letzten Jahre sei wohl so umfassend geprüft worden wie jenes auf dem Toni-Areal, sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli. Drei Kommissionen – die Kommissionen für Bildung und Kultur, für Planung und Bau sowie die Finanzkommission – waren beteiligt, alle haben mit sehr grossen Mehrheiten zugestimmt. Das Resultat der Debatte stand also von Anfang an einigermassen fest. Sie nahm trotzdem den ganzen Montagmorgen in Anspruch. Als heftigster Kritiker trat Willy Germann (cvp., Winterthur) auf. Er warf der Regierung vor, keine Alternativen geprüft zu haben. Der Entscheid für das Toni-Areal sei isoliert und ohne Gesamtkonzept gefällt worden. Man hätte die Nutzung der Zeughäuser und des Kasernenareals einbeziehen müssen. Es fehle an konkreten Angaben für die künftige Nutzung der Bildungsmeile am Sihlquai und an der Ausstellungsstrasse. Ausserdem bilde der Verkehrsknoten beim Toni-Areal eine unzumutbare Belastung. Und für Winterthur, das unter der Konzentration in Zürich zu leiden habe, bedeute das Projekt einen Schock.

Mit dem Fehlen dieser Entscheidungsgrundlage begründete Corinne Thomet (cvp., Kloten) einen Rückweisungsantrag der CVP-Fraktion. Der CVP schlossen sich GLP und EDU an. Die Bausubstanz und die Energiebilanz liessen den Abbruch der Gebäude sinnvoller erscheinen, sagte Andreas Erdin (glp., Dürnten). Eine wertlose Joghurt-Fabrik werde zur Milchkuh für die ZKB, meinte Hans Egli (edu., Steinmaur).
Kommissionsantrag setzt sich durch

Der Rückweisungsantrag der CVP scheiterte schliesslich mit 30 gegen 118 Stimmen bei 17 Enthaltungen. Die übrigen Fraktionen hatten sich alle für das Projekt ausgesprochen. Eine starke Minderheit der SVP enthielt sich aber am Schluss der Stimme. Das Projekt sei zu teuer, und nötiger als Künstler wären Ingenieure, sei in der Fraktion argumentiert worden, sagte Matthias Hauser (svp., Hüntwangen). Eine Mehrheit habe sich aber von den «kreativen Synergien» und der gegenüber heute tieferen Miete überzeugen lassen. Karin Maeder (sp., Rüti) sprach von einem grossartigen Projekt, das den Wissens- und den Werkplatz Zürich stärke. Für Brigitte Johner (fdp., Urdorf) gibt das Toni-Areal der ZHdK ein Gesicht mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Es handle sich um eine einmalige Chance. Diese Ansicht vertrat auch Kurt Leuch (evp., Oberengstringen). Ein skeptischeres Ja vertrat Claudia Gambacciani (gp., Zürich). Fragen stellten sich zur Einbettung ins Quartier, zu den Grünflächen, zur Energiebilanz und zur Gehdistanz zum öffentlichen Verkehr. Keinen Erfolg hatte ein Minderheitsantrag der SP und der Grünen, der 375 000 Franken für 700 gedeckte Veloabstellplätze forderte. Er unterlag dem Kommissionsantrag mit 60 zu 100 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Das gleiche Schicksal widerfuhr einem Antrag von Peter Weber (gp., Wald), der eine Aufstockung des Kredits um 9,5 Millionen Franken für eine Erkundungsbohrung zur Abklärung der Nutzung geothermischer Energie verlangte. Webers Antrag unterlag mit 16 zu 122 Stimmen bei 27 Enthaltungen. Weil der Kredit der Ausgabenbremse untersteht, waren 91 Ja-Stimmen nötig. In der letzten Ausmarchung stimmten 107 Rätinnen und Räte Ja, 29 Nein, und 30 enthielten sich der Stimme.

nzz.ch
 

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:banana: Baubeginn :banana2: Ohne Ankündigung hat man bereits vor ein paar Wochen mit dem Umbau des Toni-Areals begonnen!

November 2008:

 

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Es gibt ja in Zürich-West immer weniger Platz für Clubs, deshalb finde ich dass man wenigstens dort wo es möglich ist noch Platz für die Clubs zur Verfügung stellen sollte.
 

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Es gibt ja in Zürich-West immer weniger Platz für Clubs, deshalb finde ich dass man wenigstens dort wo es möglich ist noch Platz für die Clubs zur Verfügung stellen sollte.
Da mach ich mir ehrlich gesagt gar keine Sorgen. Die Clubszene wird sicher neue brachliegende Gebiete finden, in dehnen sie günstige Räumlichkeiten beziehen können.
 

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TA-online, 18.12.08:

Kunst-Hochschule im Toni-Areal kann realisiert werden

Der Campus für die Kunst-Hochschule auf dem Zürcher Toni-Areal steht nichts mehr im Weg. Der Kreditbeschluss des Kantonsrates sei rechtskräftig, da kein Referendum eingereicht wurde, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Der Kantonsrat hatte im September 139 Millionen Franken bewilligt für den Mieterausbau auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Toni Molkerei in Zürich-West. Gegenwärtig ist das Areal im Besitz der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Mit der Realisierung des Projektes geht es an die Allreal Toni AG über, die die Liegenschaft dem Kanton vermietet. Die Kosten des Um- und Ausbaus betragen rund 350 Millionen Franken.

Der Start der Um- und Neubauarbeiten ist auf Anfang 2009 geplant. Spätestens 2015 soll der Hochschulbetrieb aufgenommen werden. Der neue Hochschul-Campus wird - auf einer Fläche von 70 000 Quadratmetern - Platz bieten für 5000 Studierende, Dozenten und Mitarbeitende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
 

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Schönes Projekt, der Umbau gefällt mir sehr gut, auch wenn es natürlich etwas schade ist wenn alle Clubs schliesen müssen, vor allem wenn es sich um so bekannte handelt. Was ich schon schade finde, dass es immer wie weniger Platz hat für solche Clubs! Das gleiche ist in Basel auch passiert, auf dem Stücki Areal war früher ein Club, dort ensteht nun das Stücki Einkaufszentrum. Das Bell neben dem Novartis Campus wurde auch schon vor einiger Zeit geschlossen, was eine wirklich coole location war. Es gibt leider immer wie weniger brachliegendes Gebiet welches genutzt werden kann.
 
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